Innovations- und Marketingstrategien für kleinere Medienhäuser
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In dieser Folge spreche ich mit Leiter für Vertrieb & Marketing beim Medienhaus Lüneburg, Jonas Griesche, über Herausforderungen denen vor allem kleinere Medienhäuser bei der Digitalisierung begegnen, welche Relevanz Partnerunternehmen für die Etablierung neuer Produkte haben und wie man wirklich ins machen kommt.
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Ich finde das an unserer Branche, um so ein bisschen auf den Anfang zurückzukommen, recht charmant, weil am Ende haben wir keine Konkurrenz. Wir können uns ja locker mit einem anderen Verlag darüber austauschen, was dort funktioniert hat oder was dort eben nicht funktioniert hat. Was hat bei uns gut geklappt und was hat hier nicht geklappt. Und je intensiver man das Ganze macht, umso weniger Gründe gibt es am Ende, den gleichen Fehler zu machen, wie den, den schon jemand gemacht hat. Moin aus Kiel zur neuen Folge von Ressort21, dem Podcast über Innovation und Digitalisierung in der Verlags- und Medienwelt.
Ich bin Tim Großmann und spreche heute mit Jonas Griesche, Leiter für Vertrieb und Marketing beim Medienhaus Lüneburg. Wir sprechen über Herausforderungen, denen vor allem kleinere Medienhäuser bei der Digitalisierung begegnen, welche Relevanz Partnerunternehmen bei der Etablierung neuer Produkte haben und wie man wirklich ins Machen kommt. Genug erzählt, viel Spaß bei der Folge. Moin Jonas, freut mich, dass wir uns so schnell wiedersehen. Moin.
Freue mich auch. Vielen Dank für die Einladung. Ja, danke, dass du dir die Zeit nimmst, auf jeden Fall. Das ist nicht selbstverständlich. Ich habe gesehen, ihr wart beim Maschsee-Fest.
Wie war das? Ja, sehr gut. Also sowohl die Veranstaltung vorab im Newsroom war natürlich klasse, aber auch so zusammenzukommen in ein bisschen lockerer Atmosphäre und dann am Maschsee ein bisschen... Zu quatschen, gute Getränke zu sich zu nehmen, gutes Essen zu sich zu nehmen, das ist einfach immer eine nette Veranstaltung. Und ich glaube, dies Jahr auch ein bisschen noch mehr Menschen als ohnehin schon.
Es war schön kuschelig im Pavillon und auch ein, zwei ganz spannende Gäste, vor allem auch mit Stefan Weil da jemanden zu haben, der so ein bisschen von Eva Quattbeck und Sven Clausen so ein bisschen ins Kreuzfeuer genommen worden ist. Das war schon cool, hat schon Spaß gemacht. Nicht schlecht, also quasi auch branchenspezifisch dann auch Unterhaltungsprogramm sozusagen. Ja, es ging tatsächlich auch eher um weltpolitische Fragen oder auch um das, was uns hier so in Deutschland bewegt, aber einfach so ein Interview mal quasi live mitzuerleben und auch einen sehr, wie ich fand, sehr schlagfertigen Politiker zu haben, der auch mit einer gewissen Portion Humor auf vielleicht die ein oder andere bisschen provokantere Frage sehr, sehr souverän reagiert. Ja, cool.
Hört sich auf jeden Fall spannend an. Müssen wir nächstes Jahr auch vorbeigucken. Genau, aber heute soll es ja vor allem um das Thema Innovation, vor allem in kleineren Verlagshäusern, Medienhäusern gehen. Für mich ist so ein bisschen die Standardfrage von Anfang immer, was denn so das Thema ist, das dich aktuell am meisten beschäftigt? Ja, wo fange ich da an?
Also wir haben vor einiger Zeit einen weiteren Verlag hinzubekommen, hinzugewonnen, den Winsener Anzeiger. Ist quasi so die Tageszeitung, die man zwischen unserer Region, also Lüneburg und der Region Hamburg, also im Landkreis Harburg zu Hause ist. Und das ist natürlich, es ist super, macht total viel Spaß, aber gerade da Strukturen zu schaffen und Strukturen des Winsener Anzeigers mit unseren Strukturen zu verheiraten, zu vereinen, da auf einen Nenner zu kommen, das ist natürlich etwas, was uns alle hier momentan extrem umtreibt. Ja. Da kommen halt, da schwingen dann mehr Dinge mit, ne, das sind nicht nur Personal- oder strukturelle Themen, sondern auch so vermeintlich simple Themen, aber wie das Anpassen der unterschiedlichen, die Anpassung der unterschiedlichen Abo-Strukturen, ne, und das ist...
Das ist natürlich eine große Herausforderung, wo es auch darum geht, die Kollegen bestmöglich mitzunehmen. Aber ich glaube, dass wir da auf einem sehr, sehr guten Weg sind. Es ist einfach viel, was momentan zusammenkommt, aber ich glaube, das spreche ich nicht nur für uns, sondern es ist grundsätzlich in der Branche einfach, ich glaube, viel zu tun, was manchmal... natürlich einfach Herausforderungen stellt, aber auf der anderen Seite muss man sich ja auch, finde ich, überlegen, wie wäre das denn, wenn das so nicht wäre und ich würde es unfassbar langweilig finden. Alles gut, so wie es ist.
Ja, spannende Sache. Ja, das habe ich tatsächlich auch gelesen mit dem Winzenanzeiger. In dem Artikel stand, dass ihr euch auch irgendwie ein bisschen ähnelt, auch von den wie du gesagt hast, auch ein bisschen Randgebiet auch ein bisschen überschneidet, aber immer wieder interessant und spannend auch zu hören, wie sehr doch die internen Strukturen und die Produkte, beziehungsweise auch das Abo-Angebot dann irgendwie sich unterscheiden, gerade im spezifischen Bereich. Ja, genau, also gerade die Abo-Angebote, wobei man da auch sagen muss, wenn man in unseren, da rede ich jetzt für die LZ, wenn ich da mal so ein, zwei Jahre zurückgucke, dann war das gar nicht so großartig anders, als es jetzt in Winsen ist, aber Und trotzdem ist es jetzt ja so, am Ende funktioniert ja so eine Zusammenführung von zwei Häusern oder zwei Titeln von zwei Verlagen auch nur dann, wenn man irgendwie ein bisschen Potenziale hebt. Und das eine sind dann sicherlich einfach, ich nenne es mal die Gestaltung des Inhalts und dazu zähle ich dann auch eben die Abo-Struktur.
