← Newsroom Ressort21 · Folge 4

Verkaufs- und Verlagsexpertin

Ressort21, Folge 4: Svenja Nefen

MP3 herunterladen 35,0 MB · 36:27 min

In der heutigen Folge spreche ich mit der Verkaufs- und Verlagsexpertin Svenja Nefen darüber, wie Verlage & Medienunternehmen erfolgreich mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten.

Erwähnt in der Folge

Transkript

Automatisch transkribiert, korrigiert sind nur die Namen. Fachbegriffe und einzelne Wörter enthalten weiter Fehler. Nichts daraus ist ein wörtliches Zitat, bevor es jemand gegengelesen hat.

Transkript anzeigen

Ich glaube, da ist auch der richtige Weg für Medienunternehmen. Sucht euch Partner, auf die ihr euch verlasst, die das richtig gut können, die da richtig tief im Thema sind. Vertraut denen, dass sie das richtig machen und mutig sein und die die Chancen nehmen und gemeinsam da auch wirklich vorangehen. Heute zu Gast die KNK Customer Success Leiterin und ehemalige Sales Chefin der Kieler Nachrichten Svenja Nefen. Mein Name ist Nils Koepchen und herzlich willkommen bei Ressort21, dem Podcast über Innovation in der Verlags- und Medienwelt.

In der heutigen Folge spreche ich mit Verkaufs- und Verlagsexpertin Svenja Nefen darüber, wie Verlags- und Medienunternehmen erfolgreich mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Genug erzählt, viel Spaß bei der Folge. Moin Svenja, wie geht's dir? Moin, hallo Nils, mir geht's total gut. Schön, dass ich da sein darf.

Ja, sehr schön. Freut mich, dass du hier bist. Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Warst du schon mal in einem Podcast zu Gast? Nee, das ist mein allererstes Mal und ich freue mich total und werde das mit Sicherheit mit Bravour meistern.

Ja, auf jeden Fall. Ganz bestimmt. Du bist ja jetzt schon seit über 22 Jahren in der Medienbranche Verlagswelt unterwegs. Wie kam das und war das schon immer dein Plan in die Verlagsbranche? zu gehen?

Ja, es war tatsächlich nicht immer mein Plan. Also es war direkt nach dem Abi, habe ich überlegt, was mache ich? Gehe ich studieren oder genau, hatte noch nicht so wirklich den Plan. Und dann habe ich gedacht, na, ich mache mal eine Ausbildung, um erstmal Geld zu verdienen und um zu lernen, lasse ich erstmal. Und dann habe ich ganz klassisch geguckt, was gibt es so für Ausbildungsberufe und einer davon war Verlagskaufrau, ich ist das damals noch, unter anderem bei den Kieler Nachrichten.

Und da hat das gepasst. Und da hatte ich auch nur ein Vorstellungsgespräch. Und ich kann mich noch an eine Frage erinnern, wofür ist ein Tageszeitung da? Ich dachte, oh Gott, oh Gott, man hat mir wilde Sachen ausüberlegt, Demokratieerhaltung und so. Und dann hatte der damalige Personalleiter gesagt, na ja, und am nächsten Tag den Fisch einpacken.

Ich so, okay, verdammt, habe ich jetzt bestanden. Aber es lief gut und dann habe ich da meine Ausbildung begonnen und da dann die Leidenschaft auf jeden Fall erzielt. entdeckt. Und du bist ja dann auch echt lange geblieben bei den Kehrnachrichten, ne? Ja, definitiv.

Also ich habe meine Ausbildung gemacht und habe da dann danach in der Anzeigenabteilung, hieß es damals, dann verschiedenste Jobs gemacht von halt Innendienst und habe gemerkt: Okay, das mit den Kunden macht mir super viel Spaß. Also neue Menschen kennenlernen, neue Produkte zu schauen, was Was helfen den Kunden und wie kann ich da für wen da sein, im Team zusammenarbeiten? Das hat mir alles super viel Spaß gemacht. Und dann Verantwortung übernehmen. Dann habe ich verschiedene Projekte bekommen, bin dann in den Außendienst gegangen und bin dann irgendwann zum Radio gewechselt, um nochmal ein anderes Medium kennenzulernen nach Zeitung.

Anzeigenblatt und Zeitschriften. Habe dann drei Jahre im Außendienst beim Radio gearbeitet und bin dann wieder zurück zu den Kieler Nachrichten, weil es da dann hieß: Okay, du kannst hier eine Position übernehmen mit Verantwortung in Führung und das war mir halt total wichtig. Das hatte ich schon immer. Ich wollte schon immer Klassensprecherin und Schulsprecherin und so was sein. Ich wollte halt schon immer gerne Verantwortung übernehmen.

Bin beim Fußball Trainerin etc. Und da wurde mir das in Aussicht gestellt und da gab es viel zu tun. Und da hatte ich halt total Lust drauf, diese Chancen, die die Herausforderungen in der Medienbranche auch bringen, mitzugestalten einfach. Und das ist mir wichtig. Wo kommt es her, dass du Verantwortung übernehmen wolltest?

das schon immer so oder? Ja, also das hatte ich tatsächlich schon immer so, dass ich im Team gerne gucken, weil ich möchte gerne wirksam sein einfach im Leben und das kann man auf jeden Fall, wenn man im Team arbeitet und dann ist es mir glaube ich so ein bisschen mitgegeben worden, dass ich auch da wie gesagt gerne Verantwortung übernehme, um halt Dinge mitzugestalten, voranzutreiben und da dann auch für gerade zu stehen und auch Stärken in anderen Menschen zu sehen und dass wir halt gemeinsam, das zusammenbringen und da einfach das beste Ergebnis rausformen. Und da hatte ich dann die Chance bei den Kieler Nachrichten. Ja, da gab es ja auch in den letzten Jahren schon viel zu tun. Jetzt immer noch, vielleicht sogar noch mehr, mehr als je zuvor.

