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Reach, Relevance, Revenue: Wie Susan Molzow die Kieler Nachrichten neu definiert

Ressort21, Folge 21: Susan Molzow

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In dieser Folge spreche ich mit der Geschäftsführerin der Kieler Nachrichten, Susan Molzow, über ihre Strategien zur Unternehmensführung, den Umbau der Kieler Nachrichten und den Fokus auf Reach, Relevance und Revenue. Außerdem diskutieren wir, wie man jüngere Zielgruppen erfolgreich anspricht und welche Visionen sie für die Zukunft der Kieler Nachrichten hat.

Erwähnt in der Folge

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Ich habe neulich mal so ein Stichwort gehört vor einigen Tagen, was heißt neulich eben, vor einigen Tagen und das fand ich ganz treffend. Es hieß irgendwie Brave Leadership, also mutige Führung. Das finde ich eigentlich ganz spannend, weil ich glaube, das ist genau die Anforderung, die an Führungskräfte in Transformationsbranchen, was ja mittlerweile fast alle sind, besteht. Also eine mutige, an Zielen ausgerichtete Führung. Das Falscheste ist irgendwie gar nicht zu entscheiden und dafür können wir uns auch leisten, mal Fehlentscheidungen zu treffen.

Moin aus Kiel zur neuen Folge von Ressort21, dem Podcast über Innovation und Digitalisierung in der Verlags- und Medienwelt. Ich bin Tim Großmann und spreche heute mit Susan Molzow, der Geschäftsführerin der Kieler Nachrichten. Wir sprechen über ihre Strategien zur Unternehmensführung, den Umbau der Kieler Nachrichten und ihren Fokus auf Reach, Relevance, Revenue. Außerdem diskutieren wir darüber, wie man junge Zielgruppen erfolgreich anspricht und welche Visionen sie für die Kieler Nachrichten hat. Aber genug erzählt, viel Spaß bei der Folge.

Moin Susan. Moin, hi. Freut mich, dass wir uns jetzt hier im Fled eingefunden haben. Das ist ja für uns eigentlich so ein bisschen back to the roots. Einstil für mich, genau.

Ja, für uns auch. Wir sind ja so ein bisschen so ein Fledkind auch. Du bist jetzt seit knapp einem Jahr bei den Kieler Nachrichten. Genau, seit Januar. Was hat sich da jetzt in einem Jahr getan?

Was sind so die größten Dinge? digitalisierung irgendwie sehr riesige thema ich glaube wir haben irgendwie viel fahrt aufgenommen wir haben auch ganz viel portfolio uns angeschaut und ein paar themen irgendwie noch mal überprüft und wir haben eine druckerei die haben wir jetzt nicht mehr und so die letzten arbeiten um auch die druckerei abzustellen das grundstück zu verkaufen also sind ja auch so themen die bei dem laden den killer nachrichten einfach dann irgendwie auch relevant sind jetzt weniger mit dem klassischen mediengeschäft aber mit unserem gesamtgeschäftsbetrieb zu tun hatten und das hat uns in den letzten Monaten tatsächlich auch, hat uns total beschäftigt ja und nebenbei genau laufen alle Planungen zum Thema was machen wir nächstes Jahr, wie gehen wir in die Zukunft und so weiter. Wie kann man sich das vorstellen, wie lange dauert das sich in ein neues Unternehmen dann als Geschäftsführung einzufinden? Also du warst ja vorher beim Jahreszeitenverlag. Ja in der Tat war ich überrascht wie vielfältig das Geschäft ist, tatsächlich auch mit dem FLEET.

Ich habe ja, ich wusste das, aber ich wusste nicht, was hier wirklich tatsächlich passiert und wie viele Aktivitäten auch sozusagen natürlich der Unternehmen, also unserer Mieterinnen und Mieter, aber eben auch von uns selbst entfaltet werden. Das fand ich total spannend zu verstehen. Also und wir haben auch viele Liegenschaften außerhalb von Kiel, halt im Verbreitungsgebiet, muss ich natürlich auch alle kennenlernen. Das heißt, das hat sozusagen diese vielen Menschen, Locations und Geschäftsfelder, das hat ein bisschen Zeit gekostet so. Und strukturell bin ich ja immer mal bei der Tageszeitung, regionalen Tageszeitung gewesen und oder im Magazinverlag und aus jedem dieser Medienunternehmen bringst du irgendwie andere Sachen mit, dass ich da glaube ich ganz gut vorbereitet war, sagen, welche Themen sind Also klar, Digitalisierung und Reichweiten und Positionierung und Markenführung und neue Geschäftsfelder.

Also ich glaube, das ist so eine Klaviatur, auf der wir Leute, die jetzt irgendwie lange im Mediengeschäft unterwegs sind, ja, die können wir spielen. Aber hier ging es wirklich tatsächlich nochmal um komplett neue Themen. Tochterunternehmen in Flensburg, eine sehr erfolgreiche Werbeagentur, komplett anderes Geschäft, hoch zwei, die machen auch wirklich ganz tolle Dinge und das wusste ich vorher ehrlicherweise gar nicht, da war ich ein bisschen überrascht, da waren auch 50 Leute da und das ist auch nicht so ganz klein und das musste ich erst mal verstehen und eben auch tatsächlich alle da kann ich eine Person kennenlernen. Also deshalb würde ich sagen, ich habe bestimmt so ein Vierteljahr gebraucht, um alle Themen dann das erste Mal gehört zu haben, zu denken, aha, ja, ich habe schon mal gehört, dann kann ich was mit anfangen. Und jetzt geht es eher so ans Gestalten und Machen und Tun und mit ganz viel Geschwindigkeit Themen voranzubringen.