Aber dann, dann darum geht es dann ja auch irgendwie personell enger zusammenzurücken. Und ich glaube, dass ein wichtiger Schritt getan ist, dass wir quasi beide Redaktionen zu einer verschmolzen haben und dass man dann da eben ja noch viel, viel relevanteren Inhalt produzieren kann. Und ich habe ich glaube ich eben gerade schon gesagt, ich glaube, dass wir da auf einem sehr, sehr, sehr, sehr guten Weg sind, was das angeht. Ja, du hast ja gerade über die letzten ein, zwei Jahre gesprochen, dass es bei der Landesseite auch so war. Bevor wir da aber drauf eingehen, würde ich gerne mal ganz an den Anfang springen, weil im Vorgespräch hatten wir ja auch schon darüber ein bisschen gesprochen.
Du bist ja tatsächlich, wenn ich mich nicht ganz irre, die erste Person hier im Podcast, die... Ja, ich würde es schon fast Verlagskind nennen. Du hast ja mit einer Ausbildung angefangen, bist dann dabei geblieben, bist im Verlagshaus, im Medienhaus Lüneburg geblieben und hast da im Endeffekt deine komplette Karriere bis jetzt zum Leiter auch durchgezogen. Kannst du uns mal so ein bisschen erzählen, okay, wo kam das Interesse daran her, eine Ausbildung in dem Bereich zu machen? Ja.
Wie hast du da den Einstieg gefunden und vielleicht auch ein bisschen so die Schritte darlegen, die du gemacht hast in den letzten Jahren? Ja, tatsächlich ist es so, also wann war denn der 1.8.? Jetzt ein paar Tage her stand eine Kollegin aus der Personalabteilung vor mir und hat zum Jubiläum gratuliert und ich hatte es so gar nicht auf dem Schirm. Es waren dann nämlich jetzt genau im 1.8. zehn Jahre, wenn man mal die Ausbildung mit dazu zählt.
Danke. Und tatsächlich ist es so, wie ich dazu kam, dass... Ich habe halt nach dem Abi irgendwann mal ein FSJ im Sportverein gemacht und als das dann vorbei war, beziehungsweise zum Ende hin, darum ging irgendwie, sich zu entscheiden, was man als nächstes tut, war für mich ein Studium nicht sofort eine Option. Weil so nach vielen Jahren Schule dann sich direkt wieder gefühlt auf eine Schulbank zu drücken, war jetzt nicht das, worauf ich so megamäßig Bock hatte. Und dementsprechend war es dann eben so, dass ich mich umgeschaut habe nach Ausbildungsplätzen, die ich für spannend hielt und so.
Und ehrlicherweise weiß ich nicht mehr, wie es dazu kam, dass ich mich hier beworben habe. Was ich aber erinnere, ist, dass ich hier zu einem Bewerbertag quasi kam und unser ganzer Konferenzraum und der fast ein paar Menschen war randvoll mit Auszubildenden oder mit Bewerbern, mit potenziellen Auszubildenden. Und wenn ich das vergleiche mit dem, wie es aktuell ist, das ist so ein krasser Unterschied und gar nicht mehr zu vergleichen. Genau, und dann habe ich hier angefangen, habe ganz klassisch eine Ausbildung zum Medienkaufmann, früher hieß es Verlagskaufmann gemacht, die Berufsschule war in Hamburg, und bin dann, das war dann Thomas Grupe, der mich dann recht zeitnah angesprochen hat, ob ich nicht dann auch hier bleiben möchte nach meiner Ausbildung, habe das dann gemacht, habe erstmal klassisch schon in der, ja, wir haben es damals Mediaberatung genannt, gearbeitet, wobei es da dann eher um Tätigkeiten ging, halt so einen digitalen Shopping-Guide, so eine App aufzubauen, oder beziehungsweise weiter auszubauen, Das waren die Anfänge und irgendwann hielt dann das Wort Crossmedia Einzug in der Branche und man hat dann hier auch entschieden, eine Abteilung zu gründen, die sich ja speziell um die digitale Vermarktung quasi kümmert und dabei nicht so sehr selber auf den Kunden geht, sondern die klassischen Mediaberater dabei unterstützt, digitale Produkte eben zu vermarkten. Und das hat wirklich gut funktioniert und funktioniert auch weiterhin gut und da war ich irgendwann dann Teamleiter und daraus ist dann, das hat dann auch, auch das hat viele Jahre gut funktioniert.
Ja, und daraus ist dann jetzt mit dem Einstieg von Sven Fricke als neuer Geschäftsführer Anfang des Jahres eben entstanden, aber dass wir uns noch mehr um das Thema Vertriebsmarketing kümmern wollen, das noch mehr in den Fokus nehmen. Ja, auch müssen. Und da hat es sich dann so ergeben, dass ich dann die jetzige Position übernommen habe. Wir ein Team gebaut haben drumherum, das auch stetig wächst und größer werden muss, weil einfach die Herausforderungen und Aufgaben viel vielfältiger werden auch, gepaart mit Winsen und das war im Grunde so der Weg und was ich jetzt merke, was ich unterschlagen habe, ist, dass ich zwischendurch noch berufsbegleitend Medien- und Kommunikationsmanagement an der Fernuni studiert habe, einfach um da nochmal ein bisschen, gar nicht so sehr, um irgendwie einem Bachelor hinterher zu hecheln, das halte ich nicht für wichtig, sondern einfach um, ja, ich habe es einfach als eine fortlaufende Fortbildung gesehen quasi und da noch ein bisschen Input zu bekommen. also nicht hauptsache studiert sondern einfach einfach weil es interessant und merkt schon daran dass ich vergessen habe welche bedeutung das ganze für mich hat es ging tatsächlich für mich wirklich eher um inhalte und ja das ist der weg und ich also Wenn man da mit anderen Menschen darüber spricht, und du hast es ja eben gerade auch so, du hast es so nicht formuliert und ich weiß auch, dass du es so nicht meinst, aber zehn Jahre in einem Unternehmen zu sein in meinem Alter ist sicherlich nicht normal.
