Innovations-Chancen richtig erkennen
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In der heutigen Folge spreche ich mit dem Innovationsexperten Alexander Pinker darüber, wie Verlage und Medienunternehmen rechtzeitig Innovationschancen erkennen und verhindern können, richtungsweisende Trends zu verpassen.
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ChatGPT, der Microsoft Co-Pilot, alles mögliche. Super Sache für das Office von jedem Medienhaus. Aber wie kann ich es denn jetzt einsetzen, auch für die da draußen, für Leser, Zuhörer, Zuschauer, um da auch nochmal denen was mitzubringen? Heute zu Gast der Innovation Profiler und Future Strategist Alexander Pinker. Mein Name ist Nils Koepchen und herzlich willkommen bei Ressort21, dem Podcast über die Zukunft in der Verlags- und Medienwelt.
In der heutigen Folge spreche ich mit Innovationsexperte Alexander Pinker darüber, wie Medienunternehmen und Verlage Innovationschancen rechtzeitig erkennen und verhindern, nachhaltige Trends zu verpassen. Genug erzählt, viel Spaß bei der Folge. Moin Alex, wie geht's dir? Mir geht's wunderbar. Vielen Dank, dass ich da sein darf.
Ja, freut mich, dass du da bist. Du bezeichnest dich ja selber als Innovation Profiler und Future Strategist. Was ist das eigentlich und was steckt da genau dahinter? Es ist immer so ein bisschen, das ist dieses wunderschöne Stanford-Prinzip, wenn du keinen Job findest, den du machen willst, dann erfindest du ihn selber. So war es bei mir auch ein bisschen.
Was macht ein Innovation Profiler? An sich ist mein Job nicht so anders als auch der des klassischen Profilers in der Chronologie. Auch ich suche nach Spuren, jedoch nach Spuren des Wandels. In dem Sinne nach Innovationen, nach Einsatzmöglichkeiten für unterschiedlichste Branchen, für unterschiedlichste Bereiche, wie man neue Technologien, wie man Trends wirklich greifen kann, ansetzen kann, reinbringen kann, immer so mit diesem Blick nach vorne. Weil meiner Erfahrung nach, deswegen auch Zukunfts-Stratege und nicht Zukunfts-Forscher, auch wenn es viele Schnittpunkte hat, ist, wenn man wirklich so die Praxis kombiniert mit diesem Weitblick, zehn Jahre nach vorne, 15 Jahre nach vorne, dann kommen ganz spannende Geschichten raus, weil man seine eigene Branche ganz anders greift.
Und das ist was, Das mache ich mittlerweile seit ungefähr 13 Jahren und habe da echt gute Erfahrungen mitgemacht, Leute so mitzunehmen, ihnen zu zeigen, hey, wo wollt ihr eigentlich hin, was wäre der Weg dahin und dann die passenden Trends, die passenden Technologien zu suchen und ihnen dann auch wieder nahezulegen. Da müsst ihr vorsichtig sein, da kannst du hingehen, um so ein schönes, allumfassendes Modell dann draus zu machen. Das verdirgt sich so ein bisschen dahinter. So ein bisschen zusammengefasst, du hilfst verschiedenen Firmen, Playern, Akteuren, die richtigen Trends und Innovationschancen zu erkennen und auch zu sehen, okay, wo sind vielleicht kleine Trends, die aber keine langfristig anhaltenden Trends sind und sich da nicht zu verrennen. Die Beschreibung war tatsächlich viel besser als meine, daher ja, voll auf den Punkt getroffen.
Du hast ja Medienmanagement und Unternehmenskommunikation studiert und dann warst du sieben Jahre lang in der freien Wirtschaft bei der Gesellschaft für Medienmarketing und Kommunikation tätig. Was hast du da genau gemacht und hast du in der Position bestimmte Sachen über die Medienwelt gelernt, die vielleicht auch dein späteres Denken über die Medienbranche so ein bisschen geprägt haben? Also grundsätzlich, die Medienbranche ist ja im Wandel. Ich habe wirklich vor, das ist auch wieder viele Jahre her mittlerweile, habe ich bei der GMM angefangen, habe da wirklich sehr viel in der Unternehmenskommunikation, was ja auch mein Hintergrund, wie du gerade gesagt hast, war, gearbeitet, habe Filme produziert, Audio-Stücke, Podcasts. produziert, geschnitten und war dafür unterschiedlichste Firmen im Einsatz.
Und parallel zur Arbeit da war ich aber auch eigentlich einen Großteil meiner beruflichen Zeit selbstständig, wenn auch am Anfang Nebenberuf und hatte diesen ganzen Impuls, Innovationen, Veränderungen, Chancen und Möglichkeiten noch, was dann auch später zu meinem heutigen Job geführt hat, beziehungsweise zu meinem heutigen Aufgabenfeld. Weil da diese Medienerfahrung kombiniert wurde mit Start-up-tum, mit den Möglichkeiten, neue Wege zu gehen. Und ganz ehrlich, als ich mich selbstständig gemacht habe, war die Spitze der Digitalisierung noch Facebook, wenn wir ehrlich sind. Und da hat keiner irgendwas verstanden. Heute ist es KI, heute sind es immersive Medien wie Virtual Reality und Co., Da hat sich viel verändert, aber gerade dieser Medienhintergrund vom Studium her und von allem anderen hilft mir bis heute, so ein bisschen die Themen greifbarer zu machen, weil man es anders erklären kann, weil Kommunikation immer noch eine große Rolle spielt und weil einer der größten Hemmschuhe, wenn es um die Integration von neuen Themen ist, immer noch ganz oft die interne wie externe Kommunikation ist, dass man gar nicht vermitteln kann.