Warst du dann auch überall vor Ort, als auch in Flensburg? Ja, überall, genau. Tatsächlich in den ganz kleinen Redaktionsstandorten nicht, aber in Segeberg, in Flensburg und so weiter. Du hast ja im Vorgespräch vor allem gesagt, dass du dich selber auch so ein bisschen als Generalistin siehst. Total.

Ja, da kann ich mir vorstellen, dass gerade bei sowas dann, wenn man sich schnell irgendwo einarbeiten muss, alles so oberflächlich erstmal verstehen, dass es sich nimmt. Ja, genau. Ja, und ich, also mir macht das ja Spaß. Ich finde das ja total toll, weil immer wenn man lange irgendwo ist, dann kennt man alles und denkt, das habe ich irgendwie alles schon mal gemacht. Und gerade wenn du so einen eher generalistischen Ansatz hast, dann ist es einfach auch super spannend, wieder sich mit neuen Themen konfrontiert zu sehen oder herausgefordert zu fühlen.

Ich finde es auch immer gut, wenn man dann sieht, was für tolle Spezialisten man wiederum in einzelnen Bereichen hat. Also wenn ich so auf unsere Journalistinnen und Journalisten gucke oder auch im Sales oder Vertrieb oder im Digitalbereich Leute, die sich wirklich richtig gut auskennen oder in der Werbeagentur, dieses Geschäftsfeld, die Region und wie man Werbeagentur erfolgreich macht eben auch, das ist einfach super zu sehen, dass es da Menschen gibt, die das wirklich so viel besser können als ich. Ich bin ja ganz froh, dass ich Generalistin bin und dann irgendwie gucken kann, dass das alles irgendwie so im Gesamt läuft, aber mir hat es bisher nur geholfen und ich glaube, ich würde mich wahrscheinlich totlangweilen, wenn ich mich auf einen Bereich spezialisieren sollte. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Ich sehe mich auch tatsächlich in die Richtung.

Anstatt mich da sehr, sehr stark in Richtung 1 zu arbeiten oder zumindest über Jahre hinweg. Aber du bist ja schon seit Ich habe mal nachgerechnet, weil ich dachte die Frage kommt bestimmt. Ich bin seit über 30 Jahren im Mediengeschäft, das ist echt schon lange, das mag man gar nicht sagen. Und ich bin tatsächlich, komme ursprünglich, ich wollte mal Steuerberaterin werden und bin mega glücklich, dass ich das nicht geworden bin. Also total jeden Tag wieder, die letzten 30 Jahre war ich glücklich, dass ich das nicht geworden bin.

Nichts gegen Steuerberater, aber es ist einfach so toll in diesem Bereich zu sein und über die Jahre auch. Ja, das ganze Thema, also es war nur in den ersten Jahren so, dass alles super war und es irgendwie auf Wachstum gepolt war und dann ging Transformation los und ja, mit einer atemraubenden Geschwindigkeit und das wiederum kommt meinem Naturell eigentlich tatsächlich zugute, weil ich finde Transformationen... Ja, sie erzeugt natürlich Druck, aber sie erzeugt auch Chancen. Und diese Chancen wirklich wahrzunehmen und neue Geschäftsfelder aufzutun und sich wirklich mit komplett neuen Themen auch in Medienhäusern zu beschäftigen. Diese starken Marken zu nehmen und zu gucken, was kann ich damit eigentlich noch machen?

ergibt sich daraus noch. Das fand ich tatsächlich immer total toll und deshalb sind diese 30 Jahre auch wirklich nie langweilig gewesen, muss ich wirklich sagen. Du hast ja auch kurzzeitig gewechselt, warst bei dem Morgenpost. Ich war elf Jahre, also ich war ganz früher mal bei der Morgenpost, dann war ich bei Gruner & Jahr, die hat damals zu Gruner gehört, bin dann bei Gruner & Jahr im Zeitschriftenbereich gewesen, was auch super war, toller Laden, sehr traurig, was da passiert ist so im Nachhinein, wenn man da lange gearbeitet hat. Und dann bin ich irgendwann wieder zum Morgenpost gekommen, die ist dann zu an du mon verkauft worden das ist ja auch so sagen wie regionales medienhaus damals gewesen oder so eine holding für ein regionales medienhaus und war dann elf jahre geschäftsführer in hamburg am morgenkost tatsächlich und das habe ich auch super gerne gemacht dann haben wir aber auch da sich wieder entschlossen die muren wieder mal zu verkaufen und dann ging es für mich weiter in wieder einen zeitschriftenbereich zu Delius Claasing, so Wassersport und dann zum Jahreszeitenverlag, wo es eher um das Thema Luxury Brands und sowas ging.

