Die KI-Welle meistern
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In der heutigen Folge spreche ich mit Gründer und Herausgeber des DIGITAL PUBLISHING REPORTs, Steffen Meier, darüber, wie Künstliche Intelligenz das Verlagswesen revolutioniert und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für Verlage ergeben.
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Diese Trennung zwischen menschlicher Edelfeder und KI so als Hausgebrauchs- Robot, Text-Robot, das kann auch ganz schnell verschwimmen, vor allem vor dem Hintergrund, da muss man auch mal ganz klar sagen, relativ viel was bisher vom Menschen generiert wurde an Content, kann die KI einfach besser. Heute zu Gast der Gründer und Herausgeber des Digital Publishing Report, Steffen Meier. Mein Name ist Tim Großmann und herzlich willkommen bei Ressort21, dem Podcast über Innovation in der Verlags- und Medienwelt. In der heutigen Folge spreche ich mit Steffen Meier darüber, wie künstliche Intelligenz das Verlagswesen revolutioniert und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für Verlage ergeben. Genug erzählt, viel Spaß bei der Folge.
Moin Steffen, wie geht's dir? Moin. Ach, eigentlich ganz gut. Also ich hatte zumindest mal für meine Tagesformen ausreichend Kaffee. Das ist in meinem Job immer relativ wichtig und natürlich eine Menge Projekte, die wir gerade abgeschlossen haben, die wir auch gerade anschieben und so weiter.
Also reichlich zu tun und insofern alles gut. Das ist eine gute Kombination, viele Projekte, viel Kaffee. Mhm. Von dem her bist du ja gut gestärkt jetzt für die Folge. Warst du denn vorab schon mal in einem Podcast zu Gast?
Also verschiedentlich, ja. Wir haben tatsächlich beim Digital Publishing Report auch mal vor langer Zeit, als das Thema Podcast im Medienbereich noch gar nicht so angekommen war, hatten wir selber mal eine Podcast-Reihe gemacht, aber da war ich dann auf der anderen Seite quasi, auf der einen und habe da eher Fragen gestellt und moderiert und solche Dinge. Ja, cool. War das als Teil von deiner ersten Stelle im Verlag bei Ulmer? Nee, das war dann beim Digital Publishing Report.
Das war dann, wir sind ja 2016 an den Start gegangen und haben dann, vor allem mein Kollege, der großer Podcast-Fan ist und um auch Wir wollen ja Dinge immer selber ausprobieren. Um auch da mal Erfahrung zu kriegen, haben wir da eine Podcast-Reihe gestartet. Haben die aber zugunsten anderer Aktivitäten, muss ich fairerweise dazu sagen, inzwischen wieder ruhen lassen. Ja, du warst ja schon in echt sehr unterschiedlichen Positionen und Bereichen in der Vergangenheit. Von traditionellen Verlagshäusern bis hin zu wirklich rein digitalen Publishern wie jetzt.
Was war so dein erster Kontakt mit der Medienbranche und wie hat sich dein Interesse für diese Branche überhaupt entwickelt? Also tatsächlich war mein erster Kontakt mit der Medienbranche eher zufällig, beziehungsweise es war halt nach dem Abitur, wo wir damals, aber auch heute junge Leute, oft so eine Empfindungsphase haben, so nach dem Motto, was fange ich eigentlich jetzt an? Und ich bin dann damals zu einem, hatte was gesehen von einem Schulbuchverlag, Ich hatte dann da eine Ausbildungsstelle. Die Art der Ausbildung gibt es heute nicht mehr, was aber, glaube ich, nicht oder auf jeden Fall nicht an mir liegt. Und habe dann aber damals relativ schnell gemerkt, dass zumindest mal so für mich als junger Mensch diese ganzen Organisationsstrukturen in den Verlagen zur damaligen Zeit, das war ja in den 80ern, irgendwie nicht so wirklich richtig prickelnd ist und hatte dann ein Angebot von der Stadtzeitung, da als Chefredakteur zu arbeiten.
Das war natürlich eine spannende Zeit, aber auch eine sehr anstrengende Zeit und bin dann wieder zurück ins klassische Verlagswesen in einem Fachverlag, habe da einen Digitalbereich aufgebaut und war dann hinterher, um auch hier mal die andere Seite kennenzulernen, in einem Softwareunternehmen und habe mich dann 2016 dazu entschlossen, so ein eigenes Projekt, ein Digital Publishing Report, mich wirklich hauptsächlich um den zu kümmern. Das war so meine Vita. Lange Rede, kurzer Sinn, ich wäre vielleicht auch woanders gelandet. Ich fand Medien, also eine gewisse Medienaffinität hatte ich natürlich immer mit dabei, aber vielleicht wäre es auch anders gelaufen. Ja, wenn man so ein bisschen schaut, was du so in der Vergangenheit gemacht hast, da sieht man ja auch relativ schnell, dass du, wie du gesagt hast, in der digitalen Bereich schon unterwegs warst, schon ziemlich früh, also hier steht 2000 bis 2014 und auch schon Apps und Web und Social Media gemacht hast, da war du ja dann scheinbar sehr früh dran auch, war dann auch früh mit dabei, oder?