Wir haben es ja jetzt gerade schon so ein bisschen rausgehört, du hast ja eigentlich so die ganze Bandbreite mitgemacht und ich würde sagen, wahrscheinlich schon fast alles gesehen, was die Medienbranche so zu bieten hat. Gibt es etwas, was du an der Branche besonders findest? Und wenn ja, was ist das? Also ich finde in der Medienbranche grundsätzlich und wenn man es erst mal runter bricht auf regionale tageszeitungen oder tageszeitungen journalismus in diesem bereich grundsätzlich das selbstverständnis dass man wirklich sagt okay wir tragen dabei die demokratie zu erhalten und mit zu gestalten übernehmen auch verantwortung in der region passt halt dann zu mir als persönlichkeit wir verbinden die region und sind für die menschen da und das finde ich ein tolles selbstverständnis Das heißt, man arbeitet in Medienunternehmen und muss dann nicht groß nach dem Sinn, nach dem großen Why suchen, was viele Unternehmen vielleicht, wo sie viel Zeit drauf verwenden. Das ergibt sich bei vielen Medienunternehmen einfach von ganz alleine, dieses Selbstverständnis.

Und das finde ich sehr, sehr besonders. Auch einfach eine hohe ideologische Motivation aus genau diesem Grund heraus. Ganz genau. Ganz genau. Und auch die Möglichkeiten, die man hat, die Menschen, die man einfach tagtäglich auch wie wichtig jedes Wort oder jede Anzeige oder alles, was man publiziert oder druckt und verbreitet, wirklich auch ist bei den Menschen, wie verankert man dort ist.

Das ist auch eine hohe Verantwortung, die man einfach hat und die wird tagtäglich von den Menschen gelebt in der Medienbranche arbeiten. Ja, das ist ein super wichtiger Punkt. Du bist ja dann 2015 Sales-Chefin geworden und auch Prokuristin bei den Kino. Was hat sich speziell im Anzeigengeschäft, im Mediaverkauf geändert in den letzten 20 Jahren? Ich meine, da ist ja sicherlich super viel passiert.

Ja, total. Also da habe ich ja tatsächlich, wie gesagt, die ganz goldenen Jahre habe ich dann nicht mehr mitgemacht. Als ich da war, war es schon immer nicht wachstumsorientiert, sage ich mal. Und das habe ich natürlich dann auch voll mitgemacht. weil die Anforderungen sich einfach so sehr verändert haben.

Also es war halt ganz früher in der klassischen Anzeigenabteilung und als ich damals Sales-Chefin geworden bin, hieß es auch noch Anzeigenabteilung. Das erste, was ich gemacht habe: So, ich benenne das jetzt mal um, wir sind die Sales-Abteilung, weil wir verkaufen ja nicht nur Anzeigen. Und das hat dann damals wirklich tatsächlich angefangen. Da gab es ja schon dieses Internet und es ist nicht einfach weggegangen und man durfte sich dem einfach stellen. Und das hat mir halt total total Spaß gemacht, diese Herausforderungen anzugehen, diese Möglichkeiten auch zu sehen.

Natürlich ist es auch schwierig, wenn jedes Jahr die Zahlen einfach schrumpfen, die Umsatzzahlen es immer weniger wird und man gefühlt immer mehr machen muss, um irgendwas zu halten und sich mit immer mehr Themen beschäftigen muss. Und ich würde aus dem Muss ein Darf machen und ein Können. Und da halt dann alle Menschen mitzunehmen auf diesem Weg und zu gucken, die eigenen Mitarbeitenden und die eigenen Verlage, die dann ja Medienhäuser auch jetzt sind, als auch die ganze Region und auch die Kunden, die natürlich auch häufig gerade in der Region von anderen Themen kommen, wo sie auch andere Themen gewohnt sind und auch ihre alten Mediapläne dann natürlich dann im Sales-Bereich im Kopf haben, auch die Kunden davon zu überzeugen, hey, lass uns hier auch gemeinsam neue Wege gehen. Und so richtig weiß ich auch nicht, wie das funktioniert, aber gemeinsam bekommen wir das irgendwie schon hin. Und dieses partnerschaftliche, gemeinsam bewachsen, ausprobieren von neuen Themen, das fand ich immer super spannend.

Und das hat sich natürlich... verändert und ist natürlich auch nicht nur leicht, weil das erste woran man gemessen wird im Sales-Bereich oder in vielen Funktionen sind halt Zahlen und wenn die halt nicht wachsen, da muss man sich was einfallen lassen und das hat mir aber immer Spaß gemacht mit meinem Team, sich da was einfallen lassen, Maßnahmen entwickeln, sagen: ... und das probieren wir jetzt einfach mal aus. Spannend. Das heißt, damals war eigentlich auch schon,......

oder damals ist ja noch gar nicht so lang her,...... aber die große Aufgabe war eigentlich auch schon so,...... die Printanzeigen und die digitalen Anzeigen...... da das Gleichgewicht zu verändern...... und so ein bisschen die Transformation......

auch an den Kunden weiterzugeben, zu sagen,...... hey, es gibt neue Angebote, lass uns das probieren...... und da so ein bisschen einfach mehr Druck...... auf die digitalen Anzeigen zu bringen. Ganz genau.

Und es ist also nicht nur der Wandel...... im eigenen Haus, den man natürlich machen muss,...... um natürlich die... zu installieren, zu verstehen, wie funktioniert das eigentlich mit dem Internet oder wie funktioniert digitale Werbung, wo man ja noch viel, viel mehr machen kann oder welche Werbeformen und Möglichkeiten gibt es, Sponsoring. Also das natürlich erstmal zu ergründen, zu verstehen, wie kann ich einen Podcast machen, wie kann ich den vermarkten, was ist das überhaupt?

Und dann das intern mit den Mitarbeitenden umzusetzen, die natürlich auch 30 Jahre lang was anderes gemacht haben. Wie kann man das gemeinsam verstehen? ... Produkte entwickeln, die in den Markt bringen...... und dann halt auch die Kunden auf diesen Weg mitnehmen.

Nicht nur sagen, so, Print ist jetzt doof...... und das, was du die letzten 30 Jahre gemacht hast,...... ist alles Quatsch, weil jetzt ist hier...... der geile Scheiß, darf man so was sagen? Ja, natürlich.

