Shared Innovation als Erfolgsstrategie
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In dieser Folge spreche ich mit dem Consultant für Technologie & Management bei Argestes Managementberatung, Hendrik Morr, über das Thema Shared Innovation und Coopetition und wie diese Konzepte Verlage und andere Branchen voranbringen können.
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Wenn ich üblicherweise mit jemandem drüber spreche und er kennt das Thema gar nicht, sagt er: Mit einem Wettbewerber zusammenarbeiten, das kommt gar nicht in Frage. Wenn man dann aber mal ein bisschen näher darauf eingeht, dann sagt er: Okay, es macht ja eigentlich Sinn. Der Wettbewerber hat vielleicht Kompetenzen und Ressourcen, die sehr, sehr, sehr relevant für mich sind und Erfahrungen gemacht, von denen ich profitieren kann und vor allem auch unser gemeinsamer Kunde vielleicht profitieren kann und bereit ist, mehr dafür zu zahlen, wenn wir ihm den entsprechenden Nutzen bringen. Moin aus Kiel zur neuen Folge von Ressort21, dem Podcast für Innovation und Digitalisierung in der Verlags- und Medienwelt. Ich bin Tim Großmann und spreche heute mit Hendrik Morr, Consultant für Technologie und Innovation bei Argestes.
Wir sprechen über das immer relevanter werdende Thema Cooperation, wie Shared Innovation die Branche verändert und wie Innovation auch bei kleinen Verlagen in den Fokus rücken kann. Genug erzählt, viel Spaß bei der Folge. Moin Hendrik, ich freue mich, dass du da bist, freue mich auf die Podcast-Folge. Hallo Tim, ja geht mir auch so, bin sehr gespannt. Sehr cool, warst du vorher schon mal im Podcast zu Gast oder ist das dein erstes Mal?
Das ist das erste Mal, ich war noch nie im Podcast zu Gast und dadurch auch ein kleines bisschen aufgeregt. Ja, das kann ich mir vorstellen, das ist auch eine coole Situation. Dann steigen wir tatsächlich gleich ein, also was ist denn für dich so das Thema, das dich gerade am meisten begeistert, am meisten interessiert? beschäftigt zum einen ist es natürlich die em und die ganzen sportereignisse die jetzt im sommer hier anstehen aber wenn wir auf Argestes schauen oder grundsätzlich auf die themen über die wir sprechen ist es allgemein das thema innovation wir haben ja einen starken fokus auf verlage bekommen ja gleich noch mal im detail zu und auch mittelständische unternehmen die da in dem bereich natürlich immer ... ähm, groß oder vor großen Herausforderungen stehen.
Und das ist ein Thema, was mich...... von vorne bis hinten sehr, sehr stark beschäftigt. Sehr gut, bin ich sehr gespannt, was du da drüber erzählen kannst. Wir machen aber einen kleinen Bogen zu den Anfängen tatsächlich. Also so ein bisschen kennenlernen, was du so gemacht hast,......
wo du daherkommst, was dich auch interessiert. Wie hat sich die, das Interesse in diesem Bereich,...... also Technologie und Management, ähm, entwickelt? Wo kommt die Motivation her und wo und wann hast du da den Einstieg gefunden? Ja.
Genau, also relevanten Einstieg oder der Kontext dazu ist eigentlich, dass ich mit Maschinenbau begonnen habe zu studieren im Bachelor, wo ich nach dem Abitur so ein bisschen die Vorstellung hatte, das geht in Richtung neue Dinge, Innovationen, Maschinen bauen und da ist man ganz eng dran. Das war natürlich so ein bisschen weniger der Fall und trotzdem hatte ich sehr, sehr großen Spaß am Studium, habe sehr viel gelernt. ähm Aber anschließend war mir dann klar, dass ich viel mehr in den technologischen als den technischen Bereich möchte und gleichzeitig das Thema Innovationsmanagement viel mehr fokussieren wollte. Habe dann auch da mein Master drinne gemacht, alles rund um die Steuerung von Innovationen, um systematische digitale Innovationen, um Innovationen im Mittelstand und eben auch das gesamte oder den gesamten Bereich rund um Technologien. Cool, also da ging es vor allem dann um Innovationsmanagement und wie man Innovation hoffentlich dann auch bei vielleicht kleineren Unternehmen treibt, die nicht die Ressourcen dazu haben.
Genau, genau. Und das generell oder grundsätzlich mit einem Fokus aufs Digitale, sprich auf Technologien. War dann Argestes direkt die erste Stelle oder die erste Position, die du dann übernommen hattest nach dem Studium? Genau genommen hat mich Argestes beim Studium begleitet. Das war ein Berufsbegleitungsstudium.
Das heißt, dass man beides in Vollzeit macht und nicht dual. Aber man arbeitet sowohl schon Vollzeit in der Beratung und macht parallel dazu das Studium. Also, I guess, das war da schon so eine gezielte Wahl oder beziehungsweise grundsätzlich eine kleinere Beratung, eine kleinere Beratungsboutique, weil ich ja, wie gesagt, eher so aus dem technischen Bereich kam und erstmal eine Menge, auch für mich ganz neue Themen aufsaugen musste. Und wie es dann in so einem kleinen Unternehmen ist, macht natürlich alles mit. Ich bin mit in die Akquise gegangen.
Ich war mit in jedem Projekt, sei es strategischer Art, technologischer Art. habe die Berater-Vorgehensweisen kennengelernt und, und, und, alles, alles aufgesaugt, was irgendwie ging. Ja, du hast gerade gesagt, das war so dual, beziehungsweise das war so berufsbegleitend, dann das Studium. War das eigentlich schon klar, dass du in die Beratung gehen willst oder wie hat sich die Entscheidung so ergeben? Ja, also das war mir vorm Master noch gar nicht so klar, wurde mir dann aber im Laufe der Zeit, weil also Aspekte in der Beratung, die mir wirklich gut gefallen sind, eben zum einen Projekte, also das Tagesgeschäft des Beraters, per Definition immer einmalige Vorhaben, selbst wenn wir über eine Technologieauswahl sprechen und eine ähnliche Methodik haben, eine ähnliche Vorgehensweise, ist da immer der Faktor Mensch mit drin und der ist natürlich dann bei jedem Projekt oder jedem Unternehmen etwas anders und macht es dann immer einmalig.
Dementsprechend hat man halt auch immer neue Herausforderungen. Cool. Ja. Du hast ja im Studium dann auch verschiedene Schwerpunkte gelegt, die dann wahrscheinlich auch sehr, sehr wichtig für Argestes beziehungsweise dein Beraterjob jetzt bei Argestes im Endeffekt ist. Ihr habt ja den Hauptfokus so ein bisschen auf, nicht ein bisschen, sondern ihr habt den Hauptfokus auf zwei Themen.