Ja. Ja, ich hatte tatsächlich auch die Gerade in einem Fachverlag auch eine Situation, die sehr offen war. Das ist bis heute leider im Medienunternehmen nicht ganz selbstverständlich. Also wir hatten auch ganz klar den Auftrag, verschiedene Dinge einfach mal auszuprobieren, zu testen, wie passt das auf Geschäftsmodelle und so weiter. Ich hatte das ursprünglich als Stabstelle gemacht und es wurden immer mehr Leute, habe dann einen eigenen Bereich gehabt und wir haben tatsächlich, ich sage mal, Web-Technologien, Mobile-Technologien, wir haben im Bereich Social Media relativ viel gemacht, um einfach ein Gefühl dafür zu bekommen, was funktioniert eigentlich in einem Medienunternehmen, wie kann das umgesetzt werden und natürlich auch der Punkt Medien.
zahlt das irgendwann einmal auch auf das Business ein. Und da haben wir recht spannende Dinge unternommen. Das ist interessant. Spannend finde ich auch, dass du an der HDM Stuttgart als Lehrbeauftragter unterwegs bist. Da habe ich tatsächlich auch studiert, also kenne ich mich ganz gut aus in der Gegend.
Bist aber auch in der LMU in München. Wie verbindest du da deine Lehrtätigkeit mit Studium? dieser beruflichen Praxis, also gerade bei der HDM ist es ja super wichtig, dass alles sehr praxisorientiert ist. Was hast du da für Erfahrungen gemacht? Also im Endeffekt ist ja der Hintergrund der, ich bin ja nicht der Einzige von außen, der an den Unis lehrt, als Dozent aktiv ist, sondern Was ich inzwischen auch eine ganz gute Entwicklung finde, dass eigentlich alle Unis irgendwo hergehen, sich Praktiker von draußen holen, so nach dem Motto, erzähl mal den Studenten, Studentinnen, wie eigentlich da draußen das Business wirklich läuft, weil Uni ist ja für den theoretischen Unterbau zuständig.
Und insofern, ich bin tatsächlich, das soll jetzt kein Angeben sein, aber nur der Vollständigkeit halber auch an der Johannes Gutenberg in Mainz aktiv. Muss aber ehrlich sagen, also zum einen ist es so, Mir macht es großen Spaß, das, was ich gelernt habe, weiterzugeben. Ich hole aber auch sehr viel raus. Also gerade so im Projektarbeiten, was so die Studenten, Studentinnen da teilweise abliefern, muss ich sagen, wow, richtig cool und ziehe im Endeffekt auch selber Anregungen für meine Arbeit aus dem Ganzen. Also insofern, das ist diese berühmte Win-Win-Situation, die wir da haben.
Und es macht Spaß. Ja. Das hört man gerne. Als Ex-Student hört man das noch gerne tatsächlich. Das ist auch ein super guter Punkt.
Ich als Student war dann auch immer so ein bisschen, hoffentlich mehr am Zahn der Zeit als vielleicht manch einer der Dozenten und hat immer so ein bisschen auch Themen reingeworfen. Das finde ich super spannend in dem Bereich, weil im Publisher-Business, beziehungsweise in dem Bereich, in dem du so tätig bist, ist es ja auch so, dass viele Neuerungen kommen, gerade auch das ganze KI-Thema, worüber wir später noch ein bisschen sprechen werden. Da würde mich mal interessieren, wie sich so, gerade auch mit diesem Fokus auf das Lehren, wie sich so diese Branche, diese Publisher-Branche in den letzten Jahren jetzt entwickelt hat, was für Themen aufkamen, was für Themen vielleicht wieder eingestampft wurden und dein Blick auf diese ganze digitale Transformation, Innovation und neue Technologien? Also im Endeffekt muss man sagen, die Medienbranche hat ja den Ruf jetzt nicht so, ich sage jetzt Da muss man natürlich fairerweise dazu sagen, die ganze Branche basiert auf Geschäftsmodellen, die so, keine Ahnung, über 500 Jahre alt sind. Da ist es natürlich mit Veränderungen per se geht das nicht so schnell.
Aber ich sehe natürlich schon bei vielen Unternehmen und Kollegen und Kolleginnen, Ich sage mal einen aktiven Umgang damit und wirklich zu gucken, was bedeutet eigentlich digitale Transformation zum Beispiel für Produkte, für Geschäftsmodelle und so weiter. Zum Thema KI werden wir nachher noch was, weil da ist es wichtig. Verhalten etwas ungewöhnlich, neugierig, euphorisch. Ganz so geht man damit nicht um. Aber was tatsächlich inzwischen bei den Medien angekommen ist, digitale Transformation, ähnlich wie Internet, geht nicht mehr weg.
Also müssen wir gucken, wie wir damit umgehen. Und was man halt auch dazu sagen muss, ist, Und wir reden immer über die Medienbranche oder Verlagsbranche und da muss man ganz klar sagen, das ist eine Klammer, die so eigentlich nicht wirklich richtig stimmt. Also Verlag ist nicht gleich Verlag. Es gibt Buchverlage, die bestimmte Produkte und Handelswege haben. Es gibt Buchverlage.
