It’s time to talk: Warum Tausende User bei ZEIT Sprachen über Harris und Trump diskutieren
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In dieser Folge spreche ich mit dem Leiter für Business Development bei der ZEIT, Dennis Draber, über The Language of Democracy, das Tausende Sprachlernende zur US-Wahl zusammenbringt, und über die neue ZEIT Sprachen App.
Erwähnt in der Folge
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Wir haben es dann geschafft, wenn wir eine Love-Brand sind für unsere Leserinnen und Leser. Wenn sie sagen, wow, das ist nicht nur irgendeine x-beliebige Marke, sondern eine Marke, bei der ich mich wohlfühle, bei der ich die Personen, zumindest die Redaktion, kenne, eine persönliche Bindung aufbaue. die Stimme in dem Podcast höre, die Gesichter im Newsletter sehe, kleine Anekdoten aus dem persönlichen Leben der Redaktion erfahre vielleicht in einem Newsletter-Editorial und wo es sich einfach gut anfühlt, mit diesem Medienprodukt auch Kontakt zu haben. Moin aus Kiel zur neuen Folge von Ressort21, dem Podcast über Innovation und Digitalisierung in der Verlags- und Medienwelt. Ich bin Tim Großmann und spreche heute mit Dennis Draber, dem Leiter für Business Development bei der ZEIT.
Wir sprechen heute vor allem über ein Thema, Zeitsprachen, und reden über das Projekt The Language of Democracy, das tausende Sprachlernte zur Diskussion über die US-Wahl zusammenbringt. Und natürlich über die neue Zeitsprachen-App. Aber genug erzählt, viel Spaß bei der Folge. Heute zu Gast ist Dennis Draber, Leiter für Business Development bei der ZEIT. Moin Dennis.
Moin Tim, danke für die Einladung. Ja, ich freue mich auf unser Gespräch. Ich habe ja gesehen, du bist auch unter anderem für das Thema Zeitsprachen zuständig. Was genau bewirkt sich dahinter? Ich habe das schon mehrfach gesehen, aber noch nie so richtig reingeschaut.
Zeitsprachen gehört seit 2018 zur Zeit Verlagsgruppe, aber das erste Magazin Spotlight, das englische Magazin, gibt es schon viel viel länger, seit 1981, also über 40 Jahre. Es ist ein Magazin über die englischsprachige Welt. Darin findet alles statt, was irgendwie über die englischsprachige Welt spannend, interessant ist. Über die USA, über Großbritannien, Australien, Neuseeland. viele weitere Länder, in denen Englisch gesprochen wird, aus unterschiedlichen Perspektiven.
Wir gucken sowohl gesellschaftlich auf die Länder, aber bereiten auch Sprachthemen auf. Man kann mit Spotlight und auch mit den ganzen anderen Sprachmagazinen, die es gibt von Zeitsprachen, Zum Beispiel ECUD über Französisch, ADESSO über Italienisch, ECOS über Spanisch. Dann gibt es noch Deutsch perfekt für internationale Fachkräfte und Einwanderer, die gerne ihr Deutsch aufbessern möchten. sowie Business Spotlight über Englisch für den Beruf. Mit diesen Magazinen, Print und Digital, kann man also seine Fremdsprachenkenntnisse gleichzeitig verbessern und etwas über das Land, über die Kultur erfahren.
Eine einzigartige Mischung im deutschen Zeitschriftenmarkt. Das hat tatsächlich kein anderer Anbieter so wie Zeitsprachen. Okay, das bedeutet im Endeffekt, ihr macht eigentlich sozusagen die Kultur in der eigenen Sprache dann für Menschen, die zum Beispiel jetzt in Deutschland leben, zugänglich. Auch wenn man jetzt noch nicht Muttersprachler ist oder noch nicht sehr, sehr gut sprechen kann, habt ihr quasi Angebot, um sowohl dort die Kultur in der eigenen Sprache schon kennenzulernen, als auch die Sprache selbst besser zu lernen. Genau, denn Sprache und Kultur sind ganz eng miteinander verknüpft.
Wir glauben eben, dass es nicht reicht, einfach nur stumpf Vokabeln ausländisch zu lernen, sondern man soll in die Kultur auch eines Landes ja hineintauchen können, verstehen, was passiert in diesem Land, was macht diese Kultur so besonders. Warum trinken Italiener zum Beispiel keinen Cappuccino nach 12 Uhr? Oder was hat es eigentlich mit dieser Teestunde in Großbritannien auf sich? Aber natürlich auch gesellschaftlich relevante Themen, wie jetzt zum Beispiel über die US-Wahl. Auch damit beschäftigen wir uns dann bei Spotlight und Business Spotlight, insbesondere bei den beiden englischsprachigen Magazinen und eben bei der Zeitsprachen-App.
Darüber sprechen wir sicherlich auch noch später. Sehr eingängig. Okay, spannend. Und wie kann man sich da so die Zielgruppe vorstellen? Ich denke mal, das ist wahrscheinlich weit gestreut, aber habt ihr da so eine Kernzielgruppe von dem ganzen Angebot, beziehungsweise vielleicht auch gerade den Spotlight-Magazin?
Ich habe neulich nochmal in die letzte Ava-Marktforschung geschaut, in der Spotlight erschienen war. Und tatsächlich kann man da sehen, die Altersgruppen sind sehr breit gefächert. Wir haben sehr viele Studierende, auch Schüler der oberen Jahrgangsstufen in unserer Leserschaft. Genauso gut Menschen, die mitten im Beruf stehen. Die interessiert vor allem Business Spotlight, das Magazin über Englisch für den Beruf.
Und aber eben auch Menschen, die vielleicht nochmal als... Hobby gerne ihre Sprachkenntnisse vertiefen möchten. Das merken wir dann zum Beispiel bei ADESSO sehr stark, dem italienischen Magazin. Das sind Menschen, die gerne noch mal aus ganz freien Stücken ohne jeden Zwang ihr Italienisch verbessern möchten und lernen möchten. Und deshalb unterm Strich extrem breit gestreut, sowohl was das Alter als auch die Berufs- Zielgruppe angeht.
Man muss dazu sagen, eine Zielgruppe, die ragt ein bisschen heraus, das sind tatsächlich dann die Lehrer, Lehrerinnen und Lehrer, die lieben unsere Magazine. Nicht schlecht. Da muss ich, Adesso heißt das italienische, das muss ich mal meiner, der Mutter von meiner Partnerin empfehlen, die ist ganz großer Italien-Fan, hat auch italienisch gelernt, ist ein bisschen eingerostet jetzt, vielleicht ist das genau das richtige Angebot für sie, dass sie sich da mal ein bisschen einarbeiten kann, beziehungsweise entspannt man auch ein bisschen einlesen kann. Vor allem, wenn da auch Teile dann auf Italienisch oder alles vielleicht sogar auf Italienisch, leicht im Italienisch ist, je nachdem. Sehr, sehr spannend.