Digitale und lass uns das mal gemeinsam machen,...... weil das ist total messbar und toll,...... um halt den Kunden, also da auch zu gucken,...... was möchte meine Zielgruppe... wie kann ich gemeinsam diesen Weg mit meiner Zielgruppe gehen.

Und das finde ich war halt das total Spannende und Tolle und ist es heutzutage, wenn halt der gewerbliche Kunde sagt: "Hey, ich möchte eine ältere Zielgruppe haben." Dann weiß ich genau: "Okay, dann kann ich das machen." Wenn ich eine jüngere Zielgruppe haben möchte, dann kann ich das machen. Und das sind diese großen Chancen, dass sich die Zielgruppe, die ja viel dezidierter heutzutage erreicht werden muss, dass da heutzutage die Möglichkeiten sind. Aber das muss man halt dem Kunden erst mal erklären, beibringen und das war dann, so höre ich jetzt raus, eine Riesenaufgabe erstmal eigentlich diese Erklärungsarbeit und diese Wissensarbeit zu leisten. Ja, also bei sich selber, das erstmal selber zu ergründen, zu verstehen, passende Produkte dann zu generieren, auch zu verstehen, okay, auch der Akquise Prozess von früher ist halt. Man hat halt früher gesessen und gewartet, der Kunde hat angerufen: "Oh ja, leider sind wir jetzt ausgebucht.

Du kannst diese Woche keine Anzeige mehr schalten. Danke, vielleicht prusierst du es nächste Woche nochmal." Also so war es wirklich dann so in den 80ern und 90ern. Und das hat sich halt so verändert hin zum Aktien-Prozess. Also der ganze Prozess auch bei den Mitarbeitenden in Medienunternehmen im Verkauf, der ändert sich halt von diesem eher passiven und verwaltenden hin zum aktiven und beratungsorientiert und 360 Grad Sicht auf den Kunden und Lösungsorientierung und wir entwickeln Solutions und verkaufen keine Anzeigen. Also das ist ja ein Weg von da bis da innerhalb von ein paar Jahren, der da geschieht.

gegangen werden muss. Und das, wie gesagt, intern als auch dann extern mit den Kunden, wo teilweise ja auch Entscheider sitzen, die das auch seit 40 Jahren so kennen, so machen und wissen, naja, ich muss da irgendwas machen und ich weiß und mein Nachbar macht da auch was und dann ist halt irgendein Hype und alle sagen, oh, du darfst jetzt nur noch das machen und dann, du musst jetzt dringend bei Instagram irgendwas machen. Und da sage ich, nee, du musst nicht dringend irgendwie was machen, sondern das Einzige, was meiner Meinung nach jeder Gewerbetreibende machen muss, ist wirklich sich genau zu überlegen, wofür möchte ich stehen und welche Zielgruppen möchte ich erreichen. Und dann können viele Medienunternehmen wirklich da helfen, die richtigen Kanäle auszuwählen. Ja, das ist ja nach wie vor die große Stärke der Regionalen.

Also nach wie vor können die ja supergut einfach die lokale Bevölkerung erreichen. Das sieht man ja auch, wenn man sich die Zahlen anguckt. Richtig. Jetzt hast du es ja schon so ein bisschen angerissen. Es gibt riesen Transformationsaufwand damals, riesen auch Aufgaben intern, diese Wissensaufgaben.

zu leisten. Heute soll es ja so ein bisschen darum gehen, wie Verlage, Medienunternehmen effizient und erfolgreich eigentlich mit externen Dienstleistern auch zusammenarbeiten können. Du hast beides erlebt, da gehen wir gleich noch ein bisschen drauf ein. Wie war es denn, als du bei den Kehlernachrichten warst? Du hast ja jetzt diese ganzen Herausforderungen beschrieben.

Habt ihr da viel mit externen Dienstleistern gearbeitet und wenn ja, in welchem Bereich? Also wir hatten ja auch das Glück, dass wir ein Start-up direkt bei uns im Gebäude hatten und wir natürlich auch immer versucht haben, Synergien zu schaffen. Und ich habe gemerkt, gerade am Anfang war das halt sehr, sehr ungewohnt für Medienunternehmen, auch sich auf Partner einzulassen, die dann auch nicht der große andere Partner sind oder je größer halt ein Verlag und ein Medienunternehmen halt ist und je größer ein Konzern ist, desto mehr versucht man auch immer in Eigenleistungen einfach hinzukommen, weil man es kennt. Wir sind groß, wir kriegen das alles hin, wir können das. dieses Selbstverständnis auch.

Und dann zu schauen, okay, da ist ein kleinerer Partner, dann auch zu akzeptieren, die können das einfach besser. Und es bringt nichts, wenn wir selber jetzt irgendwie versuchen, was aufzubauen und besonders hip zu sein, sondern sich darauf konzentrieren, was kann ich wirklich gut, wofür möchte ich morgens auch aufstehen und was ist wirklich so mein Sinn, mein eigener Why und auch vom Unternehmen. Und wo kann ich Partner finden, mit denen ich auf Augenhöhe Sachen auch gemeinsam, gestalte und wo kann ich das Vertrauen schenken, das kannst du einfach viel, viel besser als ich, dann lass uns das bitte gemeinsam machen. Das war am Anfang wirklich schwierig und gerade, wenn man dann auch selber vielleicht Lust dazu hatte, dann nochmal zu überzeugen und dann muss man ja noch irgendwie eine große Präsentation vorbereiten und ein Business Case über die nächsten fünf, Jahre schreiben oder über zehn Jahre, weil ja heutzutage auch jeder sagen kann, was in zehn Jahren passiert. Das gehört ja dann zu unserem Job.