Presseverlage, die zwar auch Papierprodukte haben, aber ganz andere Handelsstrukturen, auch intern ganz andere Strukturen haben und so weiter. Deswegen ist so der Vergleich da etwas so, die Medienbranche ist etwas langsam und träge. Das stimmt so per se ganz grundsätzlich nicht. Hängt aber auch von den einzelnen Bereichen ab. Also ich sage immer, ein klassischer Buchverlag, Thema digitale Transformation, Ist auf ganz anderen Ebenen und auch nicht so stark betroffen wie zum Beispiel die Presseverlage, die massiv zu kämpfen haben.
Also da gibt es schon einige Unterschiede. Ja, das haben wir bei uns intern auch gemerkt, dass auch allein schon die Differenz oder diese Diskrepanz zwischen Verlag und Regionalverlag extrem riesig ist, dass man auch das nicht in Einzelhandel, eine Schublade stecken kann. Von dem her ist ein ganz interessanter Punkt, den du hier machst, dass man das eigentlich gar nicht groß in Klammern packen kann. Das ist super unterschiedliches. Genau, du bist ja auch Gründer und Herausgeber dieses Digital Publishing Reports und da wäre mir interessant zu hören, gerade auch mit diesem Hinblick jetzt darauf, was du gerade erzählt hast, was dich da initial dazu motiviert hat, diesen Schritt zu gehen, weg von den eigentlichen Verlagen hin zu okay, ich mache was Eigenes, kümmer mich um dieses ganze Digital-Thema, auch wirklich rein digital, weil so wie ich gesehen habe, habt ihr ja keine Print-Magazine, sondern rein digitale Veröffentlichungen.
Also insofern sind wir eigentlich Nutznießer dieser digitalen Transformation, aber fangen wir vorne an, was war denn die Motivation? Tatsächlich war es ein Stück weit die Erkenntnis, dass es einen ziemlichen Gap zwischen, ich sage mal, Technologie, Entwicklung und so weiter und den, jetzt sage ich selber mal verallgemeinend, Medienunternehmen gibt. Da war einfach nur Haubedarf. Wie kann ich bestimmte Dinge, welche Relevanz hat das für mich? Keine Ahnung, KI um die Ecke, muss ich mich damit beschäftigen oder zieht die Karawane weiter?
Da haben wir schon gesehen, dass es eine echte Lücke gibt. Relativ viel, was so an Publikationen unterwegs war, hat er oft, da können wir auch nichts dafür, aber so Verbandshintergründe oder Handelshintergründe, die halt nur einen Aspekt abdecken und wir haben gesagt, Wir kümmern uns, weil das auch in unserer eigenen, ich sage jetzt mal, DNA liegt, A, nur um digitale Themen im weitesten Sinn. Das hat natürlich, da sind natürlich Geschäftsmodelle und Strategien und so weiter inkludiert. Auf der anderen Seite, was ich vorher meinte, waren wir Nutznießer. Heutzutage ist es einfach zu publizieren ungleich einfacher.
Also das ist das Wichtige, was für Leute hast du. Was für Ideen hast du, was für Produkte hast du dir überlegt und weniger das Thema Invest, Druckerei, Handelswege und so weiter und so fort. Und wenn wir schon drüber reden, dann müssen wir das selber ja im eigenen Leib irgendwie auch mal ausprobieren und mal durchdeklinieren. Deswegen sind wir wirklich, also das... Digital Publishing Reporters, Digital hat schon seine Berechtigung.
Also alles, was wir machen, die E-Journals, die Newsletter, unser Marketing oder unser Kerngeschäft, digitale Events, ist alles digital. Ja, ist auch schön zu hören, dass das so ist. Es gibt ja auch verschiedene Beratungsunternehmen und Consultancy-Unternehmen, die dann Dinge predigen, die sie selber nie wirklich gemacht haben. Das ist ja viel wichtiger, dass man da irgendwie auch dran ist und dasselbe auch, wie du gesagt hast, am eigenen Leib gespürt hat, erfahren hat. Ja, also es ist natürlich die Erfahrung, die wir gemacht haben, sind natürlich jetzt auch nicht auf alle, haben wir wieder das Thema alle Medien übertragbar gemacht.
Aber es ist ein Modell, mit dem wir heutzutage und das, da kommen wir wieder zu dem Thema Studenten, Studentinnen, was ich da auch immer gerne rein vermittel von wegen, lasst euch nicht aufhalten. Wenn ihr eine coole Idee habt, macht das einfach mal, weil Technologiekosten, Grenzkosten gehen immer mehr gegen null. Macht einfach mal, keine Ahnung, einen Content Newsletter oder einen Podcast oder eine Eventreihe oder sonst irgendwas, weil Invest ist völlig überschaubar. Definitiv. Wie sieht denn dein Alltag so bei euch in der Firma aus?
Also was sind so deine Aufgaben? Was machst du noch selbst? Was gibst du ab? Also mein Alltag beginnt oder mein Tag beginnt tatsächlich mit einer kräftigen Tasse. Da haben wir es wieder Kaffee.
Wir sind als Team dezentral aufgestellt, also völlig remote. Ich sage mal, Zoom, Slack und E-Mail reicht eigentlich für fast alle Dinge, die wir intern, aber auch mit extern zusammen machen. Entsprechend bin ich viel in Zoom-Calls unterwegs. Ich schreibe sehr, sehr viele E-Mails. E-Mail-Korrespondenz nimmt immer einen großen Teil ein.