Genau, aber wir springen... Es gibt immer ein Vokabelglossar unten drunter, unter den Artikeln, also für die schwierigsten Wörter, das ist, finde ich, ein toller Service, gerade für diejenigen, die noch nicht hundertprozentig in der Sprache drin sind. Die schwierigsten Begriffe werden nochmal erklärt, Deutsch, Englisch, so ein kleines Glossar unten drunter. Ganz unaufdringlich, aber ein schöner Service. Wenn ich etwas Werbung machen darf, die erste Aufgabe gibt es kostenlos.
Also, wenn ich etwas Werbung machen darf, die erste Aufgabe gibt es kostenlos. Okay, da du jetzt schon noch über kostenlos sprichst, wie ist da so die Strategie, also ist das quasi beinhaltet in Zeit Plus, also in eurem Subscriber, wenn das so heißt, bin ich nicht ganz sicher, kann ich mich gerne korrigieren, oder ist das beinhaltet im Komplettpaket, ist das ein eigenes Paket, wie sieht da die Strategie aus, also wie passt das in euer Komplettangebot? Aus Blick der Zeit Verlagsgruppe ist tatsächlich Zeitsprachen so ein besonderes Angebot, dass das jetzt nicht in dem normalen Z+ Abo auf Zeit Online enthalten ist, weil es sich eben so an eine besondere Zielgruppe richtet. Das heißt, wenn man Zeitsprachen testen möchte, die Magazine, die E-Magazines, die App, dann schließt man ein separates Abo für das Zeitsprachen Angebot ab. Und wir machen es tatsächlich so, weil die Magazine etwas so Besonderes und auch in diesem Format vielleicht nicht ganz üblich ist, gibt es immer die erste Ausgabe kostenlos zum Testen.
Danach kann man dann monatlich kündigen. Also da kann man erstmal für einen Monat für eine Ausgabe warm werden mit diesem besonderen Angebot. Na, das ist ein schöner Ansatz, einfach damit man das auch mal anschauen kann, ungezwungen und nicht direkt sagen muss, okay, ich hole mir das Abo. Dieser Podcast wird produziert von der Explo GmbH. Wenn auch du neue Zielgruppen über digitale Produkte binden und deine Content-Produktions-Workflows automatisieren willst, dann kontaktiere mich auf LinkedIn oder vereinbare eine unverbindliche Demo direkt auf unserer Website explo-gmbh.de Wir springen einmal ganz kurz zurück, einfach nochmal zu deiner Person, vielleicht ein, zwei Fragen.
Du hattest gesagt, 2018 hat sich das mit dem Zeitsprachenthema ein bisschen ausgeweitet. Die erste Episode oder die erste Ausgabe gibt es schon viel, viel länger von Zeitsprachen, von dem Magazin. Wie bist du quasi selber reingekommen bei der Zeit? Wie hat sich das entwickelt? Wie hast du das Sprachenthema so ein bisschen auch übernommen?
Und wie sieht so dein Weg in die Verlagsbranche aus? Ja, mein Weg in der Verlagsbranche, die fängt eigentlich schon zu Schulzeiten an, als ich für eine Lokalzeitung vor Ort in der Region Hannover, wo ich herkomme, geschrieben habe. lokale Artikel über das Jubiläum des Fanfarenzuges, über das Treffen des Kleingärtnervereins. Da bin ich tatsächlich, wie man sich das so vorstellt, rasender Reporter-mäßig zu diesen zugegebenermaßen eher kleineren Events dann hingefahren und habe dort mit den Vereinen, mit den Menschen vor Ort gesprochen und dann kleine Artikel darüber geschrieben. Das hat mir so sehr Spaß gemacht, dass ich mir nach dem Abi gesagt habe und nach meinem Zivildienst, ich will da weiter tätig sein in der Verlagswelt, in der Medienwelt und habe mich dann für ein BWL-Studium erstmal entschieden, weil das...
ja warum habe ich mich für ein bbl studium entschieden es gab damals das war abitur 29 2010 fing so der große umbruch an in der medienwelt man merkte digital da entsteht irgendwas die jobs im journalismus sind nicht mehr sicher erste häuser haben damals angefangen zu sparen und der damalige redakteur der lokalzeitung hat mir gesagt Dennis, studiere erstmal was Vernünftiges, bevor du jetzt irgendwie Medienwissenschaften oder Journalistik studierst oder da dich drin versuchst. Mach erstmal was Bodenständiges, wo du dir Fachwissen erwirbst und vielleicht kann man das dann irgendwie mit Journalismus verknüpfen. Und diesen Rat habe ich mir damals zu Herzen genommen. BWL studiert und am Ende dann tatsächlich den Weg gefunden, wie ich BWL wunderbar mit mit Journalismus verknüpfen kann, nämlich in dem Job, den ich gerade mache bei der Zeit Verlagsgruppe. Bei diesem Job brauche ich eigentlich meine Kenntnisse sowohl in der BWL als auch im Journalismus und kann das wunderbar verknüpfen.
So bin ich jetzt seit fünf Jahren bei der Zeit, beim Zeit Verlag. Ich leite dort mit einer Kollegin das Business Development. Wir überlegen uns dort neue Geschäftsideen, machen uns darüber Gedanken, welche Produkte wir vielleicht ausbauen könnten. Das heißt, wir entwerfen Konzepte, sprechen intern mit den beteiligten Personen, sowohl mit Redaktionen als auch mit Verlagsbereichen, digital wie Print. Und wenn wir dann das Go bekommen von der Geschäftsführung bestehende Konzepte, die wir gepitcht haben, umzusetzen, dann begleiten wir die Umsetzung auch in den ersten Wochen und Monaten.
Also sind jetzt nicht so McKinsey-mäßig, dass wir uns nach Abgabe des Konzepts zurückziehen, sondern wir schauen auch, dass wir intern dann das umsetzen. Projekt, das Produkt auf die Straße bringen, gemeinsam mit den Fachbereichen. Wir kommen immer dort zum Einsatz, wo wir interdisziplinär bereichsübergreifend unterwegs sind. Okay, also man könnte quasi auch sagen, New Business, da könnte wahrscheinlich so ein anderer Begriff sein für das, was du bzw. du mit deiner Kollegin auch machst, einfach so neue Idee, neue Geschäftsmodelle hoffentlich dann auch etablieren langsam, aber sicher im Verlag, in der Zeit, bei der Zeit in dem Fall.
