Brudiland: Das KI-gestützte News Experiment
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In der heutigen Folge spreche ich mit dem Geschäftsführer der Vaduzer Medienhaus AG und Verwaltungsratspräsident der Agentur für Internationale Bildungsangelegenheiten, Daniel Bargetze, über das spannende Projekt "Brudiland", und wie künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, neue Zielgruppen zu erreichen.
Erwähnt in der Folge
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Wir müssen dranbleiben. Wir müssen auf den Kanälen sein, wo unsere Konsumenten sind. Wir müssen die Inhalte so aufbereiten, wie sie es wollen und nicht, wie wir es für richtig halten. Heute zu Gast ist der Geschäftsführer der Vaduzer Medienhaus AG und Verwaltungsratspräsident der Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten, Daniel Bargetze. Mein Name ist Tim Großmann und herzlich willkommen bei Ressort21.
dem Podcast über Innovationen in der Verlags- und Medienwelt. In der heutigen Folge sprechen wir mit Daniel über das spannende Projekt Bruniland und wie künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, neue Zielgruppen zu erreichen. Genug erzählt, viel Spaß bei der Folge. Moin Daniel, wie geht's dir? Ja, hallo, nach Kiel.
Hallo Daniel. Vielen Dank für die Einladung und schöne Grüße aus Vaduz, aus dem Fürstentum Lichtenstein. Ja, super interessant. Erster Gast außerhalb von Deutschland. Bin super gespannt, wie da die ganze Sache so in Lichtenstein läuft und was du so zu erzählen hast.
Warst du denn davor schon mal in einem Podcast zu Gast? Also ich war noch nie in einem Podcast direkt zu Gast, aber ich habe mal selbst einen gemacht. Wir vom Verdutzer Medienhaus sind uns natürlich bewusst, dass wir auch von den klassischen Verlagsprodukten uns ein bisschen erweitern müssen. Ich dachte, ich gehe da mit gutem Beispiel voran und habe mit einer Mitarbeiterin einen Podcast aufgesetzt. Den gab es ein Jahr lang.
Die Hoffnung war ein bisschen, dass das dann überschwappt auf die Redaktion und dann weitere Folgen werden. Ist nicht passiert. Und ja, im Moment haben wir andere Projekte, da sprechen wir dann später noch dazu. Und deshalb haben wir jetzt erstmals leider wieder keinen mehr. Aber ja, tatsächlich, es gab dann etwa 53 Podcast-Folgen, die ich dann bestritten habe.
Also würde jetzt sagen, ich bin kein Anfänger in dem Thema. Wow, 53 ist schon eine gute Nummer. Da müssen wir noch ein paar aufnehmen, bis wir dahin kommen. Aber da ist ja auch ein anderer Kontext. Genau, du hast ja eine relativ große, lange Vergangenheit in dem ganzen Medienbranchen-Business sozusagen und schon viel gesehen.
Ich habe gesehen, von traditionellen Medienhäusern bis hin zu jetzt relativ neu innovativen Bildungsagenturen. Was war so dein erster Kontakt mit der ganzen Branche? Wie hat es sich da rein verschlagen und wie kam das Interesse für die Branche zustande? Das war tatsächlich sehr früh der Fall. In der Primarschule habe ich eine Schülerzeitung gegründet.
Also in meinem Dorf, man muss sich das alles sehr ländlich vorstellen in Liechtenstein und speziell auch in meinem Heimatdorf in Schellenberg heißt das. knapp 1000 Einwohner. Und ja, in der Primarschule war mein Interesse für Medien schon sehr gross. Also zum Beispiel, wenn es eine Strafarbeit gab, damals musste man Seiten abschreiben. Das war so ein klassisches, also wenn man sich nicht ordentlich verhalten hat im Unterricht, dann musste man einfach drei Seiten schreiben, oder?
Dann musste man einfach etwas abschreiben. Und ich habe dann meistens das aus dem Fokus, aus dem Nachrichtenmagazin genommen. Vielleicht dadurch, ich weiß nicht mehr recht, ob das Interesse am Fokus vorher da war oder ob es dadurch kam, kam ich mit den Medien in Berührung und daraus resultierte dann wirklich, also in der vierten Klasse, wir haben fünf Jahre Primarschule, habe ich dann mit zwei weiteren Mitschülern eine Schülerzeitung gegründet. Und seither ist es natürlich ungebrochen gewesen, das Interesse an den Medien. Ich habe dann auch Journalismus und Kommunikation studiert zunächst.
Dann habe ich an der HSG Betriebswirtschaft studiert, also genau genommen International Affairs, also eine Wirtschaftsuniversität. Ja, und deshalb ist es jetzt eigentlich auch nicht überraschend, dass ich die Kombination von beidem mache und einen Verlag leiten darf. Ich verstehe was vom inhaltlichen Teil, vom redaktionellen Teil und muss natürlich auch die Zahlen im Griff haben als Geschäftsführer. Spannender Lebenslauf auf jeden Fall. Hört sich so ein bisschen an, als ob da so ein bisschen Unternehmertum dann auch schon in den Wurzeln steckt, wenn man so früh dann auch schon...