Genau, also immer total andere Sachen auch, also Boulevardzeitung, Mopo und dann Luxury Brands, das war irgendwie breite Auseinander, konnte es kaum sein. Aber man geht da ja wirklich immer raus und sagt: "Wow, es ist irgendwie wieder was, was ich gelernt habe, was ich vielleicht bei dem einen oder anderen auch anwenden kann." mitnehmen kann. Ja, sind die Aufgaben- und Unternehmensmodelle dann sehr unterschiedlich, obwohl beides ja irgendwo im Nachrichten- oder auch vielleicht ein bisschen Informationsbereich ist? Da würde ich gar nichts so sagen. Also, nee, grundsätzlich nicht.

Ich glaube einfach, also der Unterschied, den ich rückschauend wahrnehme, ist, dass es einen großen Unterschied macht, ob man... Teil eines Konzerns ist, also irgendwie wie jeher als Tochtergesellschaft oder Mehrheitsbeteiligung von Madsack oder damals bei der Mopo mit Gruner & Jahr oder aber in einem wirklich kleinen mittelständischen Unternehmen zu sein, was völlig auf sich allein gestellt ist. ist einfach in diesen zeiten es ist total charmant und war vor 20 jahren bestimmt einfach und toll aber es ist jetzt super herausfordernd weil einfach alles so viel schwieriger geworden ist und weil man ewig kosten sparen muss und natürlich irgendwie ist das thema skalieren irgendwie auch unter unternehmen was wird auf sich allein gestellt ist auch ein bisschen herausfordernd ist das habe ich sagen dass der große unterschied ansonsten von der steuerung und von den themen die die einen beschäftigen sind glaube ich die gleichen einfach. Okay. War die Mopo der erste, die erste Firma oder das erste Unternehmen, wo du als Unternehmenschefin dann aktiv warst?

Ja, total. Das zweite Mal zum Mopo-Campaign bin ich als Geschäftsführerin geholt worden. Ich habe die quasi als Verlagsleiterin verlassen und bin dann bei Gruner gewesen. Und da war ich auch Verlagsleiterin, weil es ja auch großer Bereich ist. Und da war ich tatsächlich Geschäftsführerin und eben auch in Hamburg allein sozusagen für das Hamburger Geschäft zuständig, aber mit einer engen Anbindung tatsächlich immer an Köln damals.

Und ja, genau, das war Aber das war natürlich auch im Vergleich nochmal, ja würde ich sagen, das was uns jetzt hier trifft mit der Digitalisierung bei den Regionalzeitungen ist im Boulevard nochmal fünf, sechs, sieben, acht Jahre früher gewesen. Also sozusagen der Auflagenschwund bei den Regionalzeitungen wird deutlich später eingesetzt als bei den Boulevardzeitungen. Deshalb war dieser Transformationsdruck vor elf Jahren beim Boulevard schon erheblich. Also uns sind wirklich die Erlöse abgerauscht und mussten halt sehen, dass wir digitalisieren und das war schon zu einer Zeit, wo der Markt noch gar nicht so reich war und auch die Werbekunden noch gar nicht so weit waren. Also das war schon sehr herausfordernd.

Ah, okay, also hattest du quasi schon mal den gleichen Prozess, den du jetzt quasi in den Kieler Nachrichten so ein bisschen hast. Hattest du schon davor, aber auch schon viel früher, weil die einfach früher sind. Okay, spannend. Und was ist jetzt bei den Kieler Nachrichten so dein großes Ziel für... zum Beispiel nächstes Jahr?

Ja, wir haben uns gerade intensiv zusammengesetzt. Das macht man ja auch so, wenn man, gerade wenn man neu ist, dass man irgendwie nochmal guckt, wenn man das Team beisammen hat und sich so gefunden hat, dass man sagt, was machen wir eigentlich, wie gehen wir eigentlich in die Zukunft? Und ja, das große Ziel ist natürlich, wie bei jedem Unternehmer und als solche fühlen wir uns ja hier irgendwie auch vor Ort, die Ertragskraft zu sichern und immer in Zeiten sinkender Werbeerlöse und Printerlöse ist das natürlich natürlich irgendwie auch herausfordernd. Und da geht es natürlich darum, auf der einen Seite immer die Kosten im Blick zu haben. Also da haben wir den großen Vorteil, dass wir an den Madsack hängen sozusagen und dass wir natürlich viele Themen einfach mittlerweile gemeinsam machen.

Also da entstehen einfach Kosteneffekte über die Gruppe. Das ist total charmant. Und das wieder einfach zeigt und die Möglichkeit haben, uns auf das Regionalgeschäft zu konzentrieren. Und da geht es wirklich darum zu sagen, wir sind eine super starke Marke hier vor Ort. Erlebe ich wirklich, also wo immer ich hingehe, wird einem fast so ein bisschen irgendwie hier der rote Teppich ausgerollt.