Das eine ist so Verlags- und Medienbranche und das andere sind, wie du gesagt hast, diese mittelständischen Unternehmen, die Innovation irgendwie brauchen, vielleicht manchmal nicht unbedingt wirklich, kennen oder machen, sondern eher so brauchen und suchen. Wie konntest du da so deine Erfahrungen aus dem Studium dann mit einbringen? Also was waren so die relevanten Dinge, die du im Studium mitgekriegt hast, die dir jetzt im Endeffekt helfen als Berater? Ja, erstmal vielleicht ein bisschen untypisch ist ja, dass ich reinen Maschinenbau studiert habe und dann in der Beratung bin, wo vielleicht das eine oder andere BWL-Thema näher liegt oder ein MBA-typisch ist. Ja.
Das, was ich irgendwie darstelle, muss ich nachvollziehbar aufbereiten. Das muss nachvollziehbar dargestellt werden. Das muss immer faktenbasiert sein. Ich kann meinen Kunden keinen Unsinn erzählen oder irgendwas herbeiziehen. Das muss eigentlich mal belegbar sein und nachvollziehbar.
Ja, es dreht sich ja immer sehr stark um Analysen von Problemstellungen. Also im technischen Bereich ist es so und in der Beratung ist es das A und O. Also es geht immer zunächst darum, das Problem wirklich tiefgreifend zu verstehen, im besten Fall so herunterzubrechen und so zu portionieren, dass ich das, auch deutlich einfacher bearbeiten kann. Und jetzt vielleicht nicht unbedingt aus dem Ingenieurshintergrund kommen, aber schon aus dem Studium auch. Es ist einfach eine strukturierte Hergangenheit, egal ob in der Beratung, denke ich, aber grundsätzlich im Job wichtig, dass man strukturiert an die Dinge rangeht, wenn der Schreibtisch auch mal richtig voll ist und viel zu tun ist.
Ja, das glaube ich. Ja. Dieser Podcast wird produziert von der Explo GmbH. Wenn auch du neue Zielgruppen über digitale Produkte binden und deine Content-Produktions-Workflows automatisieren willst, dann kontaktiere mich auf LinkedIn oder vereinbare eine unverbindliche Demo direkt auf unserer Website explo-gmbh.de Ja. Was habt ihr so für Kunden?
Vielleicht auch die man kennt, die ihr schon beraten habt und mit denen ihr zusammenarbeitet? Wenn wir jetzt auf die Verlags- und Medienbranche schauen, ist das zum Beispiel der Verlag Verstandesamtswesen, ein Fachverlag, Das ist CH Back, unter anderem Hansa laufen Projekte, aber auch Corporate Publishing zum Beispiel, ja kann ich gleich noch vielleicht was zu erzählen, wie wir die Kompetenzen so ein bisschen übertragen auf Corporate Publisher eben, also da hatten wir die DATEV mal als größeren Kunden. Ja, die eben auch ein Stück weit Redaktionsprozesse haben, die auch Systeme brauchen, die in Verlagen eingesetzt werden, die dann eben den Weg auf uns zu oder so auf uns kamen, dass sie gesagt haben, hier seid irgendwie vielleicht Experten im Bereich dieser Prozesse, könnt ihr uns dann nicht mal unterstützen. Das ist sehr spannend. Dativ ist ja auch so ein Tool, das eigentlich jeder oder auch so ein Prozess, dass jeder kennt, auch schon, wie man da dann reinrutscht.
Und halt nicht der typische oder es ist kein Verlag. Eben das, genau. Es ist kein Verlag, aber wenn die auch solche Prozesse haben, das ist ja... Hätte ich jetzt von außen nicht gedacht. Langsam sind sie auf jeden Fall, aber brauchen natürlich auch Innovation.
Ja, wenn man jetzt an größere Unternehmen denkt, sei es Bosch, Siemens und Co., die haben ja alle in irgendeiner Form Inhalte, die sie verwalten, die sie irgendwo ausspielen, die sie irgendwo erstellen, produzieren. Und da bringen wir natürlich auch unsere Kompetenz gerne ein. Ja, sehr cool. Ein großes Thema, was ja auch tatsächlich das Hauptthema von diesem Podcast mit dir sein soll, ist das Thema, ich nenne es immer gern Shared Innovation. Du bist ja eher so ein bisschen, glaube ich, Pro-Co-Operation.
Kannst du das mal ein bisschen kurz einmal einführen, was genau das gemeint ist, wie man das verstehen kann? Genau. Ich weiß, was du meinst. Co-Petition ist vielleicht auch vielen gar kein Begriff. Shared Innovation kann man sich jetzt schon vom Namen her ein bisschen was ableiten.
Aber ich würde also grundsätzlich mal mit dem Thema Business Ecosystems oder Ecosystems anfangen, Partnerschaften. In einem Ecosystem geht es ja eigentlich darum, dass man ein Netzwerk hat von bestimmten Organisationen, im Wesentlichen irgendwie Unternehmen, die bestehen aus Lieferanten, aus Kunden, aber auch aus Wettbewerbern, Komplementäre, Unternehmen und so weiter. Und die sind zunächst in irgendeiner Form miteinander vernetzt, verstrickt, beeinflussen sich, profitieren voneinander, wie auch immer. Dann ist Shared Innovation, so ein bisschen wie der Name es schon sagt, eine Form der Zusammenarbeit, um wesentlich bei der Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Technologien zusammenzuarbeiten, unabhängig davon, ob das jetzt ein Lieferant und ein Kunde ist oder ein Mitbewerber oder was auch immer. Also, geht einfach darum, dass man Innovation nicht alleine im stillen Kämmerchen austüftelt, sondern dass man Ressourcen teilt, Wissen teilt, Ideen teilt und gemeinsam die Dinge vorn treibt.
Dann ist Kopetichen wiederum eine Spezialform von Shared Innovation, also eine Sonderform. Das habe ich im Master intensiv behandelt und jetzt auch in den letzten zwei, drei Jahren. Hier geht es eigentlich im Wesentlichen darum, dass es, wie der Name sagt, eine Mischung aus Kooperation und Wettbewerbs, also Cooperation und Competition. Natürlich muss man jetzt ein bisschen unterscheiden, was ist genau mit Wettbewerb gemeint. Manche betrachten Wettbewerber wirklich als Unternehmen, die ein und dieselben Produkte herstellen.