Und ich verstehe jedem, der einen das vielleicht auch ein Stück weit negativ auslegt, so nach dem Motto, du hast noch nie was anderes gesehen. Aber genauso wie ich, wenn ich Lebensläufe von Bewerberinnen oder Bewerbern sehe, die... vier Stationen durchhaben, ist das für mich auch keine Grundlage, ein Urteil zu bilden. Und ich meiner Meinung nach und auch am 1.8. hatten ja auch viele andere Kollegen Jubiläum.
Ein Kollege ist 45 Jahre hier und das ist aus meiner Sicht spricht es eher für den Arbeitgeber und sagt gar nicht so sehr über den Arbeitnehmer aus. ja finde ich auch das war auch tatsächlich gar keine gar keine stichel in die richtung ich finde ich finde das persönlich super interessant weil ich bin der meinung dass man auch also wenn man sich das wirklich man schreibt ich habe ich mein vor vor meinem eigenen unternehmen war ich in acht verschiedenen unternehmen jeweils sechs bis acht monate und habe dann gewechselt einfach weil weil auch so ein bisschen der drive gefällt hat und ich finde wenn man das als als nicht gründende Person oder nicht Eigentümer des Unternehmens hinbekommt, dass man einen Drive hat und auch quasi eine Vision hat, wo man hinarbeiten will und was auch Spaß macht. Und das auf 10, 20, 45 Jahre, das ist ein Riesenprivileg, finde ich, tatsächlich. Einfach, dass man da nicht jeden Tag sich überlegt, was mache ich hier eigentlich? Eigentlich wäre es mal Zeit, wieder zu wechseln.
Ich finde das einen superinteressanten Aspekt, deswegen habe ich es auch so angesprochen. Einfach auch Es braucht bei manchen Dingen ja auch die Zeit, sich zu entwickeln und zu verstehen, wie funktionieren Prozesse, gerade bei einer jungen Person wie dir und mir in dem Fall. Es sind wahrscheinlich auch viele Sachen, die 40 Jahre jetzt schon in der Branche, in dem Bereich passieren, ist auch zutreffend. ... einfach, da muss man erstmal dahinter kommen,......
wie das läuft und...... dass das halt doch nicht alles so digital und schnell ist,...... wie man das sich erhoffen würde. Ja und ich...... du sagst es und ich sehe es hundertprozentig genauso,......
am Ende...... funktioniert das Ganze natürlich auch nicht...... oder wäre ich nicht hier, wenn es nicht tolle Kollegen gäbe,...... wenn es nicht ein guter Arbeitgeber wäre,... Und natürlich auch nicht, wenn, und das ist ja auch klar, wenn ich nicht die Unterstützung bekommen hätte von unseren Verlegern, von Thomas Gruppe oder auch von, jetzt ist es Sven Fricke, der einem da natürlich oder die einem da gewisses Vertrauen dann eben auch aussprechen.
Das weiß ich sehr zu schätzen und auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass ich, so ultra viel verkehrt gemacht haben, kann ich in letzter Zeit ja nicht, um das mal so auszudrücken. Und von daher, ich glaube, es passt einfach gut und es macht total viel Spaß. Und das ist aus meiner Sicht die Grundlage für alles. Der Rest kommt von alleine. Untertitelung des ZDF für funk, 2017 Dieser Podcast wird produziert von der Explo GmbH.
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Unter 40? Also ich kann da nur für uns sprechen oder ein Stück weit vielleicht auch für unsere ganze Branche nicht, aber zumindest für Verlage unserer Größe. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir, und das sehen wir auch im eigenen Unternehmen, dass wir selbstbewusster sind und selbstbewusster nach draußen gehen und ich meine, du hast jetzt ja auch einen Einblick in Verlage und bekommst ihn immer mehr und warst auch bei uns und Ich habe jetzt nicht das Gefühl gehabt, dass du dich hier irgendwie nicht so richtig wohl gefühlt hättest, wenn du bei uns warst. Und ich glaube, natürlich haftet der gedruckten Zeitung immer ein gewisses Image an. Das muss aber auch so sein, weil es die Zielgruppe ja so eben haben möchte.
Und wir sind aber ja mehr. Und zur Entstehung auch der gedruckten LZ, dahinter liegen ja nicht Prozesse, die noch die gleichen sind wie vor 20 Jahren, sondern da hat sich ja auch eine Menge getan. Und da geht es natürlich auch um Technologie, da geht es aber auch um das Miteinander in Verlagen, wie man miteinander umgeht und auch wie man in der Branche sich immer mehr, wie man da immer enger zusammenrückt und immer mehr in den Austausch und in die Vernetzung kommt. Und wenn ich sage, ich fühle mich wohl, dann meine ich zum einen das Haus, aber zum anderen auch... Auch die Branche.
Es gibt so viele Herausforderungen. Und sicherlich sind die Herausforderungen aktuell so groß wie nie. Wobei ich nicht weiß, ob man das vor 15 Jahren nicht auch schon gesagt hat. Das kann ich nicht beurteilen. Aber es macht einfach total viel Spaß.