Das finde ich total sympathisch, also auch weil Kiel nicht so groß ist wie jetzt Hamburg. Also es ist wirklich eine ganz andere Verankerung dieser Medienmarke hier in Kiel. Und da geht es natürlich darum, was können wir damit eigentlich noch machen. Da gibt es viele Möglichkeiten, weil wir sitzen hier jetzt im FLEET, das ist auch eine tolle Aktivität, also unser Coworking Space und da haben wir auch ein paar Ideen drum rum, da einfach auch nochmal neue Geschäftsfelder zu entwickeln. Und ein ganz, ganz großes Thema sozusagen ist natürlich das Thema junge Zielgruppen, schaffen wir es eigentlich in den nächsten Jahren junge Zielgruppen, die ja ein komplett anderes Mediennutzungsverhalten haben, überhaupt Markenbedingungen zu verschaffen und sie sozusagen irgendwann in unsere Marken zu bringen und sie später auch zu monetarisieren.

Also da gibt es viele Ideen dazu und das bauen wir gerade zusammen mit Vertrieb Sales und der Chefredaktion. Haben wir gerade ein umfängliches Konzept entwickelt, wie wir in die nächsten Jahre gehen wollen bis 2028. ja das macht auch total spaß mit dem team also ziehen alle an einem strang und haben lust irgendwie dinge neu zu machen mal zu überlegen anders zu tun sich auszuprobieren und so weiter das ja das hört sich gut an dieser podcast wird produziert von der Explo GmbH Wenn auch du neue Zielgruppen über digitale Produkte binden und deine Content-Produktions-Workflows automatisieren willst, dann kontaktiere mich auf LinkedIn oder vereinbare eine unverbindliche Demo direkt auf unserer Website explo-gmbh.de. Du hattest ja jetzt gerade Vertriebs-Sales gesagt. Ihr hattet ja Vertrieb und Sales quasi zusammengelegt.

Was war da die Idee dahinter? Naja, der eine Punkt ist, dass wir einen Teil der Vertrieb und Sales-Aufgaben, ich habe das eben gerade erwähnt, durch die Anbindung an Madsack sind ein paar Themen aus diesen großen Bereichen, klassisch großen Bereichen des Verlages, sind einfach auch zentralisiert. Das heißt, die Haarfunktionen gehen aus diesem Aufgabenbereich weg und am Ende hängt das auch zusammen. eng natürlich irgendwie zusammen. Also ich möchte eigentlich in Zukunft Themen ganzheitlicher betrachten.

Also wenn wir ein großes Themenoffensive haben oder ein Thema für relevant halten, dann haben wir das früher irgendwie gemacht und haben gesagt, wir machen jetzt mal ein Special zu irgendwas und dann hoffen wir, dass wir das irgendwie verkaufen. So war es vor ein paar Jahren. Heute geht es eigentlich mehrheitlich darum. auch noch darum zu sagen, wie kriegen wir Redaktion, Vertrieb und Sales zusammen, um tatsächlich ein Produkt zu entwickeln, was sich im Vertrieb und in der Werbevermarktung vermarkten lässt und was nach Möglichkeit auch noch irgendwie unsere Leserinnen und Leser oder User interessiert. Und es war einfach so, dass ich das Gefühl hatte, dass diese Verzahnung dann besser klappt.

weil ich sehr glücklich darüber gott sei dank ein kollegen gefunden der expertise in beiden bereichen hatte und das war einfach wie es ist jetzt wie so natürliches zusammenwachsen und fühlt sich total richtig und gut an und die ersten themen wie wir jetzt so gemeinsam auch im engen schulterschluss dann mit der redaktion gemacht haben die laufen auch einfach deutlich besser als es in der vergangenheit ist weil man voneinander weiß was man tut und warum man es tut wie ist da die diskrepanz zwischen print und digital also ist dann innerhalb dieses vertriebs sales teams zwei teams 14 nicht mehr also das ist ja immer so ein auf und ab also das verfolgt mich oder begleitet mich schon meine ganzen berufsjahre dass man immer denkt so okay ich mache ein print und sales team weil dieses bild ist ja die einen digital ist und ein Print-Team, weil die Print-Leute sind ja ganz anders als die Digital-Leute und man muss ja schneller werden als ein Digital-Team. Dann denkt man irgendwie, das macht auch keinen Sinn, weil die müssen ja doch irgendwie zusammenarbeiten und vernetzt man es wieder. Also am Ende ist es immer so ein, ich habe es früher immer Schweinezyklus genannt, also immer so ein Auf und Ab, dass man sagt, okay, man denkt immer die andere Lösung, die man gerade nicht hat, ist potenziell dann doch die bessere. So im Moment ist es tatsächlich so, dass wir, ja, am Beispiel Vertrieb und Sales jetzt gesagt haben, es gibt natürlich klassische Vertriebsaufgaben im Print-Bereich, die die Leute erledigen, die Print machen. Und es gibt aber natürlich auch Leute, die Digitalexpertise haben, die sind trotzdem ein Team.