Wobei ich das so ein bisschen mehr auffasse, dass ein Wettbewerber einfach ein Player aus der Branche sein kann, der vielleicht auch nur komplementäre Produkte herstellt oder anbietet. Aber bei Coopertation merkt man schon, es geht mehr darum, mit Unternehmen zu arbeiten, die enger an dem eigenen Geschäftsmodell dran sind. Okay, also quasi Firmen, die sehr ähnlich sind wie man selbst, die auch vielleicht... aus einem Grund jetzt nicht die Ressourcen investieren wollen, um Innovation alleine zu treiben. Genau, nicht wollen, manchmal nicht können oder eben bestimmte Ressourcen erlangen wollen.
Also das können Erfahrungen sein, das können bestimmte Kompetenzen sein, das kann aber auch einfach eine Risikoverteilung sein. Ja. Ja. ist eben so ein bisschen widersprüchlich dem Denkansatz, den man eigentlich hat. Ich würde sagen, so geprägt von Portal.
Man kann eigentlich als Player am Markt nur Vorteile erlangen auf Kosten des Wettbewerbers. Bei Competition ist das aber ein bisschen anders. Da liegt eigentlich also in der Theorie, die Spieltheorie dahinter, also genau abzuwägen, wann es denn für beide Player vorteilhaft ist. Und das ist... allgemein gesprochen dann der fall wenn wir als zwei konkurrierende unternehmen schaffen den markt sagen wir metaphorischen kuchen zu vergrößern und sich somit der anteil von uns beiden mit vergrößert dann habe ich eben win win situation wie ich sie im besten fall unter unter competition haben möchte ja aber im verlagsbereich ist ja auch relativ oft eigentlich der fall dass die Zonen, würde ich das jetzt mal nennen, die Regionen und Zonen, die die einzelnen Verlage abdecken, sich gar nicht groß überschneiden.
Also gerade in dem Bereich wäre es ja auch für beide vorteilhaft, wenn die, wie du sagst, ist wahrscheinlich das Gleiche, wenn sich der Markt erweitert und jemand vielleicht noch Grenzregionen über Innovation oder neue Zielgruppen über Innovation mit reinnimmt, oder sogar, habe ich letztens mit Max Holscher von der NWZ gesprochen, auch einfach so ein Bundling macht. Also obwohl das der Wettbewerb ist, ob man nicht zusammen ein Produkt im Endeffekt findet, das beide anbieten können, das für alle den Mehrwert erhöht und für einen selber vielleicht noch ein bisschen, zusätzliches Einkommen oder zusätzlichen Umsatz im Endeffekt bringen. Ja, ja, absolut. Genau. Klar, hier muss man dann auch wieder unterscheiden, wann ist es ein Wettbewerber?
Ich meine, spricht man von einem Verlag, ist ein Verlag und ein anderer Verlag nicht gleich ein Wettbewerber? Dann hatte ich ja auch bei dir im Podcast gehört, gab es ja vor zwei Wochen, glaube ich, ganz richtigerweise schon mal den Unterschied, oder die Erläuterung, man muss halt unterscheiden. Ist es ein Buchverlag, ist es ein Fachverlag, ist es ein Zeitungsverlag? Ja, das hat sich auch schon oft fast schon bemängelt, wenn ich von Verlagen beziehungsweise von der Medienbranche spreche. Einfach weil es so viele verschiedene Formate gibt.
Bei uns ist es natürlich immer, also wir sprechen oftmals von Regionalverlagen, einfach weil das auch... unser Fokus ist als Unternehmen, aber natürlich gibt es auch, wie du sagst, Buchverlage, Fachverlage, die alle ein bisschen anders ticken und demnach natürlich auch nicht direkt in Wettbewerb stehen. Ja, klar. Ne, machen wir ja auch ähnlich. Also man spricht einfach grundsätzlich vom Verlag und dann im zweiten Schritt unterscheidet man sich.
Okay, aber spannend. Also das ist so der Fokus von Argestes, dass es dein Fokus ist, dieses Shared-Bit und Co-Operation. Wenn ich das richtig verstanden habe, steht ganz oben Ecosystems. Teil von Ecosystems ist im Endeffekt die Shared Innovation und Shared Innovation ist im Endeffekt aber wieder eigentlich eine Gruppierung von verschiedenen Möglichkeiten, Shared Innovation zu betreiben. Co-Operation gerade mit Fokus auf Competition, also gerade auch Fokus auf Wettbewerber, die zusammenarbeiten.
Ja. ist wiederum dann eine Subgruppe davon, neben anderen natürlich. Ja, genau. Also man muss noch dazu sagen, wir haben, ich oder wir, haben jetzt nicht den Fokus extrem auf Coopetition. Wir sagen halt, aus der früh disruptierten Verlagsbranche kennen wir viele Herausforderungen und Challenges, die sich auf Coop zum Beispiel, wie ich eben erwähnt habe, auf Corporate Publisher übertragen lassen, aber eben auch auf andere mittelständische Unternehmen und Industrieunternehmen.
Und das eben ganz besonders, jetzt kommen wir wieder zu dem Thema, was mich aktuell viel beschäftigt, Innovationen in mittelständischen Verlagen. Und hier sind das eben Vehikel, die man nutzen kann, um zu versuchen, Innovationen erfolgreicher zu gestalten. Also würde ich sagen, neben dem Neben unserem Fokus auf Verlage und Medien ist das zweite Thema, dass wir haben Innovation und hierunter finden sich eben diese Vehikel wie Shared Innovation, Co-Petition, aber auch Venture Clienting oder ganz andere noch spannende Themen, mit denen wir ansetzen, um Kunden zu helfen. Ja, spring mal kurz ein bisschen rein in dieses Dativ-Thema und Corporate Publishing oder wie du es gerade genannt hast. Also das interessiert mich total mit Dativ, weil ich auch schon meinen persönlichen Kampf mit hatte.
Und die super, super dringend Innovation brauchen auf jeden Fall, meiner Ansicht nach. Okay. Mir würde interessieren, was ihr da mit denen gemacht habt, wie das zustande kam, also wie ihr die als Kunden auch gewinnen konntet und wie der Prozess dann auch aussah. Ja klar. Also letztendlich, ich habe DATEV übrigens als super innovatives und modernes Unternehmen kennengelernt, wobei ich sagen muss, ich nutze die DATEV-Produkte fast gar nicht.
Also ich kenne zwar die DATEV in-house, ich war dort, habe mit bestimmten Personen zusammengearbeitet, aber ich arbeite jetzt weniger in der Buchhaltung oder in der Lohnabrechnung, das kenne ich so nicht im Detail. Vielleicht bin ich auch ein bisschen gebiased von der Nicht-Verwaltungsbranche, die dann eigentlich nochmal ein bisschen schneller sind, aber dann kann auch sein, dass Start-Up total vorne mit dabei spielt. Also meiner Meinung nach immer noch hinten dran hängt, aber… Ja, so habe ich sie wahrgenommen. Man denkt ja erstmal dann bei solchen Themen, Lohnabrechnung, ein bisschen träge und so, aber das ist ein super spannendes Unternehmen. Und hier war eben der Fall, dass die eine neue Content-Strategie gebraucht haben, wie sie grundsätzlich ihre digitalen Assets verwalten.