Und ich kann jedem nur sagen, und auch jetzt, wenn ich Gespräche führe mit Menschen, die hier möglicherweise neu anfangen, die können sich eigentlich am Anfang gar nicht so richtig was, wenn man branchenfremdes Unternehmen, nicht so richtig was darunter vorstellen, was wir eigentlich so tun. wenn man mit denen dann darüber spricht und auch gewisse dinge mal zeigt man einmal hierher kommt ich glaube das ist einfach das kann richtig bock machen schön gesagt also macht auf jeden fall spaß und macht laune sich auch immer in dem bereich mal zu beschäftigen und beziehungsweise vielleicht auch noch zu ein bisschen schade dass das wahrscheinlich nur leute aus dem verlags aus der verlagswelt hören aber das liegt an mir ich habe auch ein paar leute im netzwerk die nicht aus der verlagsbranche kommen von dem er vielleicht gibt es ja Du hattest auch angesprochen, dass ihr jetzt ja den Winzner Anzeige mit reinnehmt. Vereint ihr da auch Produkte, die in beiden Häusern quasi vertrieben werden oder ist das eher so ein, okay, die koexistieren, ihr versucht da die einzelnen Abteilungen, vielleicht auch die RedakteurInnen zusammenzulegen und schaut, dass man das effizienter macht oder ist das auch wirklich so ein Zusammenfügen von Produkten unter dem... Haupt der Landeszeitung? Ne, also es ist weiterhin ganz klar die Prämisse, dass der Winsen-Anzeiger so wie er da ist, erhalten bleibt.
Ich finde, wir reden bei Lokalzeitungen, wir reden ja immer von so einer hohen lokalen Identifikation und gerade ja auch mit der Marke, ne? Und ich glaube, es wäre ein großer Fehler, hinzugehen und zu sagen, ab morgen erscheint die LZ in Winsen und den Winsener Anzeiger gibt es nicht mehr. Da fragen sich ja auch die Abonnenten, was soll denn eigentlich der Käse? Und deswegen ist das nicht die Motivation dahinter. Aber natürlich wird es so sein, dass wir auch da, wo es Sinn macht, Synergieeffekte zu heben, wir sie auch heben.
Und einfach auch, um Dinge zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Und das Erste, was wir tun werden, ist, die aktuelle LZ-ePaper-App, die es da schon gibt, logischerweise, eben zu vereinen und da dann eben auch das WA-ePaper reinzupacken. So, das am Ende des Tages. Und ich glaube, dass das auch eine gute Sache ist, dass ein LZ-ePaper-Abonnent dann auch den WA lesen kann. Und mit seinem Abo, ne?
Und andersrum, der WA-Abonnent kann die LZ lesen. Und das mag vor allem spannend sein für die Menschen, die in den... Region leben, wo es sich ein bisschen überschneidet, aber auch sonst glaube ich, wenn wir auf unsere Zielgruppe gucken, dass wir ja über Menschen reden, die gerne informiert sind, die gerne lesen und das zu vereinen und quasi eine E-Paper-App, die da ist, die jetzt schon ganz viel Inhalte mit sich bringt, die noch weiter aufzuladen und gleichzeitig aber für uns Workflows zu vereinfachen, das wäre schon nicht so smart, das nicht zu tun. Ja, definitiv. Ist die ePaper-App euer primäres abotreibendes Produkt dann jetzt aktuell oder ist das einfach nur ein Teil vom Ganzen?
Also du hast es jetzt so primär angesprochen, auch mit der Zusammenlegung. Ja, also du meinst, was für uns sozusagen wirtschaftlich immer relevantesten ist? Genau. Ja, also ganz klare Antwort, es ist die gedruckte Ausgabe. Die gedruckte Ausgabe im Abo ist das, was momentan rein wirtschaftlich betrachtet, das ist, was uns finanziert.
Und gleichzeitig, und das ist die Herausforderung, auf der einen Seite dafür zu sorgen, dass wir die, so lange wie es nur geht, die gedruckte LZ bestmöglich erhalten. Und da geht es gar nicht so darum, Reichweiten zu steigern, sondern eher im Bereich Retention die Abos zu halten, so gut es geht und eher an Themen wie Logistik oder Zustellung da in die Optimierung zu kommen und es gleichzeitig aber zu schaffen, das E-Paper auszubauen. Und das ist am Ende des Tages... Haben wir es für uns so definiert, dass wir sagen, wirtschaftlich am relevantesten ist momentan weiterhin die gedruckte Ausgabe, das gedruckte Abo, aber das Transformationsprodukt nenne ich es mal, das Zielprodukt, die Richtung, in die es sich entwickelt, sowohl von der Zielgruppe als auch von der Monetarisierung ist das E-Paper. Ja, okay.
Was habt ihr noch für digitale Produkte aktuell mit am Start? Also, genau, man muss natürlich das Plus-Abo dazu nennen, also LZ Plus quasi, werden wir jetzt auch für den WA ausrollen, sind wir gerade in Gesprächen mit dem R&D, wie wir es hinbekommen, möglichst effizient auszutauschen. die Website für den VR aufzusetzen, gegebenenfalls sie vielleicht auch unter die Hülle der LZ darunter schlüpfen zu lassen, sodass wir auch da dann, ja, wir nennen es Einstiegsprodukt haben. Also ich meine, das ist ja auch, guck mal, wenn man sich das mal so auf dem also allein preislich sich das mal anguckt. Du hast ein gedrucktes Abo, das liegt in der Regel irgendwo zwischen 45 und 55 Euro.
Dann hast du das E-Paper-Abo, was in der Regel irgendwie 10 Euro darunter liegt. Und dann hast du ja ganz lange einfach gar nichts. Und dann kommt irgendwann, ist ja so, und dann kommt irgendwann das Plus-Abo für ein Zehner bei uns aktuell. Und das kann ja zumindest momentan nicht mehr als ein Einstiegsprodukt sein. Allein, wenn man sich den Preis anschaut.