Und dann gibt es aber für beide Bereiche eben auch sowas wie, keine Ahnung, das ganze Thema Datenanalyse, Social Media Marketing, auch Events. Das sind alles Funktionen, die ich sowohl im Sales wie im Vertrieb brauche und da haben wir jetzt gesagt, da versuchen wir das zusammenzupacken, weil da haben wir einfach dann die Chance wirklich mit Kollegen und Kolleginnen zusammenzuarbeiten, die eine hohe Expertise in diesem Bereich haben und die man sich dann zunutze machen kann sozusagen in unterschiedlichen Bereichen. Manchmal sind das Digitalthemen und manchmal nicht, aber die Funktionen, die wir abdecken, werden zunehmend digitaler, weil das Printgeschäft eigentlich auch in den Prozessen relativ klassisch ist. Es verändert sich nicht mehr so stark, das sinkt eigentlich nur noch. Und wir verstehen das Handwerk und wir haben Dienstleister um uns herum, also die Zeitung zum Kiosk oder ins Abo zu bringen, dazu haben wir ja Dienstleister und das ist gelernt.

Und diese ganzen Abwicklungen, das läuft in der Regel auch für die gesamte Gruppe zu auch in Hannover mittlerweile. Ah, okay, okay. Habt ihr auch das Thema, du meintest ja, dass es ja vor allem in Kien eine Marke ist, dass man in Randregionen auch diese Last Mile versucht aufzubrechen? Ja, also wir hatten ein großes Thema, weil weniger Abos wir natürlich in der Region verkaufen. Also kostet mich das Auto, was da rausfährt und das Abo in den Briefkasten steckt.

kostet mich halt das, was es kostet. Und wenn da 30 Abonnenten sind, ist das Einzelabo günstiger zuzustellen, als wenn da nur noch einer sitzt. Das ist ein riesiges Problem für alle Logistikunternehmen oder in dem Fall Verlage, die Kosten dafür tragen müssen und deshalb gab es eben auch ein großes Projekt OneRoute, wo eben, wir haben ja hier die Nordbrief, das ist ja ein Unternehmen, sozusagen, gehört Madsack und einige Töchter auch uns, wo es im Prinzip um regionale Zustellung geht und wir haben jetzt quasi Brief- und Zeitungszustellung zusammengelegt, um einfach zu sagen, also über die Menge, die man dann in dieses Also man reingibt jeden Tag über die Briefzustellungsmenge addiert mit der Tageszeitungsmenge, haben wir noch eine relevante Menge im Netz, um eben zustellen zu können und nach Möglichkeit eben auch noch den letzten Haushalt zu erreichen. Irgendwann wird es sicherlich aber so sein und wir haben das ja in der Gruppe in der Prignitz erlebt, bei Madsack. dass man sicherlich Verbreitungsgebiete hat, wo einfach so wenig Lehrerinnen und Leser sitzen, dass man irgendwann auch entscheiden muss, dass man da die Zeitung digital zustellt.

Also dass man das E-Paper, für die Generation, die Print liest, ist es dann in der Regel das E-Paper. Und was wir heute machen, ist, dass wir... uns wirklich bemühen, unseren Leserinnen und Lesern das ePaper-Produkt nahezubringen, ihnen beizubringen, wie man es nutzt, ihnen auch Endgeräte dafür zu geben. Und wir haben im Moment eine Aktion, die finde ich auch sehr gut läuft, wo wir wirklich mit einem Fahrzeug in die Region fahren, Leserinnen und Leser einladen und wir einfach das Produkt erklären, die Nutzung erklären, damit wir einfach irgendwie sicher sind, dass das auch benutzt wird. Und in der Regel sind die, die vorher gesagt haben, ach, das war irgendwie schwierig, möchte ich eigentlich gar nicht so gerne sagen, ach, ist ja gar nicht so schlecht.

Ich habe es immer dabei, ich kann es irgendwie in den Urlaub mitnehmen und muss nicht abgestellen oder so. Also da verwenden wir im Moment viel Zeit und Energie drauf, um in die Region zu fahren. tatsächlich. Das finde ich auch einen super schönen Ansatz, weil man muss die Leute ja auch einfach abholen. Und wenn man die Zeit investiert und den Willen zeigt, okay, wir zeigen euch wirklich aktiv, das Produkt ist gut.

Ihr könnt da wie ganz normal eure Zeitung lesen im E-Paper-Format, kriegt dann noch vielleicht in einem Abo, Jahresabo, ein iPad oder ein Tablet mit dazu. Einfach weil wir euch entgegenkommen, es gibt keine Printzeitung mehr, aber dafür kriegt ihr quasi einen Ankunftsservice. Und das funktioniert auch von der Umstellung ganz gut. Also tatsächlich, wir können viele Leserinnen und Leser gewinnen, die wir dann tatsächlich da in die Nutzung bringen oder die heute noch keinen E-Paper-Zugang haben, denen auch zu vermitteln, dass es durchaus Sinn macht, das zu machen. Auch wenn man, wir hatten im letzten Jahr ein paar Zustellprobleme gehabt mit Schnee und Eis und so Logistikumstellungen und auch dann, wenn man sagt, ja, tut uns total leid, heute sind wir echt spät, aber guck doch schon mal ins iPad, da ist das E-Paper schon da und das hilft ja auch zum Thema Kundenzufriedenheit.

