SEO, Audience Development und die Zukunft der Suche
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In dieser Folge spreche mit Olaf Seydel, Head of Engagement & Growth bei ZEIT ONLINE, über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen SEO, Audience Development und Analytics im Suchmaschinenbereich, insbesondere im Hinblick auf die Veränderungen durch Künstliche Intelligenz.
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Wenn man Inhouse-SEO macht, dann optimiert man, muss man eben auch die Unternehmenskultur ein Stück weit optimieren. Denn auf dem Boden kann eben auch der SEO-Erfolg erst richtig gut wachsen. Ich kenne Kollegen in anderen Unternehmen, Die müssen nach sechs Jahren immer noch prüfen, ob, wie ist das beim neuen Template, immer noch eine Hauptüberschrift drin ist. Da haben wir relativ früh gesagt, das ist eigentlich was, wo wir keine Ressourcen drauf geben wollen. Du brauchst keinen SEO-Experten, damit der dir sagt, da fehlt eine H1 oder so.
Das ist halt Ressourcenverschwendung. Untertitelung des ZDF, 2020 Moin aus Kiel zur neuen Folge von Ressort21, dem Podcast über Innovation und Digitalisierung in der Verlags- und Medienwelt. Ich bin Tim Großmann und spreche heute mit Olaf Seydel, Head of Engagement und Growth bei Zeit Online. Wir sprechen über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen SEO, Audience Development und Analytics im Suchmaschinenbereich, insbesondere im Hinblick auf die Veränderungen durch künstliche Intelligenz. Aber genug erzählt, viel Spaß bei der Folge.
Moin Olaf. Moin Tim. Freue mich, dass du heute da bist. Du bist ja Experte im Bereich SEO. Magst du uns ganz am Anfang mal kurz abholen, was man da genau eigentlich macht, worum es geht und warum das so relevant ist?
Sehr gerne. Und natürlich erstmal vielen Dank für die Einladung. SEO steht für Search Engine Optimization. Auf einer frühen Konferenz, auf der ich mal war, fragte mich jemand, der da in der Gastro arbeitete: "Oh super, du arbeitest für Google. Kannst du das nicht mal besser machen mit den Suchergebnissen?" Und dann meinte ich: "Na gut, ich kann das vielleicht besser machen mit den Suchergebnissen, aber ich arbeite gar nicht für Google." Als SEO nutzt du halt Suchmaschinen, das ist bei den meisten Produkten auf dem deutschen Markt eben Google, aber nicht nur, um mehr Nutzer, die für dich relevant sind, zu deinen Produkten auf deine Webseite oder in deine App zu führen.
Und das tust du darüber, indem du eben ihre Suchanfragen beantwortest. Also das, was sie wirklich interessiert und was du ihnen auch beantworten und wozu du ihnen eben hilfreiche Inhalte bieten kannst, ihnen zu bieten. Und das ist natürlich die eine Seite, ist ganz stark nutzerzentriert. Ich finde, das finden viele Leute glaube ich komisch, zumindest kriege ich das häufig gefeedbackt, aber ich denke SEO ist so der nutzerzentrierteste Kanal, den man eigentlich bearbeiten kann. Und auf der anderen Seite ist es natürlich so, du musst nicht nur für die Nutzer das beste Suchergebnis sein, du musst es halt auch so sein, dass die Suchmaschine versteht, dass du es bist.
Also es hat halt diese technische Komponente, diese Übersetzungskomponente. Und was ich sehr mag, ist, vor ein paar Jahren hat sich diese Abkürzung SEO von Search Engine Optimization, die ja sehr technisch klingt und sehr auf den Bot und die Suchmaschine zentriert, wird immer häufiger von SEOs übersetzt als Search Experience Optimization, was eben den Fokus auf Nutzer legt oder die Nutzerin, die eben eine Suchanfrage stellt und dann eine positive Erfahrung haben soll. Ja, okay, spannend. Das bedeutet im Endeffekt, man optimiert eigentlich das Erlebnis für den Nutzer, wenn er Dinge sucht, dass er die richtigen Dinge nachher findet, sei es jetzt Google oder wahrscheinlich irgendwelche Suchmaschinen, die alle ja Crawler haben, die dann Website abcrawlen. Okay, spannend.
Und das machst du jetzt seit wie vielen Jahren bei der Zeit? Bei der Zeit bin ich jetzt elf Jahre. 2013 im Sommer habe ich angefangen. Okay, und dann hat sich über die Zeit hinweg das so entwickelt, dass du vom, habe ich gesehen, vom SEO-Analysten bis jetzt hin zum Head of Engagement und Growth dann quasi... Position gewechselt hast, Verantwortung genommen hast, größeres Team wahrscheinlich jetzt auch dabei.
Genau, also das Unternehmen ist recht erfolgreich und auch gut gewachsen in all den Jahren und ich bin eben mitgewachsen und dürfte an vielen Stellen zu meiner Freude mitspielen. Darf es bis heute. Nicht schlecht. Was begeistert dich aktuell so am meisten an deiner Head of Growth und Engagement natürlich Stelle. Also was sind so die Themen, die dich am meisten irgendwie catchen?
Also meinst du jetzt auf Detailebene, was so bestimmte Projekte sind oder so insgesamt, was einfach die Tätigkeit so faszinierend macht? Ja, die Tätigkeit war eigentlich gefragt, aber wenn du so tiefer reingehen möchtest, gerne. Also Bei den Projekten muss ich noch mal ein, zwei Minuten überlegen, aber was so generell die Tätigkeit betrifft, ist, was ich sehr, sehr toll finde an meiner Tätigkeit, ist, dass wir als, man nennt das bei uns in anderen Unternehmen sicherlich auch, Linienabteilung. Das heißt, wir sind praktisch, es gibt bei uns Produktmanagementabteilungen, das sind quasi die Säulen und es gibt Linienabteilungen, die eben an jedem Produkt beteiligt sind. Und mein Team ist quasi sowas wie eine In-House-Beratungsagentur, das allen Teams von Zeit Online, jedem Produktmanagement, dem Newsroom, dem Engineering, der Produktentwicklung zur Verfügung steht und dabei unterstützt, eben große Nutzerströme zu leiten.
Das heißt aber im Alltag auch, ich kann heute in einem Termin oder bei einer Analyse mich mit redaktionellen Artikeln beschäftigen. Dann bin ich damit vielleicht für heute durch und kümmere mich danach um Hashibo Kakeru in unserem Spielebereich. oder gehe mit einem Kollegen zu unseren Stellenmärkten durch. Also die Bandbreite ist extrem groß und da hole ich ganz viel Freude draus. Also ich meine, es ist natürlich klar, ich kann jeden verstehen, der sagt, ich will nur ein News-SEO machen den ganzen Tag.