Warum muss ich das jetzt machen? Warum ist das für uns alle relevant? Da hilft mir der Medienhintergrund bis heute, die Berufserfahrung, aber auch vor allen Dingen das Studium. Ja, das glaube ich gerne. Und gibt es bestimmte Sachen, die du sagen würdest, die in der Medienbranche oder Medienwelt einfach anders laufen, vielleicht auch gerade mit Blick auf Digitalisierung, digitale Transformation?
Ich möchte jetzt gerne Medienleute angreifen, aber die Medienbranche ist manchmal ein bisschen langsamer als alle anderen Branchen. Das muss man schon mal sagen. Das heißt, was ich beobachten durfte und das ist tatsächlich leider über verschiedenste Gattungen hinweg, manchmal braucht man ein bisschen länger, um Trends zu greifen und auch wirklich zu sagen, hey, das ist jetzt für mich relevant. Warum? Es lässt sich tatsächlich auch einfach erklären, der Handlungsdruck ist ein bisschen geringer bei den meisten.
Wenn ich mir jetzt Publisher anschaue, aber auch klassische Medienhäuser, Fernsehsender, Radio-Sender und so weiter, das Geschäft läuft an sich gut. Der Werbemarkt mag ein bisschen im Rückgang sein, ja, Zuschauer-Zuhörer-Zahlen verändern sich, Leser-Zahlen verändern sich, aber im Großen und Ganzen war alles okay. Bis dann halt dieses ganze Thema Digitalisierung mehr Fahrt aufgenommen hat, bis dann halt so Sachen wie generative KI und Co. mehr in den Fokus gekommen sind und plötzlich so Geschäftsmodelle bedroht wurden. Das heißt, meine Erfahrung, was wie gesagt vollkommen erklärbar ist, aber es auch nicht einfacher macht in der Medienbranche, ist einfach, man wartet ganz gerne ab, man beobachtet, man schaut, was passiert.
Und kurz bevor es zu spät ist, kommt, oh, wir sollten jetzt dringend was verändern. Das heißt, da hat man so eine andere Denke drin, die ist historisch gewachsen, ist auch einfach von der Historie unserer Medien, nicht nur hier im Land, aber auch gerade hier im Land sehr klar abzuleiten leider und prägt bis heute so den Umgang mit Veränderungen in dieser Branche. Ja, das schließt so ein bisschen auch an meine nächste Frage an. Du hast ja zusammen mit der Hochschule der Medien und dem Digital Publishing Report bei einer großen Studie zum Innovationsmanagement in Verlagen mitgewirkt. Da war ein großes Thema so die Ideenfindung, neue Ideen zu finden und dann auch wirklich in das Produktportfolio zu integrieren.
Was würdest du sagen, können Medienunternehmen denn dabei besser machen, neue Trends, neue Ideen, neue Chancen zu erkennen und da einfach dann auch einfach zu handeln? Also Innovationsmonitor Publishing hat tatsächlich spannende Sachen rausgebracht. Wir haben mit vielen Geschäftsführern, mit vielen Innovationsmanagern unterschiedlichster Häuser, unterschiedlichster Größen gesprochen, haben da auch wirklich probiert, diese statistische Tiefe zu erreichen, die auch für so eine Studie relevant ist. Und die Gespräche waren hochinteressant erstmal. Das heißt, man kümmert sich um Veränderungen, man probiert neue Ideen zu finden.
Was sehr deutlich aufgefallen ist, ist, dass man teilweise so hinter der klassischen Industrie, so in der Fertigungsindustrie und so, ein bisschen weiter hinten dran war. Das heißt, Themen, die... Die Studie ist mittlerweile auch schon ein bisschen älter wieder. Themen, die damals so angesprochen wurden und dann immer mal wieder so, wir führen das gerade an, wir probieren das gerade, das kannte man dann zum Beispiel im Automotive-Sektor oder in der großen Industrie schon seit ein paar Jahren oder länger, weil da wurde schon angewendet und da hat sich jetzt sein Weg in die Medienbranche, ins Publishing gefunden, was sehr spannend war, was aber auch zeigt, es gibt einfach verschiedene Schritte und verschiedene Wellen, in denen Innovationen einfach auch in unserem Land oder in verschiedenen Branchen ausgelöst werden. Das ist jetzt immer noch so, Sachen, die schon lange durch die Medien durch sind, kommen jetzt zu anderen Branchen, anderen Bereichen wieder.
Der Umgang mit Ideen und auch, dass Ideen kreiert werden, das ist... war so an der Spitze von dem, wie es jetzt mittlerweile besser läuft, aber noch nicht ganz so. Man hat langsam angefangen, so eine offene Innovation zu leben, so ein bisschen mehr auf Trends außerhalb zu gehen. Es war aber wirklich noch am Anfang von der ganzen Sache und auch so die Mitarbeiter zu integrieren. Ganz oft war aber trotzdem damals noch so, die Ideenfindung kam sehr stark von der Geschäftsleitung.