Okay, und wann genau kam das Thema Zeitsprachen auf? Also du bist ja schon etwas länger jetzt auch bei der Zeit, wie du gesagt hast, fünf Jahre. Ab welchem Punkt war das so das Thema, was dich interessiert hat oder wo du dich auch quasi mit engagiert hast? Vor drei Jahren fing die Transformation bei Zeitsprachen an, langsam ernst zu werden, die digitale Transformation. Wir haben gemerkt, wir haben dort einen ungeschliffenen Diamanten vorliegen mit den Magazinen von Zeitsprachen, mit den sechs Magazinen.
Damals waren sie noch insbesondere Print erhältlich. Wir haben gemerkt, wir wollen da ins digitale Zeitalter auch vordringen und haben uns auch gefragt, welche Learnings, welche Best Cases können wir vielleicht von der Zeit Verlagsgruppe insgesamt übernehmen? Welches Know-how gibt es dort, aus dem wir schöpfen können? Wo müssen wir vielleicht aber auch unseren eigenen Weg gehen? Wir haben gewisse Dinge adaptiert.
Beispielsweise haben wir hier einen sehr großen Newsletter gestartet, einen wöchentlichen Newsletter, der jetzt fast 100.000 Abonnentinnen und Abonnenten hat. Zeit für Englisch heißt er. Da kann man als Leser wöchentlich seine Englischkenntnisse mit verbessern in 10 Minuten pro Woche. Es gibt kleine Grammatikteile, es gibt Hintergrundartikel, es gibt stets ein persönliches Editorial von den beiden Chefredakteurinnen, von Spotlight und Business Spotlight und ein Quiz. Und wir merken zum Beispiel, dass dieser kostenlose Newsletter wirklich großartig angenommen wird.
Wir haben einen Podcast gestartet. Die Zeit Verlagsgruppe hat ja sehr erfolgreich mit Podcasts vor einigen Jahren angefangen und ist mittlerweile einer der größten europäischen Publisher, was Podcasts angeht. Dieser Podcast-Site bei Zeitsprachen heißt English Please und 15 Minuten geht es auf Englisch. Das ist mal wirklich etwas Neues, auch für uns bei der Zeitverlagsgruppe auf Englisch über Themen aus der englischsprachigen Welt. Und es gibt auch aber eben eigene Wege, wie ich sie gerade besprochen habe, wie die gerade ganz frisch gestartete App Zeitsprachen.
Und wenn ich noch etwas droppen darf an dieser Stelle, ein ganz tolles Format, was wir gerade in diesen Wochen vor der US-Wahl hosten. Das heißt Language of Democracy. Ja. ein Talk-Format, ein Sprachtandem, bei dem wir zwei Leser matchen, sodass sie sich dann zu zweit über die US-Wahl austauschen können. Und sie können das auf Englisch machen.
Und das ist insofern mal etwas ganz Neues, auch dieses Sprachtandem, da dort zwei deutsche Leser, in der Regel sind es deutschsprachige Leser, sich auf Englisch über die US-Wahl unterhalten können. Sie können also ihre Englischkenntnisse verbessern, gleichzeitig ein bisschen darüber fachsimpeln. Gewinnt Harris oder Trump? Die USA bereit für eine weibliche Präsidentin. Und es ist eigentlich gut, wenn ein US-Präsident viel Macht hat.
Ist das auch, dass das Sprachniveau gematcht wird? Also gibt es da irgendwie verschiedene Fragen zu, wie gut schätzt du deinen Englisch ein? Und dann quasi mit jemandem gematcht, der ähnlich oder vielleicht ein bisschen besseres Englisch spricht? Oder wie funktioniert das Ganze? Weißt du das?
Beim Sprachniveau machen wir tatsächlich keine Unterscheidung, ganz bewusst nicht. Also wir wollen jetzt nicht, dass zwei sich auf perfektem Englisch diskutieren und vielleicht zwei Anfänger zusammenkommen. Es ist erstmal ausdrücklich kein perfektes Englisch erforderlich. Du musst kein Professor sein, um daran teilzunehmen. Das kommunizieren wir auch ganz am Anfang und sehr groß.
damit es niedrigschwellig ist, dieses Format. Aber gerade für diejenigen, die vielleicht noch nicht ganz sicher im Englischen sind, wir stellen kostenlose Vokabellisten speziell für Diskussionen zur Verfügung. Also, welche Vokabeln brauche ich, um so eine Diskussion zu führen? Welche nützlichen Sätze gibt es? Useful Phrases?
Und es gibt auch einige Hintergrundartikel dann über die US-Wahlen, die wir mitliefern. und damit denke ich sind auch diejenigen die vielleicht sich noch nicht 100 pro effekt 100 prozent perfekt fühlen in ihrem englisch fühlen sich gut vorbereitet und das alles andere lassen wir überlassen wir ganz bewusst auch ein ein bisschen dem dem zufall ist soll auch eine gewisse überraschungskomponente bürgen wird jetzt zum beispiel eine Englisch Lehrkraft mit einem Studierenden gematcht oder zwei langjährige US-Reisenden, die sich dann über ihre Erfahrungen in den USA austauschen können. Oder gibt es vielleicht jemanden, der zwar schon zehnmal in den USA war, der dann aber gematcht wird mit jemanden, der noch nie in den USA war, sodass sie dann unterschiedliche Perspektiven entdecken. Ein bisschen die Komponente Zufall lassen wir da ganz bewusst drin. Aha, spannend.
Und wie sind da die Nutzerzahlen oder Nutzer*innenzahlen aktuell? Wie kommt das an bzw. was ist da auch so ein bisschen die Strategie dahinter? Also ich denke mal, es ist ein schönes, also super wichtiges Thema absolut, da auch darüber zu sprechen, da auch ein bisschen sich zu informieren, wie du gesagt hast, auch ein bisschen Fach zu simpeln, weil so tief steckt man wahrscheinlich dann trotzdem nicht drin. Aber was ist die Strategie dahinter?
Ist das dann E-Mail, Newsletter gleichzeitig mit anzubieten, dass man dann hofft, die Personen gehen in das Zeitsprachen plus Abo dann mit rein oder was ist da so der konkrete Ansatz? den ihr verfolgt? Kurz zu den Teilnehmendenzahlen, die sind wirklich schon bei unseren Erwartungen. Wir haben vierstellige Teilnehmendenzahlen und unser Format, unsere große Schwester, bei dem wir natürlich raufschauen. Deutschland spricht und Europe Talks, die nach deren Vorbild wir das entwickelt haben, die schaffen es teilweise auch fünfstellige Teilnehmendenzahlen zu erreichen.
Mal schauen, was da noch geht. Also Anmeldungen sind bis zum 20. Oktober noch möglich. Und du hast nach unserer Strategie gefragt. Natürlich wollen wir auch gerade diejenigen, die die vielleicht Zeitsprachen noch nicht kennen, aber auf dieses Format jetzt aufmerksam werden, mit unserem Kosmos bekannt machen.