Das ist ein unglaublich toller dynamischer Bereich. Aber die Möglichkeit zu haben, in einem Unternehmen an so vielen unterschiedlichen Business Cases und Produkten arbeiten zu dürfen, ist ein unglaublicher Reichtum. Definitiv, das wäre für mich persönlich auch deutlich interessanter als wirklich eine Sache die ganze Zeit zu fokussieren. Aber sehr cool, das ist echt spannend. Wie hat sich das so entwickelt, die Relevanz von SEO?
Und du machst ja nicht nur SEO, sondern auch Datenanalyse und Ähnliches. Wie hat sich die Relevanz in Zeit-Online oder in Zeitunternehmen entwickelt? verändert über die Jahre, über diese elf Jahre jetzt. Wie wichtig das ist, wie viel Fokus da drauf gelegt wird? Ich würde mal sagen, als ich angefangen habe, war das Thema wir müssen mehr SEO machen.
Also ich bin glaube ich der allererste Mitarbeiter im Gesamtunternehmen gewesen, der SEO im Arbeitstitel hatte. Mein damaliger Chef, der mich eingestellt hat, leitete halt das Audience Development und hat dann, bevor ich dabei eben SEO mitgemacht. Sein Vorgänger saß im Business Development und hat SEO mitgemacht. Aber ich war der Erste, der eingestellt wurde mit, ich glaube, mein erster Titel war Suchmaschinenoptimierer und Datenanalyst. Wir hatten dann noch einen großen Hang zu deutschen Arbeitstätten.
Das war natürlich schon eine gewisse Wende. Das hat dem Ganzen natürlich schon gezeigt, wir brauchen da mehr, wir müssen da mehr. Es wurde vorher SEO gemacht, aber an vielen Stellen wurde SEO eben halt so mitgemacht oder nachträglich mal hingedoktert. Und ein ganz großer Teil, den wir halt damals als unsere Aufgabe festgelegt hatten, ist gar nicht, wir sind jetzt hier die Audience-Abteilung, die unter anderem SEO-Tickets im Background schreibt und dann versucht, da irgendwie Ressourcen für zu bekommen, sondern wir müssen eben das schaffen, dass alle im Unternehmen SEO machen. Also wir hatten immer diesen Claim: Alle zu SEOs machen.
Und eigentlich zieht sich das, ist das bis heute noch ein wichtiger Teil. Wir haben das Grundverständnis für SEO Basics im Unternehmen ist mittlerweile, wenn ich sage 2013 war es, ich wurde eingestellt, es wurde ganz viel Augenmerk draufgelegt, Chefredaktion und Geschäftsführer haben gesagt: Wir wollen jetzt, dass SEO hier gemacht wird und dass das funktioniert. Das ist wichtig. und uns eben an die entscheidenden Tische und Gesprächsrunden und so gebracht. Es ist jetzt eben gelernt.
Also jetzt fragt niemand mehr, sollen wir SEO machen, sondern das ist halt selbstverständlich, dass wir SEO machen. Ja, okay. Also ihr habt quasi, wie du schon gesagt hast, ihr habt nicht nur eine Umsetzungsrolle, sondern ihr seid auch wirklich nicht nur beratend tätig, sondern auch als Trainer fast schon. Also ihr versucht auch ein bisschen so, wahrscheinlich über Trainings, auch das Auge zu schärfen oder den Mind zu schärfen für SEO-Themen, wie man das angehen kann, beziehungsweise dass das einfach ein wichtiges Thema ist. Genau.
Ich bin immer der Meinung, wenn man Inhouse-SEO macht, dann optimiert man, muss man eben auch die Unternehmenskultur ein Stück weit optimieren. Denn auf dem Boden kann eben auch so der SEO-Erfolg erst richtig gut wachsen. Ich kenne Kollegen in anderen Unternehmen, die müssen nach sechs Jahren immer noch prüfen, ob, wie ist das beim neuen Template, immer noch eine Hauptüberschrift drin ist. Da haben wir relativ früh gesagt, das ist eigentlich was, wo wir keine Ressourcen draufgeben wollen. Du brauchst keinen SEO-Experten, damit der dir sagt, da fehlt eine H1 oder so.
Das ist halt... Ressourcenverschwendung. Wenn man da dann hinkommt, das ist schon mal gut, wenn das Verständnis bei allen da ist, dass das Standard ist, okay. Gibt es dann, also gibt es immer noch, immer wieder neue Themen, also ist das auch so ein Bereich, der sich konstant weiterentwickelt? Du warst ja letztens bei dieser Botify Connect, habe ich gesehen.
Was waren da so die neuesten SEO-Themen? Ich denke, ein ganz großer Teil der alle Unternehmen im Bereich SEO gerade beschäftigt ist, was passiert jetzt mit Google, mit der Vormachtstellung? Allein durch das Monopolverfahren wird das dazu führen, dass es mehr Diversität im Suchmaschinenmarkt gibt. und dann natürlich Möglichkeiten, die eben LLMs heute bieten. Also schafft es OpenAI damit, mit SearchGPT wirklich eine relevante Suchmaschine zu bauen?
Wird nach all den Jahren plötzlich Bing relevant für Reichweite auch in Deutschland oder in Europa? Solche Themen sind gerade eben sehr, sehr wichtig. Die Botify Connect ist natürlich von einem Unternehmen, was eben das Tool Botify anbietet und die natürlich bei diesem Event auch stark darstellen, was bietet denn jetzt das Tool dafür. Wir nutzen das auch. Und ein ganz großer Augenmerk, wofür wir es halt nutzen, ist eben zu verstehen, wie gut kommen Suchmaschinenbots durch unsere Produkte und was können wir optimieren, damit eben sie schneller, effektiver die Inhalte bekommen, die sie bekommen sollen und auch so in ihre Indexe aufnehmen.
Das war, denke ich, auf der Konferenz war das eines der wesentlichen Themen, dass eben das Produkt, das auch für, also da nicht auf Google begrenzt ist. Ja, okay. Jetzt haben wir relativ viel über Optimierung gesprochen. Wie viel Traffic, wie viel Prozent des Traffics kommt bei euch denn über SEO und was sind die anderen Kanäle? Also der der SEO Traffic hat sich in den letzten Jahren anteilig noch mal stark positiv entwickelt.
Ich würde sagen, im Schnitt sind es jetzt, je nachdem auf welchen Zeitraum du blickst, wie ist es und auf was für eine Nachrichtenlage wir gerade haben, also sagen so 30 Prozent wahrscheinlich. Und jetzt, wenn du so eine Thüringen-Wahl hast, dann geht das auch mal bis zu 50 Prozent rauf. Das ist damit das, was Google uns liefert, sei es über Google News, Google Search oder Discover, die größte messbare Traffic-Quelle. Und den meisten Traffic machen wir freundlicherweise direkt. Also das ist immer, jetzt denkt natürlich vielleicht die eine Seite, die nicht so tief im Tracking drin ist, oh super, die haben so viele Leute, die sie wirklich direkt ansteuern, bewusst und gezielt nach der Zeit suchen.