Und das ist halt, glaube ich, so gelernt von früher. Also nicht diese grundsätzliche Mentalität: Wir machen das einfach mal und probieren das. Also diese Start-up-Mentalität, wie es dann ja so heißt. Einfach mal machen und aus Fehlern lernen und so was. Und ich glaube, jeder hat das schon mal gelesen und gehört und weiß auch, es ist nur nicht in der DNA von vielen Medienunternehmen oder von vielen traditionellen Unternehmen, die halt eine lange Geschichte haben, weil sie es halt einfach anders gewohnt sind und anders gelebt wurde.

Das ist glaube ich auch ganz normal, dass es dann manchmal schwer fällt. Ich halte es aber total für total wichtig und gewinnbringend, auch diese komplett andere Denke und Mentalität aufzunehmen, versuchen zu gucken, was kann ich machen, um das dann bringt es meines Erachtens nicht nur, ich setze einen Mitarbeiter in ein Start-up oder hoffe das oder kaufe drei Start-ups und setze sie bei mir hin und integriere sie dann in die Prozesse und die fallen dann in Ohnmacht vor der Bürokratie und was da dann passiert, sondern ich glaube, jeder sollte sich grundsätzlich auf seine Stärken konzentrieren und den anderen als Partner auf Augenhöhe annehmen und dann gemeinsam wachsen und gemeinsam gucken, wer kann was am besten. dieses Experten. Dafür ist es heutzutage viel, viel zu breit, als dass ich jetzt irgendwie alles könnte. Und dann weiß ich, das kannst du viel, viel besser hier im Podcast aufnehmen.

Dann mach du das bitte und wir machen das gemeinsam. Ich komme als Gast. Und wir gucken, wie wir es gemeinsam gut hinbekommen. Und ich versuche das dann nicht zu annektieren oder umzuwälzen oder gebe dir irgendwelche Tipps, wie es irgendwie besser geht, sondern wir gucken beide, was jeder einfach lief kann und dass wir uns gemeinsam hinbekommen. Und das ist manchmal gut gelungen und es wird, glaube ich, immer besser.

Und es ist auch immer, also da sich das auch verändert, diese DNA in den letzten Jahren in den Medienunternehmen, bei den meisten einfach durch den Druck einfach geschuldet. Wenn der Druck nicht so hoch wäre, glaube ich, auf Medienunternehmen und die Auflagen und Leserzahlen und Userzahlen nicht so runtergehen würden und da wirklich der Druck, der Zahlendruck allein nicht so groß wäre, würde dieser Change auch nicht passieren. Also das hilft ja jedem Menschen, wenn er dann auch unter Druck ist. Natürlich sind andere Voraussetzungen einfacher und machen das entspannter, nur zeitlich kommt er dann mehr. Und tatsächlich haben wir es bei einer Geschichte auch so gemacht, dass wir selber ein kleines Unternehmen gegründet haben.

Das war die Wallet GmbH, wo wir digitale Außenwerbung gemacht haben, wo ich dann auch Geschäftsführerin sein durfte und wo wir einfach mit einem Partner das zusammen gemacht haben, der hat den technischen Part gemacht, wir haben den Vermarktungspart gemacht. Es war aber eine eigene kleine Unit, die halt nicht in dieses große, riesen Geflecht reinfällt, sondern einfach schnell agieren kann am Markt und schnell reagieren kann und wo man schnell Entscheidungen treffen kann und nicht fünf Entscheidungsvorlagen erstellen musste, dann irgendwo landen und wenn irgendjemand zeit hat und dann ja im halben jahr ist die nächste aufsichtsratssitzung und das zieht sich dann halt einfach und das ist wenn man etwas machen möchte und ins machen kommen möchte manchmal auch frustrierend und ja kann man nicht so schnell die welt verändern wie man vielleicht möchte. Klar, aber das heißt, um das so ein bisschen erstmal zusammenzufassen, das Wichtigste deiner Meinung nach erstmal einfach auf Augenhöhe sich zu begegnen, offen zu sein für auch vielleicht kleinere Teams bei Dienstleistern und dann zusammenzuarbeiten und zusammenzuagieren, wie man das lösen kann und auch die Stärken des anderen so ein bisschen zu akzeptieren. Hast du konkrete Beispiele, wo und warum Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, vielleicht auch selber gegründet Unternehmen gut funktioniert hat und wo es vielleicht auch nicht so gut funktioniert hat und was man verbessern könnte, auch vor allem aus Kundensicht? Ja, also die Außenwerbung-Geschichte mit der Wallet GmbH ist für mich ein ganz, ganz tolles Beispiel mit ganz, ganz vielen spannenden Erfahrungen, weil wir das alleine als Verlag niemals hinbekommen hätten.

Also dort hatten wir LED-Anlagen auf Pick-up-Trucks und auf Ape-Rollern und sowas. Und das hätten wir, hätten unseren Hausmeister vielleicht fragen können: Kannst du da irgendwas installieren? Aber haben da keine Ahnung von. Und hätten ganz, ganz viel Zeit und somit Geld investieren müssen, dieses Know-how aufzubauen. Und dann brauchen wir noch ein Backup, wenn einer krank ist.

Und da war jemand, der konnte halt die ganze technische Seite umsetzen und hatte auch dieses eigene Unternehmertum, was ich ja nie hatte. Also ich war immer angestellt und hatte nie ein eigenes Unternehmen. Und das macht natürlich einen Unterschied. Wenn ich natürlich jeden Morgen aufstehe und meine Verantwortung kenne und Vollgas, und Erfolg haben möchte, ist es glaube ich trotzdem was anderes, wenn man nicht ein eigener Unternehmer ist und selber halt diese Entscheidung trifft. Und das ist etwas, wovon ich ganz, ganz viel profitiert habe, wo die Region ganz, ganz viel profitiert.

Und da ist genau dieses, die Stärke des anderen anerkennen und auf Augenhöhe und respektvoll einfach miteinander umgehen. Und dann ist es egal, ob in dem einen Unternehmen 7000 Menschen arbeiten und in dem anderen vielleicht nur zwei. Wenn die einen das halt viel besser können, dann kann man es halt nur gemeinsam machen. Und man nutzt halt gegenseitig einfach die Stärken, um zu erwachsen. Das heißt, das hat besonders gut funktioniert, wenn man einfach gute Synergieeffekte eigentlich daraus gezogen hat, dass die technische Seite war abgedeckt und ihr habt euch um die Vermarktungsseite gekümmert, was ihr eh könnt, weil ihr die Anzeigenverkauf schon gemacht habt, auch im Digitalen.