Wo kommen die verschiedenen Assets her? Da gibt es verschiedene Abteilungen bei der DATEV. Ganz einfach gesagt, es gibt irgendwie einen Bereich, der gestaltet bestimmte Assets, es gibt eine Redaktion, die Inhalte herstellt und eben diese verschiedenen vorgelagerten Kanäle, die die Themen erstmal reinbringen in irgendeine Form gearteten Content-Hub. Typischerweise ein Digital Asset Management System, wo wir auch ein Stück weit Texte verwalten können. Und anschließend wird das auch wie bei Verlagen in verschiedene Kanäle ausgespielt.
Also auch hier publiziert die Dativ ja Content in Richtung Social Media. Die haben Mitarbeitermagazine, die haben eine Website und da muss der ganze Inhalt ja auch wieder hin. Also da fanden sich dann eben die Parallelen und da ergibt sich halt dann auf Kompetenzen zurückzugreifen, die verlagsnah sind. Ja, okay, das macht Sinn. Wie ist das bei euch?
Also sagen wir mal, es gibt irgendeinen Titel in einem Verlag, Regionalverlag zum Beispiel, der dann, Wenn ihr irgendwas sucht, also Innovationen gerne angehen möchte und einen Partner sucht, wie zum Beispiel jetzt Argestes in dem Fall und euch, wie ist so der Prozess, also wie kann man sich das vorstellen, wie geht ihr an sowas ran, wie identifiziert ihr, was nötig ist oder was gebraucht wird, die Ziele, wie sieht die Kooperation und die Zusammenarbeit aus? also wenn wir jetzt auf competition schauen oder meint jetzt grundsätzlich innovation oder competition gerne auf das thema competition tatsächlich also dass ja dass also meistens ist es ja nicht so dass das ein kunde kommt und sagt hey lass mal ein competition projekt machen sondern vielmehr ergibt sich das aus bestimmten dingen die die die vorgeschaltet sind Hier ist es so, wir machen ja Unternehmensanalysen, wir schauen, oder ein Kunde kommt mit einem bestimmten Problem auf uns zu und wir machen eine Analyse bei dem Kunden, dann sieht es eigentlich immer so aus, dass wir zunächst vom Geschäftsmodell kommen. Also immer von diesen drei Bereichen, Wünschbarkeit des Kunden des Verlags, der Machbarkeit und der Rentabilität. Wir schauen uns also genau an, was ist die Zielgruppe des Kunden, was wünschen sie eigentlich, was sind die Bedürfnisse, schauen auf die Technologien, schauen auf die Organisation und schauen auf das Erlösmodell und daraus ergeben sich dann ja meist Sachen. Potenziale und Herausforderungen.
Wenn wir da jetzt bestimmten Handlungsbedarf erkennen und sagen, hey, dafür würde sich das Mittel Co-Petition lohnen, dann initiieren wir erst eine Partnerschaft oder legen die nahe. Aha, okay, also von hinten aufrollen macht auch wahrscheinlich viel mehr Sinn. Ja. Cool. Okay, macht ihr auch generell so Beratungen?
Also wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich möchte in einem Regionalverlag oder ähnliches, ich möchte mal schauen, was man so machen kann, was man so treiben kann, habt ihr auch so eine generelle Beratung? strategische Hilfe ist, eine generelle strategische Beratung, wie in Richtung Innovation, wo man einfach mal ein bisschen reinkommen kann, okay, was könnte man denn überhaupt machen, was gibt es denn so am Markt, was wären Möglichkeiten, wie ich jetzt mal ein bisschen vorwärts komme? Ja, das ist eigentlich genau das, wir nennen das bei uns QuickCheck, das ist ein kleines, greifbares, Man kann fast nur sagen Standardprodukt, wo wir jetzt gleich nochmal auf genau diese drei Bereiche untersuchen in der Regel. Also das Geschäftsmodell, die Technologie, die Prozesse und die Organisation. Und eben schauen, also...
Diese Herangehensweise ist immer sehr, sehr ähnlich, dass wir gucken, welche Kompetenzen liegen vor, was für eine Organisation ist das, in welchem Wettbewerbsumfeld bewegt sie sich, was sind denn angrenzende potenzielle interessante Märkte, welche Trends beeinflussen das Unternehmen, welche Technologien und Geschäftsmodelle beeinflussen das Unternehmen. Wenn wir diese Fragen analysieren oder die Antworten auf diese Fragen analysieren, ... kommen wir immer auf bestimmte Herausforderungen und Potenziale. Die sind natürlich ein Stück weit individuell,...... da kommt meistens was anderes raus,......
sonst gäbe es ja die Masterstrategie für jeden. Und auf Basis dieser Potenziale oder Herausforderungen...... kann ich dann bestimmte Hypothesen aufstellen...... und um die zu prüfen,...... gehe ich dann in einen Innovationsprozess,......
gegebenenfalls mit Coopetition,...... gegebenenfalls auch nicht. je nachdem, wie es sich dann anbietet. Okay, also würdest du auch sagen, gehen wir mal ganz weg von Argestes und würden mal hypothetisch annehmen, Hendrik wird jetzt von irgendeinem Regionalverlag als Chief of Innovation eingestellt oder angeheuert. Ja.
Also was wäre so dein, wie würden so deine Tage aussehen? Also was wären so deine ersten Dinge, die du machen würdest, um zu schauen, was es für Potenziale gibt, wo wir hingehen wollen als Regionaltitel zum Beispiel? Also was wäre so dein Ansatz, da ranzugehen? Du hast schon ein bisschen was, ein bisschen was hast du gerade schon gesagt, aber vielleicht mal so ein bisschen strukturiert. Was wären so deine ersten Tätigkeiten?
Was wären so deine Planungen? Was für Fragen würdest du stellen und ähnliches? Genau. Das wäre, also ich würde versuchen, mir die zwei, drei, je nachdem wie viele Titel ich im Portfolio habe, mir die zwei, drei relevantesten rauszusuchen. Relevantesten kann heißen, die vielleicht die erfolgreichsten, vielleicht auch die am meist bedrohtesten.
Würde ich eine gewisse Auswahl treffen. Also ich schaue mir an, auf welchen Märkten sind meine Produkte unterwegs und dann analysiere ich konkret, was sind denn angrenzende, potenziell interessante Märkte, die ich vielleicht mit meinem Produkt erreichen kann oder mit meinen Services. Ja. Was sind denn für diese zwei, drei ausgewählten Produkte oder Objekte, die ich habe, Trends, die in naher Zukunft relevant sein können? Ja.