Und die anderen denken, ja Mensch, der Seydel, der muss doch auch sagen, dass das einfach nur bedeutet, ihr wisst nicht, wo der Traffic herkommt. Also beides stimmt ein bisschen. Wir haben sicherlich auch so einen gewissen Anteil an Dark Traffic, wo wir eben sehen, dass Leute direkt irgendwelche tiefen Artikel-URLs aufrufen, wo man sich sicher sein kann, dass sie die nicht direkt in die Browserzeile eingetippt haben. Aber wir haben einen wirklich sehr hohen Anteil an Direct Traffic auf der Homepage. Mhm.
Und das ist auch was, was das Haus und auch unsere Arbeit im SEO und überall anders immer ausgemacht hat, ist dann alle sehr markenbewusst. Und auch das war beispielsweise was, was jetzt die letzten Tage auf der Konferenz auch immer wieder Thema war und was ich natürlich... schon seit vielen Jahren im SEO durchzieht, aber ich habe das Gefühl, auch immer mehr verstanden wird an anderen Bereichen, wie wichtig eigentlich das Branding für die Reichweite ist, auch über SEO hinaus, aber natürlich auch wieder mit Rückwirkungen auf SEO. Und ich würde sagen, da sind wir, klar, besser machen kann man immer was, aber ich sage mal, wir gehen schon von einer guten Position aus. Definitiv, definitiv.
Die Zeit kennt man ja sowohl als Magazin oder beziehungsweise als Website. Zeitsprachen habe ich letztens mit Dennis Draber darüber gesprochen, was es da noch gibt. Auch ein sehr, sehr schönes Angebot. Und auch die Wochenzeitung ist was, also wenn man sich so, man hört ja immer sehr viel Desaströses zu Printtiteln, aber auch unsere Wochenzeitung ist schon... auch auf dem Markt immer noch sehr erfolgreich und natürlich auch in digitaler Form wiederum sehr beliebt.
Ja. Dieser Podcast wird produziert von der Explo GmbH. Wenn auch du neue Zielgruppen über digitale Produkte binden und deine Content-Produktions-Workflows automatisieren willst, dann kontaktiere mich auf LinkedIn oder vereinbare eine unverbindliche Demo direkt auf unserer Website explo-gmbh.de. Wie ist das mit Social Media Traffic? Also es gibt ja, was wir gemerkt haben in den letzten Jahren, ist, dass es ja auch SEO auf TikTok, auf Instagram gibt, gerade weil dort ja auch viel gesucht wird.
Gerade von der jüngeren Generation ist da ja die Suche noch relevanter als jetzt so eine Google- oder Bing-Suche. Wie macht ihr das? Also wie geht ihr das an? Das ist ein super spannender Bereich, besonders aktuell, weil wir sehen, es gab mal so eine Phase rund um 2014, da hatte Facebook damals, die alten Leute erinnern sich vielleicht noch, Facebook war mal ein wichtiges soziales Netzwerk. Und da hat man, Facebook hatte gerade den Traffic für Firmen gekappt und gesagt, okay, wir wollen jetzt eher Geld von euch, Werbegeld, damit ihr wieder Traffic bekommt und wir hübschen unseren Newsfeed auf, indem wir eben journalistische Inhalte stärker promoten.
Und plötzlich war Facebook die zweitrelevanteste Traffic-Quelle in der Messbarkeit. Also hat dann auch schon so, je nach Unternehmen, 10, 20 Prozent des Traffics ausgemacht bei Verlagen. Sicherlich wird sich irgendjemand melden und sagen, bei uns war es mehr. Aber... da sieht man, dass diese Zeit quasi vorbei ist.
Also Social Media Plattformen, die aktuell beliebten Social Media Plattformen, Instagram, wenn man TikTok dazu zählt und so, die halten alle den Traffic eher bei sich. Auch LinkedIn, ich bin jetzt kein Experte im LinkedIn-Algorithmus, aber in meiner Bubble beschweren sich die Leute gerne darüber, dass sie irgendwas promoten wollen, den Link dazu, aber erst in die Kommentare schreiben dürfen, damit ihr Post mehr Sichtbarkeit bekommt, was natürlich schon mal zeigt, wie der Hase da läuft. Und das ist natürlich, bedeutet auch für uns einen Paradigmenwechsel. Also es geht auf der einen Seite, was die Kollegen, die bei uns Social Media machen, schon immer recht gut, Erfolgreich machen würde ich sagen, ist Sichtbarkeit auf der jeweiligen Seite, der jeweiligen Plattform aufbauen. Aber diesen Traffic, der da entsteht, den konntest du früher viel leichter weiterleiten in deinem Produkt.
Und heutzutage ist es viel stärker, da schließt sich vielleicht auch der Kreis wieder zu dem, was wir vorher hatten, zum Branding. Also ich würde sagen, früher war Facebook ein direkter Kanal. Du hast Reichweite direkt über Facebook erzielt. heutzutage machst du eine Kampagne und machst, wie ist das in unserem Bereich, beispielsweise in unserem Produkt Hey Studium, ein Orientierungsprodukt für Menschen, die eben das passende Studium, die passende Universität suchen. Da hatten die Kollegen, die dort für die Social Media Auftritte zuständig sind, machen eine sehr erfolgreiche Arbeit auf TikTok.
Und du siehst denn dadurch nicht plötzlich enorm viel TikTok-Traffic auf deiner Seite, aber wir sehen zeitlich sehr deutlich korrelierend zu der erfolgreichen TikTok-Kampagne, wie sich unser Google-Search-Traffic und unser Direct-Traffic auf die jeweiligen Seiten eben gesteigert hat und wie auch Suchbegriffe dazu kommen. Das heißt, es ist kein Direktbezug mehr, es wird schwieriger zu messen. ... und es ist halt, es entwickelt sich mehr zu einer...... Form von Branding, Nutzerbindungsinstrument.
Genau das, tatsächlich, das habe ich auch schon...... öfters beobachtet, einfach das mit der, mit...... diesem, mit dieser Kapselung in diesen...... verschiedenen Plattformen, dadurch, dass man...... da nichts mehr eigentlich abziehen kann so......
richtig oder rausziehen kann, ist es einfach nur...... noch ein Markenthema, also wenn du eine Marke bist...... und die Leute dich kennen, dann kriegst du den Traffic,... Wenn du keine Marke bist und vielleicht nur lokal unterwegs bist, dann bringen Social Media Themen sehr wenig. Gerade wenn du vielleicht auch versuchst, eine neue Audience über Social Media zu erreichen.