Also das jetzt mal so vom Organisatorischen. Und ansonsten ist natürlich meine Aufgabe auf der einen Seite Thema Know-how, einfach zu gucken, wie, wo entwickeln sich Dinge, die für unsere Community, unsere Zielgruppe relevant sind. Das ist mal so der eine Punkt. Und natürlich die Organisation unserer ganzen Aktivitäten, Produkte. Also konkret, wir haben nächste Woche ein größeres, haben wir zwei größere Digitalevents.
Eins eher technisches Thema, eins ist ein internationales Digitalevent. Und da machen wir halt auch so banale Dinge wie überlegen, welche Agenda stellen wir drauf, welche Speaker holen wir rein, mit denen dann die Themen besprechen, mit denen Dinge machen wie Onboardings und so weiter. Und dann halt auch solche Events durchführen, moderieren und so weiter und so fort. Vermarkten gehört mit dazu. Also relativ viel Digitalmarketing ist bei mir angesiedelt.
Das sind so die Dinge, mit denen ich mich jeden Tag freudig herumschlage. Ja, ist super interessant auf jeden Fall. Da kommt bei mir noch so ein bisschen die Frage auf, wie viel Prozent von deiner Zeit sich damit beschäftigt, quasi neue Themen sich anzuschauen und ein bisschen da reinzulesen, weil ihr seid ja hoffentlich dann auch nochmal einen Schritt voraus vor den anderen. Jetzt haben wir es wieder verlagen, in welcher Richtung auch immer. Genau, da wäre mal so interessant, wie du dich up-to-date hältst, also was du so für ein Optimalist bist, wie du schaust, dass du immer am Zahn der Zeit sozusagen bist.
Das ist so diese berühmte, wie viel Zeit investieren Sie in den F&E-Bereich, nicht F&E. Die liegt bei mir, also um mal so eine Zahl zu geben, wahrscheinlich eher Also bei 30 Prozent der Rest ist wirklich Arbeiten, Olga und so weiter, wobei das auch nicht Nicht-Arbeit ist. Aber auch so, ich sage mal, Austausch gehört natürlich relativ viel dazu, weil wir holen auch relativ viel aus unserer Community, wo wir einfach mit den Leuten reden, so nach dem Motto: Okay, was haben wir gerade für spannende Projekte, um daraus dann wieder Dinge rauszuziehen, die wir dann über unsere Kanäle an andere weitergeben kann. Aber es ist tatsächlich ein wichtiger Teil. Ich weiß noch, in den Organisationen, in denen ich früher aktiv war, da war das immer etwas schwierig, weil ich sage mal, das Operative dann, da lagst du dann bei 120 Prozent, da bleibt nicht mehr viel für.
Aber da das unser Kerngeschäft und Hauptgeschäft ist, zu wissen, was passiert denn eigentlich gerade da draußen, hat das im Verhältnis für mich. verglichen mit der Vergangenheit einen relativ hohen Anteil und macht auch Spaß. Das wollte ich gerade sagen, dann macht es auch doppelt Spaß, wenn man sich auch mit den ganzen neuen Themen so ein bisschen beschäftigen darf. Wir haben jetzt ja viel gesprochen darüber, was ihr so beim Digital Publishing Report macht, was eure Aufgaben sind und was dein Alltag auch ist. Ein großes Thema, was ja irgendwie alle bewegt und auch viel Aufmerksamkeit bedarf, um überhaupt mithalten zu können, was so der neueste Stand ist, ist ja das Thema KI.
Wie stark beschäftigt ihr euch da aktuell damit? Wie präsent ist das bei euch im Unternehmen? Also da haben wir eigentlich beim Thema KI zwei Seiten der Medaille. Das eine ist, dass wir uns natürlich, weil das ein... Ein echt wichtiges Thema ist, was sehr, sehr viele Dinge im Guten wie im Bösen zukünftig verändern wird, auch über die Medienbranche hinaus.
Thema von vorher müssen wir uns natürlich und wollen wir uns damit auch beschäftigen. Und wir selber, so der Anspruch, Dinge auch mal selber auszuprobieren, setzen das tatsächlich auch in relativ... vielen Stellen ein. Also was weiß ich, Summaries für Artikel, Moderationstext, ganze Artikel auch mal schreiben lassen. In der letzten E-Journal-Ausgabe hatten wir einen Artikel über RAC, also Retrieval Augmented Generation.
Der ist komplett KI geschrieben. Und Solche Dinge machen wir schon, was wir natürlich auch machen, was aber viele andere inzwischen auch tun, ist das ganze transparent machen. Uns geht es ja darum, wenn wir ja zum Beispiel so eine KI-geschriebene Zusammenfassung haben, dass wir die kennzeichnen, damit die Leute ganz trivialen Artikel lesen können und dann mal gucken können, okay, was waren denn für die KI-Faktoren? eigentlich so die Hauptpunkte, ist das deckungsgleich mit dem, was ich da gemacht habe. Also insofern probieren wir da relativ viel aus.
Würden auch gern mehr ausprobieren, aber natürlich hat auch unser Tag nur 25 Stunden. Ja. Das ist sehr gut. Wie siehst du denn generell dieses KI-Thema im Hinblick auf Zukunft von Journalismus, Medienproduktion, Verlagsthemen? Also du hast jetzt gesagt, es ist eine zweiseitige Medaille, wie bei vielen Dingen.