So und das ist, im Grunde ist das jetzt mal, wenn man in den Bereich Vertrieb oder klassisch Abo guckt, ist das eben unsere Produktpalette, wenn du so willst. So und da gibt es dazwischen noch irgendwie Teilabos, aber wir reden am Ende irgendwie über gedruckt, wir reden über E-Paper und wir reden über Plus und ein, zwei Newsletter, die unterwegs sind, mal ein Podcast. So das haben wir schon alles am Start, aber wenn man jetzt klassisch über die Abo-Landschaft spricht, sind es eben die drei Produkte. Ja, okay. Im Podcast geht es ja auch immer so ein bisschen darum, wie man diese digitale Transformation bzw.
digitale Produktpalette auch ein bisschen aufbaut. Was ich mich immer so ein bisschen frage ist, bei Großen ist das offensichtlich, die haben genug Geld, um Abteilungen anzuheuern, die dann sich nur darum kümmern, neue Produkte zu entwickeln oder halt genug Geld im Endeffekt, um neue Produkte zu kaufen. Wie macht das so ein kleineres Medienhaus wie Lüneburg bzw. die Landeszeitung jetzt? Wie geht ihr da ran?
Also aus meiner Sicht ist das Entscheidende, es einfach zu machen. Ich finde es sehr gut, wie du sagst, große Verlage handhaben das anders. Und genau das ist ja der entscheidende Punkt. Wir können ja nicht hingehen und uns hier fünf Produktentwicklungsteams bauen und die den ganzen Tag nur das machen. Das ist super sinnvoll, dass das an anderer Stelle in größeren Häusern so gehandhabt wird, hundertprozentig.
Aber das können wir nicht leisten, sondern das, was wir halt machen, ist, natürlich sich extrem viele Gedanken machen, aber vor allem auch nach links und rechts gucken, viele mit Verlagen anderer Größe, also Verlage, die quasi über uns anzusiedeln sind in der Größe oder aber auch Verlagen unserer Größe, mit denen zu sprechen und zu sagen, wie macht ihr das denn eigentlich? Was hat bei euch funktioniert? Was hat bei euch nicht funktioniert? Und ich finde das an unserer Branche, um so ein bisschen auf den Anfang zurückzukommen, recht charmant, weil am Ende haben wir keine Konkurrenz, sondern wir können uns ja locker mit einem anderen Verlag darüber austauschen, was dort funktioniert hat oder was dort eben nicht funktioniert hat. Und was hat bei uns gut geklappt und was hat hier nicht geklappt?
Und je intensiver man das Ganze macht, umso weniger Gründe gibt es am Ende, den gleichen Fehler zu machen wie den, den schon jemand gemacht hat. Und am Ende gehen wir schon so vor, sich Gedanken zu machen, in den Austausch zu gehen mit anderen Verlagen. Was wir jetzt gerade anfangen, können wir ja vielleicht gleich nochmal drüber sprechen, ist auch mit Lesern in einen intensiven Dialog zu kommen aus dem Vertriebsmarketing heraus, um da zu hören, was eigentlich die Bedürfnisse sind und dann einfach Dinge zu tun und sich nicht ständig im Kreis zu drehen, sondern in eine Umsetzung zu kommen. Und wenn es am Ende nicht funktioniert, dann muss man es halt wieder lassen. Aber so eben, ich glaube, es hilft auch nichts, sich viermal zusammenzusetzen, fünfmal im Kreis zu drehen.
Das dauert ja einfach alles total lange und führt ja nicht unbedingt zu Ergebnissen. Und das macht, also mir persönlich würde das keinen großen Spaß machen, sondern ich finde es halt viel cooler, wenn man einfach schnell ins Handeln kommt. Ja, und ich glaube, eine ganz wichtige Säule ist auch, nicht weil du jetzt der Gastgeber dieses Podcasts bist, aber es ist, sich Partner zu suchen. Also warum können wir auch gar nicht alles alleine machen? Und das hat bei uns angefangen, natürlich schon vor Jahren, Jahrzehnten zurück, wenn man sich...
das ist jetzt eher was für Insider, aber im NT zusammengefunden hat oder den Mantel besorgt hat, früher von der DPA, jetzt vom R&D, also die überregionalen Seiten quasi, die man irgendwann ja nicht mehr selbst produziert hat, warum auch, und setzt sich eben fort dann mit der One-Platform-Lösung aus Hannover und geht dann aber ja auch weiter mit, und mündet dann in Kooperation mit euch zum Beispiel. Und warum sollen wir uns selber um irgendeine Videolösung bemühen, wenn es denn da schon eine gibt, die erprobt ist und die offensichtlich ja funktioniert. Und wenn man da so drüber nachdenkt, dann fallen ja noch mehr Beispiele ein. Also Trendside ist so ein Unternehmen, die sich so um Turn-Prediction und Prevention kümmern. Und wenn man mit denen auch dann in Austausch kommt und die auch coole Ideen haben, die sie woanders schon mal implementiert haben, Und man dann Ähnliches bei uns machen kann.
Ich finde, man muss immer seinen eigenen Weg finden, aber kann ja in die Richtung dessen gehen, was schon irgendwo funktioniert hat. Oder auch Venture zum Beispiel ist auch ein KI-Unternehmen, was uns auch möglicherweise zeitnah dabei unterstützen kann, den einen oder anderen Arbeitsprozess zu vereinfachen oder vielleicht sogar ganz abzunehmen. Das funktioniert gut und ich glaube, dass das so nach links und rechts zu schauen, selber einfach Sachen auszuprobieren und zu machen und sich Partner zu suchen, ich glaube, dass das so die drei entscheidenden Säulen sind. Ja, diesen geografischen Ansatz finde ich auch sehr, sehr spannend beim ganzen Regionalverlagsthema natürlich. in dem Fall wieder.
Einfach weil es, das hat mich auch am Anfang gewundert, wenn ich so auch mit Personen aus den einzelnen Titeln gesprochen hatte, dass relativ wenig Austausch stattfindet, gerade bei den größeren Titeln, zwischen den Regionen, obwohl die ja eigentlich, wie du sagst, nur voneinander lernen können und jetzt nicht direkt um die, um die Leserschaft dann auch konkurriert. Das bin ich total. Aber irgendwie ist es nicht so der Standard, dass man so viel spricht. Und ich hoffe auch von dem, was ich jetzt so mitbekommen habe in den letzten Podcast-Folgen, dass das langsam anfängt, dass sich die Menschen auch über das Thema unterhalten und auch gucken, okay, was bei euch funktioniert, was wir machen. Projekte, Produkte, externe Firmen habt ihr quasi bei euch mit drin, was funktioniert, wie funktioniert das und warum nehmen wir das nicht selber, wenn es halt kleine Kosten verursacht und vielleicht einen großen Mehrwert hat.