Eher schwierig, weil wenn die dich nicht kennen und dir kein Trust geben, dann... Ja, wird es schon eng, genau. Aber sehr, sehr spannende Insight auf jeden Fall, dass mit LinkedIn, wir posten ja immer die Snippets von den Podcasts auf LinkedIn. Vielleicht probiere ich das mit dem neuen Podcast, wenn der neue folgt, jetzt auch mal, dass ich die Links zu Spotify und so erst in die Kommentare packe. Vielleicht erhöht das ja die Sichtbarkeit.
Vielleicht erhöht das ja die Sichtbarkeit. Guter, guter Punkt auf jeden Fall. okay sehr spannend wie siehst du die themen jetzt mit also ändert sich das seo thema mit den ganzen chat bots hört sich schon so oldschool an also mit den ganzen language modeln also durch die search beziehung open research angesprochen perplexität ist ja auch ein großes thema da bei Wie ändert sich da SEO, ändert sich das überhaupt oder haben die die gleichen Grundkonzepte wie jetzt ein Google Crawler, wo man im Endeffekt sagt, okay, wenn die dann rauslinken auf deine Artikel, kann es zwar sein, dass weniger Traffic ist, aber wenn deine Inhalte als relevante Quellen genutzt werden, kriegst du vielleicht trotzdem noch über die Referenzierung, über die Sources dann den Traffic später vielleicht ab oder für den ganzen Artikel? Im Prinzip ja. Also wenn du jetzt schon deine Inhalte sauber aufbereitest, sodass Google das versteht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch ein Bing das versteht und versteht.
Die neuen Crawler eben auch. Also da haben sich ja natürlich auch bei den Unternehmen über die Jahre hinweg Standards entwickelt. Und jetzt als OpenAI zu sagen, wir wollen aber euren Content jetzt komplett anders haben als alle anderen, macht denen ja auch mehr Arbeit und nicht unbedingt effizientere Prozesse. Das heißt, ich glaube, dass man da wirklich... nicht viel anders machen muss.
Auf der anderen Seite muss man natürlich gucken, wie geht man mit den jeweiligen Bots um? Hat man irgendwelche Einschränkungen, wo man sagt, das darf nur der Google-Bot und plötzlich wundert man sich, warum der OpenAI-Bot da nicht durchkommt. Und auf der anderen Seite muss man natürlich gucken, Denke ich, gerade wenn man eine große Webseite hat, dann darf man einfach solche Themen wie Crawling und Indexierung nicht mehr ignorieren. Also die sind für all diese Systeme essentiell wichtig. Also ihr habt jetzt nicht aktiv eine SEO-Strategie für rein...
Language Models grad perplexity ob mehr und so ähnliches oder oder seid ihr sogar Team wir blockieren die crawler von denen komplett also gibt es ja jetzt inzwischen auch die Möglichkeit die Trainingspots also wir blockieren nicht alle crawler wir achten schon drauf die meisten dieser Unternehmen bieten unterschiedliche crawler für Training und für Indexierung und ähm Also wir lassen uns gerne indexieren, aber wir würden gerne mitreden, wenn jemand sein Produkt auf unserem Produkt baut. Und deswegen blockieren wir das Training. Das macht ja auch Sinn. Aber ich muss fairerweise sagen, ich kann da jetzt so drüber sprechen, aber das sind natürlich Entscheidungen, die liegen above my pay grade. Das heißt, das ist natürlich alles auch, sehr dynamisch gerade, wie sich das entwickelt.
Man sieht es bei Springer mit dem Deal mit OpenAI oder jetzt beim Spiegel mit Perplexity und so. Da ist schon viel Bewegung in dem Markt. Und das ist natürlich was, was die zuständigen Kollegen bei uns auch beobachten und beobachten. ich habe denn das Vergnügen zu sagen, okay, ich sehe das so und so, aber ich muss die Entscheidung nicht treffen. Das ist dann die Freude des Beraters an der Stelle, zu sagen, okay, die Verantwortung ist mir.
Deswegen mal sehen, wie sich das so entwickelt. Ja, habt ihr... Vielleicht auch geheim, aber habt ihr so ein bisschen so einen Ansatz auch im Kopf oder geplant, wie der Hey-Chatbot von Axel Springe jetzt, weil was ich mir immer vorstelle, ist eigentlich ein ganz schöner Ansatz. Man merkt durch, ich weiß nicht, was für Input ihr in eurer Plattform habt von Nutzern, aber durch so ein Chatbot und konkrete Fragen würde ja aktiv... eine gewisse Tendenz zu aktuellen interessanten Artikeln entstehen, die man dann vielleicht sogar über Language-Modelle oder Ähnliches dann komplett KI generieren kann, SEO optimieren kann, sodass dann, wenn mehr Leute diese Fragen auch auf Google stellen oder quasi nur so auf Google posten, ihr direkt am höchsten rankt, weil ihr ja die Fragen oder die Tendenz oder die Stimmung im Markt direkt abgefangen habt.
Wie ist da so der Ansatz oder gibt es da einen Ansatz? Das schließt ganz schön an an deine Frage auch zur SEO-Strategie, weil ich die bisher nur technisch beantwortet habe. Deswegen hole ich ein bisschen aus. Also rein inhaltlich ist bei uns, wir haben ja ein redaktionelles SEO-Team, was... sehr viel eben die operative Arbeit in der Redaktion begleitet.
Die sind auch Teil der Redaktion, das sind auch Journalisten. Das, als ich angefangen habe, gab es die Kollegen noch nicht. Und man muss sich halt vorstellen, du bist Journalist, hast gelernt, professionell zu schreiben. Und dann kommt hier so ein Typ und sagt: "Ich verstehe es aber besser, schreib mal anders." Das ist nicht gut. Im schlimmsten Fall wirkt es respektlos.