Es war eher so ein Top-Down-Denken, das aufgeweicht wurde und man hat die Tendenz und den Trend sehr deutlich gesehen. Aber was immer noch nicht diese Offenheit hatte, die teilweise einfach auch verlangt wird in dieser heutigen schnelllebigen Welt, dass ich alles höre, dass ich überall umschaue, sondern man war immer noch so ein bisschen in seinem Mikrokosmos drinnen, Und mit dem Willen es zu machen, aber teilweise auch noch nicht mit der finalen Idee, wie kann das funktionieren, wie kann ich Ideen filtern, was sind Ideen, die wirklich für mich relevant sind, da fehlte noch so ein bisschen dieses Verständnis. Was man allerdings sagen muss, und auch das lässt sich beobachten in den letzten Monaten vor allen Dingen, so mit diesem Aufkommen von der generativen KI, also mit etwas, das stärker in... den medialen Fokus reinpassen kann, also Texte erstellen, Töne erstellen und so weiter, da hat tatsächlich die Medienbranche das Publishing nochmal enorm angezogen, da sind sie auch sofort draufgesprungen, haben gesagt, wir gucken uns jetzt mal an, was die anderen machen, wir schauen jetzt mal, wie es bei uns reinpassen könnte und Jetzt sind sie zwar noch in dieser Ideenfindung und da ist auch noch viel Weg hin, weil man muss es erstmal anders greifen und es ist immer noch auf dem Wilder Westen. Trotzdem, da ist mehr Geschwindigkeit reinbekommen, was zeigt, wenn es um Ideen geht, die wirklich in die Lebenspraxis von Medienhäusern, von Verlegern und Co.
reinpassen, dann funktioniert das super. Wenn man aber sagt, ihr müsst was verändern. Aber das war es dann auch. Dann ist es teilweise ein bisschen schwieriger für sie gewesen, weil es nicht direkt auf ihre Bereiche umzumünzen war. Also der Mehrwert sofort VR einzusetzen, um immersive Storywelten zu machen, das klingt in der Theorie schön, aber es war zu weit weg vom Hier und Jetzt.
Und das ist jetzt anders geworden. Das heißt, um das so ein bisschen zu greifen, was du gerade gesagt hast, du sagst, wenn Trends und Innovationschancen nah an dem eigentlichen Kerngeschäft der Medienbranche schon dran sind, dann ist es deutlich einfacher für Medienunternehmen, da Chancen zu erkennen und dann auch Projekte umzusetzen. Wenn es aber ein bisschen abstrakter ist und vielleicht ein bisschen weiter weg vom Kerngeschäft, dann ist es deutlich schwieriger, wenn ich dich richtig verstanden habe. Ist teilweise wirklich so. Es ist so viel zu tun in den Bereichen und man hat einen Personalmangel.
Wir haben War for Talents, wir haben... Und einfach eine unglaublich stressige Zeit und Arbeit wird auch in Medienhäusern nicht unbedingt weniger, sondern eher mehr. Und je größer, und das ist leider wirklich so, je größer diese Transferleistung ist, die ich erbringen muss, um von was sehr Abstraktem auf mich runterzubrechen, umso schwieriger wird es das teilweise im Alltag zu tun, weil dafür ist einfach keine Zeit. Ja. Aber je weiter oder je abstrakter es ist, je mehr Geld es kostet, je mehr zusätzliche Ressourcen ich brauche, je weniger ich selber machen kann, umso schwieriger wird es leider.
Und das ist normal, aber es macht es auch nicht einfacher, weil irgendwann kommt der Moment, wo es dann nicht mehr abstrakt ist, sondern da ist, weil es Konkurrenz gemacht hat oder weil es in der globalisierten Welt alle machen. Und dann kommt es nach Deutschland und dann sitzt man manchmal so wie vom Donnergurier da und denkt sich, ja, das habe ich nicht gesehen. Und würdest du sagen, da gibt es konkrete Handlungsanweisungen oder Dinge, auf die man achten kann, dass das eben nicht passiert oder dass es vielleicht gerade einfacher ist, vielleicht noch abstrakte Trends schon irgendwie für sich nutzbar zu machen? Würdest du sagen, da gibt es konkrete Sachen, Schritte, die man beachten kann? Also erstmal, man muss echt immer mit dem offenen Ohr rangehen.
Es ist unabdingbar, dass wir mal rausgehen, dass man mal auf Veranstaltungen geht. Wenn es die Future Publish zum Beispiel ist, dass man die besucht und schaut, was sind so die Trends. Auf den Medientagen kann man gerade auch von internationalen... Speakern und Gästen immer wieder was erfahren auf der Buchmesse, auf allen möglichen, sollte man einfach rausgehen und halt offen hingehen. Klar habe ich mein Sortiment, klar habe ich mein Angebot und das ist schön und das muss auch präsentiert werden, aber ich darf halt nicht mauern.
Was auch was ist und das ist auch, das wird auch besser mit... Mit eigentlich jedem Jahr ein bisschen mehr. Man muss auch so aus seinem Käfig ausbrechen. Klar ist man der Chef, klar ist man Manager und sonst irgendwas und das ist groß genug, aber man muss auch mehr auf die Leute um einen herum hören, gerade die unterschiedlichen Generationen, gerade mit unterschiedlichen Hintergründen. Wir haben teilweise so viele gute Ideen, die gucken sich ein Medium an und sagen, warum ist das eigentlich nicht so, weil die machen es doch auch so.