Und deshalb hat die Zusammenarbeit so gut funktioniert, weil eigentlich klar war, welche Bereiche sind wessen Verantwortung und wie kann man das zusammenlegen und dann das Beste draus machen? Ja, ganz genau. Dieses Verantwortung abklären und der eine Sache nicht dem anderen, wie das irgendwie besser geht. Also ich habe unserem Partner nicht gesagt: "Oh Mensch, da müsstest du aber eine Schraube nochmal anders stellen oder wieso steckst du das nicht so zusammen oder kauf doch mal lieber das Auto oder dann nehmen wir irgendwie einen anderen Platz oder die Konstruktion ist irgendwie doof." Und er hat nicht gesagt: "Mensch, in der Vermarktung bei den ganzen Kontakten, die ihr so habt, macht das mal lieber so." Sondern man hat das gegenseitig natürlich ausgetauscht und hat hat voneinander gelernt und hat auch Erfahrungen gemacht und hat dann nicht dem anderen gesagt, oh, das würde ich aber viel besser machen, sondern da ist es das wirklich auf Augenhöhe gemeinsam umsetzen. Und du hast ja auch gefragt, wo es nicht gut funktioniert hat.

Das ist, häufig habe ich halt Pitches gesehen oder habe mit, Startups gesprochen oder mit Partnern, die halt ganz, ganz tolle Ideen hatten und wo ich, weil ich sowieso immer sehr neugierig bin und sehr viel Lust auf neue Themen habe und wenn ich irgendwie fünf Fäden habe, sage ich, okay, machen wir irgendwie alle und dann muss ich halt bei mir selber gucken, okay, auf was konzentriere ich mich. Und auch da ist es, auch wenn ich Lust hatte auf Themen und gesagt habe, hey, lass uns mal schauen, ob wir da irgendwie was draus machen können und ich habe jetzt auch noch nicht wirklich eine Idee, aber lass uns bitte einfach mal machen und ins Tun kommen. Es ist so schwierig, das halt nach oben immerhin weiter zu verkaufen, wenn man nicht alleine die Verantwortung hat, sondern dann ist es halt wieder eine Entscheidungsvorlage erstellen und dann hochrechnen und wann lohnt es sich und wie viel Einsatz ist das und dann habe ich da auch die Zeit für. Also auch bei mir selber gar nicht so, dass es nur jemand anders Heutzutage sind natürlich dann in allen Positionen hat man ja viel, viel mehr Impulse und viel, viel Themen, die man spielen muss und die man handeln muss. Und muss 100 E-Mails in der Stunde beantworten und muss sich mit KI auseinandersetzen oder darf es und was weiß ich, was es für ganz viele neue Themen gibt.

Das ist ja sehr, sehr schnell alles geworden und dann überlegt man sich manchmal auch, Kann ich dieses Thema noch wuppen? Wie viele Chancen liegen da jetzt wirklich drin? Und okay, ich weiß nicht, da habe ich jetzt eine Umsatzlücke. Habe ich selber auch die Zeit, mich damit so zu beschäftigen, dass es dann vielleicht auch erst im halben Jahr irgendwie zum Fliegen kommt oder in zwei Jahren? Wie viel Luft hat auch Werder für sich wirklich diesen Themen?

Und dann ist es, glaube ich, ganz, ganz häufig. häufig, wenn halt ein Unternehmen mit einer Idee kommt, kann es sich halt auf darauf komplett fokussieren und sagt halt: Okay, das ist unsere Idee, das machen wir, das können wir jetzt einbinden, dieses Widget bei euch. Aber bei jemandem, der halt auf der anderen Seite dann sitzt und davon zehn Ideen hat, die er verfolgen muss, verschieben sich da manchmal die Prioritäten. Und ich glaube, da ist es ganz wichtig, dass man… da auch die Erwartungshaltung einfach abgleicht. Also dass man sagt: "Idee habe ich gehört, habe ich verstanden, das hört sich so toll an, da sehe ich die Möglichkeiten." Damit auch niemand bei dem anderen irgendwie hundertmal anrufen kann: "Was ist denn jetzt?

Oh ja, habe ich jetzt nicht geschafft." Und rufe noch mal im halben Jahr an und sowas. Dafür, finde ich, hat man heutzutage keine Zeit, sondern so eine echte Einschätzung und eine Ehrlichkeit untereinander tut dann, glaube ich, gut. Und auch ein Verständnis dieser Perspektivwechsel, okay, ich verstehe, das ist deine Sicht, das ist dein Produkt, das ist deine Priorität. Und auf der anderen Seite verstehe ich genauso, da liegen aber auch noch zehn andere Themen auf dem Tisch. Und außerdem ist da gerade wieder ein Strukturwandel von irgendwo geplant und zwei Leute sollen vielleicht noch entlassen werden oder da fehlen diese Umsätze.

Und da sind noch mal fünf andere Produkte, die jetzt ja gerade eingeführt werden müssen. Und das ist ... dass man da einfach abgleicht,...... wo steht man gerade. Das ist einfach eine Ehrlichkeit und ein Vertrauen.

Ja, das heißt so,...... eine transparente Kommunikation...... eigentlich über die Kapazitäten,...... die überhaupt zur Verfügung stehen. Und dann eine Lösung dafür wäre ja zum Beispiel auch,......

dass man vielleicht so kleine agile Tests macht...... mit Ideen. Man muss ja nicht immer alles gleich...... komplett ausrollen und auf alles einsetzen. Ich habe so ein bisschen auch rausgehört,......

dass oft das Problem ist, dass... Ideen einfach in den bürokratischen Strukturen, in dem Verlage oder im großen Medienhaus dann verloren gehen. Und da kann man ja auch natürlich mit kleinen agilen Projekten vielleicht anfangen, kleine Ideen erstmal testen, dann natürlich mit der Kapazität im Blick und dann halt erst über die Zeit das sozusagen ein bisschen einordnen. Aber dafür ist ja eben auch wieder so ein transparenter Dialog super wichtig. Genau richtig.