Insofern haben wir relativ früh verstanden, nee, da brauchst du eigentlich Journalisten, die SEOs verstehen und nicht SEOs, die mit Journalisten reden. Und das war praktisch die Geburtsstunde vom Editorial SEO bei uns, damals mit meiner Kollegin Jana Lavrov, die das Ressort auch leitet, in dem SEO in der Redaktion stattfindet. Und worauf wir immer sehr geachtet haben, ist zu verstehen, was gibt es denn jetzt schon über die Datenquellen, die wir nutzen können. Beispielsweise, indem wir Google, wie ist das, was für Fragen werden denn gestellt zu den Themen, was für Fragen werden denn an Google gestellt. Also nicht nur, was für Keywords spuckt der Keyword-Planner vielleicht aus.
sondern was sind denn die Nutzerfragten auch Fragen, die da auftauchen, wie kann man tiefer in das Thema reingehen, was kann man da anbieten. Wir haben vor vielen Jahren zusammen dieses FAQ-Format gelauncht, wo wirklich konkret Fragen von der Redaktion beantwortet werden, die sich immer aus so einem Mix, was kennen wir für Fragen von den Nutzern und Nutzerinnen beantworten, Was möchte unsere Redaktion gerne darüber hinaus noch beantworten und so zusammenstellen? Und das ist etwas, was, glaube ich, wenn man so vorgeht, schon direkt auch bei LLMs hilft, weil es ja viel klarer diesen Bezug zur menschlichen Frage herstellt. Auf der anderen Seite ist es jetzt natürlich bei dem Beispiel, was du gebracht hast, wir haben relativ früh, als wir die Möglichkeiten hatten, eben mit LLMs, Um das rumzuprobieren, hat unser Data Science Team in der Redaktion ein Tool gebaut zum Testen. Das nennt sich Fragen Sie Zeit Online und ist quasi eine KI-unterstützte Suche, die eben unsere Inhalte benutzt, um normalsprachliche Fragen zu beantworten.
und wir haben das bis heute, das ist halt ein Feature für unsere Abonnenten und für uns auch eine Möglichkeit eben die Fragen besser kennenzulernen, aber ein wesentlicher Punkt davon ist, dass diese Fragen auch direkt immer wieder an das redaktionelle SEO-Team gespielt werden, die das halt eben nutzen können, um dann wieder die Redaktion zu beraten, was für Fragen stellen denn die Nutzer und dann hat man natürlich so eine direkte Feedback-Schleife zur Zielgruppe. Ja, spannend. Das ist sehr, sehr cool. Das kann ich mir gut vorstellen. Ich meine, offensichtlich, ihr seid qualitatives Blatt, wenn man das so nennen möchte.
Dass man da nicht alles komplett KI generiert, ist ja verständlich, weil irgendwann kommt ja auch nichts mehr. wahrscheinlich nichts mehr Gutes bei raus, aber dass man da so einen Kanal hat, der direkt eigentlich über den Chatbot, über die Fragen, die NutzerInnen reinspielen, dann an die Redaktion weitergibt, das finde ich einen sehr, sehr schönen Kanal tatsächlich. Also ist mir direkt in den Kopf gekommen. Seit generell bei uns ist KI immer ein Assistenztool. Also LLMs und KI sind an der jetzigen Stelle noch nicht so weit, dass man sagen würde, hey, hier könnte KI auch ein Autor sein oder so.
Da sind wir, glaube ich, noch deutlich von entfernt, dass das den Maßstäben von unserem Haus gerecht werden könnte. Aber als Assistenztool ist es sehr hilfreich. Ja, was habt ihr da für Internet-Tools? Viel ist wirklich von unserem Team, wir haben ein eigenes Team in der Redaktion, Data Science und AI, geleitet vom wunderbaren Dr. Andreas Loos, der sehr viele eigene Tools zusammenbaut und den Kollegen erlauben.
Und wir haben natürlich auch so etwas wie Chat-GPT-Teams-Zugänge, die man auch mit den man denn nutzen kann, um selbst drum zu probieren. Aber auch verschiedene Sprachmodelle werden von unserer IT auch bereitgestellt, einfach damit jeder im Haus, also nicht nur in der Redaktion oder im Verlagsbereich von Zeit Online, sondern wirklich in der gesamten Zeit Verlagsgruppe einfach rumprobieren und die Dinge kennenlernen kann. Ja, cool. Das ist sehr schön, wenn man dann die Möglichkeit hat, ein eigenes Team zu haben. Das ist der Vorteil an einem größeren, überregionalen Titel.
Da ist ein bisschen mehr Potenzial da, ein bisschen mehr Mittel, um gleich mal da mit reinzustarten. Wie macht ihr das? Also ich habe jetzt letztens mitbekommen, oder schon mehrfach mitbekommen, Google geht jetzt ja, also mit Chrome geht jetzt ja auch eher in Richtung Cookies nochmal ein bisschen abschwächen, da nochmal reinzugehen und zu schauen, ob das die Nutzer überhaupt wirklich aktiv aktivieren wollen. wie geht ihr da mit dem Tracking um? Also du bist ja auch Datenanalyse-Team, beziehungsweise du bist da der Head vom Datenanalyse-Team.
Wie habt ihr das auf dem Schirm? Also was sind da so eure Steps, die ihr jetzt geht? Also Das muss ich vielleicht vorab einordnen. Also mein Team macht Datenanalyse und ich mache Datenanalyse schon ganz lange. Aber Datenanalyse ist nicht nur in meinem Team.
Also Datenanalyse ist etwas bei Zeit Online, was mittlerweile in vielen Teams stattfindet. Und deine Frage könnte jetzt am besten wahrscheinlich die Kollegen aus unserem Data-Team beantworten. Bianca Vogt und ihr Team sind da eben führend bei uns. Was ich sehe, ist, ich beschäftige mich halt viel damit zu gucken, wo kommt die Reichweite her. Und je nachdem, welche Kanale es so ist, es fing ja, glaube ich, am stärksten an mit iOS-Nutzung.
dass man halt einfach immer seltener genau wusste, wo kam denn jetzt der Traffic her. Und ich finde, das macht natürlich klar, man hat immer ein bisschen Angst, man verliert viel, so im Vergleich zu vorher, weil man ja eigentlich gewöhnt ist, alles messen zu können. Aber auf der anderen Seite verlagert es die Betrachtung vielleicht auch ein bisschen mehr auf den Inhalt und sorgt auch für eine Form von Fokussierung. Und wenn du merkst, dass der Inhalt funktioniert, dann kannst du natürlich gucken, was sind so Gemeinsamkeiten und was kannst du denn noch sagen über die Nutzung? Fandet sie mehr mobil statt?
Fand sie mehr... eben über ein IOS-Gerät statt oder sowas. Und dann ist halt am Ende, also wir würden ja auch keinen Artikel schreiben, der nur für Facebook so und so aussieht. Also wir schreiben den einen Artikel und wir bewerben ihn dann vielleicht auf Instagram oder so auf eine spezielle Art und Weise. Aber wie wir...
Ich würde sagen, aus den Informationen, die man noch bekommt, haben wir mittlerweile relativ viele sehr versierte Leute in verschiedenen Teams, die das mit Einordnung beleben können, was wahrscheinlich auch einfach ein Vorteil von der Größe eines solchen Hauses ist. Du bist halt nicht gezwungen, das alles selbst zu machen und dir zusammen zu doktern. Wobei, als ich angefangen habe, war das bei uns noch viel so mit... Lass mal gucken und dann passen wir das Tracking entsprechend an. Also da waren wir ja auch deutlich weniger Leute und mussten das erstmal alles aufbauen.