Wir wollen ja nicht nur sozusagen immer neue Abos im Digitalen gewinnen, wir wollen ja auch, dass unsere Bestandsleserinnen und -leser, die uns über die letzten, weiß ich nicht, 60 Jahre, 70 Jahre noch viel mehr irgendwie die Treue gehalten haben, dass die weiterhin gut versorgt sind und zufrieden sind. sind. Ja, das verstehe ich. Wie ist das Durchschnittsalter der Abonnenten bei euch so? Print knapp über 70 tatsächlich, ePaper deutlich jünger, aber das ePaper ist sicherlich eher ein Produkt für Leserinnen und Leser, die aus dem Print kommen und die dann aber jung genug sind so, um sich diesen digitalen Ansatz da irgendwie zu stellen und genau, und das Thema, was dann kommt, ist tatsächlich irgendwie kein Plus, also das Digital-Abo.

der website zugang und ebenso produkte wie newsletter podcasts und andere produkte über die gerade nachdenken whatsapp zum beispiel haben wir gerade gestartet und auch so ein broadcast kann man jetzt gerade vor acht wochen oder Ich finde das immer super spannend. Ich habe gestern oder wir haben gestern für die Firma so eine Handelsblattausgabe, spezielle Handelsblattausgabe bekommen, auch in einem Zeitungsformat, irgendwie richtig dick. Und ich dachte so, ja gut, das lese ich heute Abend jetzt mal. Und habe mich dann hingesetzt und dieses Handelsblatt aufgeschlagen. Bin wirklich erschlagen worden von dieser Menge an Text auf dieser Seite, an Inhalten.

Und ich dachte mir auch so, okay. Also ich bin definitiv die Art von Person, die das lieber im Handy hat als einzelne Nachrichten und ich kann durchswipen oder was auch immer, als dass ich diese Tradition sozusagen oder diesen Ablauf von ich lese jetzt eine Zeitung haben. Aber das finde ich echt verrückt. Also im Sinne von gut verrückt, dass die älteren Leute da auch so sind, so von wegen, okay, das ist mein Ritual. Das hat ja vielleicht nicht mit der Influenz zu tun.

Ich glaube, die sind einfach so sozialisiert und ich meine, ich bin ja auch eine andere Generation als du, aber bei mir geht das so, ich kann es auch nicht mehr. Also ich bin völlig überfordert, wenn neben mir so eine dicke Zeitung geht, ich habe früher die Zeit abonniert und ich habe... Es ging einfach nicht, weil ich immer ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich sie nicht gelesen habe. Und ich finde es in der Tat so zu sagen, okay, du hast irgendwie einen Newsletter, wo du irgendwie einen Teaser hast und liest schon mal die ersten Nachrichten, okay, was interessiert mich mehr und da steige ich dann ein. Weil gefühlt haben wir ja irgendwie alle wenig Zeit.

Ich frage mich irgendwie, warum unsere Eltern, also meine Eltern irgendwie mehr Zeit hatten. Weiß ich eigentlich nicht. Wahrscheinlich nimmt man sie sich nur nicht, weil so schnelllebig und das ist alles irgendwie die Taktung irgendwie eine andere geworden ist. Aber dem müssen wir uns ja stellen. Also es ist so und ja.

Ja. Nochmal zur Strategie auch. Wir haben ja im Vorgespräch auch über so drei Begriffe gesprochen, Reach Relevance und Revenue. Das hattest du ja gesagt, dass das so für die nächsten Jahre jetzt auch die wichtigsten Punkte sind. Was steckt hinter der Strategie?

Wie habt ihr da vor, heranzugehen? Reichweite zu erhöhen und warum mit der Reihenfolge? Ja, mit der Reihenfolge ist das so eine Sache. Ich finde diese Themen einfach, das ist halt super alt und ich weiß nicht, dass irgendwann auf einem Bertelsmann-Führungskräftetreffen sagt das irgendein Bertelsmann-CEO. Und ich finde aber, ehrlicherweise ist es ja genau so.

Also wenn du Reichweite hast in einer Zielgruppe, dann hast du dann Relevanz und dann kannst du in der Regel auch Umsatz daraus erzielen. Das ist ja irgendwie eine Binse tatsächlich. Und Relevanz ist natürlich für ein journalistisches Produkt, nochmal nicht nur Menge, sondern tatsächlich eben auch Inhalt. Also da geht es nicht nur darum, viel unter die Leute zu bringen, sondern tatsächlich auch im Lebensumfeld der Menschen relevant zu sein. Und das Relevantsein, das entsteht ja dadurch, dass wir die richtigen Inhalte liefern und die in ihrer Lebenswelt irgendwie abholen und sie sich irgendwie von uns unterhalten, informiert und ja auch mit entsprechenden Ratschlägen oder Hilfestellung versehen bekommen.

Also deshalb finde ich das total wichtig. Und eben, wenn man diese entsprechenden Reichweiten hat, dann, da unsere Angebote ja in der Regel zu einem sehr großen Teil eben auch werbefinanziert sind, ist es immer so, wenn wir erfolgreich sind, mit digital angeboten also mit der website und oder newslettern oder podcasts oder möglicherweise auch später anderen produkten dann sind wir auch in der regel die in der werbevermarktung in der regel in der lage die in der werbevermarktung unterzubringen und ja das deshalb finde ich das nach wie vor total passend weil sie diesen drei klang dieser drei tatsächlich. Du hattest ja vorher schon angesprochen, auch die jüngere Zielgruppe, um im Endeffekt auch die potenzielle Reichweite zu erhöhen. Da finde ich persönlich ganz spannend die Frage, du hattest vorher erzählt, Jahreszeitenverlag, ich habe mal reingeguckt, das sind ja sehr luxuriöse Magazine Richtung Food, Richtung Reisen. Siehst du da irgendwie eine Überschneidung, vielleicht auch im Markt, dass das zusammenpassen könnte?