Also natürlich teasern wir unseren kostenlosen Newsletter an. Natürlich gibt es die Zeitsprachen-App kostenlos für 14 Tage dazu. Die Artikel... über die US-Wahlen, mitsamt den Vokabellisten sind sogar vor der Paywall dauerhaft, sodass man sich die kostenlos anschauen kann. Wir versuchen, du merkst, wir versuchen hier und da Touchpoints zu schaffen.
Jetzt erst einmal auf einer sehr niedrigschwelligen Basis. Wir wollen da niemanden in ein Abo reinziehen. Das ist nicht die Idee dahinter. Aber wir wollen eben Touchpoints schaffen, sodass die Teilnehmenden uns auch erleben als Zeitsprachenmarke. Wir wissen aus der Zeit Verlagsgruppe und auch glaube ich, das ist kein Geheimnis, je höher das Engagement, desto wahrscheinlicher, dass auch ein Leser dauerhaft dabei bleibt.
Und eine Grundvoraussetzung für hohes Engagement ist es, möglichst viele Touchpoints zu schaffen. Und das tun wir. Bei der Anmeldung zu diesem interaktiven Talkformat Language of Democracy schaffen wir dann im Follow-up per E-Mail zum Beispiel weitere Touchpoints, indem wir sagen, hey, schau doch mal bitte in die kostenlose Zeitsprachen-App rein. Da findest du ganz viele Hintergründe über die US-Wahl und kennst du übrigens schon unseren Anwalt, kostenlosen Newsletter, mit dem kannst du in 10 Minuten pro Woche dein Englisch verbessern. Und übrigens in der neuen Podcast-Folge von English Please setzen wir uns auch mit der US-Wahl auseinander.
So versuchen wir dann die Teilnehmenden näher in unseren Kosmos zu bekommen, aber erstmal ganz unverbindlich ohne irgendwelche falschen Abo-Angebote. Denn wir sind überzeugt, wenn uns die Leserinnen und Leser genauer kennenlernen und das Angebot besser verstehen, werden viele von ihnen dann auch zu langjährigen Abonnenten. Ich finde das immer super spannend. Also es gibt ja gerade, also ihr seid ja überregional vor allem unterwegs mit der Zeit, so wie ich das gesehen habe, wie ich das auch verstanden habe. Wir haben ja oft mit Regionalverlagen, lokalen Verlagen zu tun und ich finde diese Diskrepanz in der Ansicht, wie so ein digitales Modell funktionieren wird, immer ganz spannend.
Um da einen kleinen Einblick zu geben, wie ich das so wahrnehme, ist immer Spiegelzeit, die großen überregionalen Titel, die auch sehr, sehr erfolgreich mit ihren Digitalstrategien sind, die gehen immer darauf, okay, wir müssen das Engagement erhöhen, wir müssen Metriken erhöhen, die vielleicht nicht direkt der Umsatz sind. Die Digitalstrategie besteht zwar darin, okay, wir müssen uns irgendwann finanzieren über rein digitale Produkte, aber die besteht nicht darin, dass... nur der Umsatz im Auge behalten wird, sondern auch andere Themen, wie zum Beispiel Engagement. Und wie du sagst, mehr Engagement führt dazu, mehr Touchpoints führen dazu, dass diese Person die Marke viel besser im Blick hat, plus die führt im Endeffekt dazu, dass irgendwann diese Person den Mehrwert gerne, wirklich auch gerne mit Umsatz beziehungsweise mit einem Kauf bedient, beziehungsweise in dem Fall dann verwendet, keine Ahnung, was das richtige Wort dafür ist, aber im Endeffekt dann konvertiert. Und dieses Engagement der Höhen ist bei vielen, gerade Regionalvorlagen, eher so, okay, das ist schön und gut, das hilft uns, das ist cool, aber im Endeffekt bringt das erstmal nicht direkt mehr Geld in die Kassen und das finde ich immer ein bisschen schade und auch schön dann zu sehen, dass gerade bei euch das voll im Fokus auch steht und wichtig ist, dass man in dem Bereich dann auch mehr macht, beziehungsweise dass man das im Fokus hat und sagt, hey, wenn die Leute Mehrwert bekommen, wenn die schöne neue Produkte, Tools lernen, dann ist das einfach eine Erhöhung von dem Engagement und die werden dann auch für meine Marke, für mein Angebot im Endeffekt loyal und wollen das dann auch über die Zeit hinweg haben.
Also das finde ich sehr, sehr schön, dass du das so auch quasi rausträgst und dass ihr das auch so kommuniziert. Absolut. Ich glaube, es ist so eine Denkweise der 80er, 90er Jahre, als Digitalisierung noch ein Fremdwort war, als man gesagt hat: Okay, wir müssen irgendwie zu einem Abo-Abschluss kommen und dann ducken wir uns weg und hoffen, dass der Leser uns nicht kündigt. Das ist eine Denkweise, die so Ende 20. Jahrhundert wahrscheinlich in der Medienwelt vorgeherrscht hat, aber die jedenfalls nicht mit dem Jahr 2024.
entspricht, je mehr Berührungspunkte es mit dem Leser, der Leserin gibt, desto besser. Und klar, vielleicht wird dann mal der ein oder andere, der ohnehin sagt, ich nutze dieses Abo doch nicht, was soll ich noch bei... Vielleicht wird er dann mal kündigen, aber ganz viele hingegen vertiefen, ihre Markenbindung. Also je mehr Touchpoints, je mehr Engagement es gibt, desto besser für die, früher hätte man gesagt, Laserblattbindung. Wie gesagt, dieses in Deckung gehen nach dem Motto einmal Aboabschluss und jetzt hoffentlich hören wir nie wieder von dem Laser.
Das ist Vergangenheit. Wir suchen den Kontakt, wir suchen den Austausch, wir suchen Rückmeldung, wir suchen Feedback. Gleichzeitig machen wir auf Angebote aufmerksam, wollen unsere interaktive Bindung mit dem Leser steigern, das Engagement erhöhen und da gehören dann eben auch kostenlose Angebote wie dieses Talkformat dazu, wie Newsletter-Angebote dazu. Und wenn man so will, kosmedial als Marke unterwegs sein, 360 Grad, auf unterschiedlichen Kanälen. Das kann Print sein, das kann digital sein, das kann in einer App, in einem Newsletter, in einem Podcast sein, live als Event.