Aber umso mehr Leute du eben hast, die ein breiteres Verständnis haben oder eben eine gute Vernetzung von Leuten mit einem sehr tiefen Fokus, umso besser kannst du eben auch diese dunkler werdenden Stellen einordnen und damit sie dann wieder operativ gestaltbar machen. Okay, okay, okay. Was sind für euch so die wichtigsten Metriken, die ihr erhebt? Also ist der Fokus wirklich vor allem darauf, auf die Conversion zu einem Abo oder habt ihr auch große, große Punkte wie Engagement Time und ähnliches? Also wir haben...
viele Kennzahlen, auf die wir achten. Es unterscheidet sich natürlich auch ein bisschen danach, in welchem Produkt du unterwegs bist. Typischerweise betrachten wir jetzt den redaktionellen Bereich nicht genauso wie einen Stellenmarkt oder so, aber um beim redaktionellen Bereich zu bleiben, da ist es auf der einen Seite eben mit dem Abo als führendem Geschäftsmodell ganz klar die Conversions, aber auch die Haltbarkeit der Abonnenten, die haben uns relevant ist. Und verschiedene Annäherungen daran, woher diese Haltbarkeit kommt. Sei es ein Score, der uns sagt, okay, derjenige kommt jetzt halt in Gefahr zu kündigen oder sowas.
Und wie kann man solche Gruppen betrachten und gucken, wie kann man das reduzieren, die Kündigungsgefahr. Gleichzeitig gucken wir natürlich auch, wie kann man vielleicht die Conversion erhöhen, da das bei uns in der Regel ja eine Probeabo-Conversion ist, gucken wir danach, wie können wir denn die Leute im Probeabo halten und deren Engagement stärken, da läuft auch schon seit einigen Jahren in verschiedenen Weiterentwicklungsstufen eben ein Scoring zum Engagement der Probeabonnenten und dann haben wir halt Vor der Conversion eben auch viele Metriken, die sich mit der Gesamtnutzung beschäftigen und auch mit anderen Geschäftsmodellen. Also ganz klar, gelernt in der Verlagsbranche ist über lange Zeit, viele Medien haben sich IVW zählen lassen. Und da guckst du natürlich auf deine Sessions, auf die Visits und auf die Page Impressions. Und die sind ja auch am Ende, es sind so Visits ganz gut mittelbar zu sagen.
Aber es ist ausgehend von den Visits, von wie vielen Visitors oder Clients kommen die denn und wie viele Page-Impressions stecken da so drin. Und auch die Page-Impressions haben wieder einen Mittlungseffekt von wo aus du Ableitungen zu, wie viele Seiten werden denn so entdeckt. aufgerufen, wenn jemand bei uns ist? Und was bedeutet das für die Vermarktung als Geschäftsmodell? Denn die ist natürlich immer noch davon abhängig, dass es eben die Interaktion gibt und ein Banner geladen werden kann.
Also, wie ist es? Das heißt, es ist alles sehr im Fluss. Es gibt so ein paar Klassiker, die guckt man sich immer an, weil die gelernt sind und man darüber eben wie bei Visits oder PIs oder eben Conversions ganz gut Geschichten erzählen kann und Dinge einordnen. Auf der anderen Seite gibt es eben sowas wie die Engagement Time, die du erwähnt hast, die bei uns gerade sehr intensiv getestet und exploriert wird, weil die natürlich was, was man sich wahrscheinlich, man hört heute Engagement Time und denkt, ja super. Aber da steckt so viel drin, was man erst mal auseinanderfisseln muss, was das technisch bedeutet und was man eigentlich wirklich wissen möchte.
Dass das halt ein langer Prozess ist, da dann hinzukommen und so eine Metrik wieder zu testen. Und das ist auch was, was bei uns immer sehr, also mir sehr viel Freude macht und mir auch Vertrauen gibt. dass wir eben so arbeiten. Also dass wir sagen: Hey, Engagement-Time, das könnte was sein. Dann fängt aber nicht irgendjemand an und sagt: Ich kaufe mir ein Tool, das misst Engagement-Time.
Egal wie das passiert, Hauptsache da steht jetzt Engagement-Time. Sondern da stellt dann jemand die Frage: Aber was ist denn Engagement-Time? Und dann beginnen erstmal lange Diskussionen und Anforderungen und Analysefragen. Und dann wird daraufhin eben geguckt, wie kann das gemessen werden, was für Edge Cases gibt es und dann wird das eben zusammen entwickelt und ausprobiert und danach, je nach Ergebnis halt verfeinert. Im schlimmsten Fall wird gesagt, sorry, Engagement Time, kann man nicht machen.
Du hattest von der Conversion vom Probeabo gesprochen? aufs richtige Abo erzählt. Hast du da irgendwie zur Hand was, nicht gefühlt, sondern was datenbasiert, der größte Treiber war für eine höhere Conversion bei euch? Wenn es das gibt natürlich nur. also das da das können andere Leute besser beantworten also okay schade jetzt gesagt hätte ist wahrscheinlich wahrscheinlich Anzahl der touchpoints in dem Probezeitraum oder ähnliches einfach wieder Markenstärkung und dann zu sagen okay hey ich benutze das aktiv und dann Du hast ja auch meinen ehemaligen, sehr geschätzten Kollegen Philipp Rapp schon bei dir im Podcast und für so eine Frage würde ich gerne auf einen anderen geschätzten ehemaligen Kollegen verweisen, den Sascha Bossen.
Habe ich mir einfach gehört. Der hat definitiv sehr viele spannende Details und kann sie auch deutlich visierter erzählen als ich. Okay, okay, okay. Merke ich mir. Schreibe ich nochmal an.
Wie ist das? Also, nimm jetzt mal die Situation an, dass du irgendwann mal das Unternehmen wechseln solltest, was wahrscheinlich passiert, aber nimm es an, was wären so die ersten Sachen, wenn du jetzt reingehen würdest und sagen würdest, okay, du willst die SEO-Strategie überarbeiten oder überholen, was wären so deine, wie wäre dein Ansatz jetzt, den du teilen kannst? Ja. für so eine SEO-Strategie oder was für Fragen stellst du, wo gehst du hin, mit welchen Leuten sprichst du? Natürlich würde ich erst mal verstehen müssen, was sind die Ziele des Unternehmens an sich?