Und auch ein Verständnis dann innerhalb und je größer die Unternehmen oder die Medien unterbrechen, dann halt auch werden, muss das natürlich auch gesehen werden. Und dann glaube ich, halte ich es für falsch, wenn man sagt, so wir machen jetzt nur ein so ein digitales Team und die kümmern sich schon darum, dass man so eine kleine Insel irgendwie in den Medienunternehmen gründet und sagt, naja, das sind ja auch die drei irgendwie digitalos, die da irgendwas machen und die machen so ein paar Piloten und da kommt ja eh nichts bei raus und sowas. Also, sondern es geht auch da nur gemeinsam. Und die Verantwortung auch in den Medienunternehmen, liegt halt auch in allen Abteilungen und auch da dieses abteilungsübergreifende ist da halt auch aus guten Gründen häufig nicht so gelernt, sondern es ist ja auch richtig und wichtig, dass halt die Redaktionen sehr getrennt sind von der Sales-Abteilung. Das ist schon so.

Also früher durfte, glaube ich, ein Chefredakteur nicht mit der Assets-Verantwortlichen überhaupt reden, um halt da irgendwie keinen Geschmack beizubekommen, sondern weil es unabhängig ist. Und das ist ja auch richtig und wichtig. Sonst hätte ich in meiner damaligen Position gesagt: "Lieber Chefredakteur, schreibt man nur, dass Firma XY besonders toll ist, weil das ist ja ein guter Anzeigenkunde. Weißt du, es ist ja gut, dass es nicht so ist." Nur es muss heutzutage gemeinsam gehen, weil sowohl der Lesermarkt als auch der B2B-Markt, das hat sich alles geändert und es kann nur zusammen gedacht werden. Ja, das ist ein spannender Punkt.

Ich habe zum Beispiel bei der Recherche für eine andere Folge gesehen, die Kölner, der Kölner Stadt-Anzeiger, die haben zum Beispiel ein digitales Kompetenzzenter gegründet, wo es eben genau darum geht, diese digitalen Kompetenzen auch abteilungsübergreifend sozusagen zu vermitteln und eine zentrale, eigentlich eine zentrale Infrastruktur dafür zu haben. Ich glaube, das sind ganz, ganz vielen Verlagen gerade ein wichtiges Thema. Vielleicht so ein bisschen den Themenschwenk zu machen. Jetzt haben wir ja viel so ein bisschen aus der Kundensicht darüber geredet. Das Spannende und Tolle natürlich an dir als Gast ist, dass du ja auch die andere Sicht kennst.

Du bist ja jetzt seit Sommer letzten Jahres bei KNK, vielleicht so mal kurz ... als Hintergrund, dass es ein Softwareanbieter auch für Verlage und Medienbranche ist. Da kannst du aber sicherlich noch mehr zu sagen. Und da hast du den Customer-Success-Bereich als Leiterin übernommen. Was sind da genau deine Aufgabenbereiche und deine Schwerpunkte?

Also ich leite halt das Team, was sich um alle Bestandskunden kümmert,...... was mit unserer Softwarelösung arbeitet und wir haben hauptsächlich ein ERP-System. auf Microsoft-Basis, also Business Central-Basis, für Verlage spezialisiert. Das sind hauptsächlich Fachverlage und Buchverlage, also das verbreitet auf jeden Fall auch nochmal super mein Spektrum und es sind viele ähnliche Themen wie bei regionalen Tageszeitungen und es sind aber auch einige komplett andere Themen und gerade bei Fachverlagen super spannend, was für Geschäftsmodelle dahinter stehen oder auch bei Buchverlagen und wie da Digitalisierung funktioniert und was da für Visionen dahinter steht und wo die Verlage hinwollen und super spannend, das zu begleiten und jetzt einmal so die Seite gewechselt zu haben und das in der Beratung zu haben. Und wir als Bestandskundenteam machen einen klassischen IT-Support mit meinem Support-Team und wir haben aber auch natürlich Service-Manager und Vertriebler und sowas, wo wir halt mit den Kunden gemeinsam schauen: Wo möchtest du hingehen mit deinen Geschäftsprozessen und wie können wir das begleiten?

Und da ist auch so ein bisschen mein Herzensthema, was ich damit einbringe, weil jede Einführung von einer Software und sowas ist auch immer ein Change-Prozess. Ja, richtig. Und diese Change-Prozesse zu begleiten, damit halt natürlich das Projekt gut wird, aber auch damit die Verlage und Medienunternehmen sich einfach weiterentwickeln zu können, da mit den Führungskräften dann zu arbeiten. Ich bin auch aus dem ausgebildete Beraterin und Coach in der Transaktionsanalyse und habe da sieben Jahre und gebe da halt auch Seminare und Workshops. Und es geht nur zusammen.

Und wenn man das halt komplett begleitet mit allen Usern und so was und sagt: Hey, deshalb machen wir das und da möchten wir hin und die Verlage und die Medienunternehmen mit uns teilen, da möchten wir zukünftig hin. Und wir unterstützen dann einfach diese Reise, weil ich weiß damals als Sales-Leiterin, da hatte ich ein System und da musste das eingegeben werden und sollte da die Rechnung rauskommen. Aber ich wollte mich nicht damit den ganzen Tag beschäftigen, wie jetzt dieses System funktioniert und wie da eine Schnittstelle ist. Da habe ich gesagt, ja, dann mach das doch hier. So, und jetzt bin ich in der Situation, dass wir das halt so machen müssen und wir sorgen einfach dafür, dass die Medienunternehmen schnell und zuverlässig ihre neuen Geschäftsmodelle auch gut anbieten.

abbilden können und sich darum kümmern können, worum sie sich kümmern wollen. Das sind nämlich Bücher verlegen, das sind Zeitschriften herzustellen, das ist digitalen Content zur Verfügung zu stellen und nicht irgendwie ein ERP-System zu bedienen, sondern darauf wollen sie sich verlassen und die Honorare sollen ordentlich abgebildet werden und sollen nicht drei Mitarbeiter damit beschäftigt werden, zu kontrollieren, ob die Honorare auch wirklich richtig sind, sondern das soll unsere Software zuverlässig machen, um die Freiräume zu geben, damit die Medienunternehmen sich darum kümmern können, weshalb sie halt morgens aufstehen. Ja, und was sind da aktuell so die größten Herausforderungen, genau bei dieser Mission genau das zu machen? Für uns natürlich, dass wir mit den Kunden darüber sprechen und sagen: Hey, wir können nicht nur ERP und wir können nicht nur Software. Das wissen die Kunden und die natürlich bei den IT-Themen zu begleiten.