Einen ganzen Markenkosmos bilden, in dem sich dann jeder Leser das herauspicken kann, wo er sich und sie sich am wohlsten fühlt. Das ist so unsere Idee dabei. Und vielleicht noch so ein Wort zur Marke. Gerade bei Zeitsprachen verfolgen wir auch diese Idee. Wir haben es dann geschafft, wenn wir eine Love-Brand auswählen.
sind für unsere Leserinnen und Leser, wenn sie sagen: "Wow, das ist nicht nur irgendeine x-beliebige Marke, sondern eine Marke, bei der ich mich wohlfühle, bei der ich die Personen auch, zumindest die Redaktion, kenne, eine persönliche Bindung aufbaue, die Stimme in dem Podcast höre, die Gesichter im Newsletter sehe, kleine Anekdoten aus dem persönlichen Leben der Redaktion erfahre vielleicht in einem Newsletter-Editorial und wo es sich einfach gut anfühlt, mit mit diesem Medienprodukt auch Kontakt zu haben. Das finde ich, macht eine Love Brand im Journalismus aus. Und wenn wir das schaffen, als Love Brand wahrgenommen zu werden, dann machen wir sehr vieles richtig. Und dieses Talkformat Language of Democracy trägt, glaube ich, ganz stark dazu bei. Ja, auf jeden Fall.
Das ist gerade Lovebrand gesagt und in Kombination mit der Zeitsprachen-App, da kannst du gerne auch gleich nochmal ein bisschen darüber erzählen, seit wann es die denn genau gibt und was euer Fokus ist, kommt natürlich so ein bisschen der Vergleich, okay, Zeitsprachen, ich denke mal, dass es wahrscheinlich eine Sprachen-App ist, wahrscheinlich eine App, mit der man dann irgendwelche Sprachen lernen kann, verschiedene Sprachen, plus das Thema Lovebrand, kommt natürlich dann Duolingo mit ihrer Eule, die auf TikTok viral geht, so in meinen Kopf, wie das denn geht. wie, also was genau macht ihr mit der Sprachen-App, wie differenziert ihr euch da auch so ein bisschen im Markt, vielleicht von Duolingo oder habt ihr eine andere Zielgruppe, die ihr anspricht und was war so die Überlegung, dass ihr jetzt gesagt habt, okay, wir bringen selber auch eine Sprachen-App im Endeffekt raus? Vielen Dank. Duolingo ist für insbesondere für die Zielgruppe gedacht, die von null an eine Sprache lernen will, die erst mal so ein paar Vokabeln pauken möchte. Aber wir sind viel mehr als Vokabeln pauken.
Hatte ich ja schon eingangs gesagt. Wir wollen Kultur vermitteln. Wir wollen die Sprache auch als Teil einer Kultur vermitteln und begreifbar machen. Und da gehört für uns viel, viel mehr zu als nur Vokabeln pauken. Und deshalb geht unser Ansatz, würde ich sagen, weit über das hinaus, was Duolingo macht.
Vielleicht auch dann eben für eine Zielgruppe, die ein bisschen erwachsener ist als Duolingo, gleichzeitig aber dennoch Spaß haben will am Sprachlernen. Also wir haben jetzt keine grüne Eule als Maskottchen. Da haben wir uns bewusst dagegen entschieden. Und gleichzeitig bieten wir in unserer Zeit Sprachen-App, die seit ganz kurzem auf dem Markt ist, noch ganz frisch. Ich glaube, das offizielle Marketing startet auch erst in ein paar Tagen.
Also wenn dieser Podcast ausgezeichnet ist. Man kann sie aber schon herunterladen und ausprobieren. für iOS und für Android. Übrigens auch erstmal kostenlos. Diese Zeitsprachen-App, da ist schon Humor enthalten.
Da gibt es die Vokabel des Tages, da gibt es kleine Quizze, die echt großen Spaß machen. Ich bin ein großer Quiz-Fan. Da gibt es kleine interaktive Formate und vor allem ein sehr authentisches Erlebnis. Also zum Beispiel, wenn du in der Zeitsprachen-App sagst: "Ich will Dublin besser kennenlernen als Stadt", dann gibt es dort einen irischen Redakteur bei uns, Owen Connors, der arbeitet tatsächlich in der Spotlight-Redaktion und ist nicht ausgedacht. Der führt dich dann in einem kleinen Kurs durch Dublin, durch Irland, vermittelt dir seine persönlichen Highlights der Stadt, von ihm als dem gebürtigen Iren aus Dublin, zeigt dir: Hey, hier, schau mal, diese Pubs.
Und übrigens, die Sachen sind auch wichtig, die du in einem Irish Pub beachten musst. Also sowas wie Thema Trinkgeld oder wie bestelle ich eigentlich? Und gibt es irische Slangwörter, die man beherrschen sollte? Kurzer Zwischeneinschub: Ja, die gibt es. Also was ermitteln wir?
Und das zeigt OWEN dann sehr persönlich dem Nutzer. Und das ist, glaube ich, dann etwas, was vielleicht eine App wie Duolingo an dieser Stelle nicht leistet. Und was wir aber mit unseren englischsprachigen Redakteurinnen und Redakteuren wie dem irischen OWEN leisten. Und ich glaube für diese Zielgruppe ist die Zeitsprachen-App gemacht, die also ein bisschen tiefer reintauchen wollen in die Kultur. Und vielleicht noch kurz zur Monetarisierung.
Ich finde die Duolingo-App aus unterschiedlichen Gründen gut. sehr gut gemacht, was mich in der kostenlosen Variante allerdings immer wieder unglaublich stört, das ist diese viele Werbung, die da oft ploppt. Man wird durch die viele Werbung, soll man quasi hineingezwungen werden in ein Abo, so erlebe ich es bei Duolingo. Ich glaube, das ist die Strategie dahinter und darauf verzichten wir sehr bewusst. Also wir nerven die User nicht mit Werbung, sondern man kann in einer kostenlosen 14-tägigen Phase Die App so kennenlernen, wie sie ist und danach dann überlegen, will ich sie mir dauerhaft holen oder nicht.
Und da haben wir dann auch einen kaufmännisch etwas anderen Ansatz. Ist das quasi dann Zeitsprachen-Subscription-Paket? Ist die App mit drin oder ist die App nochmal ein separates Paket? eine separate Subscription zu dem großen Zeitsprachenangebot dann? Wie ist das aufgebaut?
Es gibt beides tatsächlich. Du kannst dir die App als Standalone holen, du kannst die App aber auch kombinieren mit dem Magazin. Print oder E-Magazin. Wir wissen, dass es dort unterschiedliche Präferenzen bei unseren Lesern gibt. Die einen wollen vielleicht gerne Print lesen und das mit einer App ergänzen.
Die anderen hingegen bewegen sich nur im Digitalen und deshalb wählen wir dort unterschiedliche Kombinationen. Ja, macht ja auch total Sinn. Du hast vorher gesagt, Rohdiamant, dein Sprachenverein Rohdiamant. Was kostet das Ganze? Wenn du teilen darfst, hoffentlich darfst du teilen, wie hoch ist die Menge der Abos?