Das wird aber ganz oft leider noch weggewischt, weil zu jung, zu unerfahren, branchenfremd weiß der Geier, was der Grund dafür ist und das ist eigentlich fast tödlich. Klar kann ich nicht jeden Trend hinterher rennen, aber ich muss zumindest offen sein, zuzuhören. Ja, ich hatte letzte Woche einen spannenden Podcast auch mit Okke Schlüter, da war der Professor Dr. Okke Schlüter zu Gast. Und er hat gesagt, ein großer Vorteil, den die Medienbranche ja hat, ist, dass neue Ideen zu testen, neue Projekte umzusetzen, gerade in der Medienbranche auch mit wenig Ressourcen stattfinden kann, weil es sich ja eben um diese digitale Transformer zu handelt und dass eben viele digitale Angebote sind, die ich wirklich mit wenig Ressourcen testen kann und neue Projekte einbringen kann, oder?
Das ist definitiv so. Es gibt viele Sachen da draußen, was mich immer wieder überrascht und das muss man fast von der Branche jetzt trennen. Das ist wirklich bei den meisten Unternehmen, mit denen ich auch unterwegs bin, zu beobachten oder mit denen ich zu tun hatte in den letzten Jahren. Viele verstehen, dass da was ist, da hat Okke komplett Recht. Da gibt es viele Tools, die ich ausprobieren könnte, ohne wenig Geld in die Hand zu nehmen.
Aber viele denken, ich muss das dann erst mal selber bauen. Das heißt, die sehen das Ding, die sehen, dass es da einen Anbieter gibt. Aber der erste Impuls, und das ist auch zum Beispiel beim Thema LLM, also bei Large Language Models und generativer KI gerade so, Es gibt zwar die Möglichkeit, damit zu arbeiten, aber viele denken, lass mal selber trainieren. Und das kostet halt wieder gleich Geld, Zeit und der Frustfaktor ist erheblich höher, wenn ich immer alles neu aufbauen muss, wenn ich das Rad neu erfinde. Und das verstehe ich manchmal nicht, nämlich was Okke gesagt hat, hundertprozentig dabei, da draußen ist so viel, gerade digitales, was ich ausprobieren kann.
Das sind Plattformen für Medienhäuser, für Verleger, die kann man einfach nutzen. Das sind Startups, mit denen kann ich zusammenarbeiten. Aber der erste Impuls ist immer, coole Idee, will ich selber machen. Obwohl ich gar nicht weiß, ob es erfolgreich ist oder nicht. Und das verstehe ich manchmal nicht, das muss ich ehrlich sagen.
Das heißt, du würdest dir da ein bisschen wünschen, dass vielleicht gerade die Medienbranche noch offener ist, auch gerade auf externe Dienstleister vielleicht zurückzugreifen, da mit denen zum Beispiel eine Machbarkeitsstudie oder ungestichene Projekte auszuprobieren, um dann eben vielleicht eher den effizienten Weg zu gehen, anstatt zu sagen, ey, wir bauen das alles selber und gucken dann, ob es funktioniert oder nicht. Machbarkeitsstudien, ja, aber nicht mal externe Dienstleister, nur da nicht falsch verstehen, sondern auch mal Partner suchen. Das heißt, wirklich zu gucken, wer ist da draußen, wer möchte zum Beispiel auch was Gutes für die Branche, für meinen Bereich, mit wem kann ich zusammenarbeiten, was sich auch in Medienhäusern oft beobachten lässt, ist und das ist auch ein sehr, sehr wichtiges Thema. es ist auch vom Tagesgeschäft nicht gerade unerklärlich, dass man, wenn man, selbst wenn man einen Partner hat, wenn man ein Start-up hat und sagt, ich will mit dem zusammenarbeiten, viele machen das gut, möchte ich nicht abstreiten, aber ganz oft beobachtet man auch so einen Abdriften in den, das ist dann doch nicht mein Partner. Medienhäuser, seien es Verlagshäuser, seien es Radiosender, seien es Fernsehsender und so weiter, die arbeiten viel mit Freien, mit Dienstleistern.
Die haben Journalisten, die schreiben für sie Texte, die haben Sprecher, die sprechen für sie Sachen ein, die sind es gewohnt, mit externen Leuten zu arbeiten, die sie bezahlen. Und ganz oft ist, was ich beobachte, so ein merkwürdiges Phänomen, wenn sie dann mit eigentlich Partnern, jungen Unternehmen zusammenarbeiten, behandeln sie sie trotzdem wie Dienstleister. Und die verlieren dann natürlich die Lust, gemeinschaftlich was aufzubauen und verhalten sich dann auch wie Dienstleister. Das heißt, die sagen, das kostet mehr, das ist jetzt so und was man früher als Partner wahrscheinlich einfach so weggeschoben hätte und gesagt hat, Mama, zusammen ist ja eine Partnerschaft, alles gut, je mehr ich halt einfach so als Bringer oder als Erbringer einer Leistung gehandelt werde, umso mehr werde ich mich auch wie dieser benehmen. Und das ist gerade so ein ganz schwieriger Kontrast, den ich auch beobachten kann, dass so Partnerschaft oder gleichberechtigte Partnerschaft, sagen wir es mal so, vielen Unternehmen, vielen Häusern schwerfällt, weil sie halt sagen, wir sind halt dann doch der große Rob und du bist klein und sei dankbar, dass du mit uns arbeiten kannst.