Ja, wobei ich zugeben muss, wirtschaftlich war die Schülerzeitung, glaube ich, kein Erfolg. Weil das habe ich erst, das ist wirklich, ich habe das erst Jahre später realisiert. meine Mutter hat immer die Kopien erstellt. Also es war natürlich A4 Papier einfach und meine Mutter hat die Kopien erstellt. Und die musste sie irgendwo, damals hatte man natürlich noch keinen Kopierer zu Hause, einfach rumstehen.
Die musste sie bei einer Druckerei machen lassen. Diese Kosten hat sie uns natürlich nie weiter verrechnet. Das hat also in der Erfolgsrechnung natürlich definitiv gefehlt, diese Aufwandsposition. Und die ist ja nicht unbedeutend bei einem Printerzeugnis, die Druckkosten, genau. Das stimmt, das stimmt.
Du bist ja seit fast einem Jahr jetzt auch Verwaltungsratspräsident der Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten und gleichzeitig Geschäftsführer der FADUZA. Wie verbindest du diese beiden Rollen? Gibt es da Überschneidungen? Dinge, die du sozusagen recyceln kannst für beide Bereiche? Also ein Stück weit sollte ich sie nicht verbinden, weil unser Land ist klein und die Organisationen sind klein.
Da muss man natürlich aufpassen, dass man keine Interessen vermischt. Und trotzdem, wie du sagst, ergänzt sich das natürlich sehr gut. Also Verwaltungsratspräsident vielleicht ist in Deutschland ja das, was ein Aufsichtsratsvorsitzender ist sozusagen, aber bei der Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten handelt es sich um eine relativ kleine Organisation. Die Organisation ist zuständig für die Mittel von der Bildungsversicherung. Also Lichtenstein ist ja im europäischen Wirtschaftsraum, nicht ganz in der EU.
Das ist so EU-Light quasi, wenn man es einfach sagen würde. Und wir partizipieren da auch an den Forschungs- und Förderungsprogrammen von der Europäischen Kommission. Und die Agentur ist dafür zuständig, diese Mittel zu verteilen quasi, also die Anträge zu prüfen, die aus Lichtenstein kommen. Ja. genau, und das zu tracken und zu kontrollieren.
Und da gibt es aber natürlich schon Überschneidungen. Die Agentur muss natürlich aufmerksam machen auf sich, muss auch auf Social Media tätig sein. LinkedIn ist ganz ein grosses Thema da zum Beispiel, weil ja interessante Projekte gewonnen werden wollen oder Projektträger, dass sie wirklich... attraktive Projektträger bewerben. Das sind natürlich Gemeinsamkeiten und aber natürlich auch die Themen, also es geht jetzt um Digitalisierung da natürlich auch, es geht um Bildung, es geht um diese ganzen Megatrends, die wir natürlich in der Medienbranche auch feststellen.
Ja, verständlich, ja. Digitale Transformationen, diese Digitalisierung sind ja auch ein Riesenthema jetzt in der generellen Medienbranche, wie du sagst, und auch tatsächlich in der Verlagsbranche. Ja. Das Vaduzer Medienhaus ist ja in Lichtenstein eins der relevantesten Medienhäuser bzw. Verlagsunternehmen.
Wie habt ihr so die Digitalisierung in den letzten Jahren erlebt? Was waren da so die größten Projekte? Wie hast du das wahrgenommen? Also ich muss dich leider präzisieren, wir sind leider noch das einzige private Medienunternehmen in Liechtenstein von dieser Grössenordnung. Wir haben unseren Mitbewerber letztes Jahr verloren.
Es gab ein zweites Verlagsaus mit einer zweiten Tageszeitung. das Lichtensteiner Volksblatt. Und die mussten den Betrieb leider aus betriebswirtschaftlichen Gründen einstellen. Und somit sind wir jetzt, das muss man leider so sagen, die Einzigen, die das Leitmedium herausgeben mit der Tageszeitung und mit unseren weiteren Medienprodukten. Was wir überhaupt nicht gut finden.
Also wir stehen auch ein für Medienvielfalt. Wir hätten es uns auch anders gewünscht. Es hat nämlich auch sehr viele Nachteile für uns. Deshalb finden wir uns jetzt in dieser Situation wieder. Nichtsdestotrotz gehen wir natürlich unseren Weg weiter.
Unsere Unternehmensnamen haben meine Vorvorgänger sehr klug gewählt. ist weit weg eigentlich schon der Begriff von einem Zeitungsverlag. Also wir hatten immer schon den Anspruch, und meine Vorgänger haben das alles schon aufgegleist, dass wir mehr sind als nur eine Zeitung. Und haben deshalb früh begonnen, uns zu diversifizieren. Wir sind vor über 20 Jahren zum Beispiel ins Plakatgeschäft eingestiegen.
Wenn man so will, sind wir die Ströher von Lichtenstein auch. und haben das jetzt generell ausgeweitet auch unter meiner Führung auf den Begriff Aussenwerbung generell, also Auto-Foam. Wir vermarkten den öffentlichen Verkehr in Liechtenstein. Also es gibt nur Busse, also es gibt keine U-Bahn oder so, aber den, den es gibt, den öffentlichen Verkehr, den dürfen wir vermarkten mit klassischer Aussenwerbung. Es gibt jetzt auch im Digital-Auto-Foam-Bereich natürlich Optionen am Prüfen, die wir vermarkten.