Was habt ihr da für einen Subscriber? Wie viele Leute nutzen das aktiv bzw. zahlen auch dafür? Ich kann dir eine Abozahl, denke ich, guten Gewissens verraten, nämlich dass wir insgesamt im Zeitsprachenkosmos inklusive der Magazine, die noch den ganz großen Teil bei uns ausmachen, Trill, aber auch mittlerweile als E-Magazin, über 100.000 zahlende Abonnenten haben. Das ist schon ein Pfund.
ähm Und da sind wir sehr glücklich, auch so einen treuen, loyalen Kundenstamm zu haben. Wir haben ganz viele Abonnenten dabei, die nicht nur seit Jahren, sondern sogar seit Jahrzehnten uns lesen und kennen. Ähm... Und es ist sicherlich auch kein Geheimnis, wenn man sagt, dass in so eine App erst mal am Anfang kräftig investiert wird, damit die Qualität auch stimmt. Und das haben wir auch getan.
Punkt. Punkt. Genau, wie viel das ist, ist wahrscheinlich eh intern auch gar nicht so richtig bekannt. Aber genau, was kostet das? Also was kostet so ein Zeitsprachen-Abo?
Sagen wir mal digital, Print ist ja wahrscheinlich nicht mehr ganz so, für die jetzigen Einsteiger nicht mehr ganz so relevant. Und was kostet die App oder was kostet das Bundle dann nachher? Das ist tatsächlich, wo du sagst, Print ist nicht mehr relevant. Das muss ich kurz einschränken, denn tatsächlich haben wir immer noch sehr viele Bestellungen bei Print. Aber du hast recht, es gibt schon einen Trend zum Digitalen.
Wir bewegen uns da im Korridor knapp unter 10 Euro. Also wenn du das digitale E-Magazin dir holen willst, bei dem dann auch ein Audio-Trainer dabei ist, bei dem interaktive Übungen dabei sind, kostet das 9,99 Euro im Monat. Print, nur das reine Print-Magazin, haben wir aktuell einen Preis von 8,99 Euro im Monat. Ganz spannend, dass wir dort einen Preisschritt haben von... Von einem Euro digital ist da ein Euro aktuell teurer als Print, eben weil wir nicht nur ein PDF ausliefern, sondern ein interaktives E-Magazin, bei dem eben Audio mit enthalten ist, ein Audiotrainer, bei dem Übungen mit enthalten sind.
Und da haben wir unterschiedliche Preispunkte getestet und das hat sich in dem Test als der perfekte Preispunkt erwiesen, eben weil wir noch zusätzlichen Mehrwert ausliefern mit Audio, mit interaktiven Übungen. Das Digital ist hier so wertig, dass wir sogar ein Euro teurer sein können als mit dem gedruckten Magazin. Das ist ganz unüblich. Normalerweise ist es ja andersherum. Dieses E-Magazin wird geliebt, das kann man glaube ich so deutlich sagen, wird geliebt von unseren Leserinnen und Lesern.
Wir merken da in der Haltbarkeit gar keine Unterschiede zu Print, das bewegt sich auf einem sehr ähnlichen Level und dann kann man dann auch als Upgrade für 5 Euro die App obendrauf erhalten. Und dann hast du das komplette Paket zum Beispiel eben aus Print und der App oder aus dem E-Magazin und der App. Und wenn du dir die App Standalone holen willst, werden wir einen Preis ebenfalls von knapp 10 Euro aufrufen. Okay, aber das ist ja... realistisches Pricing.
Also würde ich jetzt sagen, also wenn ich jetzt wirklich aktiv Interesse daran habe, eine Sprache zu nutzen oder auch zu lernen, ist das ja voll im Rahmen. Ich kann mich noch an die frühere Zeit erinnern, als meine Mutter mal vor, keine Ahnung, das war so ein englischleeren Koffer gekauft hat, ich weiß nicht mehr, wie viel, 100 Euro der damals gekostet hat und hattest du da deine 80 CDs, die du nach und nach anhörst, ohne jegliche Interaktivität, da finde ich auch, kann man tatsächlich auch ein bisschen mehr verlangen einfach, also wäre ich bereit, auch mehr zu zahlen, einfach weil der Umfang größer ist. Und im Gegensatz zum Print, meiner Ansicht nach, kann es ja auch sein, dass ihr Zusatzoptionen oder Zusatzangebote dann noch dazu bringt, die vielleicht jetzt noch nicht da sind, in ein, zwei, drei Monaten oder in einem halben Jahr da sind, die dann vielleicht einfach mit inklusive sind in dem Ganzen. finde ich finde ich da also wenn ja und schwäche schöneren ansatz einfach zu sagen okay digital hat wertigkeit das ist nicht nur weil es digital ist schlecht was man vielleicht auch so oft wahrnehmen würde wenn das dann auch deutlich günstiger ist es richtig viel günstiger dann kann es nicht so gut sein wenn ich das bisschen besser zu oder höher zu bepreisen finde ich einen Ja, diesen Ansatz verfolgen wir ja beim Zeit Verlag seit Jahren. Da kostet das digitale Abo quasi genauso viel wie das Print Abo.
Das ist Parität im Preis. Warum ist das so? Man könnte doch argumentieren, bei Print braucht man Papier, bei Digital nicht. Aber für uns ist es wichtig zu sagen, man zahlt für den Journalismus, nicht für die Darreichungsformen. Also es ist dir überlassen, willst du gerne auf Print lesen oder willst du am Bildschirm überlesen, ganz deinem, nach deinem Geschmack.
Aber was du von uns bekommst, das ist hochwertiger Qualitätsjournalismus. Und wir liefern ihn dir in der Form deiner Wahl auf dem Papier in Printform oder im Digitalen für deinen Bildschirm aufbereitet. Die Inhalte sind aber dieselben. Und für diese Inhalte zahlst du, nicht für die Darreichungsform. Und deshalb ist es auch sehr wichtig für die Verlage, dass sie ihre digitalen Produkte nicht unter Wert verkaufen, sondern eben aus meiner Sicht genau ist es richtig zu sagen, Print...
entspricht digital, denn der qualitative Inhalt, der dahinter steckt, die Arbeit der Redaktion ist dieselbe. Du brauchst Textredaktion, du brauchst Bildredaktion, du brauchst jemanden, der die Inhalte dann passend für das jeweilige Format aufbereitet. Und natürlich brauchst du im Verlag auch im Hintergrund Menschen, die sich Marketing, IT-Herstellung darum kümmern. Und deshalb Preisparität ein sehr wichtiger Hebel, um Print als auch digital erfolgreich zu sein. Ich finde, das sieht man jetzt auch gerade in der deutschen Presselandschaft sehr gut bei anderen Verlagen, die anfangs mit sehr günstigen Digitalabos gestartet sind.