Aber so kommen wir halt auch nicht vorwärts. Zum Beispiel vor fünf Jahren war VR/AR das große Thema und jetzt ist es KI. Sicherlich ist VR und AR nicht weg, aber das ist ja sicherlich eine Sorge, die in der Branche da ist. Was würdest du sagen, kann man machen, um zu verhindern, dass man eben auf vielleicht nicht so nachhaltige Trends setzt oder falsche Innovationschancen erkennt in Trends, die vielleicht gar nicht mehr relevant sind? Also grundsätzlich erstmal, ich glaube, ganz vermeiden wir es jetzt nie können, sind wir ehrlich.
Also einem Trend hinterher zu laufen, du hast gerade VR angesprochen, sehe ich immer noch als große Chance, aber nicht in der Welt, in der es war. Viele Medienhäuser haben sehr stark auf NFTs gesetzt, mein Gott, war eine Blase, blöd gesagt. Trotzdem hat jede einzelne Innovation, jeder einzelne Trend, der vielleicht auch etwas hochgehypt war, doch seine Existenzberechtigung mit der richtigen Anwendung. Was man lernen muss, ist erstmal offen zu sein für alles, aber nicht jeden Trend gleich komplett zu 100% nachzurennen. Ich habe diesen alten Spruch immer bei Seminaren, wo ich sage, unterscheide zwischen Trend und Trendy.
Und tatsächlich ist das ein Riesenpunkt, den man da auch mitnehmen muss. Es gibt Sachen, die sind einfach ganz trendy, das ist gerade so hip, das ist jetzt gerade so NFT, das ist jetzt gerade, wir müssen alle auf Blockchain gehen, wir müssen dieses und jenes machen, das ist schön. Und man muss sich damit beschäftigen, aber ein Trend ist etwas, das einen langfristigen Mehrwert für mich, meine Partner, meine Kunden bringt. Das heißt, was man allem Trends zu trotz tun muss, ist in diese klassische Observationsphase überzugehen, als Medienhaus zu schauen. Wie nutzen meine Partner, meine Kunden, kommt darauf an, was es gerade ist, meine Rezipienten, wirklich mein Medium, was stört die bewusst?
Also wirklich mit denen quatschen, mit denen einen Tag verbringen, mit ihnen zu schauen, wie nutzen sie das Ganze und dann darin diese kleinen Lücken, diese kleinen Aha-Effekte zu finden und zu sagen, okay, das ist jetzt das, da sehe ich eine Zukunft drin. Das heißt nicht, dass du dich nicht mit jedem einzelnen Thema beschäftigen musst, nicht wissen musst, was da ist, aber du darfst halt nicht einfach wild alles Geld drauf werfen und hoffen, dass es gut geht, sondern am Ende des Tages geht es nicht um dich, geht es nicht um den Trend, sondern geht es um den Endrezipienten und wenn es in seine Lebenswelt passt, dann passt es gut, wenn es nicht reinpasst, dann ist es schwierig. Ja, das heißt vor allem, wenn es neue Trends gibt, neue Innovationschancen sich abzeichnen, dann halt einfach Ideen in kleinen agilen Projekten nah am Kunden, nah an den Rezipienten testen, sehen, ob es einen wirklichen Pain gibt, den ich damit löse und dann anfangen darauf zu investieren, weil ich sehe, der Mehrwert ist da. Hundertprozentig. Es gibt in der Innovationsforschung so einen Dreiklang, den ich immer ganz spannend finde, den ich auch meinen Studierenden in der Hochschule immer herbeibringe.
Man muss immer unterscheiden, wenn es um neue Projekte geht oder wenn es bei neuen Projekten um was geht zwischen Use, Usability und Meaning. Use ist wirklich, wofür setzt man es ein? Wenn ich ein Buch habe, wofür setze ich es ein? Ich lese es, ich sammle Informationen. Wie ist die Usability?
Usability ist bei einem E-Book tatsächlich super, es merkt sich, wo ich bin, es ist leicht, tralala. Bei einem Buch, es hat eine Haptik, ich kann es einpacken, ich kann es mir in ein Regal stellen und alle Leute können voller Stolz sehen, dass es da ist. Aber das Letzte wird meistens vergessen. Was ist das Meaning? Wie passt es in die Lebenswelt der Menschen rein?
Passt ein solcher Wälzer wirklich in die Lebenswelt von irgendeinem Menschen rein? Partiell bestimmt, aber vielleicht nicht zu jedem. Wie passen neue Innovationen dazu? Passt eine generative KI, die mir alles maßschneidert und alle Texte umbastelt, in die wirkliche Anwendung rein? Wollen die Leute das überhaupt?
Oder ist es gerade ein Traum, den ich einfach möchte, dass die Leute haben? Also wie passt es in den ihren Alltag hinein? Das ist was, das fragt man sich zu selten. Aber das ist eine Frage, die muss ich mir stellen. Alle drei.
Macht es, was es soll. ist es gut handelbar und wollen die Leute es überhaupt? Ja, super relevanter Punkt, das stimmt auf jeden Fall. Du bist ja auch Juror beim Digital Publishing Award. Da geht es ja gerade um innovative Projekte in der Medienbranche.
Und gibt es da Sachen, die dich sehr stark begeistert haben in den letzten Jahren? Projekte, die herausgesprochen haben, wo du gesagt hast, okay, da sehe ich genau eben Paints gelöst, da sehe ich einen Nutzen für den Rezipienten. Also beim Digital Publishing Award, da waren echt tolle Einreichungen dabei, sowohl von etablierten Häusern als auch von Gründerinnen und Gründern, von Dienstleistern. Eigentlich wirklich eine schöne bunte Mischung, wo du schon so ein bisschen gesehen hast, was ich mir teilweise von der Medienbranche wünsche, dass Leute zu Ende gedacht haben. Das heißt, ganz oft kommen einfach Lösungen, die lösen Probleme, die in der Branche existieren, die machen es einfacher, machen es dynamischer, die gehen mit dem Trend, aber mit den Trends, die wirklich Mehrwerte haben.