Genau, also das ist unsere Wachstumschance, dass wir uns verbreitern, dass wir uns diversifizieren. Wir sehen ja auch, dass es andere Medienunternehmen jetzt so machen, gerade auch in der Schweiz. Die NZZ hat gerade einen Teil von der APG übernommen und deshalb sind wir da auf einem guten Weg. Spannend, auf jeden Fall spannend. Heute soll es aber vor allem ja um ein digitales Thema gehen, das Projekt Prodiland.
Kannst du uns kurz erklären, um was es genau da geht, was Prodiland ist und auch wie die Idee dazu entstanden ist? Ja, also Prodiland ist eine Nachrichtenseite, die sich speziell an Junge richtet, also eine junge Zielgruppe. oder an die, die sich bisher noch nicht so für News-Nachrichten im Allgemeinen interessieren. Wie machen wir das? Wir gehen her und nehmen unsere normale Webseite von unserer Tageszeitung, greifen diese Nachrichten ab, jagen sie durch Chat-GPT mit dem Prompt, also mit dem Auftrag, die Nachricht zu kürzen und in Jugendsprache umzuschreiben und geben sie dann auf der Brudiland-Webseite ab.
aus. Die Idee dazu entstand eigentlich in einem Workshop zu unserer Digitalstrategie. Mit zwei Verwaltungsräten haben wir das gemacht und waren da einfach wirklich mal so wild am Brainstormen, weil jetzt eben gerade das KI-Thema aufkam. Es war schon ein paar Monate, es ist schon ein paar Monate her. Wir haben ja auch ein bisschen Zeit gebraucht, um das zu entwickeln.
Und das hat uns dann so fasziniert und da haben wir dann gedacht, Also das kann eigentlich gar nicht so schwierig sein, das technisch umzusetzen. Haben das dann auch komplett in-house umgesetzt. Und ja, so sind wir jetzt. Vielleicht noch zum Namen schnell. Brudiland, also unsere Tageszeitung, heisst Lichtensteiner Vaterland.
Da erschreckt man vielleicht in Deutschland auch zunächst bei diesem Name, aber er ist historisch gewachsen und er lässt überhaupt keinen Rückschluss auf eine ideologische Gesinnung zu. Im Gegenteil, es hat sogar Wurzeln in der Arbeiterbewegung, unsere Zeitung. Ja, genau. Ja, man ändert nicht ohne Not den Namen einer Zeitung, deshalb heissen wir auch heute noch so, über 100 Jahre später. Und Brudiland, also Brudi wissen wir ja, ist ein Jugendwort, das verwendet wird für Kollege, Kumpel oder so und deshalb ist es die Kombination aus Vaterland und Brudi, deshalb ist es dann Brudiland geworden.
Der Name hat tatsächlich auch direkt bei mir Wellen geschlagen. Als ich das erste Mal auf LinkedIn gesehen habe, da hat einer aus unserem Netzwerk geteilt. Da dachte ich so: Okay, was genau passiert jetzt hier? Was geht hier vor? Bin dann draufgegangen, dachte dann direkt: Okay, das macht Spaß, das zu lesen auf jeden Fall.
Da schmunzelt man hin und wieder dann, wie die Begriffe auch gewählt sind. Also wirklich sehr, sehr, sehr jugendlich dann auch das Ganze. gemacht aber du hast ja schon gesagt okay die steckt dahinter wir kürzen das ganze ein bisschen was war so die initial intention das erstmal einfach auszuprobieren oder wirklich zu schauen ob wir damit junge leute anziehen können weil ich habe gesehen also richtig Werbeinhalte oder sowas gibt es da jetzt noch nicht so groß, wie man das jetzt bei größeren Zeitungstiteln kennt? Also es ist schon, wir müssen schon ganz klar sagen, wir sind quasi in einer Beta-Phase. Wir sind zwar live gegangen, wir haben alles publiziert und es ist in Betrieb, also es wird...
stündlich aktualisiert. Aber wir sagen jetzt noch nicht, dass wir beim Endprodukt angelangt sind. Das hat mehrere Gründe. Einerseits wollen wir es testen an der Zielgruppe selber. Wir haben dazu auch ein Projekt gemacht mit einer Schulklasse über zwei Wochen, die die News bewertet haben, die gesagt haben, was sie gut finden, was sie schlecht finden.
Andererseits aber natürlich auch Es ist natürlich auch intern nicht unumstritten, dieses Projekt, oder? Also die Journalisten haben natürlich eine Meinung dazu, was wir mit ihren Inhalten schlussendlich alles anstellen. Und es gibt da auch schwere Bedenken, oder? Ob wir uns da selbst lächerlich machen, weil eben wir haben jetzt vielleicht noch nicht genügend darüber gesprochen, wie die Inhalte, also wie das Ergebnis ausschaut, oder? das jetzt im Podcast auch ein bisschen schwierig zu vermitteln, aber es ist natürlich amüsant auf den ersten Blick, es werden viele Anglizismen verwendet, es ist eine lockere, saloppe Sprache, das steckt auch im Prompt drin, das haben wir ihm auch so mitgegeben.