Ja. Du hast... Auch nochmal R&D gerade angesprochen. Als Externer, der eigentlich nicht aus der Verlagsbranche kommt, finde ich das ein sehr, sehr spannendes Thema, mal ein bisschen auch so reinzugehen und zu verstehen, also natürlich Kosten und warum soll man es selber machen, aber was hat euch bei der Landeszeitung damals geholfen? überzeugt oder dazu gebracht, Teil vom R&D-Netzwerk zu werden und deren, also von Plattformen und deren Produkte Landingpage beziehungsweise Website Framework auch zu benutzen und wie kann man sich das vorstellen, wie läuft das so ab?
Ja, Ich glaube, das ist jetzt drei Jahre her. Naja, eigentlich ist es noch länger her, vier oder fünf Jahre her, dass wir hier irgendwann an einem Punkt waren, wo wir uns natürlich damit beschäftigt haben, wie kriegen wir ein Plus-Abo ausgerollt, wie kriegen wir eine gewisse Form von Vertriebsmarketing für Plus-Abos auf die Reihe und wie bekommen wir auch eine Website hin, die state of the art ist und aber auch eine News-App am Start haben wollten gerne. So und da beschäftigt man sich natürlich und guckt links und rechts und unterhält sich mit vielen Anbietern. Aber man merkte halt schon, da gab es zumindest zum damaligen Zeitpunkt nicht den einen, der gesagt hat, hier komm bitte schön, da hast du alles, was du brauchst. Und wir haben uns natürlich auch mit dem Weg beschäftigt zu sagen, komm wir fangen erstmal an und tauschen erstmal an dieses Projekt.
Tool aus und dann machen wir hier weiter und da nochmal ein bisschen. Aber das wäre ein Projekt gewesen, das würde wahrscheinlich heute immer noch laufen und du hättest auch nie die Sicherheit, dass das eigentlich alles miteinander auch funktioniert, dass die Schnittstellen passen. Und dann war es, glaube ich, ein Stück weit ein Zufall, dass es einen Termin in Hannover gab, wo dann das R&D zum ersten Mal seine One-Platform-Lösung gepitcht hat. und ja, das war dann schon so, dass du da ja quasi so eine All-in-One-Lösung einfach dann vor dir hattest und das war natürlich total verlockend, das ist ja klar und gleichzeitig ist es ja auch immer ein Stück weit eine Abwägung zu überlegen, was gibt man eigentlich an... An Aufgaben, an Know-how, an To-dos, an Daten auch.
Was ist man bereit quasi wegzugeben und was bekommt man dafür dann sozusagen. Das war natürlich auch ein Abwägen und am Ende haben wir eben diese Entscheidung getroffen zu sagen, wir entscheiden uns für diese All-in-One-Lösung, wo wir auf einen Schlag quasi alles bekommen haben. Also sowohl das Frontend, was nach vorne für den Nutzer sichtbar ist, als auch all das, was dahinter liegt, inklusive all dem, was da eben so an News App und Co. dazugehört. Und ja, im Tagtäglichen muss man einfach sagen, dass die Arbeit, weil du danach gefragt hattest, so aussieht, dass wir auf der einen Seite Unterstützung vom Site Management in Hannover haben, also die Kollegen hier erstellen Artikel, schreiben Artikel.
Und dann wird eben in Kommunikation mit Hannover darüber entschieden, wann wird der Artikel veröffentlicht, wo steht der auf der Seite. Am Ende die Hoheit haben wir, das war uns wichtig. Wir bedienen unsere Social-Media-Kanäle selbst. Aber was natürlich eine Hilfe ist, ist, dass das, ich nenne es mal Vertriebsmarketing, oder das Abo-Marketing für den Plus-Bereich eben nicht über uns laufen muss, sondern wir da Unterstützung aus Hannover bekommen. Da entstehen Abonnenten.
Und Kampagnen, da entstehen Visuals, da entstehen Aktionen und am Ende sagen wir, wir machen da eben mit, so wie andere Verlager eben auch die Chance haben zu sagen, sie springen auf den Zug auf oder machen bei einer Aktion mal eben nicht mit. Und da haben wir eben diese Ressourcen, müssen wir dafür aktuell selber nicht vorhalten. Okay, aber hattest du ja gerade schon gesagt, also ihr habt quasi immer noch die Hoheit zu sagen, hey, das ist jetzt der Top-Artikel, der kommt jetzt ganz oben hin und das und das kommt da hin und so. Ja, aber ich, also vielleicht würde mich jetzt ein Kollege aus der Redaktion da irgendwie korrigieren, aber ich kann mich an nichts erinnern, wo Also am Ende, wenn hier Kollegen im Haus der Meinung sind, dass der Artikel oben stehen muss auf landeszeitung.de, dann hat das ja irgendeinen Grund. Und am Ende, was uns, glaube ich, vereint und das betont das RND ja auch immer wieder vollkommen zu Recht, ist, am Ende ist das RND erfolgreich, wenn wir erfolgreich sind und wir sind erfolgreich, wenn das RND erfolgreich ist.
Und wenn unsere Seite gut performt, profitiert davon das RND. Und wenn die Kollegen im operativen Tagesgeschäft der Meinung sind, diese Story, diese Artikel hat oben zu stehen, ja, dann kommt der halt nach oben. Und ich kann mich an nichts erinnern, wo das irgendwie mal irgendwann mal nicht funktioniert hätte. Und ja, das ist so quasi die Zusammenarbeit und das auch wirklich als externer Partner. Also wir sind in dem Sinne natürlich, wir sind zu 100% Inhaber geführt und trotzdem können wir diese Technologie nutzen und nutzen sie und werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für den Winsener Anzeiger zum Einsatz bringen und vermitteln.