Man hat immer mal so ein bisschen KI-Lösungen drin gehabt in den letzten Jahren, dann war es zur Vereinfachung von Prozessen, die gerade Publisher in dem Fall zum Beispiel gestört haben, wo man sagte, hey, wir haben den Prozess komplett vereinfacht und du hast nur noch drei Klicks. Das heißt, da wurde sehr stark auf die Themen Effizienz geachtet, auf Effektivität geachtet, damit es auch wirklich in das Thema reinpasst. Das fand ich cool, das ist auch schön maßgeschneidert. Ein paar Einreichungen ist ja normal, waren auch etwas, das es theoretisch schon gab oder wo man eben letzten Punkt, den ich angesprochen habe, für die Lebenswelt noch nicht ganz berücksichtigt hat, aber... Der Preis macht mir jedes Jahr immer wieder sehr viel Freude, weil man da wirklich sieht, da draußen sind Menschen, die denken, eine etablierte Branche, der es mal gut geht, mal schlecht geht, trotzdem schon weiter unabhängig vom gesamten Bild und rennen nicht dem Trend hinterher, sind manchmal auch vielleicht ein bisschen langsamer wie andere, aber sagen dann trotzdem, Hey, das hat einen langfristigen Mehrwert und das sehe ich da, das finde ich toll.
Sowohl viele der Einreichungen, die ich als Jura sehen durfte, als auch die, die am Ende wirklich ausgezeichnet wurden, die Digital Leader der Branche, die immer wieder ausgezeichnet werden und so weiter. Ich finde das echt gut. Gibt es da ein konkretes Beispiel oder ein konkretes Projekt, das du im Kopf hast, wo du sagen könntest, das fand ich jetzt besonders beeindruckend? Ja, ein paar Sachen bleiben einem da tatsächlich einfach in Erinnerung. Also zum Beispiel teilweise der Fokus darauf, Kindern Lerninhalte näher zu bringen.
auf eine innovative Art und Weise, dass die es greifen können, dass es nahbar ist, dass sich auch auf die veränderte Situation, also gerade jüngere Kinder haben ja ein großes Problem mit Aufmerksamkeitsspannen, wo man ja in der Statistik davon spricht, dass es ungefähr bei sieben Sekunden liegt, ein Goldfisch hat elf. Das heißt, da hat man echt so ein bisschen Hindernisse und da gibt es Lösungen, um da die Sachen auch wieder zu steigern, um wieder mehr Aufmerksamkeit reinzubekommen. Das fand ich zum Beispiel sehr spannend. Ich glaube, da kann man nahezu, das kann man fast für immer durchziehen. Da ging es mal um Ethik, da ging es mal darum, dass Nachhaltigkeitsprojekte eine große Rolle spielen, dass Nachhaltigkeit in die Branche eingezogen ist, was ja auch ein Thema ist, das nicht mehr wegzudenken ist.
eigentlich wirklich alles dabei und das finde ich so faszinierend und man möchte man möchte es kaum irgendwie sagen dieses jene eine was beste sondern eigentlich waren sie alle super ja cool spannend gibt es bereiche in denen du dir mehr projekte und innovationsvorhaben erwartet hättest also gibt es sachen wo du sagst okay da kam wenig in den letzten jahren da hätte ich erwartet dass vielleicht ein bisschen mehr passiert Du hast sie vorhin angesprochen. Ich habe mich immer gewundert, dass es so wenig in der immersiven Welt gab. Selbst in der Zeit, als das Metaverse so vor zwei Jahren ungefähr komplett durch die Decke gegangen ist, dass da eigentlich wenig Verleger darauf eingestiegen sind. Es gab da mal so ein paar Einreichungen, so Galerien, hier mal eine kleine Repräsentanz im Metaverse. Aber gerade wenn ich an Buchverlage denke, an Belletristik denke, da ist es natürlich eigentlich ein, oder auch an Serien, an Filme, ist es natürlich eigentlich ein Geschenk, dass ich die Leute noch mehr in diese Lebenswelt der Charaktere reinnehme.
Stell dir einfach mal vor, du könntest durch Hogwarts laufen und hättest da die Geschichten und wärst da dabei, könntest es parallel fürs Upselling der Bücher benutzen und würdest die Leute dann auch über die Bücher hinweg mit in diese Welt nehmen. Das wundert mich immer, dass dieses immersive Storytelling so wenig gelebt wird, selbst wenn es noch einfacher wäre. Selbst wenn es einfach Seiten, Dinge sind, die in Büchern oder so vorkommen, in Filmen vorkommen, ähm, Ich habe da immer als Positivbeispiel die Erinnerung an die Fernsehserie Sherlock, wo Watson einen Blog geschrieben hat und es damals von BBC diesen Blog gab, wo ich wirklich schon Watsons Blog aufrufen konnte und ein bisschen auch über das hinweg sehen konnte. Das fand ich cool und... So was macht man irgendwie viel zu selten.