Denkst du, es ist eher Fluch oder eher Segen? Das wäre jetzt die berühmte Kristallglaskugel bemühen. Lustigerweise, ich rede mit vielen Kollegen und Kolleginnen in der Branche darüber und auch da trennt sich das irgendwo, dass es natürlich die einen gibt, die sagen, okay, also was passiert mit meinem Job in Zukunft? Dass wir die Situation haben, dass wir sagen, okay, ist ja schön, was die KI macht, aber die macht das eigentlich mit den Dingen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben. Content kriegen wir nicht honoriert.
Gleichzeitig auch die Frage, ich sage mal, wie so im Content-Generierungsbereich wirkt. Wie geht die Situation weiter mit Honoraren? Es gibt relativ viele Dinge, die auch schon komplett KI-basiert passieren, wo Mensch eigentlich auch gar nicht mehr notwendig ist. Und auf der anderen Seite natürlich die, die sagen, und das ist auch völlig berechtigt, dass die Menschen, die sich in der Situation befinden, Das hält uns den Rücken frei für das, was wir eigentlich sind, nämlich Kreative. Das heißt, wir können Dinge dahin delegieren, was weiß ich, im Podcast die ganzen Äs und Ös automatisiert rausschneiden, bringt mir dann wiederum so viel Zeit, dass ich dann vielleicht nochmal einen neuen Podcast machen kann oder einfach mal recherchieren, was für spannende Leute gibt es.
Also insofern ist es Segen und Fluch, auf welche... Seite, das am Ende des Tages geht, da ist dann wahrscheinlich der Medienbereich auch gar nicht so interessant, sondern eher der gesellschaftliche Bereich und Diskurs, wo wir einfach gucken müssen, wo gehen wir als Gesellschaft hin. Also wir haben ja mit digitaler Kommunikation, wie man gerade wieder sieht, schon genügend Schwierigkeiten als Mensch damit umzugehen, irgendwie vernünftig und anständig. Was dann passiert, wenn KI da mal richtig reinbratzelt, das muss man einfach gucken. Ja, das ist ein guter Punkt auf jeden Fall.
Bei uns ist es auch so, wir hören ja auch immer viel in die Unternehmen rein, gerade Regionalverlage in unserem Fall. Und das ist auch super interessant, wenn man dann dieses KI-Thema anspricht oder wenn man Feedback kriegt zu dem Thema KI, dass es in dem Bezug, was du jetzt gerade gesagt hast, auch ein bisschen Zeit freiräumt. Wir haben tatsächlich Personen aus der Redaktion, die sagen, eigentlich ist es ja eine Utopie, dass sie sich wie früher darauf fokussieren können, wertvolle in welche richtung das auch immer geht politisch was auch immer wertvolle inhalte zu erstellen zu recherchieren wirklich qualitativen schule journalismus zu betreiben und diese diese erstellung von inhalten in verschiedenen formaten für diese unendlichen plattform auf die man das verpublichen muss in jedem jeweils im eigenen format wenn man so was automatisieren könnte dass diese ganze zeit die sie darauf verwenden einfach nur sachen zu recyceln per Hand, das automatisieren könnte, über KI steuern könnte und dann wirklich wieder Zeit hat für das, was sie eigentlich in ihrer Zeit wirklich gelernt haben und worauf sie sich spezialisiert haben, was ihnen Spaß macht, dass das wieder rauskommt und dass sie da wieder viel mehr Zeit für haben, was wir gehört haben, echt eine utopische Situation, weil dann macht Arbeit natürlich auch wieder viel, viel mehr Spaß, wenn man sich darauf fokussieren kann. Naja gut, das ist diese Büchse der Pandora, die wir so im Kontext digitale Transformation natürlich geöffnet haben. Also viele Kanäle, die eigentlich bespielt werden müssen, immer granulare Interessen bei der C-Gruppe, die sagt so, ich sage mal eine Zeitung für alle.
Ist nicht mehr interessant, sondern ich habe spezielle Interessen, die möchte ich bitte abgedeckt haben. Da kann KI natürlich massiv unterstützen auf der Prozessebene. Man muss natürlich dann auch immer im Auge haben, so von wegen, wo ist denn da eigentlich die Grenze? Und ich würde mal behaupten, bei der Entwicklung, die KI gerade hinlegt... So diese Trennung zwischen menschlicher Edelfeder und KI so als Hausgebrauchs-Robot, Text-Robot, das kann auch ganz schnell verschwimmen, vor allem vor dem Hintergrund, da muss man auch mal ganz klar sagen, relativ viel, was bisher vom Menschen generiert wurde an Content, kann die KI einfach besser.
Weil das war kein Edelfeder-Journalismus, der da in der Vergangenheit immer passiert ist. Ist so. Also ich sage mal, die PA-Meldung umschreiben im Pressebereich, das kann die KI schneller und besser. Dann ist halt die Hoffnung, dass dann die Leute irgendwie nicht, wie sagt man heutzutage, freigestellt werden, sondern andere, spannendere Aufgaben kriegen. Das ist eine Wette, Und da wissen wir noch nicht, wo die Reise hingeht.