Ja, wie ich aber finde, um wirklich auch ein bisschen der Realität nahe zu kommen, die Jugendsprache ist salopp, ist mit Anglizismen durchsetzt und deshalb sehe ich jetzt das eher entspannter. Ja, und du hast auch gefragt, was noch weitere Gründe waren, wie wir darauf gekommen sind, was man schon eben betrachten muss. Es gab gerade in der Schweiz eine Umfrage zum Medienverhalten und zum Medienkonsum. Und in der Schweiz zählen sich mittlerweile 40% zu den News-Deprivierten, also zu denen, die sich eigentlich nicht so wahnsinnig für News interessieren, für die Kanäle. Und ich sehe das schon als Chance, Vielleicht ein bisschen das Interesse zu wecken, weil News wirklich, und das haben wir schon bestätigt bekommen in den ersten Tests, ein bisschen auf eine andere Art daherkommen, als es gewöhnlicherweise dargestellt wird.
Ja, tatsächlich, wir finden das so super interessant, weil wir ein... einen anderen Ansatz haben für das Ganze, aber auch schon in die Richtung gehen, okay, wir müssen das kürzen, wir müssen das irgendwie interessanter machen, dass der Einstieg einfacher ist. Und vielleicht kann man dann im zweiten Schritt sagen, okay, wenn dir jetzt die gekürzte, coole Variante gefallen hat, hey, lies doch vielleicht mal die längere Variante dazu, um dann auch den nächsten Schritt zu machen. Aber guter Punkt, den du genannt hattest, Daniel. Man könnte sich das gar nicht so richtig vorstellen.
Ich habe es mal nebenbei kurz aufgemacht und lese einmal ein, zwei Titel vor, die man so auf der Website auf brudiland.li jetzt aktuell sieht. Lkw-Strompreis drop. Durchschnittshaushalt zahlt jetzt weniger Cash. Genau, ich kann dir jetzt noch die Original-Headline geben zum Vergleich. Also das LKW ist der Stromerzeuger bei uns, oder?
Und im Original hiess es dann, LKW Strompreissenkung, so viel weniger zahlt ein Durchschnittshaushalt. Und da würde ich schon meinen, der Strompreis-Drop, Durchschnittshaushalt zahlt jetzt weniger Cash, spricht Jugendliche oder eben solche, die sich bisher nicht für solche trockenen News interessieren, maßlich besser an, oder? Macht auch, also wie gesagt, also macht auch Spaß. Noch ein zweites Beispiel, es gibt Richtung Kultur. Kunstraum kriegt einen freshen Touch vom Atelier-Feeling.
Also das ist auch sehr, hört sich auch sehr spaßig an. Man sieht Kunst im Hintergrund, es ist was Kulturelles auf jeden Fall im Bild. Also auch wenn man, also wenn man jetzt vielleicht ein bisschen jünger ist und sich nicht so für Ateliers interessiert, echt ganz, ganz witziger Titel. Ja und auch hier wieder die Originalschlagzeile Atelier-Atmosphäre in Kunstraum gebracht. Naja, oder?
Ja, das ist eine schöne Übersetzung. Kann man ja schon fast Übersetzung nennen in dem Fall. Sehr, sehr witzig. Wie, aber nochmal kurz zurück zu, ich meine, du bist Geschäftsführer, da ist das vielleicht ein bisschen dann auch privilegiert, dass man sowas auch durchsetzen kann. Aber wenn ich mir so die Nachrichtlandschaft und die Prozesse hier in Deutschland anschaue, ist ja schon oft so, dass wenn innovative Themen oder interessante Themen, Digitalisierungsthemen aufkommen, dass das sich sehr weit streckt, dass man sehr oft auf Gegenwehr sozusagen stößt, gerade auch von der Redaktion.
Wie kann man sich das bei euch vorstellen? Also habt ihr das in diesem Workshop oder in dieser Themenwoche beschlossen und dann wurde es gemacht oder war das wirklich so ein Kampf gegen den Standardquo? Also ich bin wahrscheinlich so vorgegangen, wie man es eher nicht machen sollte. Ich hatte die Idee und habe der Redaktion zuerst mal gar nichts gesagt. Ich habe mir meine Techniker geholt und die waren eben auch recht schnell Feuer und Flamme dafür.
Und dann haben wir es einfach mal gemacht, damit man etwas herzeigbares hat. weil es ist natürlich viel schwieriger, das theoretisch zu diskutieren und da fallen einem natürlich 100 Argumente ein, warum man es nicht machen soll, als wenn man es einfach schnell aufzieht und dann das Ergebnis hat. Aber auch beim Ergebnis, als ich es dann vorgestellt habe, gab es dann natürlich wirklich auch schwere Bedenken. Und zu Recht muss ich auch sagen, ich kann das nicht verhandweisen, in Zeiten von Fake News, wo es um die Glaubwürdigkeit von den Medien geht, ist das schon ein bisschen ein gewagtes Experiment. Und Experiment ist genau das Stichwort.