Die versuchen jetzt den Preis zu Punkt nach und nach hochzusetzen. Wenn du dir andere Formate außerhalb der Zeit, andere Verlage anschaust, dann kann man das sehr gut sehen, dass selbst wenn du vielleicht noch am Anfang in den ersten Monaten so 9,90 Euro kostest, irgendwann nach zwölf Monaten ist auf einmal der Preis deutlich teurer und Da merkt man, dass diejenigen Publisher, die mal mit einem niedrigen Preis angefangen haben, das jetzt auch merken, dass sie eigentlich preislich im Digitalen viel höher unterwegs sein müssen. Wenn man so will, das Zeitprinzip dann auch adaptieren und jetzt versuchen da ihre Leser auch an höhere Preise zu gewöhnen. Ganz spannendes Phänomen. gerade glaube ich im deutschen Markt, weil du natürlich im deutschen Markt nicht die Möglichkeit hast, wie im englischen Markt, unglaublich groß zu skalieren.
Die New York Times ist ja sehr günstig unterwegs, aber die haben auch einen weltweiten Markt. Wir müssen mit dem Kernmarkt Deutsch, Österreich, Schweiz, das sind dann ungefähr 100 Millionen Euro, Nutzer potenzielle auskommen und entsprechend sind die Preise dann eben auch ein bisschen höher anzusiedeln als vielleicht dann bei einem englischen Angebot wie der New York Times, die ein Millionenpublikum beziehungsweise ein Milliardenpublikum als potenzielle Zielgruppe haben und tatsächlich 10 Millionen zahlende Abonnenten haben. Das sind die nächste Stufe. Was mich aber die ganze Zeit schon so ein bisschen quält, ist die Frage: Also wie seht ihr Die Entwicklung von KI jetzt in dem Bezug, also alles ist ja eigentlich im geschriebenen und im gesprochenen Digital ist ja eigentlich die Sprache keine Barriere mehr. Wie seht ihr jetzt in den nächsten Jahren oder Monaten vielleicht sogar so ein bisschen die Entwicklung hinzu, dass vielleicht gerade junge Leute einfach, sich sagen, okay, warum soll ich noch Sprachen lernen, das wird ja eh alles normalisiert fast schon, dass man überall alles übersetzen kann, in Online-Meetings kann man auf seiner eigenen Sprache sprechen und auf der anderen Seite kommt quasi die native Sprache vom Gast in dem Fall wieder an, geschrieben ist auch kein Problem mehr, Audio ist kein Problem mehr, es ist wirklich nur noch die Kommunikation in der echten Offline-Welt, die man dann lernen müsste, Wie seht ihr das?
Also was ist da so der Blick in die Zukunft? Wir begreifen KI da als große Chance, um auch einen besseren Service unseren Leserinnen und Lesern bieten zu können. Zwei Beispiele, die ich sehr beeindruckend finde von Zeit Online. Die Plattform "Fragen Sie Zeit Online". Das ist quasi eine Art Chat-GPT, aber mit Quellen aus Zeit Online.
Wenn du zum Beispiel eine Frage eingibst: "Wie wahrscheinlich ist es, dass in Österreich ein Rechtspopulist zum Kanzler wird?" Dann wird dir Zeit Online eine Antwort daraus generieren, aber die Quellen sind nur aus Zeit Online. Das heißt, da entsteht kein Quellenwürfer. Bei ChatGPT weißt du ja nie so richtig, wo sind jetzt genau die Infos her, aus welchen Quellen hat sich ChatGPT das gerade zusammengesaugt. Bei dieser Plattform Fragen Sie Zeit Online sind dann die Quellen angegeben. mit den einzelnen Artikeln.
Aber es ist eine in sich geschlossene Antwort. Also es ist jetzt nicht nur Quellenverweise, sondern es ist eine in sich geschlossene Antwort, die aber sich rein auf Zeit Online stützt. Finde ich sehr beeindruckend, weil es auch so qualitativ hochwertig ist. Ein anderes schönes Beispiel, wir haben eine Art Buchsuchmaschine, eine persönliche Buchsuchmaschine entwickelt bei Zeit Online. Literatur ist ein ganz großes Thema unserer Zeitleserschaft.
Zeitleserinnen und Leser lieben Bücher und sind vielleicht auch auf der Suche nach dem nächsten Buch. Und dann kannst du bei Zeit Online sagen, so ich bin heiße... Tim, bin männlich, Alter zwischen 30 und 40, Berufsstand so und so und würde jetzt gerne ein Fantasybuch, einen Thriller, einen historischen Roman lesen. Was schlägst du mir denn vor, Zeit online, was ist da so Spannendes erschienen? und dann bekommst du Vorschläge.
Also eine Art Unterstützung bei deiner Buchsuche. Und ich glaube, solche Beispiele gibt es noch viel mehr und werden in den nächsten Monaten auch noch viel mehr entstehen. Man kann KI mit mit aus meiner Sicht einem qualitativen Ansatz, glaube ich, einen ganz tollen Service für die Leserschaft verwandeln, eben mit solchen Instrumenten und Tools. Und da muss man jetzt als Publisher keine Sorge haben, wenn man sich ohnehin in einem qualitativ hochwertigen Umfeld bewegt. Ja, definitiv.
spannend, das ist eins der Bewegungen oder eins der Movements im Markt, wo ich sehr, sehr spannend darauf schaue, einfach wie schnell das jetzt gehen wird in den nächsten vielleicht einem Jahr, zwei Jahren, vielleicht maximal fünf Jahre, dass sich die komplette Welt eigentlich wandeln wird in jeglichem Bezug darauf, einfach weil es so verfügbar wird und so einfach auch anwendbar nachher wird. Aber das zeigt sich. Was hast du denn noch für Für Tipps jetzt für digital Affine, vielleicht Manager, New Business, Business Development Manager, die vielleicht nicht in so einem großen Verlagshaus wie derzeit unterwegs sind, sondern vielleicht in kleineren, vielleicht auch regionaleren Verlagshäusern irgendwie unterwegs sind. um diesem ganzen Wandel positiv gegenüberzustimmen, was man machen kann, was so deine Learnings jetzt sind aus den letzten Jahren, wie du das aufgenommen hast, umgesetzt hast und wie ihr auch bei der Zeit quasi agil geblieben seid und so gute Zahlen jetzt auch erzielt habt. Zunächst den Wandel immer als Chance begreifen, auch wenn du sagst, lokale Zeitungen, der Wandel bringt Veränderung mit sich und die Medienwelt dreht sich schneller, aber ich glaube, es sind auch immer neue Chancen da, die entstehen.
Es braucht auf jeden Fall eine enge Bindung zum Leser, zum Nutzer. Haben wir ja auch gerade schon darüber gesprochen, Thema Last Brand. Gleichzeitig ist es gut, wenn man nicht kurzfristig getrieben denken muss, sondern auch mittelfristig bis langfristig Zeit hat, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Denn das ist sicherlich auch eine Wahrheit mit einem Laufzeitraum, tollen Newsletter-Format mit einem tollen Podcast, brauchst du auch erstmal Anlauf. Erstens, um den Bekannten zu machen, zweitens dann, um ihn zu monetarisieren.