Und dann habe ich eben diese Einflussfaktoren wie Technologien, die spannend sind, die mein Produkt auf ein neues Level heben können, die Einfluss nehmen können in irgendeiner Form. Welche Potenziale stecken dann da drin und aber auch welche Gefahren, wenn ich meine Produkte, Produkte oder Objekte habe und die sind sehr printlastig und wir wissen, unsere Kundengruppe verändert sich, weiß ich, hier gibt es eine klare Gefahr. Das wäre so meine erste Herangehensweise, um dann zu identifizieren, wo liegt der Handlungsbedarf. Ja, und welche Kernelemente würden jetzt für dich persönlich auf einen Co-Operation-Ansatz oder auch Shared Innovation, je nachdem, sprechen. Also wie würdest du das identifizieren, ob es Sinn macht, mit einem Competitor oder mit einem Wettbewerber da sich zu unterhalten bezüglich irgendwas, was man zusammen machen kann?
Ja, sobald es sich, also zum einen ist es ein Thema, das... Und wir, wenn wir in der Branche unterwegs sind, vielleicht direkt ein Potenzial aus unserem Netzwerk kennen, wo wir sofort sagen würden, hey, das macht Sinn, das haben wir beim anderen Kunden schon mal so erlebt. Lasst uns darüber mal sprechen, ob das vielleicht interessant sein kann, zu schauen, wo genau hier die Synergieeffekte liegen. Ein weiteres Thema kann sein, das war bei einem Case von mir so, dass ein Unternehmen ein bestimmtes Produkt vertreiben wollte, aber nicht den Zugang zum Markt hatte. Sprich, er brauchte dadurch eigentlich einen anderen Player oder er hätte sein Produkt als White-Label-Lösung verkauft.
Hat sich aber dann für Coopertition entschieden und ist, ja, so wurde es dann quasi initiiert, zu sagen, ey, ich probiere es mal über einen Wettbewerber, mein Produkt zu vertreiben. Okay, interessant. Auch aus der letzten Folge mit Max kam, ich weiß nicht genau, ob das unter diesen Deckmantel fällt, die arbeiten ja, also die NWZ arbeitet ja relativ stark mit, ich weiß nicht, ob es stark ist oder nicht, aber sie arbeiten auf jeden Fall mit dem Weser-Kurier und anderen Titeln zusammen, die halt nicht zur NWZ gehören oder nicht zur NW-Mediengruppe gehören, an verschiedenen Themen oder teilen sich eine Infrastruktur, die dann im Hintergrund steht, eine App, ein App-Framework ähnliches, einfach damit sie halt Kosten auch aufteilen und nicht allein drauf sitzen bleiben, wenn jetzt vielleicht irgendwo auch mal was schief geht. Das ist wahrscheinlich auch... ...
Kopetischen, oder? Genau, also man muss auch dazu sagen, es gibt ganz viele Formen...... und es taucht ganz, ganz oft auf, ohne dass es,...... dass man es unter dem Begriff Kopetischen kennt oder so wahrnimmt. Wir haben das, du hast ja gerade eben schon von Regionalverlagen gesprochen,......
hier gibt es ja einige, die den Markt so ein bisschen konsolidieren...... und trotzdem die Tochtergesellschaften teilweise unabhängig,...... teilweise abhängig voneinander agieren. Hier liegt dann ja auch ziemlich schnell schon eine Art Kopetischen vor... Es gibt auch tatsächlich unternehmensinterne Co-Petition.
Also ich kann ja auch meine zwei Teams in der Produktentwicklung gegeneinander antreten lassen in irgendeiner Form. Ich schaffe dann einen neuen Markt, die sollen oder entwickeln ein neues Produkt, aber ein Stück weit gegeneinander. Vertreiben ist dann einzeln oder probieren es einzeln zu vertreiben, damit sich das Erfolgreichere durchsetzt. Ja, spannend. Echt interessant.
Was siehst du so für, also ich meine, ich hatte es schon mal in einer alten Podcast-Folge gesagt, wir haben mit dem Geschäftsführer von Vaterland LI aus Lichtenstein gesprochen und der war sichtlich traurig oder enttäuscht, dass der größte Wettbewerber von ihnen leider nicht mehr im Markt ist und da fragt man sich so ein bisschen, okay, gut, Diversität, ähm, bisschen aufgeteilte Meinungen und so weiter. Aber wenn man jetzt zusammenarbeitet, beziehungsweise wenn man so eine Zusammenarbeit anstrebt, was sind so vielleicht auch erfahrungsgemäß die größten Risiken bei dem Ganzen? Also erstmal hört sich das ja utopisch an. Ich arbeite mit dem Wettbewerb zusammen. Wir bauen zusammen irgendwie das coole Aufprodukt.
Der Markt erweitert sich. Beide profitieren davon oder alle profitieren davon. Und die LeserInnen oder AbonnentInnen sind auch die, die davon profitieren. Aber was sind da so die Risiken? die Risiken, dass das Ganze vielleicht nicht funktioniert oder die größten Problemstellen?
Ja, es gibt einige grundsätzliche Risiken oder Herausforderungen, die man immer beachten muss. Das eine ist ja, je nachdem, wie eng ich mit einem Partner an meinem eigenen Geschäftsmodell zusammenarbeite, ist immer die Gefahr da, sensible Informationen zu übergeben. Das ist ein wichtiges Thema, wobei das eigentlich unbewusst kontrolliert wird. Trotzdem sollte man sich, wenn man so eine strategische Partnerschaft eingeht, schon vorab darauf festlegen, bis zu welchem Grad überhaupt Informationen geteilt werden sollten. Aber hier gilt schon grundsätzlich, merkst du dann ziemlich schnell, je weiter entfernt mein Vorhaben mit einem Partner von meinem eigentlichen Kerngeschäft ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es mich in irgendeiner Form gefährdet.
Sprich, gerade bei Innovationen macht es sehr viel oder kann es sehr viel Sinn machen, mit Partnern, vielleicht sogar mit Wettbewerbern zusammenzuarbeiten. Okay. Es gibt immer das Thema Preise, Kosten, Absprachen, da kommt man in einen Bereich, das haben wir jetzt so weniger erlebt, davon sind wir sehr, sehr weit entfernt, aber wettbewerbsrechtliche Bedenken sind da auch ein Thema. Und ganz, ganz wichtig oder vielleicht die entscheidende Herausforderung oder Gefahr sind eben die kulturellen Unterschiede. Auch bevor wir überhaupt in das technische Projekt gehen und schauen, was das Ziel und so weiter, müssen wir natürlich auf den Faktor Mensch schauen.