Wenn man mal auf brudiland.li geht, also auf die Webseite selbst, wird man den Disclaimer oben sehen. Wir haben hingeschrieben, das ist keine Nachrichtenseite, sondern das ist erstmal ein Experiment. Und das finde ich halt auch, das soll keine Ausrede sein. Wir überprüfen die Inhalte natürlich auch regelmäßig, aber das soll eine klare Deklaration sein, was Brutiland ist im Moment und was es nicht ist. Und es gibt ja noch ein Pop-up, wenn man das erste Mal da ist.
Also wir verstecken das nicht und wir wollen es wirklich transparent machen und ich finde, das ist eine Grundvoraussetzung dafür. gerade in dieser Transformationsphase, wenn alle mit KI am Experimentieren sind, dass es einfach sauber und transparent deklariert ist. Und dann, damit konnte sich auch die Redaktion ein bisschen abfinden damit und ich meine, generell aus meiner Management-Erfahrung würde ich jetzt mal sagen, so, call it beta, oder? Ist einfach eine super Vorgehensweise, um irgendwie alle mal ein bisschen abzuholen. Da denkt jeder, ist ja nicht so schlimm, vielleicht geht es dann auch wieder mal weg.
und ich hoffe dann natürlich aber auf die Dynamik, die es annimmt, die Begeisterung, die es weckt, sowohl intern als auch extern. Und ich muss aber auch sagen, es gibt auch Leute in der Redaktion, die das cool finden, oder? Und da sieht man schon einen leichten Altersgap, würde ich behaupten, dass die Jüngeren tendenziell ein bisschen aufgeschlossener sind, für diese Art und die Alteingesessenen bei allem Respekt mit ihrer großen Erfahrung und so, da sehen dann halt schon eher die Challenges oder die Gefahren als die Chancen. Ja, absolut. Es ist ja auch irgendwo verständlich.
Prüft ihr denn die ganzen Inhalte gegen oder ist das jetzt inzwischen so, wir haben auch einzelne Artikel, die dann quasi übersetzt werden, veröffentlicht werden, ohne dass da jetzt nochmal jemand sozusagen freigebend drückt. Ist das ein 1 zu 1 Mapping auf die Vaterland-LI-Seite? Es drückt wirklich niemand freigebend, das ist natürlich ein bisschen gewagt. Der Verband Schweizer Medien, bei dem wir Mitglied sind, hat KI-Richtlinien veröffentlicht. Schon mal so ein paar Regeln, wo man sich natürlich freiwillig dazu committen kann.
Aber ich finde, die Hauptaussage da drin ist, am Anfang und am Ende jedes Inhalts, jeder Inhalt der Produktion sollte ein Mensch stehen. Das finde ich eigentlich noch ein guter Ansatz. Eben, wir befolgen es jetzt nicht ganz. Am Anfang steht ein Mensch. Wir haben aber versucht, das über den Prompt so klar zu definieren.
Also der Prompt ist natürlich glasklar. Es darf keine Sinnentstellung geben. Und weil eben der Input auf unserer Arbeit basiert, habe ich da eigentlich ein gutes Gefühl, dass das funktionieren sollte. Er darf nichts verändern. Es dürfen keine Zitate angefasst werden, natürlich.
Weil was gesagt wurde, wurde so gesagt und wurde nicht mit Anglizismen oder in Jugendsprache gesagt. Und deshalb lassen wir das am ersten Mal laufen. Wir reagieren, aber wir schauen natürlich schon täglich drauf. und kontrollieren die News. Aber eben im Sinne von, wir korrigieren dann und geben nicht alles frei.
Das gibt natürlich schon auch Probleme, wenn ich das vielleicht gerade an dieser Stelle sagen darf. Ganz kritisch wird es immer bei Todesfällen. Da hatten wir letztens eine Meldung, ein Stiftungsratspräsident einer Stiftung ist verstorben. Wir haben das natürlich neutral vermeldet. XY ist verstorben.
Und was macht Brudiland daraus? XY ist nicht mehr am Start. Und das ist natürlich, vielleicht würden Jugendliche das so betiteln, aber da kommen wir dann halt schon in Bereiche Pietät, Anstand. Und dieses Feingefühl, Und da sind wir jetzt eben schon bei der Herausforderung, das kann man der Maschine noch nicht beibringen. Also wir haben es nicht geschafft.
Und da merkt man eben noch, es ist eine Maschine, 1 oder 0. Entweder mache ich Jugendsprache oder nicht. Und wir versuchen jetzt natürlich, wenn es um Tod und so geht, das im Prompt mitzugeben. Da müssen wir aber noch ein bisschen justieren und lernen, wie sich Chat-GPT verhält. Das ist ja auch total die Entwicklung.
Also man sieht das ja auch, ich weiß nicht, ob du persönlich die letzte Keynote sozusagen von OpenAI gesehen hast mit 4.0. Also ich denke mal, wenn man da noch zwei, drei Monate, halbes Jahr wartet, dann kann so ein System auch solche Dinge einfach selber erkennen, okay, das ist vielleicht nicht ganz gut. angemessen, das so zu betiteln. Und das war für mich eben auch ein Grund, jetzt rauszugehen damit, weil ja die Entwicklung extrem schnell ist. Ich meine, wenn wir warten, bis das Produkt komplett perfekt ist, dann ist es vielleicht auch zu spät oder dauert einfach zu lange.