Also auch hier wieder an die Leute denken, an die Empfänger denken und zu sagen, guckt mal, ihr seid eh schon irgendwie verknüpft mit der Welt, aber wenn es so rum ist, dann könnt ihr trotzdem mehr Teil davon sein. Weil allein medienpsychologisch ist ja ein Riesending. Wir fliehen uns ja in die fiktionalen Welten. Wir fliehen uns sogar in Fachbücher rein. Und das dann nicht zu Ende zu spielen, das wundert mich immer.
Dass es da auch so wenig gibt, wundert mich erst recht. Ja, das ist ein spannender Punkt. Was sind deiner Meinung nach die größten Chancen und Trends, die Verlage jetzt gerade dieses Jahr 2024 nicht verpassen dürfen oder auf dem Schirm haben wollen? Ich glaube, ich kann schon ungefähr denken, in welche Richtung das gehen wird, aber ich bin gespannt, was du sagst. Was denkst du denn, in welche Richtung es gehen wird?
Ja, sicherlich generative KI ist ein Riesenthema, aber da gibt es natürlich dann auch wieder verschiedene Anwendungsbereiche. Da bin ich gespannt, was du einfach prädiktest oder denkst, was da relevant ist. Also unter uns gesagt, natürlich muss ich generative KI sagen. Was soll ich sonst sagen? Nee, ich glaube, zwei Sachen sind tatsächlich relevant.
Einerseits wirklich die generative KI. Und allerdings ist in diesem Jahr anders als im letzten Jahr so diese Wild-West-Zeit ein bisschen vorbei. Das heißt, wir sind weg von dem, ich bastel mal und gucke mal, was passiert. Jetzt muss endlich wirklich was passieren. Jetzt muss ich auch überlegen, wie kann das weitergehen.
Generative KI geht ja viel weiter, wenn man sich so anguckt, was zum Beispiel Google macht mit generativer KI in der Medienbranche, wo ich nur noch ein E-Book theoretisch hochladen muss und mir dann mit einem Klick ein Hörbuch mit verschiedenen Stimmen erstellen kann und Tönen und sonst irgendwas erstellen. Das ist halt eine riesige Revolution. Das heißt, auch da wieder, wie wir ins Gespräch eingestiegen sind, muss ich halt überlegen, wie passt es in meine Lebenswelt, wie kann ich es transferieren und wo ist generative KI wirklich ein Mehrwert? Klar, ChatGPT, der Microsoft Co-Pilot, alles Mögliche. Super Sache fürs Office von jedem Medienhaus.
Um da Inhalte zu unterstützen, um die Kollegen zu unterstützen, um auch vielleicht Fachkräftemangel ein bisschen entgegenzuwirken. Klar, aber wie kann ich es denn jetzt einsetzen auch für die da draußen, für Leser, Zuhörer, Zuschauer, um da auch nochmal denen was mitzubringen, dass es nicht nur ist, ich bin Chat-GPT und ihr persönlicher Begleiter durch diese fiktionale Welt, sondern wie kann ich da wirklich was bauen, was in meinen wirklichen Kern des Unternehmens reinpasst und nicht einfach da ist. Das wird was Großes für die Leute sein. Warum ist das so relevant? Ein Trend, den auch viele Medienhäuser bisher zum Teil zumindest außen vor lassen, obwohl es ein klassischer Megatrend ist, wo man auch sagt, einfach diese ganzen Bewegungen im Konsumentenmarkt beobachtet, was ein bisschen außen vor gelassen wird, ist die Individualisierung.
So das Individuelle, nicht von der Stange etwas bekommen, sondern es auf mich marschneit. Und wenn es nur in einem kleinen Maß ist, das suchen die Leute da draußen. Man merkt es ein bisschen am Erfolg von Netflix-Formaten, die interaktiv sind. Ich denke da an Black Mirror-Episoden, wo Leute Stunden, mit Bandersnatch verbracht haben, ich glaube, so hieß sie, verbracht haben, um da jedes Ende durchzuspielen. Aber gerade das macht es wieder spannend.
Um deine Vorhersagen noch ein bisschen aufzulösen, ich glaube trotzdem, dass auch dieses Jahr wieder spannend wird, was das Thema Immersion angeht. Das heißt... nicht Mixed Reality nutzen kann, auch mit dem Launch von der Apple Vision Pro im Hinterkopf, was da natürlich auch neue Optionen anbietet. Disney lebt ein bisschen vor in der Kooperation, dass man da Geschichten auch anders erzählen kann. Ich glaube, auch da müssen Medienhäuser sehr stark drauf gucken, müssen jetzt dringend, wenn sie es nicht noch gemacht haben, auch wieder ein bisschen Schritt gehen, ein bisschen ausprobieren.
Du hast gesagt, VR war so vor fünf Jahren ein Ding. Ich habe es tatsächlich noch so aus dem Jahr 2009 im Kopf, als es zum ersten Mal aufkam. Oder AR war es damals, Augmented Reality. Ganz viele Medienhäuser es ausprobiert haben. Und es gibt leider immer noch Leute, mit denen kannst du heute noch reden und sagen, guck dir das mal an, ich glaube, das ist für dich relevant.
Die sagen, nö. Und du fragst danach, warum nicht? Ja, haben wir schon mal probiert. Ja, wann denn? Ja, 2009.