Ja, du hast ja auch gemeint, gerade zu dem Thema auch nochmal, du hast ja gerade gemeint auch, dass ihr bei euch im Unternehmen auch schon einen Test gemacht habt, mit geschriebenen Artikeln über die KI. Da ist so ein bisschen die Frage ja auch immer, okay, ist das dann wirklich euer Inhalt? Sind das eure Inhalte, weil ihr die ja quasi nicht erschaffen habt? Wem gehören diese Inhalte und was geschieht? Gibt es im Endeffekt auch zu beachten bei der Nutzung von solchen Inhalten?
Kann ich einfach veröffentlichen? Was ist da eure Erfahrung? Naja, also wir haben eine rechtliche Situation, wobei ich gleich mal ein großer Disclaimer, ich kein Jurist. Wir haben die rechtliche Situation, die halt schlicht und ergreifend sagt, alles was eine Maschine generiert, kann keine Urheberrecht, das ist kein Schöpfer, da ist keine Schöpfungshöhe dahinter. Das heißt, da kann jetzt kein Urheberrecht oder sowas dahinter hängen.
Insofern, das muss man halt einfach wissen, wenn man mit solchen Texten oder im Bildbereich oder im Videobereich und so weiter agiert. Eigentlich sind wir da auf vielen Ebenen immer noch in einem, ich möchte nicht sagen rechtsfreien, aber doch rechtsunsicheren Raum. Wir haben ja so Aktivitäten wie AI Act und hin und her und was weiß ich was. Ich denke, da wird es ja irgendwann einmal vernünftige Lösungen geben. Und wie gesagt, was uns halt einfach wichtig ist, ist auch im Sinne von Vergleich transparent machen, was von uns generiert wurde in der Redaktion und was die KI macht.
Und wenn jetzt jemand diesen, nehmen wir das Beispiel von diesem Artikel über Rack, wenn denn jetzt jemand so nehmen würde, könnte ich mit hoher Wahrscheinlich gar nicht nachweisen, dass er von uns ist, weil ich glaube, wenn jemand anderes zum Beispiel Chat-TVD fragt, schreibt man einen Artikel über Rack, kommt wahrscheinlich genau das Gleiche raus, was wir da haben. Ja, geht natürlich immer auch ein bisschen um dieses Schöpfungsthema, dass man Kreativität reinbringt, aber vor allem geht es einem... Ja, auch wenn der Mehrwert, den der Leser oder die Leserin in dem Fall dadurch hat und wenn der Mehrwert genauso groß ist oder sogar vielleicht größer, wenn das ein KI-generierter Text ist, dann steht halt eigentlich so die ethische Frage im Raum, ist es denn nicht sinnvoller oder vielleicht sogar besser, wenn die KI die Texte schreibt und keine Person mehr in dem Fall dann. Ist auch wieder Schwarzmalerei. Ja, nicht zwingend Schwarzmalerei, aber das sind halt so Dinge, mit denen müssen wir uns einfach auseinandersetzen.
Und das sind ja ganz skurrile Dinge, wo setze ich eigentlich Schöpfungshöhe an? Wo ich persönlich sagen muss, manchmal ist man auch schnell dabei, menschliche Kreativität zu überschätzen. Da muss man auch mal realistisch sein. Aber solche Dinge wie jemand, der irgendwie, keine Ahnung, ein Bild kreiert mit der KI, mit dem Prompt arbeitet bis zum Umfallen und die Situation hat, es hat immer noch keine Schöpfungshöhe. Da muss man halt dann wirklich sagen, was ja der Fall ist.
Es gab ja ein Gerichtsurteil dazu. Da muss man halt dann sagen, okay, da muss man vielleicht in Zukunft etwas genauer hinschauen. Vielleicht haben solche Promptstern auch schon eine gewisse Schöpfungshöhe und so weiter. Das ist so der Punkt, wo ich ganz froh bin, dass ich kein Jurist bin. Auf der anderen Seite muss man sagen, der Berufsgruppe geht die Arbeit in Sachen KI in Zukunft nicht so schnell aus.
Das stimmt wohl. Gerade auch nochmal zu dem Thema, du hast ja heute, ich sage es nochmal für die Podcast-Hörer, am 8. Mai was auf LinkedIn gepostet. Das passt perfekt zu dem ganzen Thema. Ich lese es einmal kurz vor, den Titel, den du dem gegeben hattest.
OpenAI will 2025 ein Tool namens Media Manager veröffentlichen, das es Urhebern ermöglichen soll, das Training von KI zu blockieren. Da gab es ja dieses große Thema mit der Times, die sich da dann... gerümpft haben, beziehungsweise aufgestanden sind und gesagt haben, so geht das nicht, wir gehen einen Rechtsstreit. Was hältst du davon? Also Open Air ist ja eigentlich eine schnelle Firma, die Dutzende von Funktionalitäten veröffentlicht pro Jahr inzwischen.
2025 ist jetzt ja kein sehr naher Zeitraum, Was hältst du von diesem ganzen Thema? Ja, also sagen wir mal, da gibt es mehrere Ebenen. Also zuerst fange ich mal mit dem PS an, mit dem Nachsatz, weil dieser Text, den du auf LinkedIn gesehen hast, ist tatsächlich von der KI generiert. Also ich bin hergegangen, ist ja von Venture Beat, ein Originalartikel in Englisch, habe dann reinkopiert und habe geschrieben, okay, fassen wir den mal zusammen. Das mache ich bei relativ viel, das erleichtert mir so im F&E-Bereich natürlich die Arbeit.