Das ist genau das Thema, was man bei traditionelleren Medienhäusern und auch Verlagen Unternehmen generell sieht, dass man einfach mal rausgehen soll und sagen soll, okay, das ist eine Beta-Version, wir testen das erstmal und wenn es funktioniert, dann perfekt, wenn es nicht funktioniert, werfen wir es wieder raus und dann ist uns auch keine Böse da schüren. Ja, und der Punkt ist eben, warum man das immer mehr machen kann. Es kostet ja kaum mehr etwas, oder? Eine Webseite aufzusetzen, die API für eine künstliche Intelligenz, die paar Dollar und wenn man intern das Know-how hat, also es es ist wirklich, es gibt eigentlich keinen Grund mehr, nicht schnell einen Prototypen zu entwickeln und den auch mal entweder am Markt direkt schon zu testen oder an einer bestimmten Zielgruppe. Genau das.
Du hast jetzt gerade wieder von der Zielgruppe gesprochen und vorher schon ein bisschen von Feedback, das ihr von Schülern gekriegt habt, wollen wir mal einmal kurz ein bisschen drauf eingehen, was kriegst du oder was kriegt ihr so für Feedback von außerhalb für das Ganze? Wie reagieren die Leute? Und halt in dem Fall auch, was seht ihr für Daten für die Website? Ihr habt ja sicher Analytics und Tracking eingebaut, macht ja auch Sinn. Wie ist so die Resonanz von dem Ganzen?
Vielleicht auch zielgruppenspezifisch, junge Leute, alte Leute, alte Leute in Anführungszeichen natürlich. Genau. Ja, wir hatten eben diese Schulklasse, die uns zwei Wochen begleitet hat. Das war sehr aufschlussreich. Also ich fange mal so an, vielleicht generell gab es kaum negative Reaktionen, egal von welcher Altersschicht.
und von der Klasse auch, von den Schülern im Besonderen. Das fanden eigentlich alle auf Anhieb recht amüsant. Cool. Es gab schon Kritik, dass manchmal übertrieben wird mit der Jugendsprache. Also dass sie so eigentlich nicht reden.
Hat natürlich auch noch ein bisschen damit zu tun, dass wir natürlich einen alemannischen Dialekt reden. Also wir benutzen natürlich auch Dialektwörter dann in der Jugendsprache oder im Jugendslang. Das geht natürlich noch nicht mit ChatGPT. Aber eben, dass es manchmal übertrieben wird, dass es zu viele Anglizismen sind, dass es manchmal so entstellt wird, dass man eigentlich die Nachricht gar nicht mehr versteht. und ja, dieses Feedback haben wir natürlich versucht zu verarbeiten im Prompt und ein Hinweis war auch noch, dass wir den Originalartikel auch verlinken sollen unter dem Brudiland-Artikel, damit man sich da ein bisschen, wer es wirklich interessiert und wer noch mehr wissen will, kann dann da drauf.
Also das waren so die ersten inhaltlichen Reaktionen von den Schülern. Es fanden alle, man sollte es weiter verfolgen. unbedingt. Es war jetzt eine Gymnasiumsklasse, die wir hatten. Das ist jetzt natürlich nur ein Ausschnitt aus der Gesellschaft.
Deshalb planen wir jetzt wirklich auch noch mit weiteren Gruppen, mit Jugendarbeitern etc. das ein bisschen zu testen. Die Die Älteren, sage ich jetzt mal, haben... Wir haben Politiker gefragt. Wir haben so eine Umfrage der Woche in einem unserer Medien.
Und ja, einer fand es jetzt ganz schlimm, dass wir das machen. Er findet, dass wir, also dass die Menschen weiterhin die Arbeit machen sollen. Die anderen waren relativ gelassen, solange es eben so ein bisschen Kontroll- und Prüfmechanismen gibt. Und was der Rest von den Älteren sagt... ist mir jetzt eigentlich egal.
Weil es richtet sich nicht an sie, oder? Es ist wirklich ein Produkt, das wir auf eine Zielgruppe zugeschnitten haben und das muss überhaupt nicht allen gefallen. Es muss denen gefallen, die es dann nutzen sollen. Und da sind wir auch ein bisschen bei den... Ich glaube, vorher auch schon gesagt, man sieht noch nicht so Werbung und so.
Das erklärt sich natürlich durch die Beta-Phase. Also wir haben jetzt auch noch nicht kommerzielle Anstrengungen unternommen. Wäre dann natürlich in einem weiteren Schritt geplant. Ja, wir haben die Analytics. Wir haben jetzt aber noch keine wahnsinnigen Reichweiten.
Hat man in Lichtenstein sowieso nicht. Wir sind also vielleicht, für alle, die es noch nicht so kennen, wir sind 40.000 Einwohner in Lichtenstein. Also es ist eine kleinere Stadt in Deutschland oder ein größeres Dorf vielleicht und deshalb ist Reichweite für uns kein entscheidender Faktor. Was noch ein wichtiges Feedback war und da kommen wir jetzt dann glaube ich sogar auch zur Überschneidung aus eurem Business. eine Webseite oder ist das der richtige Kanal, um die Zielgruppe zu erreichen?