Also auch zu akzeptieren, dass wenn man mal, wenn irgendwas nicht funktioniert hat, dass vielleicht die Technologie oder die Leute noch nicht so weit waren, dass es deswegen nicht gleich verbrennt. Auch sowas muss ich mir dringend aneignen. Und dann nicht beleidigt sein, wenn es dann mal, wenn man so an den Gartner Hype Cycle denkt, ins Tal da drinnen gefallen ist. Da bleibt es dann nicht. Das heißt, man muss auch mal akzeptieren, dass es Zeit braucht, aber dass ich es dann nicht einfach als ertrunken und tot betrachten muss für die nächsten 30 Jahre, sondern mich halt auch wieder drauf einlassen muss.
Und wenn ich wieder auf die Nase falle, dann probiere ich es halt fünf Jahre später wieder. Also in diesem Sinne, 2024 nicht nur offen für die ganzen neuen Sachen sein, sondern vielleicht auch gerade gucken, ob alte Sachen, oder vielleicht schon ältere Trends jetzt so weit sind, dass man sich das vielleicht mal genau angucken sollte. Und dann, was wir vorhin gesprochen haben, offen sein für neue Ideen, viel probieren, am Kunden probieren, mit den Rezipienten. Das ist, glaube ich, ein gutes Schlusswort. Wir stellen am Ende immer nochmal zwei Fragen allen Gästen.
Das eine ist, wonach suchst du aktuell, wie kann man sich bei dir melden, wie kann man dir helfen? Tatsächlich, was mich persönlich beruflich immer antreibt, sind spannende Herausforderungen. Das heißt, ich bin ein großer Fan davon, das ist das Schöne und das Schlechte an meinem Beruf. Ein Berater hat ein Wissen, aber es ist jedes Mal ein neues Spiel. Das heißt, in jedem Unternehmen, in jedem Geschäftsmodell, in jedem Seminar kommen neue Sachen, neue Herausforderungen auf einen rein.
Und ich liebe neue Herausforderungen. Das heißt, was ich tatsächlich suche, sind immer so neue Leute, die sagen, wie könnte ich zum Beispiel, du hast sie angesprochen, degenerative KI anwenden. Wie kann ich anwenden? Wie kann ich da neue Sachen machen? Wie kann ich ein bisschen über das, was man so allgemein kennt, hinausgehen und es wirklich für mich marscheln?
Dasselbe mit Immersion, mit VR und sonst irgendwas. Da einfach mal ein bisschen zu hirnen und zu überlegen, wie könnte die Zukunft für dich speziell aussehen? Transferleistung? Wie könntest du Prozesse oder auch Geschichten, Themen, die du gerade hast, anders aufgreifen? Sowas suche ich tatsächlich immer, weil ich finde sowas spannend.
Man kommt dann ins Gespräch, man kommt gemeinschaftlich, partnerschaftlich auf neue Ideen und da entstehen die schönsten Sachen. Sowas finde ich immer ganz toll und freue ich mich immer, wenn man sich da mit irgendwas an die Hände. Also wenn man was hat, am besten bei LinkedIn schreiben oder wo erreicht man dich am besten? Gerne auf LinkedIn schreiben. Ich glaube, mein Hammer ist dann doch einzigartig genug, dass man ihn dort findet.
Ich glaube, auf LinkedIn bin ich auch immer gut zu finden. Ich habe so einen alten Spruch, es gibt keine Möglichkeit, mich nicht zu finden. zu finden, ist tatsächlich so, weil das wäre schlimm, wenn es so wäre. Das heißt, einfach auf LinkedIn gehen oder auf meine Webseite innovation-profiling.de gehen. Auch da wird man fündig.
Irgendwie erreicht man mich immer und wenn da was ist, wenn es einfach nur die Frage ist, was könnte man da machen? Ich mag das einfach, dieses gemeinsame Ideation-Ding. Da freue ich mich über jede Botschaft. Super. Letzte Frage.
Wie sieht die deutsche Medienbranche in fünf bis zehn Jahren aus? Ich glaube, die deutsche Medienbranche in fünf bis zehn Jahren, die ist hoch individualisiert. Ich glaube, wir haben uns dann mittlerweile von Smartphones und Co. ein bisschen verabschiedet. Es wird wahrscheinlich eher den smarten Assistenten, den smarten Begleiter bei uns allen geben.
Gehen wir da mal in die zehn Jahre, zumindest wenn wir von Deutschland sprechen. der uns hilft Sachen aufzunehmen, der uns auch beim Medienkonsum unterstützt und Sachen individualisiert. Ich glaube, wir werden ganz neue Orte des Medienkonsums erleben, wenn selbstfahrende Autos beispielsweise dann noch ein großes Thema werden, ist das natürlich ein riesiges Thema für Marketing, für Medien, für Kommunikation, weil dann haben wir eine ganze Armee von Leuten, denen langweilig ist, wenn sie von A nach B kommen und damit einen ganz neuen Medienhub, den wir nutzen können. Auch sowas sehe ich in Zukunft. Das heißt, in fünf bis zehn Jahren sehe ich eine individuelle Medienlandschaft, sehr KI-gesteuert, aber dezenter KI-gesteuert, als es jetzt momentan der Fall ist, einfachere Mediennutzung und eine ganz andere Idee davon, was Omnichannel und Multichannel eigentlich bedeuten können.
Ich glaube, das ist ein super Schlusswort. Danke für deine Zeit, Alex. Hat mir sehr viel Spaß mit dir gemacht. Ich sage vielen Dank. Danke, dass ich da sein durfte.
War super. Perfekt. In diesem Sinne, bis dann. Bis dann.