Also was soll denn der, wenn wir bei SEO bleiben, was soll der SEO-Traffic denn leisten oder was generell sollen Nutzer denn machen und wie kann SEO darauf einzahlen? Und wenn das geklärt ist, dann wäre, glaube ich, grundsätzlich... Mein erster Punkt, auch da wieder zu sagen, wir müssen gewährleisten, dass die Basics uns nicht außerordentlich Arbeit machen. Also ich denke, mir würde es auch keine Freude machen, wenn ich jetzt heute irgendwo fünf Jahre lang darüber sprechen möchte, wie viele H1en auf so einer Seite sein dürfen und ob man interne Verlinkungen nicht ein bisschen kreiert, weniger accessible gestalten kann, weil die ja eh nur für den Bot sind, solche Diskussionen würde ich von vornherein ablehnen, weil sie einfach niemandem helfen. Man hält sich sehr lange mit so Basics auf, die sollten heutzutage einfach verstanden sein, kann man einmal darüber sprechen, wo es da Sorgen und Mythen und so gibt und sich dann halt darauf einigen, wie man das künftig machen möchte.
Von dort aus kann man eben überlegen, wie kann man es weiterentwickeln. Ja, und wahrscheinlich auch so einen kleinen Schulungsprozess dann in das Unternehmen mit reinbringen. Einfach das, wie du gesagt hast, dass das Common Sense wird, was man jetzt zu machen hat, was man nicht zu machen hat, um die Basics halt zu verstehen. Okay. Vielleicht noch eine letzte Frage, die ein bisschen abseits davon ist, auch auf die Audience-Strategie so ein bisschen abzielt.
Wie seht ihr in den Daten so die Relevanz von verschiedenen Content-Formaten, also Podcasts, Videos, etc.? was es alles so gibt für die Bindung, vielleicht auch das Engagement oder sogar irgendwie das Erreichen neuer Zielgruppen bei euch? Ja, es ist natürlich auch immer so ein Verhältnisspiel dabei. Also klar, so was, neue Formate sind immer unglaublich spannend und ziehen natürlich sehr viel Aufmerksamkeit auf sich. Man darf aber auch nicht vergessen, wie viel ist eigentlich noch der, der, gute alte Artikel, der Text ist und ein Bild vielleicht.
Und der ist immer noch natürlich die Basis von allem. Und es gibt mittlerweile sicherlich viele Leute, die mit der Marke nur in Verbindung stehen, weil sie unsere Podcasts mögen. Also dieses Podcast-Modell ist ja... unglaublich erfolgreich und kann ich mir leider keine Lorbeeren für geben. Das haben andere Leute bei uns im Haus extrem gut aufgebaut und über die Jahre hinweg gestärkt und auch ausgebaut.
In den letzten Jahren, was wir auch noch gemacht haben, war eben diesen ganzen Newsletter-Bereich stärker auszubauen und zum Laufen zu bringen. Auch sowas ist sehr, sehr wichtig, um Leute immer wieder zurückzubringen. Gleichzeitig hast du natürlich mit deren Mail-Programm eben einen weiteren Kanal, wo du sie ansprechen kannst. Aber so Artikelformate, du kannst natürlich irgendwie, wenn du jetzt eine Engagement-Time-Messung hast, gucken, wie wichtig sind denn Videos dafür. Ist das jetzt für mich, also mal dahingestellt, wie ich berichtet habe, wir explorieren dann noch, aber man könnte ja überlegen, ist es denn sinnvoll, eben Formate mehr zusammenzubringen und ein Video eher im Artikel einzubauen und da mehr darauf zu achten, dass wir da ein passendes Video zum Artikel haben, um eben die Engagement-Time zu erhöhen.
Auf der anderen Seite haben wir natürlich viel auch dieses Alleinstellungsmerkmal. Unser Videoresort macht sehr viele Inhalte, die sind nicht dafür da, um einem Artikel als Assistenzformat zuzustehen, sondern das Video steht für sich. Ja. Ich merke, es ufert ein bisschen aus in meiner Antwort, aber lange Rede, kurzer Sinn, es gibt wahrscheinlich nicht die eine richtige Antwort, welche Formate da so wichtig sind, sondern es kommt immer darauf an, was du damit genau erreichen willst. Bei uns kann man auf jeden Fall sagen, dass sich diese Podcast-Strategie sehr ausgezahlt hat.
Das ist ein enorm wichtiger und spannender Kanal für uns, einfach festzustellen. das ist nicht Leute, die bei uns Artikel lesen und auch mal einen Podcast hören, sondern wir haben jetzt wirklich Nutzer, die nehmen uns wahr als Podcast- Medium. Und das ist, an der Stelle kann man vielleicht sagen, okay, das Format ist vielleicht auch nochmal was anderes. Ja, okay, spannend. Ich fand es tatsächlich gut, dass du so ein bisschen ausgeschweift bist, einfach Auch mit dem Beispiel, okay, was ist das Ziel, wenn das nur Engagement-Time erhöhen ist, um vielleicht die Kundenbindung in dem Fall ein bisschen zu erhöhen, dann ist das total fein, wenn man irgendwie ein ergänzendes Video in den Artikel packt.
Aber wenn man ein eigenes Ressort dafür hat, das wahrscheinlich nur qualitative Videos baut, um darüber einen neuen Kanal aufzubauen, so wie das mit dem Podcast passiert ist, dann hat das ja damit gar nicht wirklich was zu tun. als unterschiedliches Format für einen Artikel, sondern wirklich ein unterschiedliches Format als neues Produkt sozusagen. Okay, sehr, sehr spannend. Cool, danke dafür. Du bist jetzt ja seit zehn Jahren bei Zeit Online beziehungsweise schon deutlich länger auch im Bereich Publishing bei den Medienhäusern unterwegs.
Wie siehst du jetzt, Und gerade mit Fokus auf das, was gerade so kommt, Perplexity und so weiter und so weiter, KI, Fragen, die dann Antworten geben und man muss nicht den ganzen Artikel lesen. Wie siehst du jetzt so die nächsten drei bis fünf Jahre für Verlagshäuser? Also was sind so deine Ängste oder was denkst du kommt, was kommt nicht? Wo siehst du jetzt die Zukunft? Ja.
Also ich glaube, es wird keinen schnellen Abbruch geben, keine schnelle Veränderung von der Art, wie Nutzer mit Google interagieren. Es wird Veränderungen geben, aber man darf auch nicht vergessen, eine Internetsuche durchzuführen, das Synonym dafür ist Google. Ja, genau. Ich wäre wahrscheinlich total erstaunt und wir können uns gerne darüber halten nächstes Jahr, wenn plötzlich alle um uns herum anfangen vom Plexen zu reden. Es wäre fasziniert, wenn das so schnell geht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in diesem Tempo läuft.