Einfach mal reinschmeißen, mal gucken, okay, das könnte ganz spannend sein. Da gehen wir mal vertiefend ran. Also das auch nur so als Beispiel. Das war nicht nur der Herr Mayer, sondern da war auch KI-Zugange. Aber zurück zum Thema, was heißt das eigentlich?
Also im Endeffekt ist es natürlich so, dass das vor allen, ich sage jetzt mal anhängigen juristischen Auseinandersetzungen natürlich erstmal von OpenAI ein kluger Schachzug ist zu sagen, von wegen "Hey, übrigens, wir bauen da etwas, da kriegt ihr liebe Creators wieder die Hoheit über eure Inhalte. Weil ich sage mal, im Umkehrschluss könnte es gut sein, dass OpenAI irgendwann einmal dann doch mal massive Schwierigkeiten kriegt im Sinne von Fremdinhalte verwerten. Auf der anderen Seite finde ich halt diesen Zeitraum bis 2025, wenn überhaupt, hochinteressant, weil... Bis dahin, jetzt hat man den Leuten mal gesagt, okay, euer Problem wurde erkannt, wir bieten euch da eine Lösung, aber bis dahin baggern die natürlich weiter in den Tiefen des ganzen Contents, der gerade weltweit produziert wird. Das ist ja das, was auch diese ganzen großen Anbieter ausmacht.
Im Endeffekt eine Menge an Trainingsdaten, die größtenteils von uns generiert werden. Also insofern, ich sehe das eher als Verteidigungshaltung und wenn die wirklich so ein Tool bauen, ist es ja nur gut, wenn, ich sage jetzt mal, wir wieder die Hoheit über die Verwendung unserer Inhalte bekommen. Aber man muss natürlich auch ganz klar sagen, dass Open AI ja nicht das einzige Unternehmen, dass die Unternehmen, die da aktiv sind, natürlich andere auch etwas divergierende Zielsetzungen haben. Ähnlich wie Google in der Vergangenheit ja auch oder Meta, Facebook und so weiter. Damit muss man einfach leben.
Ja, definitiv, definitiv. Ja, dann wir spannen nochmal ganz kurz gegen Ende den Bogen zu dem eigentlichen Titel auch des Podcasts oder des Gesprächs mit dir und zwar sind deiner Meinung nach die Verlage, jetzt haben wir es wieder, die Verlage auf dem richtigen Weg beim Thema KI, sind die da, also machen die sich genug Gedanken beziehungsweise auch, Aus deiner Sicht, was wäre dein Ansatz oder was wäre deine Strategie, um diese KI-Welle irgendwie meistern zu können als Verlagstitel, Verlagsgruppe, je nachdem, wer danach auch wirklich der Ansprechpartner ist? Also ich hatte ja ganz am Anfang mal gesagt, dass sich gerade Medienunternehmen, aber viele andere auch, etwas atypisch verhalten. Also nicht so reserviert, sondern ich muss wirklich sagen, ich war etwas überrascht, mit welcher Offenheit und Neugier viele anderes Thema rangegangen sind, was einerseits schon mal eine ganz gute Grundhaltung ist, Neugierde. Es ist natürlich das passiert, was immer passiert bei technologischen Neuerungen.
Also ich zitiere immer gern den Roy Amara, der meinte von wegen, dass wir so auf kurze Sicht gerne überschätzen würden, welche Auswirkungen neue Technologien haben, aber auf lange Sicht unterschätzen. In die Falle tappen wir alle immer wieder rein, da sind wir gerade mittendrin. Und relativ viele Medienunternehmen haben sich natürlich auch mit Wonne auf diese ganzen Tools gestürzt. Es gab natürlich auch Ich sage mal, wenn man solche neuen Entwicklungen und Trends hat, natürlich auch eine Menge Leute, die sich da entsprechend mit ihren Geschäftsmodellen beratungstechnisch positioniert haben, ist ja auch völlig legitim. Ich denke mal, was wirklich wichtig ist, ist, wenn Medienunternehmen jetzt einen Schritt zurücktreten, nicht im Sinne von Finger weg.
sondern eher sagen: Okay, jetzt ist die Spielphase eigentlich vorbei. Und wie kriegen wir diese Möglichkeiten, die wir haben, mit Blick auf die Nachteile natürlich, wie kriegen wir das in unsere Prozesse integriert? Wie können wir Produkte verbessern, vielleicht neue Produkte machen? Also für Nutzer, Nutzerinneninteressen spezifischer zugeschnitten und so weiter. Also insofern wäre mein Rat, Leute, ihr könnt gerne weiterspielen, aber kümmert euch mal ernsthaft darum, wie kriegt ihr das eigentlich ins Unternehmen rein und das machen ja tatsächlich auch relativ viele gerade.
Ja, das ist ein guter letzter Punkt dazu. Wir stellen zum Schluss noch gerne zwei Fragen immer an unsere Gäste. Das erste wäre, wonach ihr in dem Fall beim DPR aktuell sucht, wie man euch unterstützen kann und auch wie man dann dich in dem Fall zum Beispiel erreichen kann, wenn man sie melden möchte. Mhm. Also unterstützen ganz grundsätzlich immer gerne auf unterschiedlichsten Ebenen.