Und es funktioniert im Großen und Ganzen, funktioniert es einfach gut. Ja, wie war da so die Reaktion von der Leserschaft? Also meinst du jetzt gerade nochmal, dass ihr das beim Bindesen der Ansage auch umsetzen werdet? Weißt du, was haben die gerade für eine Website? Ist das ein anderes Tool oder ist das einfach so eine...
Ich bin der Meinung, dass die auf WordPress läuft. Oh, oha, okay. Ist auch spannend, okay. Aber wahrscheinlich ist dann schätzungsweise mal bei der Umstellung dann eher positive Akzeptanz da und positive Ansicht, weil schön wird es ja auf jeden Fall und... Einfach wahrscheinlich auch.
Ja, also am Ende wehte uns natürlich auch in Lüneburg ein bisschen Gegenwirt ins Gesicht. Also ich glaube, aber das wird dir immer passieren, weil es ist eine Veränderung und manche finden es cool und manche finden es halt nicht so cool. Und man wird es so ohnehin nicht allen recht machen können. Aber ich glaube, aus objektiven Gesichtspunkten betrachtet ist es natürlich technologisch ein Fortschritt gewesen. Da müssen wir gar nicht drüber reden.
Und dass wir von diesem Gedanken, dieses Partnernetzwerks, dass wir davon natürlich profitieren, dass wenn Updates ausgerollt werden für die App oder für die Website oder für alle anderen Systeme, die dahinter liegen, das ist ja auch klar, dass das uns zugutekommt. Absolut. Du bist ja auch so ein bisschen im Marketingbereich in der Leitung. Was sind so... Beziehungsweise andere Frage vorab.
Wie sind denn die Reichweiten, also wo kommen denn neue LeserInnen für die Landeszeitung her und wie sind so eure Strategien, wo sind so eure Ansatzpunkte, um mehr Leute bei euch auf die Website bzw. in die App dann nachher auch reinzuführen? Also reden wir jetzt von Plus oder generell von allen Abo-Produkten? Ja, eher Plus, also gerade das Digital-Angebot. Also ich meine, okay, ePaper ist auch digital, dann vielleicht digital und ePaper.
Also letzten Endes für Plus ist es in der Regel einfach klassisch Social und eben auch Onsite die eine oder andere Kampagne, die da ausgespielt wird. So und das letzten Endes ist es aber schon so, dass wir merken, dass das, was bei Social einigermaßen gut funktioniert, also das, ja nicht bei Social, bei Plus, also eben das Marketing über Social, dass das, was da einigermaßen gut funktioniert, dass es andersrum im E-Paper eher nicht so der Kracher ist. eigentlich auch klar, weil es einfach völlig unterschiedliche Zielgruppen sind. Es wäre schon komisch, wenn beide Produkte auf zwei identischen Kanälen gleich gut performen würden. Das wäre nicht so logisch und dementsprechend versuchen wir es oder handhaben wir es so, dass wir für das ePaper-Produkt sowohl bei uns in der Printausgabe aktiv sind, als auch hin und wieder im Wochenblatt, was bei uns zum Verlag gehört.
Und dann aber eben auch klassische Außenwerbung. Also mal eine Flyeraktion in der Stadt, mal Plakatwende. Das ist... unterschiedlich aber auch da also ganz offen gesprochen so den den ein kracher haben wir jetzt noch nicht gefunden also das eine werbemittel wo wir sagen wenn wir das belegen dann dann dann holen wir die abonnenten irgendwie zu haufen system dem ist auf jeden fall nicht so Und das probieren wir einfach auch alles weiterhin noch aus, was wir schon gemerkt haben, was in der Regel gut funktioniert und was dann auch spannend ist, weil wir glauben, dass es Rückschlüsse auf unsere Zielgruppe für das E-Paper zulässt, ist, dass in der Regel Bundle-Produkte ganz gut funktionieren. Also in dem Moment, wo wir Hardware dazugeben können oder es eben dazugeben als ein Aktionsangebot, merken wir schon, dass das einfach ein bisschen besser performt als üblicherweise andere Kampagnen.
Und ich hatte vorhin ja kurz einen kleinen Exkurs vielleicht, kurz über Interviews gesprochen, die wir machen mit unseren Abonnenten, vor allem mit Print-Abonnenten. Einfach, um uns ein bisschen nahbarer zu machen auf der einen Seite und auch unseren Abonnenten ein Stück weit Wertschätzung entgegenzubringen, aber auf der anderen Seite auch, um einfach über unsere Abonnenten ein bisschen mehr zu erfahren und mehr zu lernen. Gerade auch, wenn wir darüber sprechen, wie wir das E-Paper noch besser positionieren. funktionieren können und was wir da schon immer mal wieder ja gesagt bekommen ist quasi die dass die die so eine leichte Abwehrhaltung gegenüber dem Produkt e-paper eher dadurch zustande kommt dass man nicht so ganz so sicher im Umgang mit der dafür notwendigen Technologie ist wo wir beide jetzt sagen würden welche Technologie der der potenzielle Abonnent gerade der der möglicherweise von Print umsattelt aufs E-Paper, schon einfach Hilfe braucht. Und für uns ist jetzt schon klar, dass wir im Laufe der nächsten Wochen und Monate schauen müssen, dass wir es hinbekommen, Print-Abonnenten in der Wandlung besser zu begleiten.
Das ist auch nichts Neues und jetzt auch nicht so mega kompliziert irgendwie, sondern auch da so ein bisschen, man muss es halt auch einfach nur machen. Und dafür die Menschen haben, die Hardware natürlich bereithalten. und dann eben in den Dialog mit den Menschen gehen, mit den Abonnenten gehen und dabei unterstützen, im wahrsten Sinne des Wortes unterstützen, die Transformation hinzubekommen. Wir transformieren uns, indem wir eben unsere Abonnenten transformieren. Und das sollte uns schon ein bisschen was wert sein.