Und auch dein digitales Abo-Modell braucht stetiges Fine-Tuning. Und das ist sicherlich eine Herausforderung, Da kann man eigentlich die Verlagsleiter, die Geschäftsführer nur ermuntern, dass sie da mittelfristig und langfristig denken. Nicht kurzfristig Redaktionen wie wild zusammenkürzen aus Angst vor der Zukunft, sondern hoffentlich genügend Ressourcen bereitstellen, damit eine Redaktion sich auch mit den Änderungen auseinandersetzen kann. die es da draußen gibt. Es ist sicherlich immer spannend, auf die englischsprachige Welt zu schauen, in die USA, nach Großbritannien, auch nach Skandinavien, denn diese Länder sind uns traditionell drei, vier, fünf Jahre im Voraus, was die Mediennutzung angeht.
Ich erinnere mich da schon Anfang der 10er Jahre, Podcasts, ein... großes Thema in den USA wurden. Da kannte, glaube ich, das kann man so ohne Übertreibung sagen, quasi niemand in Deutschland das Podcast-Format. Das kam erst so mit Anfang der 20er Jahre mit der Pandemie auch ganz groß auf in Deutschland. Aber den Trend gab es schon viele Jahre vorher, fünf bis zehn Jahre vorher in den USA.
Genauso was digitale Abo-Modelle angeht. Da ist die New York Times oder der Economist, die Washington Post, auch einige Medien in Skandinavien, sind die traditionell einen Schritt weiter, als wir es im Deutschen sehen. oder im Festland europäischen Markt sind. Vielleicht liegt es an der Sprache Englisch, vielleicht aber auch wie in Skandinavien an einer höheren Wandlungsbereitschaft neuen Technologien gegenüber, wenn ich daran denke, dass man in Skandinavien de facto kein Bargeld mehr braucht, um im Alltag zu recht zu kommen, dass ich den Deutschen noch von entfernt. Deshalb der Blick für Business Developer lohnt sich glaube ich immer.
USA, UK, Skandinavien, gerade eben was Mediennutzung auch angeht. Und gleichzeitig vielleicht noch auch mal den Mut, einen Trend auszulassen und und vielleicht nicht versuchen jedem trend hinterher zu laufen sondern ganz bewusst sich für einige themen neue themen zu entscheiden auf die man sich dann umso mehr fokussiert nehmen wir social media snapchat hat sich nicht durchgesetzt ich glaube es wurden durchaus teilweise viele ressourcen mal investiert, die wahrscheinlich am Ende des Tages komplett umsonst waren. Erinnerst du dich noch an dieses Talk-Format, was es während der Pandemie gab, wo sich mehrere Leute in einem Raum zusammenfinden konnten und dann Leuten beim Diskutieren zuhören konnten? Wie hieß denn das? Siehst du, ich habe es auch schon mittlerweile wieder vergessen.
Und dieses Format war irgendwie ein Hype für ein paar Wochen. Clubhouse. Clubhouse, genau. Das ganz große neue Ding zu sein, spricht heutzutage niemand mehr drüber. Also da kann man auch durchaus sich mal bewusst Zeit lassen.
und gucken, wo investiere ich jetzt meine begrenzten Ressourcen wirklich rein. Wo ich nur zu ermutigen kann aus eigener Erfahrung, dieses Thema Newsletter ist insofern aus meiner Sicht eine Übersetzung der klassischen, Zeitung oder des klassischen Magazins in die digitale Welt. Das funktioniert bei Anzeigenkunden sehr gut, denn man kann ihnen sehr schnell deutlich machen, was ein Newsletter ist. Ein geschlossenes Verlagsprodukt, ähnlich wie die Zeitung oder die Zeitschrift, aber eben in der digitalen Welt. und gleichzeitig kannst du viele weitere Anknüpfungspunkte in einem Newsletter schaffen.
Du kannst raus verlinken, wie du möchtest. Du kannst auf deine eigenen Abo-Angebote genauso verlinken, wie auf Events, die du hostest. Also ein Newsletter ist aus meiner Sicht ein Dreh- und Angelpunkt in der digitalen Welt. Und daran solltest du sowohl in der Medienverlagswelt, aber auch letzten Endes von jeder Brand richtig rein investieren in richtig gute Newsletter-Formate. Das ist ein sehr, sehr guter Punkt.
Da referenziere ich gerne auch auf die Folge mit dem guten Kollegen... Oh, da habe ich den Namen vergessen. Von Lennart Schneider von Subscribe Now, genau. Subscribe Now kannte ich noch, genau, Lennart, mit dem habe ich letztens gesprochen. Lennart Schneider natürlich, genau.
Grüße gehen raus, lieber Lennart, falls du zuhörst. Lennart war übrigens langjähriger Mitarbeiter bei der Zeit Verlagsgruppe und berät uns immer noch sehr wertvoll bei wichtigen Newsletter-Projekten. Seine Arbeit kann ich nur empfehlen. Das ist ein gutes Testimonial. Perfekt.
Mit Blick auf die Zeit, Dennis, vielen, vielen Dank für die Insights. Vielen Dank für die Infos zu Zeitsprachen, dem ganzen Angebot, was eure Strategie dahinter ist. Und das hat das Ganze sehr, sehr deutlich gemacht, wie gut das auch funktioniert. Und ich habe einen kleinen Impuls für ein Geschenk für meine Schwiegermutter gekriegt. mit dem Adesso Magazin auf Italienisch.
Genau, perfekt. Vielen, vielen Dank dir. Das freut mich sehr und um den Werbeblock hier meinerseits abzuschließen, schaut mal vorbei auf zeit.de. slash talks Da gibt es nämlich dieses Format Language of Democracy, von dem ich so viel geredet habe. Jetzt aber auch nochmal danke Tim für die Einladung.
Hat mir großen Spaß gemacht hier heute mit dir zu fachsimpeln und bin schon sehr gespannt da auf die nächsten Folgen von Ressort21. Ja, danke dir. Wir packen das auf jeden Fall alles noch in die Shownotes, also die ganzen Links von dem her. Kann man da auf jeden Fall auch sich durchklicken. Perfekt.
Vielen Dank, Dennis. Wir hören uns. Bis dann. Ciao, ciao. Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von der Explo GmbH. Wenn auch du neue Zielgruppen über digitale Produkte binden und deine Content-Produktions-Workflows automatisieren willst, dann kontaktiere mich auf LinkedIn oder vereinbare eine unverbindliche Demo direkt auf unserer Website explo-gmbh.de. Wir sehen uns in der nächsten Folge. Vielen Dank.