Es wird sicherlich eine Entwicklung geben, es wäre begrüßenswert, wenn eine Entwicklung zu mehr Diversität führt. einfach wir merken das ja auch dass wenn social media plattformen in traffic mehr bei sich halten aggregatoren sagen hey wir wollen kein traffic an eure paywall führen und so denn ist es dann bleibt am Ende ja eine stärkere Abhängigkeit von einem Kanal. Wenn dieser eine Kanal dann auch nur von einem Unternehmen so stark bespielt wird, wie eben Google, dann ist es natürlich begrüßenswert, wenn plötzlich weitere andere Plattformen auftauchen, die auch noch Traffic liefern, damit, wenn es vielleicht mit dem einen gerade nicht gut läuft, man zumindest nicht so abstürzt, wie wenn dann kein anderer mehr da wäre. Insofern ist es eigentlich eher positiv. Ich glaube, auch für den Journalismus wird es positiv abhängig davon, was für Journalismus man macht.
Wir sind ja kein, hey, du hast eine kurze Frage und wir beantworten das brutal. Vor Jahren, ich weiß nicht, sagen dir Featured Snippets was? Vor Jahren hat Google mal angefangen mit einem Format, das nennt sich Featured Snippets. Und das war dann plötzlich nicht mehr das normale Suchergebnis, sondern ganz oben hast du ein Suchergebnis, was dir praktisch schon deine Suchanfrage beantwortet. Dann kannst du dich auch noch auf die Seite klicken, aber deine Frage ist eigentlich schon beantwortet worden.
Doch, das habe ich schon gesehen, ja. Und dann gibt es eben Unternehmen, für die hat das den Traffic an der Stelle gekillt. wie ist das? Und dann gibt es Unternehmen, für die hat das die Klickrate erhöht, weil die Leute gesagt haben, ah, interessant, aber jetzt will ich da doch noch mal mehr wissen. Wir gehören dankbarerweise zu den Zweiteren.
Und ich glaube, das passt auch sehr zu dem Markenversprechen, was wir haben und zu dem, wie Menschen uns wahrnehmen. Mein Lieblingsbeispiel ist immer, das ist jetzt kein Feature-Snippet, aber es ist so eine Suchanfrage, wo ich unglaublich fasziniert war, dass das so läuft. Es gibt eine saisonal immer wieder auftretende Frage dazu, ob du Zecken rausdrehen oder rausziehen sollst. Dazu haben wahrscheinlich fünf Millionen Websites eine Seite verfasst, die dir genau beschreibt, warum du das eine machen sollst und nicht das andere. Von diesen 5 Millionen sind wahrscheinlich weit über 4 Millionen kostenfrei.
Ja. Und als wir einen relativ aktuellen Artikel dafür hatten, hat der enorm viel Reichweite über Google gemacht, Regulierung. Und je nachdem, wie wir ausprobiert haben, wie der so funktioniert, haben Leute ihre E-Mail-Adresse dagelassen, um ihn ganz lesen zu können oder sogar ein Probeabo abgeschlossen, weil sie nicht wissen wollten, ob man eine Zecke rausdrehen oder rausziehen muss, sondern weil sie wissen wollten, ob die Zeit sagt, ob man eine Zecke rausziehen oder rausdrehen muss, weil sie eben dieses Grundvertrauen in die Marke haben. und das ist glaube ich ein ganz wesentlicher Teil, weswegen ich mir nicht so viele Sorgen mache. Ich denke, ein wichtiger Punkt ist auch, wenn ich mir weniger Sorgen mache, was das so mit der Reichweite unserer journalistischen Artikel, unserer Inhalte macht, ist je nachdem, auf welches Geschäftsmodell du so guckst, dass die absolute Reichweite eben sinken wird.
Menschen werden viele Fragen sicherlich vorab mit der KI schon mal klären. Dann wirst du im Zweifelsfall qualifizierteren Traffic bekommen, nämlich die Leute, die wirklich zu dir wollen und dann wirklich auch dein Produkt wollen. Aber es wird in der absoluten Menge eben weniger. Und das hat natürlich dann wieder... Auswirkungen.
Du hast weniger Kontakt direkt, wo der Kontakt auch mehr unter deiner Kontrolle steht, wo du Nutzerinnen Angebote machen kannst, wo du auch Werbung zeigen kannst, eigene Werbung beispielsweise. Und ich denke, was Verlage aktuell daher sehr, sehr groß auf ihren Hausaufgabenzettel schreiben müssen, ist eben das Thema Nutzverbindung. Also den Fokus gar nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren auf, ich vermehre nur meine Einstiegsreichweite. sondern auf die Weiterentwicklung der Nutzung der Seite. Sei es, dass man eben darauf guckt, wie kann ich denn dafür sorgen, dass so ein Nutzer mehr Zeit bei uns verbringt, die Engagement Time.
Wie kann ich dafür sorgen, dass vielleicht effektiv mehr Artikel genutzt werden? Wie kann ich dafür sorgen, dass das... Nutzer sich überlegen, hey, ich suche einen Job und ich gucke jetzt eher auf den Zeitstellenmarkt als bei Google, nur in Google for Jobs rumzuscrollen und sowas. Das sind alles, denke ich, Hausaufgaben, die man machen muss. Ich habe das Gefühl, wir sind da mit beispielsweise mit so Angeboten wie Newslettern oder unserer App ganz gut dabei, aber es sind sicherlich auch für uns Themen, die wir eben beherzigen, wo du auch da vorhin viel nach Kennzeilen gefragt hast, solche Fragen wie, wie ist denn eigentlich eine Login-Quote, wie viele Leute registrieren sich bei uns für Angebote, wer abonniert so einen Push-Service oder einen Newsletter oder so, eben alles relevanter wird.
Bis hin zu so beliebten Modellen wie einem Recency-Frequency-Engagement-Modell, wo man dann eben guckt, was sind so meine loyalen Nutzergruppen und wie kann ich da vielleicht, wie kann ich die weiterentwickeln, wie kann ich mehr von den Flyways dahin überführen, was für Maßnahmen triggern da. Ich glaube, das werden gerade im Audience-Development in den nächsten Jahren nochmal sehr spannende Zeiten, weil eben das jetzt mehr Auftrieb bekommt. Ja, das ist ein genialer Ausblick beziehungsweise ein genialer Abschluss, auch mit dem wiederum zurückkommen auf das Markenthema Branding. Die Marke muss im Fokus stehen. Finde ich sehr cool.
Danke dafür. Mit dem Blick auf die Zeit, Olaf, vielen, vielen Dank, dass du da warst für deine Insights zum Thema SEO, Datenanalyse und Ähnliches. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und mal gucken, vielleicht hört man sich im nächsten Jahr dann wirklich nochmal. Das würde mich sehr freuen. Danke.
Das ist so. Dieser Podcast wird produziert von der Explo GmbH. Wenn auch du neue Zielgruppen über digitale Produkte binden und deine Content-Produktions- Workflows automatisieren willst, dann kontaktiere mich auf LinkedIn oder vereinbare eine unverbindliche Demo direkt auf unserer Website explo-gmbh.de Wir sehen uns in der nächsten Folge. Vielen Dank.