Und da haben wir ganz klar das Feedback bekommen, ist nett, eine Webseite, aber wenn ihr uns wirklich erreichen wollt, dann müsst ihr Pushes machen, dann müsst ihr auf Instagram sein, dann muss das irgendwie auf TikTok noch kommen und das bedeutet natürlich dann, dass wir den Inhalt wieder ganz anders aufbereiten müssen. Wir haben jetzt eine automatisierte Ausspielung auf Instagram, also es macht dann einfach einen Post Aber wir haben ganz klar das Feedback von der Zielgruppe bekommen. Es geht um Reels, es geht um Storys, es geht um Bewegtbild auch. Und das ist sicher ein nächster grosser Schritt, den wir dann anpacken müssen, um die Zielgruppe wirklich zu erreichen. Ja.
Spannend auf jeden Fall. Das deckt sich sehr stark mit dem, was wir sonst auch so hören. Aber speziell in Bezug auf Brodyland, habt ihr da schon konkret strategische oder taktische nächste Ziele, die ihr damit erreichen wollt? Oder wie ihr das weiterentwickeln könnt? Ob ihr das vielleicht sogar...
dauerhaft etablieren wollt als zweiten kleinen Kanal, der dann vielleicht sogar wirklich als Einstiegspfort auf Vaterland-LE agiert. Genau. Also es wäre wirklich das Ziel, dass daraus etwas erwächst. Vielleicht gibt es ja dann am Schluss ganz ein anderes Produkt. Aber wenn wir nur schon schaffen, das Brudiland oder auch den News-Konsum ein bisschen zu etablieren in dieser Zielgruppe und heranzuführen, in der Hoffnung, dass es dann natürlich ein kleinerer Schritt ist vom Brutiland zum Vaterland, also wenn man erwachsen wird, zum anderen News-Konsum überzugehen.
Ich denke, dann haben wir viel gewonnen. Kommerziell könnten wir uns vorstellen, natürlich einerseits die Vermarktung der Zielgruppe, klar, mit Werbung, Es könnte auch attraktiv sein für die Unternehmen in Liechtenstein, weil die haben wirklich auch Schwierigkeiten, um diese Zielgruppe direkt zu erreichen. Oder wir finden jemanden, der an die Idee generell glaubt und das eine coole Sache findet. und das Projekt als Ganzes unterstützt. Also ein grosser Partner.
Wir könnten uns da zum Beispiel ein Telekom-Unternehmen vorstellen, das ja auch sehr interessiert. Da haben wir einen guten Fit zum Beispiel mit der Jugendlichen Zielgruppe, dass das in ein Abonnement inkludiert wird beispielsweise, weil es wird ja ohnehin nur über Smartphone konsumiert, Brudiland, das ist ganz klar. Und so könnte sich vielleicht eine Partnerschaft oder eine Synergie ergeben. Super, super spannend. Also ich verfolge das auf jeden Fall gerne weiter.
Ich finde das ein sehr, sehr cooles Konzept. Auch sehr sympathisch, dass ihr dann gesagt habt, okay, wir machen das jetzt einfach mal, schreiben ein Disclaimer hin und probieren das einfach mal im echten Feld sozusagen aus und nicht einfach nur auf Papier und bewerfen es dann wieder, weil es zu viel Aufwand ist. Super, super spannend. Wir fragen zu Ende des Podcasts immer gerne noch zwei Fragen. Die erste wäre...
Moment noch schnell, Tim. Bevor wir zum Ende kommen, eine technische Sache muss ich noch loswerden, fairerweise. Weil die ist eigentlich auch ganz witzig und die hat auch eine Verbindung, ich sage mal, in den hohen Norden Deutschlands. Wir haben es nicht ganz alleine hingekriegt, die technische Lösung. Irgendwie hat die API-Schnittstelle da noch gezickt.
und wir haben dann aber super Unterstützung gefunden von Radio Helgoland weiß nicht, ob ihr das kennt das war und ist immer noch eines der ersten KI-Radios in Deutschland ich bin da in einem Artikel in meiner Lieblingszeitung, das ist meine andere Verbindung nach Deutschland, die FAZ, lese ich jeden Tag liebend gerne habe da einen Artikel gelesen über Radio Helgoland und der Tore Laufenberg, so heisst er der Gründer und Initiator, der hat schon seit Jahren ein KI-Radio. Also bevor sogar der JPD-Hype losging. Helgoland ist ja eine kleine Hochseeinsel, da kann man keine großen Infrastrukturen und Teams aufbauen und deshalb hat er da schon früh eine recht clevere Lösung gemacht und betreibt Radio Helgoland, The Rock, Radio Helgoland heißt es, Und wir konnten diese Lösung auch für Brudiland adaptieren, übernimmt einfach das Handling im Hintergrund, die Ansteuerung der Chat-GPT-AP und das war wirklich eine super Zusammenarbeit da. Ja, schöner Partner, muss ich mir mal anschauen, habe ich bisher noch nicht gehört, aber KI-Radio hört sich sehr, sehr gut an. Das müssen wir mal genauer anschauen, auf jeden Fall.