Selbst wenn man zwei passende Unternehmen hat. Wo man meint, im ersten Ansatz, das könnte eine spannende Zusammenarbeit sein, schauen wir auf die Menschen, die da unterwegs sind, weil nur wenn hier die Motivation stimmt und nur wenn es dort schon in irgendeiner Form funktioniert, kann natürlich so eine Partnerschaft auch nur erfolgreich werden. Ja, das ist absolut verständlich. Ich meine, ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele erstmal anfangen und denken, okay, das machen wir zusammen. Und auch wenn das jetzt nicht öffentlich rausgetragen wird einfach dann, aber dass es oft einfach dazu kommt, okay, das passt halt einfach nicht.
Weil, wie du sagst, gerade Kultur, das ist ja so ein Ding, was von den USA sehr stark auch im Startup-Bereich rübergeschwappt ist nach Deutschland. Bei den alten Firmen ist das ja wahrscheinlich noch ein bisschen schmerzhaft. sturer so ein bisschen oder die so ein bisschen stabiler die die Strukturen ein bisschen hierarchisch hierarchisch hierarchischer sorry genau und da dann zurechtzukommen mit den Regelungen okay wer hat danach auch welchen Anspruch auf das ganze wer darf das wie weiter vertreiben wenn das funktionieren sollte also ich kann mir gut vorstellen dass da sehr viele Spannungsfelder geben kann die mit der auftauchen, was dann auch vielleicht sogar ein erfolgreiches oder potenziell erfolgreiches Projekt dann wiederum tötet, einfach weil man sich nicht einigen kann. Klar, ja. Ja, ich hatte da einmal erlebt, also man muss ja so ein bisschen die Balance finden zwischen ich muss jetzt formal vereinbaren, wie tief ich zum Beispiel zusammenarbeite, was Informationen betrifft und gleichzeitig darf ich die Zusammenarbeit aber auch nicht mit oder grundsätzlich Verträgen zerschlagen.
Da eben eine gute Balance zu finden, ist, glaube ich, sehr, sehr wichtig. Was ist das so euer Ansatz? Also das finde ich immer super spannend als Person, weil ich meine, Mitgründer, wir sind auch sehr unterschiedliche Personen. Ich bin sehr chaotisch. Ich bin so, okay, let's go.
Ja. Mein Kollege ist eher so, okay, wir strukturieren das ein bisschen runter, machen das systematisch und gucken, dass wir uns wirklich auch dran halten. Funktioniert als Team sehr gut in dem Fall, weil man halt so konträre Meinungen dann auch oftmals hat. Aber ist das so, das ist vielleicht auch so ein bisschen der Fallstrick von den ganzen etablierten Unternehmen, dass sie einfach alles zu... strukturiert oder zu ängstlich machen und nicht einfach mal sagen, okay, wir machen das jetzt so schnell wie möglich, wir hauen das raus, wir gucken, was das Feedback ist von den Nutzern und NutzerInnen in dem Fall und optimieren dann oder nehmen es notfalls wieder offline.
Also zu verlieren gibt es dann nicht so viel, würde ich fast schon sagen, wenn man das schnell wieder offline nimmt und notfalls entschuldigt man sich oder ähnliches, dann sollte das funktionieren. abzuwenden sein, dass man jetzt total an den Prang gestellt wird oder so ähnliches. Wie ist da euer Ansatz oder was hast du so in deiner Zeit jetzt bei Argestes auch gesehen, wie die Firmen so drauf sind, also wie die Verlage auch so drauf sind? Ja, da gibt es natürlich ganz, ganz, ganz unterschiedliche Fälle. Ich hatte schon Zusammenarbeiten in Projekten, wo es wirklich ein kleines, man muss ja auch grundsätzlich sagen, Mittelständler, kleinere Unternehmen, Familienunternehmen sind manchmal nicht so extrem strukturiert in Form von der Hierarchie, wie eben Konzerne oder da ist es nicht so sehr, sehr, sehr kompliziert, sich für alles zuzulegen, die Unterschrift einzuholen, sondern da kann man auch wirklich mal loslegen.
Das ist ja auch, jetzt schreibe ich ein bisschen ab, aber das ist ja letztendlich auch der Vorteil, den die Mittelständler, die Verlage spielen müssen. Die sind handlungsfähig, die können schnell reagieren. Die sind, auch wenn sie teilweise hierarchisch aufgebaut sind, eigentlich agiler als eine Konzernstruktur. Ja, ja. Jetzt zurück zur Frage.
Da gibt es ganz, ganz unterschiedliche Fälle. Ich hatte auch schon eine Zusammenarbeit zwischen einem mittelständischen Unternehmen von rund 500 Mitarbeitern und einem von ungefähr 10.000, wo man schon merkt, okay, das sind automatisch andere Kulturen, das sind andere Strukturen, die aufeinandertreffen. Ja. und trotzdem hat man es in dem Fall weniger gemerkt. Also das Projektteam selbst hat sich als Startup-Team gefühlt oder verstanden.
Die haben zusammengearbeitet, als würden sie quasi fast ein Unternehmen sein. Da muss man wieder ein bisschen aufpassen, Thema vertrauliche Informationen und so weiter. Was aber erstmal so für die Chemie und die Projektarbeit sehr, sehr gut ist. Und dann auch durch die zweite Ebene eben diese Gremien, trotzdem auch gut funktioniert hat. Also das geht auch.
Cool. Ja, das sehen wir auch bei uns tatsächlich. Also wir sind ja auch Startup vor allem, aber arbeiten auch hoffentlich sehr, sehr eng und sehr gut mit den größeren Titeln, also größeren Verlagen dann auch zusammen, um im Endeffekt darauf hinzuarbeiten, dass man nicht ein Produkt baut, das wir denken passt und muss so verwendet werden, sondern eher so einen Ansatz zu fahren von wegen, okay, wir arbeiten mit denen zusammen und innovieren damit, zusammen treiben, treiben weitere Innovationen basierend auf unserer Grundlage, die wir haben, zusammen, sodass dann für, nicht nur für diesen einen Kunden vielleicht sogar, sondern für andere auch, die das ähnliches Produkt oder ähnliches Problem haben, auch diese Technologie dann einsetzen können, weil das ja ist dann, wie du sagst, so eine Frage, okay, was geht man raus, was geht man nicht raus, aber im Prinzip können ja, sollten ja alle nur gewinnen können, wenn man zusammenarbeitet und reingeht und sagt, okay, ich möchte Innovation haben, wir sind zu langsam, ihr seid jung und schnell, aber vielleicht ein bisschen chaotisch manchmal. Lasst uns das mal zusammen strukturieren, zusammen für uns so ein Case jetzt mal ein bisschen ausbauen und auch einen Fokus drauf legen, was ist jetzt für uns speziell als Titel, als Regionalverlag wichtig und dann können wir da auch drauf eingehen. Also finde ich einen super coolen Case, fast sogar noch interessanter als alt und alt.