Warum können sie jetzt mit uns in die Cloud gehen und was ist da der Vorteil? Da haben wir in den letzten Jahren viel Energie reingesteckt von im K&K aus, dass wir halt Cloud-ready sind und was wir jetzt sind und das ist halt toll und das ist halt die Zukunft und da die Kunden auch genauso wie vorher in meinem alten Job mitzunehmen und Ängste abzubauen und zu sagen, hey, das ist auch sicher und das sind die Vorteile und das kann man da machen, das ist halt dieses IT-Thema und das andere ist aber auch zu sagen, hey und wir haben auch zusätzlich diese Beratungskompetenz, weil wir spezialisiert sind auf die Medienbranche und weil wir wissen, was bei den Kunden gerade ist und weil wir wissen, wie sehen woanders Geschäftsprozesse aus und wie können wir das genau begleiten und wir wissen halt auch viele unserer Fachberater haben selber früher in Verlagen und Medienunternehmen gearbeitet, wie halt ich auch. Das heißt, wir kennen halt beide Seiten und können deshalb sehr, sehr gut unterstützen, weil wir halt auch fühlen und wissen, wie es sich auf der anderen Seite des Schreibtisches anfühlt. Und das ist, glaube ich, total wichtig, um dieses Verständnis und auch wieder diesen Perspektivwechsel zu haben. Und ich sage immer: Menschen machen Geschäfte mit Menschen.

Und das sind nicht immer immer nur irgendwelche Zahlen, sondern letztendlich müssen wir uns in die Augen gucken und sagen: Hey, wir geben uns die Hand und wir vertrauen aufeinander und gehen halt gemeinsam diesen Weg in die Zukunft. Da schließt sich dann auch wieder der Kreis sozusagen. Was ist dein Blick so, wenn man jetzt in die Zukunft guckt? Große Thema KI gerade etc. Aber welche Rolle spielen da externe Dienstleister?

Glaubst du, dass sie noch eine größere Rolle in der, gerade in der Medienbranche, Verlagswelt einnehmen werden, als sie es bisher getan haben? Und auch vielleicht jetzt direkt aus KNK-Sicht, was ist da so der Plan für die nächsten Jahre? Also es ist natürlich bei uns ein ganz, ganz riesiges Thema. Wir haben noch eine extra Unit, die sich eh um die CRM-Themen und Power BI-Themen und sowas kümmert. Und natürlich haben wir dadurch, dass wir Microsoft-Partner sind, auch das große Microsoft hinter uns stehen, die sich halt natürlich auch sehr, sehr intensiv um diese Themen kümmern und wo wir natürlich super von mit profitieren.

Das heißt, wir müssen da nicht selber viel entwickeln, sondern können das, was da ist, adaptieren für uns und da haben wir auch schon zwei, drei Piloten gestartet, die wir dann mit Kunden besprechen und wo wir gucken, wo wir natürlich auch mitnehmen, was machen die Medienunternehmen schon und wie können wir das auch auf andere ausrollen und wie können wir da beratend dann einfach auch unterstützen. Und da glaube ich auch als Medienunternehmen natürlich kann man sich drei Leute einkaufen und selber was aufbauen und man sollte sich auf jeden Fall damit beschäftigen, sowohl um interne Prozesse natürlich einfacher zu machen. Und das ist ja das Tolle, das finde ich so super an der KI, das sind ja Prozesse, auf die auch keiner Lust hat. Also wenn man sich überlegt, wie viele Excel-Tabellen man früher ausfüllen musste oder irgendwas reinkopieren musste oder diese, diese Arbeiten, die können einem ja abgenommen werden, damit man halt Zeit hat, wieder für das, auf das man Lust hat. Und das sind, also für mich zumindest, nicht Excel-Tabellen ausfüllen.

Und insofern glaube ich, ist auch da der richtige Weg für Medienunternehmen. Sucht euch Partner, auf die ihr euch verlasst, die das richtig gut können, die da richtig tief im Thema sind. Vertraut denen, dass sie das richtig machen und mutig sein und die die Chancen nehmen und gemeinsam da auch wirklich vorangehen. Ja, ich glaube, das ist ein super wichtiger Punkt. Ich hatte vor ein paar Wochen den Professor Dr.

Okke Schlüter zu Gast und er hat zum Beispiel auch gesagt, externe Dienstleister können einem super helfen, gerade schneller bei solchen Themen voranzuschreiten. Wichtig ist nur dann aus der Verlagsbrille, dass man halt selber auch lernt und dass man nicht nur den Dienstleister machen lässt, sondern dass man mit dem Dienstleister zusammen das Problem agiert und selber eben die diesen Transformationsprozess auch mitgeht. Total wichtig. Also auch diese eigene Verantwortungsübernahme, weil ansonsten ist es ja immer so schön, ich hole mir einen Berater ins Haus oder hole mir einen Dritten und wenn es nicht funktioniert, habe ich ja gleich gesagt, die sind schuld. Nee, also es ist schon dann auch meine eigene Verantwortung als Medienunternehmen und da achten wir als KNI auch darauf, dass wir Kompetenzen beim Kunden aufbauen.