Definitiv, definitiv. Habt ihr auch so ein Angebot für junge Leute oder Studenten? Das macht ja zum Beispiel die NWZ, dass sie versucht, die Studis auch schon mit reinzuziehen oder SchülerInnen. Ja, was ich gerne machen möchte und wozu auch schon erste Gespräche geführt worden sind, die aber wirklich noch in den Kinderschulen stecken, ist es, dass wir gucken möchten, wie wir es, wir haben ja in Lüneburg die Leuphana-Universität auch recht groß und recht bekannt, dass wir es hinbekommen möchten, dass wir, ob es über die Immatrikulationsnummer oder über die E-Mail-Adresse ist, die die Uni ausgibt für jeden Studenten, dass wir es hinbekommen möchten, dass darüber eben quasi für die Zeit des Studiums ein Zugang zum Plus-Abo möglich ist. Cool.
Auch das ist halt was, was aber auch schon woanders auch schon funktioniert hat und wir natürlich auch mit dem R&D darüber sprechen, wie hat man es technologisch woanders gehandhabt, damit wir eben das Rad nicht neu erfinden, warum auch. Genau das. Ja, was habt ihr sonst bei der Landeszeitung aktuell so für... geheime Upcoming-Projekte, wo man, wenn man jetzt zuhört und denkt, okay, ich habe Lust auf einen Switch oder einen Wandel, habe Lust bei der Landeszeitung Lüneburg mitzumachen. Was habt ihr so für Projekte?
Wie kann man sich bei dir melden? naja also wenn sie geheim werden dann würde ich sie jetzt hier nicht erzählen und das ist ja klar aber letzten endes ist glaube ich das was wir am ehesten vor der brust haben ist das was ich gerade berichtet habe zu besser zu verstehen wie unsere abonnenten ticken weil am ende wie wir haben ein einziges produkt und das ist der inhalt den wir produzieren sonst haben wir ja nichts und der ganze fokus kann nur dem gelten, dass wir es hinbekommen, unsere Inhalte und dann unsere Darreichungsformen, so nenne ich es mal, eben so zu optimieren und so anzupassen, dass es für unsere Abonnenten die ideale Form des Konsumierens von unseren Inhalten ist. Und da gibt es ja viele Wege und das fängt an, damit Kapazitäten dafür zu schaffen, durch den Einsatz von KI und geht weiter damit, was ich gerade beschrieben habe, mit unseren Abonnenten in den Austausch zu kommen und gleichzeitig einfach und das Wort einfach passt da nicht, aber gleichzeitig wirklich relevante Inhalte zu produzieren und rauszugeben. Und darum geht es. Und ich glaube, dass das vielschichtig ist, aber oftmals neigen ja vielleicht Projekte, die ganz viele Ebenen haben, dazu irgendwie im Zielbild unscharf zu werden.
Und ich glaube, dass es in diesem Fall definitiv so nicht ist, weil allen ganz klar ist, worum es eigentlich geht. Und weil es nur einen Zielzustand geben kann. Und darauf hinzuarbeiten, mit einer klaren Orientierung, aber eben auch links und rechts Dinge ausprobieren zu können, ist, glaube ich, eine ganz gute Sache. Definitiv, definitiv. Das ist auch tatsächlich ein guter Satzabschluss für die letzte Frage, die wir tatsächlich auch allen Gästen immer stellen.
Und zwar, wie sieht deine... deiner Ansicht nach die deutsche Verlags, Regionalverlags, vielleicht auch für kleine Medienhäuser-Branche in den nächsten fünf bis zehn Jahren aus? Was sind die Themen? Was ändert sich? Was ist im Fokus?
Gute Frage. Also ich spreche ja für mich und ich bin eigentlich ehrlicherweise einigermaßen optimistisch, auch wenn mich da vielleicht der ein oder andere für ein bisschen für bekloppt hält, weil Also ich glaube, ich bin der Meinung, dass es immer relevant sein wird, zu wissen, was um einen herum passiert. Also so ticke zumindest ich und oft neigt man ja dazu, von sich auf andere zu schließen. Aber ich glaube jetzt nicht, dass es so ist, dass in zehn Jahren einfach keiner mehr wissen will, warum im Rathaus gerade deswegen Stunk ist oder warum da eine Großbaustelle ist. Sondern ich glaube, darüber möchte man ja informiert sein und man möchte ja, weil es einen auch in seinem unmittelbaren Leben betrifft.
und ich finde, dass das das Allerwichtigste ist, dass meiner Meinung nach die Überzeugung zu haben, dass es immer wichtig sein wird, was los ist oder zu wissen, was los ist. Und deswegen glaube ich schon, dass wenn es dann parallel dazu gelingt, sich in seiner Abolandschaft, in seiner Abostruktur und auch in den journalistischen Produktionen und Darreichungsformen sich so ein bisschen zu transformieren und auf die Bedürfnisse der Zielgruppe noch besser einzugehen und das noch besser zu verstehen, dass es dann... keinen so großen Grund zur Sorge gibt. Ich habe es vorhin schon mal kurz gesagt, weil es mir einfach wirklich wichtig ist. Ich glaube, dass das Entscheidende ist, sich a.
unterzuhaken und mit anderen Verlagen so gut es geht im Austausch zu sein und b. einfach zu machen. Also wirklich einfach ins Tun zu kommen, nicht großartig Produktentwicklungsrunden zu drehen. Ich rede wichtig immer nur für Verlage unserer Größe. Das muss woanders anders sein, aber bei uns sollte es aus meiner Sicht so sein.
Und ja, wir haben Zeiten, die extrem herausfordernd sind und das bedeutet sicherlich auch ein bisschen mehr momentan. zu tun, als es vielleicht noch vor ein paar Jahren der Fall war. Aber aus meiner Sicht gehört es eben einfach dazu. Und wenn man weiß, wofür man es tut und in welche Richtung man geht und der Nordstern quasi klar ist, dann bin ich, wie gesagt, eigentlich einigermaßen optimistisch. für mich perfekte schlusswort danke dir für die zeit jonas wie er gerne in zeit die offenheit und hat mir sehr viel spaß gemacht ja auch wenn wir noch ein fahrt veranda was gut bis bald Bis dann, ciao, ciao.
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