Also wer seine Arbeitskraft für geringen Lohn zur Verfügung stellen will, soll sich sofort, nein, Scherz beiseite. Also im Endeffekt ist es so, was uns immer hilft, ist Input. Weil wir arbeiten und agieren ja nicht im luftleeren Raum. Also wenn Medienschaffende, wenn die Community sagt: "Okay, das ist ein Thema, da solltet ihr euch mal drum kümmern." Oder wenn wir mit Leuten zu tun haben, was tatsächlich oft passiert, was auch sehr angenehm ist, sie sagen: "Okay, ich habe da ein Thema, mit dem habe ich mich beschäftigt, da würde ich gern bei euch was publizieren." In welcher Form, sei es ein Digitalevent oder E-Journal, auch immer. Das sind solche Dinge, die bringen uns tatsächlich weiter.
Und was das Thema Kontaktieren angeht, gibt es natürlich immer noch die gute alte Tante E-Mail. Die funktioniert immer noch recht gut. Und ansonsten, ich wollte gerade sagen, oder früher sagte ich immer über die üblichen sozialen Netzwerke, weil ich in allen vertreten war. Da präferiere ich inzwischen, weil wir auch im B2B-Bereich unterwegs sind, ganz klar LinkedIn-Netzwerke. weil mir die anderen Kanäle inzwischen teilweise etwas in diesem Algorithmenrausch auf den Keks gehen und da bin ich nicht mehr so aktiv.
Also insofern E-Mail, LinkedIn, die ganz Verwegenen können sogar anrufen. Also insofern, es gibt noch ein paar Kanäle. Nicht schlecht. Genau, letzte Frage für heute. Wie siehst du die deutsche Medienbranche in den nächsten fünf bis zehn Jahren?
Oder wie sieht die deutsche Medienbranche in fünf bis zehn Jahren für dich aus? Das ist eine Frage, die ich in einem anderen Kontext immer gerne mal zu hören kriege im Sinne von, und da sieht man jetzt wieder das universitäre Umfeld, wie lange wird es das gedruckte Buch geben? Und ich gebe dann immer so für die Älteren so eine Radio Erivan Antwort: Ja, aber. Also zum einen ist es so, Thema von vorher, Verlag nicht gleich Verlag, es wirkt sich unterschiedlich aus. Fachmedien sehen sich oft gar nicht mehr so als klassische Verlage, die gehen da auch einen ganz stark digitalen Weg.
Es gibt andere Bereiche, abseits allen digitalen, die im Medienbereich eine große Rolle spielen, also solche Dinge wie Marktkonzentration. Das sehen wir bei den Buchverlagen, das sehen wir aber auch bei den Presseverlagen, wo gerade ein mittelgroßer bis kleiner Buchverlag, regional Verlag aufgekauft wird von einem größeren oder Printprodukte eingestellt werden und nur noch digital. Im Buchbereich haben wir die Situation Marktkonzentration und Veränderung der Distribution, also Buchhandel ganz stark. Da haben wir eine ähnliche Situation, dass inzwischen glaube ich so 20 Unternehmen 80 Prozent des Distributionsmarktvolumens haben. Also insofern haben wir da auch Situationen, die auch gefährlich werden können, auch für, ich sage mal, journalistische Vielfalt, die aber mit Digitalisierung jetzt gar nicht so viel zu tun haben.
Das ist eher Marx und der Kapitalismus, was da zuschlägt, sage ich mal. Und was mir immer ganz wichtig ist, wie sehe ich so die Medienbranche? Ich hatte ja vorher 500 Jahre Vergangenheit und Erfahrung in der Produktgestaltung. und auch Nutzerinteressen verändern sich nicht so schnell. Das heißt, in fünf bis zehn Jahren werden wir die Entwicklungen, die wir jetzt schon sehen, eigentlich schon lange sehen, die werden halt weiter fortschreiten, aber es wird nicht so sein, dass es in fünf bis zehn Jahren keine gedruckte Zeitung mehr, kein gedrucktes Buch mehr gibt.
Und selbst wenn, da geht die Welt ja nicht unter davon. Ja, im Journalismus gibt es ganz andere Aufgaben, nämlich zum Beispiel Lokaljournalismus stärken. Nicht, dass wir so wie in den USA diese News Deserts haben und Journalismus als gesellschaftlich tragende Kraft irgendwie zu erhalten. Das ist viel wichtiger als die Frage, in welcher Produktform passiert das eigentlich. Also, sehr lange, konfuse Antwort auf deine Frage.
Vielleicht in kurz sehe ich so die Entwicklungen, die wir jetzt schon sehen, die werden weiter voranschreiten. Marktkonzentration, Digitalisierung und so weiter und so fort. Aber es wird auch in fünf bis zehn Jahren noch Verlage geben. Sehr, sehr schöne Zusammenfassung. Danke dafür nochmal.
Genau, das wäre es auch tatsächlich. Hat mir sehr viel Spaß gemacht, Steffen. Vielen, vielen Dank für deine Zeit, dass du hier warst und vielleicht bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Danke für die Einladung.
Ciao.