Wir möchten niemanden abhängig machen, sondern machen wir nochmal eine Schulung und machen wir nicht und dann sollen die ja immer dann die Tickets stellen, damit wir denen helfen können. Nee, sondern das Know-how beim Kunden aufbauen, die Kompetenzen halt aufbauen, Hilfe zur Selbsthilfe mehr oder weniger geben, damit man halt diese einfachen Themen lösen kann. und an den kniffligen Themen dann wirklich gemeinsam und zukunftsorientiert arbeiten. Und da helfen Partner ungemein. Bei der eigenen Verantwortungsübernahme finde ich auch total wichtig und richtig, da auch zu sagen, auch gerade Medienunternehmen, wenn man sagt, ich möchte die Demokratie unterstützen oder möchte Menschen zusammenführen, möchte die Zukunft mitgestalten und auch alles was sich medienunternehmen auf die fahne schreiben ist es bitte aber auch die verantwortung auch sich mit diesen themen zu beschäftigen und gucken wie kann ich die auch wirklich zielführend nutzen ja ich glaube da stößt sich dann auch wieder der kreis weil das dann halt eben wieder die augenhöhe die wir ganz am anfang angesprochen haben die da wieder super relevant ist richtig und ergänzen dazu noch schuldigung dass dann auch die medienunternehmen die verantwortung übernehmen, wenn sie selber dieses Know-how aufgebaut haben und bestimmte Tools entwickelt haben, dass sie das dann auch in ihrer Region oder bei ihren Lesern und Usern und auch bei Fachverlagen, wer dann halt in dieser Branche dann arbeitet, da auch Anstöße zu geben, um diese Technik dann aufzubauen.

wieder zu nutzen. Logisch, die Erkenntnisse auch über die Branche weiter zu tragen. Zwei Fragen, die wir immer so ein bisschen zum Ende des Podcasts stellen: Einmal, wonach suchst du oder ihr bei KNK aktuell? Wie kann man euch helfen? Wie kann man euch erreichen?

Was sind so die Themen bei euch? Also zum einen ist natürlich überall ein Fachkräftemangel ganz groß und wir suchen natürlich immer Menschen, die gerne in Projekten arbeiten, die gerne mit Medienunternehmen arbeiten, die dort auch vorankommen wollen, die sich einbringen möchten, sowohl Softwareentwickler als auch Projektbegleiter oder Vertriebler natürlich immer. Und auch wir suchen natürlich Partner über Microsoft hinaus, auch kleinere Unternehmen. oder auch größere Unternehmen, auch total egal, auf jeden Fall Unternehmen, die halt auch Stärken mitbringen, die wir vielleicht nicht so haben und wo wir genau dieses Thema auch mitnehmen und wo wir dann gemeinsam bei Medienunternehmen aufschlagen können und sagen, hey, wir haben hier jemanden Dritten zuverlässig, dann lass uns gemeinsam gucken, wie wir hier was entwickeln können. Also jeder, der tolle Ideen hat, wie Medienunternehmen nach vorne gehen, gebracht werden kann, kann auch da super.

Herzlich willkommen, bitte mich anschreiben, dass wir gemeinsam testen können, welche Chancen sind da und wie können wir gemeinsam den Medienunternehmen helfen. Und wir als Team heißen Customer Success, heißt, ich stehe morgens auf, damit ich zufriedene Kunden habe und damit die halt erfolgreich sind. Und erfolgreich ist man, ... nur gemeinsam und wieder dieses...... auf Augenhöhe.

Und das kann man nicht alles alleine leisten. Wo meldet man sich dann am besten? Bei dir auf LinkedIn direkt oder...... bei KNK über die Webseite oder... Also auf LinkedIn direkt bei mir oder......

KNK Webseite, dann info at KNK...... oder... also alle Wege sind da offen. Ich bin nach oben. Super gerne, ja, genau.

Meine Telefonnummer ist, nein. Okay, dann abschließende Frage, wie sieht die deutsche Medienbranche in fünf bis zehn Jahren aus? Oh, das hatte ich vorhin ja schon gesagt, das ist ja ganz einfach, heutzutage zu sagen, was in fünf oder zehn Jahren ist. Alleine wenn ich jetzt sage, rückblickend, was in den letzten fünf Jahren war, hätte ich ja vor fünf Jahren nicht so vorausgesagt, aber ich bin da sehr, sehr guter Hoffnung, dass halt, ja, also sowohl gerade, wenn ich an die regionalen Tageszeitungen denke, dass dort die Verantwortung gesehen wird. Ich habe die Hoffnung, dass es noch viele eigenständige Verlage gibt und die Konsolidierung nicht so weiter voranschreitet, wie es in den letzten Jahren war, obwohl das natürlich schwierig ist.

ist und das hat dann immer Geldgründe, aber ich hoffe, dass alle dieses Vertrauen bewahren und dass dann diese Verantwortung auch genutzt wird, um halt auch diesen gesellschaftlichen Strömungen, die gerade da sind, in die Richtung zu lenken, die wir das alle wünschen. Und das ist dann halt auch die Verantwortung von allen Medienunternehmen, dass sie halt weiterhin die Transformation begleiten und die Gesellschaft halt mitstrukturieren. Und da glaube ich fest dran, weil ich hoffe, dass ich da jeden Tag auch meinen Beitrag einfach zu leisten, dass wir halt Pressevielfalt weiter behalten, finde ich ganz ganz wichtig, dass wir die Meinungsfreiheit weiter unterstützen und dass da jeder seinen Teil dazu beiträgt und die Menschen, die halt an und mit Medienunternehmen arbeiten, ihren Beitrag einfach zu leisten. Und da bin ich von überzeugt, dass es da die breite Masse auch weiterhin geben wird und die Kanäle noch besser einfach zukünftig genutzt werden können und viele Endverbraucher das auch noch mehr wieder sehen werden und dass das noch mehr einfach in den Fokus drückt. Da glaube ich einfach fest daran.

Ich glaube, das ist ein super Abschluss in dem Sinne. Danke dir für deine Zeit, Svenja. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danke dir gleichfalls. Cool.

Dann bis zum nächsten Mal. Bis dann.

Alle 42 Folgen →