Zurück zur Frage: Wonach sucht ihr bei der Raduzza aktuell? Wie kann man euch unterstützen? Und wie kann man euch erreichen? Im Moment suchen wir wirklich noch ein bisschen, also was uns wirklich ein bisschen Kopf zu brechen breitet, ist das, was... Moment, ich fange nochmal an.
Was uns im Moment wirklich ein bisschen Kopf zu brechen macht, ist, wie wir mit dem Social-Media-Thema umgehen sollen. Eben müssen wir jetzt noch einen TikTok-Kanal für Brutiland eröffnen. Und weil, wenn wir das... Wir haben deshalb auch gesagt, wir können das machen, aber die Prämisse muss immer sein, dass das auch wieder ohne menschliche Ressourcen passiert. Da können mir alle erzählen, was sie wollen, alle anderen Verlage.
Man bringt diese Social-Media-Kanäle nicht kostendeckend oder gar gewinnbringend zu betreiben. Das bedeutet in erster Linie einfach mal Aufwand. Und da sehe ich wirklich auch eben die Vorteile von der KI. Das muss doch möglich sein, diese Inhalte kanalgerecht und zielgruppengerecht aufzubereiten. Aber eben, da sehen wir schon, das ist wirklich nochmal ein bisschen was anderes.
Text lässt sich sehr gut verarbeiten, aber bei TikTok reden wir einfach über Videos. Es geht nur da mit den Reels und den Themen auch schon. Und deshalb ist das sicher ein Bereich, den wir uns genau... genauer anschauen müssen. Wo wir auch noch am Explorieren sind, ein bisschen am Forschen, ist eben Digital Autofoam.
Wir sind eben im klassischen Plakat-Business, im Plakate-Kleben. Und da müssen wir natürlich auch unsere Erfahrungen sammeln mit digitalen LED-Walls, Das wollen wir natürlich auch erschließen, diesen Markt und sind da auch noch am Lösungen suchen. Wir haben bisher noch nichts direkt realisiert, nur mit Kooperationspartnern, aber auch da wollen wir einen Schritt vorwärts gehen. Wie kann man dich oder euch am besten erreichen, wenn man gerade in dem Bereich vielleicht unterwegs ist? Ja, also am besten ist, wenn man in den Süden fährt, in die Ferien, fährt man eigentlich an Lichtenstein vorbei von Deutschland aus.
Es gibt fast keinen Weg an uns vorbei. Gerne auch reinschauen direkt. Es lohnt sich natürlich immer, einen Abstecher nach Lichtenstein zu machen. Aber ansonsten virtuell ist medienhaus.li, also auf Deutsch geschrieben www.medienhaus.li. unsere Webseite, da sind alle unsere Kontakte drauf.
Da sieht man auch ein bisschen unsere Vielfalt, unsere vier Geschäftsbereiche, Digital, Print, Außenwerbung und Events, die wir auch organisieren. Genau. Und natürlich sind wir auch auf LinkedIn. Also ich vor allem bin nicht wahnsinnig aktiv, aber ich merke auch, wie die Relevanz extrem zugenommen hat in den letzten Jahren von LinkedIn. Genau.
Definitiv. Definitiv. Jetzt machen wir nochmal ein großes Fass zum Schluss auf. Ich bin gespannt, was da so deine Meinung dazu ist. Wie sieht die Medienbranche, die lichtensteinische Medienbranche in den nächsten fünf bis zehn Jahren deiner Meinung nach aus?
Ich hoffe wirklich ein bisschen vielfältiger als jetzt. Natürlich hoffe ich aber immer noch, dass auch wir das führende Medienunternehmen sind. Und ich hoffe, dass die Liechtensteiner Konsumenten, aber das hoffe ich generell, den Wert von den lokalen Medien spüren. nach wie vor sehr schätzen und auch bereit sind, dafür etwas auszugeben. Es liegt natürlich an uns, diesen Mehrwert zu generieren.
Ich hoffe aber auch, dass das Verständnis und die Motivation der Konsumenten hoch bleibt. Ich bin da aber recht positiv für den Ich sage mal, wir sind in einem hyperlokalen Markt. Unsere Leser interessieren, was passiert im Kindergarten, in den ihre Kinder gehen. Was macht die Fußballmannschaft in der untersten Liga, wo meine Kumpels auch mitspielen. Und diesen Markt macht uns, glaube ich, niemand so schnell streitig.
Auch nicht ein grosser kalifornischer Player. Dafür sind wir zuständig. Und auf diesen Fokus müssen wir beibehalten. und dann sehe ich eigentlich recht optimistisch die Zukunft. Aber eben, wir müssen dranbleiben.
Wir müssen auf den Kanälen sein, wo unsere Konsumenten sind. Wir müssen die Inhalte so aufbereiten, wie sie es wollen und nicht, wie wir es für richtig halten. Ja, sehr, sehr guter Punkt. und auch ein schöner Abschluss für die Folge. Vielen Dank, Daniel, für die Insights und das Thema Brodyland, die Umsetzung von Brodyland, dass wir sowas online sehen dürfen und ja, dann hoffentlich bis bald und vielleicht sehen wir uns in einer zukünftigen Folge nochmal.
Hat sehr viel Spass gemacht, bedanke mich in den hohen Orten und alles Gute weiterhin auf euch. Ciao, ciao.