Absolut. Und richtig jung, genau. Ja, absolut. Ich meine, so schaffst du es ja auch nochmal ein Stück weit, auch wenn es jetzt keine formal ausgegründete Einheit oder so ist, aber so schaffst du es ja ein Stück weit, dir vielleicht ein Team aufzubauen, was ein bisschen unabhängig arbeitet, mit ganz anderen Inputs, was ganz anders handlungsfähig ist. Ja, es ist sehr, sehr interessant.
Ja, was waren so die Vielleicht sind wir auch ein bisschen abgeschweift, aber ich weiß noch nicht, ob ihr das alles veröffentlichen dürft. Aber was war so das entweder verrückteste oder spannendste Projekt, das du bisher gemacht hast? Also was man vielleicht nicht so ganz offensichtlich ist. Gab es da was? Hm...
Da müsste ich mal überlegen. Also ich hatte ja schon am Anfang gesagt, der Grund, warum ich gerne für Mittelständler arbeite und in der Beratung bin, sind, weil jedes Projekt individuell ist und die eigenen Herausforderungen hat. Deswegen muss ich jetzt gut überlegen, wo die Herausforderungen vielleicht die größten waren oder am spannendsten. Man muss ja auch dazu sagen, Coopetition-Projekte an sich sind nicht die Projekte, die ich am Stück und die ganze Zeit mache. Also in der Regel sind es auch strategische Projekte oder Technologie-Einführungsprojekte und Coopetition-Projekte kommen gelegentlich.
Und dabei muss ich sagen, sind die Coopetition-Projekte schon so mit die Spanzen. Das ist eben genau das, was ich eben sagte. Man begleitet zwei Unternehmen, die recht unterschiedlich sind. Der eine fährt einen Ansatz, das waren zwei Industrieunternehmen. die klassische Forschung und Entwicklung betreibt und die andere sind eine kleine Einheit oder eine relativ kleine Einheit, die mit Design Thinking arbeitet und Scrum und fortschrittlichen, guten Methoden aus meiner Sicht, nicht, dass Forschung und Entwicklung das nicht wäre, aber einfach, das sind zwei ganz verschiedene Verangehensweisen und dann dabei zu sein oder das zu begleiten, wie wie diese Unternehmen zusammenarbeiten, wie die auch voneinander profitieren und langfristig lernen, das ist immer wieder spannend in Projekten, auch wenn das jetzt nichts Ausgefallenes ist.
Okay, ja, aber es ist trotzdem, wie du sagst, trotzdem sehr interessant und cool. Was habt ihr denn so aktuell für Projekte, die... spannende oder vielleicht auch kommende Themen, die vielleicht einer von den Zuhörer oder Zuhörerinnen in dem Fall ansprechend finden. Wie kann man sich bei euch melden? Also wenn man Interesse daran hat, mit euch zusammenzuarbeiten oder mal reinzuhören, was ihr so anbietet auch.
Was ist da so der beste Weg, euch zu kontaktieren? Was gibt es? also grundsätzlich kontaktieren ist es ganz easy einfach auf die webseite oder jetzt direkt bei linkedin und schreiben wir sind alle vertreten alle heißt ja wir sind der überschaubar viele und und 6 aus unserem unternehmen erreicht man auch über linkedin Da kommt eigentlich dann nochmal das Thema auf, was ich eben auch nochmal angeschnitten habe, Innovation. Ich hatte die Tage von Strategizer, also Osterwalder gesehen, das über eine Studie der Boston Consulting Group geschrieben hat. Wo es irgendwie darum ging, dass nur drei Prozent der Unternehmen in der Lage sind, direkt an Innovationen zu arbeiten.
Also dieses Innovation Ready. Quasi sind kaum ein Unternehmen ist Innovation Ready. Und gleichzeitig, wenn wir verantwortlich im Unternehmen fragen, wie wichtig denn Innovationen sind, stufen sie es als Top-3-Priorität ein. Also das ist ja ein Riesengap, eine wahnsinnige Lücke zwischen den Ambitionen, die die haben und den Fähigkeiten oder der Grundlage, Innovationen zu treiben. Und hier setzen wir gerade an, auch noch mit weiteren externen.
zu schauen, wie können wir das denn konkret im Mittelstand, in Verlagen oder allgemein in der Branche, die jetzt nicht sofort die Ressourcen hat, Innovationen sofort auf die Straße zu bringen und das jetzt auch noch in der Zeit, wo eigentlich, also gerade jetzt, Innovationen ja nicht so ganz einfach sind. Wie können wir da konkret unterstützen? Und da arbeiten wir eben weiter an so Vehikeln, sag ich mal, wie Co-Petition, strategischen Zusammenarbeiten. Genau hiermit kann ich ja jetzt eben meine Risiken teilen, meine Kosten teilen. Ich kann was ausprobieren.
Wir sprechen ja von der VUCA-Welt. Alles sehr schnelllebig. Märkte verändern sich. Kunden verändern sich. Entscheidungen sind nicht mehr so klar.
Deswegen ... wollen wir genau jetzt hier nochmal tiefer ansetzen und sagen,...... ey schaut mal, es gibt ein paar Methoden,...... die ihr vielleicht mal ausprobieren solltet,...... um eure Risiken zu streuen,......
um Innovationen jetzt erfolgreich zu gestalten. Und konkret sieht das so aus, dass wir zum einen...... an den Produkten selbst arbeiten oder an den...... an den Prozessen, die dahinter liegen,... Aber eben auch, wir machen jetzt eine Studie, um einfach mal herauszufinden, wie die Bereitschaft dazu ist oder vor allem, wie sie verbessert werden kann.
Wenn ich üblicherweise mit jemandem drüber spreche und er kennt das Thema gar nicht, sagt er, mit einem Wettbewerber zusammenarbeiten, das kommt gar nicht in Frage. Wenn man dann aber mal ein bisschen näher drauf eingeht, dann sagt er, okay, es macht ja eigentlich Sinn, der Wettbewerber hat vielleicht Kompetenzen und Ressourcen. die sehr, sehr, sehr relevant für mich sind und Erfahrung gemacht, von denen ich profitieren kann und vor allem auch unser gemeinsamer Kunde vielleicht profitieren kann und bereit ist, mehr dafür zu zahlen, wenn wir ihm den entsprechenden Nutzen bringen. Also Thema Bereitschaft und erstmal herauszufinden, wie die Stellung dazu ist, da sind wir dran. Und du hattest ja, glaube ich, auch gefragt, wie man unterstützen kann.