Ehrlich gesagt weniger, weil das war schon wirklich High-Level-Luxus. Also wo man wirklich sagt, also aber was ähnlich ist und das ist glaube ich so der, vielleicht auch die Veränderung im Markt und auch von Medienunternehmen. Wir haben früher ein Produkt gehabt, so One-Fitzer-For-All, der große Blumenstrauß hier, täglich die KN, die Monopo, das Handelsblatt, aber eigentlich ging es immer um den großen Blumenstrauß der News und man liest das und denkt, ach Mensch ja. Das ist ja auch interessant. Und das ist es, wir haben ja gerade drüber gesprochen, Mediennutzungsverhalten ändert sich.

Und das ist ein bisschen das, was ich vielleicht auch aus diesem Luxussegment mitgebracht habe, weil wir waren immer umso erfolgreicher, je spitzer wir auf die Zielgruppen gegangen sind. Also wirklich ganz nischig, ganz spitz. Da geht es dann gar nicht mehr so sehr immer um große Reichweiten, aber um wirklich Zielgruppen, die ausdefiniert sind, die super mit journalistischen Produkten versorgt sind und wo man dann auch tolle Argumente hat, den Werbekunden zu sagen: "Hey, also die Leute, die du erreichen willst, die erreichst du genau mit dem Produkt, mit der Ansprache und dann machen wir ein Konzept drauf." Und am Ende ist es auch das jetzt, was wir in Kiel denken und insbesondere, wenn es, du hast es jetzt ein paar Mal erwähnt, um junge Zielgruppen geht, dann ist dieses One-Fits-for-all absolut nicht mehr zeitgemäß, glaube ich, sondern wir müssen uns in die Lebenswelt von jüngeren Menschen da einfinden und sagen, okay, was beschäftigt ihn eigentlich in der Region? Wo kann ich hingehen? Wie ist es mit meinem Studium eigentlich?

Wie finde ich eine Wohnung? Gibt es da tausend Themen? Oder... junge Familien, die haben wiederum andere Themen als Studentinnen und Studenten. Und Leute, die sportinteressiert sind, die wollen vielleicht auch tatsächlich nur THW oder nur Holstein und interessieren sich für den Rest erstmal irgendwie gar nicht.

Kann ja sein, ist auch okay. Und das haben wir in der Vergangenheit natürlich nicht so gemacht, aber mit digitalen Produkten, Audio, Video oder eben auch Newslettern lässt sich das ja alles machen. Und das ist technisch, Gott sei Dank, ja auch alles nicht mehr so aufwendig. Und das finde ich eine tolle Chance, dass man wirklich in der Lage ist, in diese Zielgruppen zu gucken und tolle Angebote in verschiedenen Medienformaten für Zielgruppen zu machen. Und da bin ich total sicher, dass wir das gut können, weil wir gute Inhalte machen können und dass wir dann auch in der Regel sind, entsprechend die zu monetarisieren.

Das ist Reichweitenmonetarisierung, also sozusagen den Endverbraucher, das ist immer noch eine Herausforderung, weil Leute sind ja in Deutschland nicht gewohnt, Geld für journalistische Produkte digital zu zahlen. Das ist leider, da sind wir irgendwann vor vielen Jahren mal falsch abgebogen, das ist in Skandinavien zum Beispiel ein bisschen anders. Aber ich denke, das wird sich auch ändern. Man merkt das schon, dass um uns herum auch viele Paywalls irgendwie zugehen und dass man einfach daran gewöhnt wird, dass man dafür für Geld zu bezahlen hat. Und da auch wieder, je näher man an diesen User Needs ist und sagt, okay, ich habe genau das, was diese Menschen jetzt interessiert, dann gibt es auch eine Zahlungsbereitschaft, da bin ich tatsächlich sicher.

Und wie du ja auch gesagt hast, also die Marke muss ja auch da sein. Genau. Haben wir letztens auch mit der Zeit gesprochen, Zeitsprachen, da ist auch so, dass es dann verschiedene Fragen gibt, die dann hunderte, tausende Seiten auf Google beantworten, aber die Leute klicken trotzdem den Link von der Zeit, weil sie wissen. Genau, weil sie dem vertrauen. Also gerade in Zeiten von KI ist natürlich auch ein Thema, dass man sagt, okay, ich weiß zumindest, also selbst wenn die vielleicht auch KI benutzen bei der KN, aber ich weiß zumindest, dass die irgendwie sicher sind, was sie da tun und dass das recherchiert und geprüft ist und denen kann ich vertrauen.