Also was heißt unterstützen? Wenn ihr Interesse an der Studie habt, wenn ihr teilnehmen wollt, wenn ihr auch die Ergebnisse haben wollt, ist jetzt noch in Arbeit, aber dann einfach eine Nachricht über LinkedIn, würde ich sagen, und dann... Lasst uns da ins Gespräch kommen. Ja, sehr cool. Diese Riesendiskrepanz, da habe ich auch gesehen tatsächlich die Studie.
Ja? Auch durchgeschaut, weil ich mir das auch so bei der Innovation finde, gerade im Innovationsbereich einfach, weil wir auch sehen, okay, eigentlich sind die oft relativ offen für Neues. Frage ist dann halt, wie man das integriert oder ob es irgendwie noch Kapazitäten gibt, irgendwas Neues zu testen, auch wenn es finanziell jetzt in dem Fall gar nicht der große Aufwand oder der große Faktor ist, aber erstmal das zu platzieren und wirklich auch den Fokus darauf zu legen und zu sagen, wir müssen Innovation machen. auch wie das Philipp Rapp in seinem Podcast quasi gesagt hatte oder bei uns in seinem Podcast gesagt hatte. Es muss sich auch selbst kannibalisiert werden und es muss dann einfach auch mal auf lange Zeit gespielt werden, weil wenn wir nur eine Woche oder zwei Monate was testen, das ist einfach zu kurz, um zu schauen, ob das funktioniert.
Man muss da investieren und man muss auch reingehen und sagen, okay, ich versuche das, ich bin offen, ich mache auch mal das, was ich nicht kenne und dann quasi reingehen und sagen, okay, hat nicht funktioniert, egal, wir probieren das Nächste und dann sich auch nicht daran aufhalten und rumzubein, du hast schon, dass es nicht funktioniert hat, ne? Ja. Und der Gewinn ist nicht immer automatisch, dass da ein super erfolgreiches Produkt rausspringt. Also gerade bei der Untersuchung oder dem Case, den ich innerhalb meiner Forschung im Studium gemacht habe, war es so, dass es gab zwar schon diese innovative Vertriebsplattform, die dort entwickelt wurde, aber es war noch nicht erkennbar, ob die jetzt erfolgreich wird oder nicht. Und in dem Zusammenhang habe ich halt auch, oder musste ich damals, war ja wissenschaftlich qualitativ, habe ich dann untersucht, was eben diese Chancen sind, was die Herausforderungen sind und so weiter.
Und da habe ich sofort das Feedback bekommen von den Beteiligten. die haben gesagt, eigentlich ist jetzt schon gar nicht mehr so entscheidend, klar für gewisse Stakeholder schon, aber gar nicht mehr so entscheidend, ob dieses Produkt jetzt unbedingt super erfolgreich wird oder nicht. Wir haben so viel von dieser Zusammenarbeit profitiert, wir haben ganz neue Methoden kennengelernt, wir haben von den Erfahrungen des Wettbewerbers beidseitig profitieren können. Ohne jetzt unsere Geschäftsmodelle in irgendeiner Form zu gefährden. Und das nehmen die Dinge, die du auch glaube ich meintest und von denen du eben erzählt hast, Dinge auszuprobieren, nicht nur in dem monetären Wert des vielleicht herauskommenden Produkts zu denken, sondern auch...
Und darüber hinaus zu denken und zu überlegen, hey, ich profitiere auch von Kompetenzen, Erfahrungen, ich werde Innovation ready, ich lasse mich mal auf so Dinge ein und einfach mal schauen, was da rauskommt. Das ist vielleicht nicht immer das Produkt, aber ein ganz anderer Bereich, den man dann entdeckt. 100% genau das. Ja. Alright, so mit Blick auf die Zeit, eine letzte Frage noch, die immer unsere Abschlussfrage ist.
Ich hoffe, ich höre interessante Themen zum Thema Co-Position auch mit raus. Wie siehst du denn die deutsche, vor allem die deutsche Medien- und Verlagswelt so in den nächsten 5-10 Jahren, also was ändert sich, gibt es mehr, noch mehr Kunst, also höchstwahrscheinlich gibt es mehr Konsolidierung, da kommen wir gar nicht drum rum, aber wie können vor allem, was denkst du, wie können vor allem die kleineren Titel, Regionaltitel, die Mittelständler einfach up-to-date bleiben, relevant bleiben und hoffentlich auch weiterhin existieren? Ja, also ich glaube, genau wie du das sagst, ich glaube, gerade bei den Regionalverlagen wird es weitere Konsolidierungen geben. Und mit Blick auf Coopetition glaube ich auch gerade hier im Verlagsbereich, dass es zunehmen wird. Zwar nicht direkt nah am Journalismus und auch nicht direkt an den Kernwertschöpfungsprozessen, aber eben in den Dingen mal neue Themen auszuprobieren.
Also vor allem vielleicht auch viel in Fachverlagen. Nicht auch unbedingt Coopetition, aber grundsätzlich die strategische Zusammenarbeit wird, glaube ich, ein sehr, sehr wichtiges Thema sein. Vielleicht auch noch hier die Erkenntnis oder was ich die Tage noch gelesen habe hier in der Vorbereitung auf den Podcast. In den vergangenen drei Jahren gab es mehr wissenschaftliche Publikationen zu dem Thema Co-Petition als in den gesamten 30 Jahren davor. Also das zeigt ja schon so ein bisschen, wie die Relevanz steigt, auch wenn das jetzt verlagsunabhängig ist, aber branchenübergreifend.
Klar, und Verlage, egal ob der Publikumsverlag, der Regionalverlag oder der Fachverlag, alle müssen sich auf die verändernden Märkte und Kunden einstellen, die Rahmenbedingungen wechseln. Wahrscheinlich wird es jede Woche im Podcast angesprochen, aber das Thema KI, warum probieren wir das nicht mehr zusammen mit einem anderen Player aus? die Unsicherheiten und so weiter. Und da bin ich der Meinung, sollten die Verlage etwas mutiger werden und vielleicht mal drüber nachdenken, ob das eine Möglichkeit ist. Vielen Dank.
Sehr schöner Abschluss. Hat mich super gefreut, war eine spannende Folge auf jeden Fall. Ich habe viel mitgenommen, gerade zum Thema Co-Petition. Hoffentlich sieht man sich mal wieder. Sehr gerne.
Sehr cool. Dann wünsche ich dir noch jetzt ein schönes Wochenende demnächst, einen guten Feierabend und dann hören wir füreinander. Danke dir. Wünsche ich dir auch. Ciao, ciao.
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