Ja, genau. Habt ihr da auch dann die, also du hast gesagt, keinen Blumenstrauß mehr, sondern vielleicht auch einzelne Blüten sozusagen, dass man dann sagt, okay, es gibt für die verschiedenen Zielgruppen kleinere Pakete oder wird das bei den Kieler Nachrichten weiterhin kein sein, kein Plus und da ist dann halt für jeden was mit dabei, der kann sich dann spezialisieren oder ist das auch so wie kein Blumenstrauß? Food das dann wirklich spezialisiert ist genau also ich denke das sind dann eher andere produkte den k1 plus die website sind wir technisch auch auf einem standard und da ist alles was man dann wieder tut ja irgendwie möglicherweise technisch aufwendig aber da wo wir das können kleinteiliger zu werden feiner zu werden also gerade im bereich newsletter glaube ich ist wirklich ein tolles thema mit dem wir da noch richtig chancen haben eben aber tatsächlich auch podcast oder aber auch podcast teilweise event konzepte oder sowas da geht es wirklich darum so themen pakete zu bilden und zu sagen okay wenn du dich für eine junge familie bist und all das was in deiner lebenswelt entschließlich vollstand für junge familien wichtig ist das findest du bei uns und da hatten wir ein paket in richtung user von niedrigschwellig kostenlos bis payable und dann kann man sich daran bewegen das ist so die idee grundsätzlich die wir verfolgen und da gibt es ein paar ein paar Themen, mit denen wir jetzt mal anfangen und es rausprobieren, weil es auch ein bisschen anderes Arbeiten ist als in der Vergangenheit und wir auch Expertise da aufbauen müssen, aber das ist tatsächlich der Weg. Ja, wie wichtig ist für euch in der ganzen Strategie dann Social Media als Kanal? Super wichtig tatsächlich.

ja. Also auch eben gerade zum Thema junge Zielgruppen, also ich erlebe das bei meiner eigenen Tochter, die sich eigentlich auch im News-Bereich nur über Social Media informiert, aber ich glaube irgendwie Insta und TikTok sind so ihre Diele. 21 und ähm Am Ende, glaube ich, können wir das natürlich nicht negieren. Und wir sind da ja auch überall aktiv und probieren uns aus. Und da geht es auch noch darum, einfach tatsächlich viel besser zu werden.

Weil da haben wir viel zu wenig Kapazitäten drauf in der Vergangenheit. War vielleicht auch okay für den Moment. Aber dieses Thema nachwachsende, sozusagen junge Zielgruppen wird immer wichtiger. Und da geht es eben tatsächlich wirklich auch im Social Media, aber auch, ja genau. Ja, wie du ja auch gesagt hast, Podcast, hast du auch schon ein paar Mal gesagt, ist ja auch ein wichtiges Format einfach.

Gerade für so Leute, die so addicted zu irgendeinem Thema sind. Ja, genau. Sport oder keine Ahnung, Food oder so, also da gibt es ja ja, Ja, ich habe es auch schon mehrfach, ich glaube auch im Podcast gesagt, es gibt für mich auch so ein einziges Format, was ich höre, das ist so eine tägliche News zum Thema Cryptocurrencies im Endeffekt und ich habe nichts, was ich wirklich jeden Tag lese oder anhöre oder ähnliches, aber das... Wenn ich da die Notification für bekomme, will jeden Tag, gehe ich dann in Spotify und höre mir das an, sobald es da ist. Das ist sowas, genau, das muss ja das Ziel sein, sozusagen, dass man genau so eine Bindung schafft, dieses, ich brauche das jetzt unbedingt.

Ja, genau. Genau am Nutzerbedürfnis. Da finde ich, fände ich mal ganz spannend, da habt ihr ja auch ein Angebot für internationale Menschen in Kiel, gerade weil hier, ich habe letztens nachgeschaut, auch wegen Werkstudentenstelle und ähnlichem, 25 Prozent in Kiel sind ja, gerade weil die Studenten sind, komplett non-German, also die sprechen auch kein Deutsch. Habt ihr auch ein Angebot für englischsprachige Personen? Nee, tatsächlich im Moment noch nicht, aber ich nehme es mal als Anregung mit.

Ich finde das tatsächlich einen spannenden Hinweis, zumal ja tatsächlich über so Übersetzungstools und KI das Thema Übersetzung kein Thema mehr ist und auch da kann man dann ja tatsächlich wirklich gucken dass man noch mal zu gruppen irgendwie wirklich so anspricht dass sie auch nähe spüren und das gefühl haben dass wir relevante inhalte haben finde ich finde ich spannenden punkt über dänemark schon öfter mal nachgedacht das ist ja auch so nicht auch irgendwie naja aber da geht es sicherlich eher so ein bisschen zu gucken wie gespielt gucken einmal über die grenze und was sind das eigentlich für themen in diesem grenzgebiet als dass man jetzt irgendwie auf dänisch geht oder Ja, ich kann mir nämlich vorstellen, dass gerade für Studenten auch so ein kurzer täglicher Rap, was geht in Kiel, ganz interessant sein könnte. Das haben wir tatsächlich auch vor sowas, aber tatsächlich noch nicht auf Englisch. Mal gucken. Gerade im Newsletter-Format dann auch? Ja.

hat das lennart das spannend wäre ich weiß gar nicht mehr was wir haben gedacht es ist ja ehrlich gesagt auch nicht nur für studenten wichtig sondern ist ja eigentlich auch für die lehrerinnen und lehrer jeglicher gegen den altersmann gucken sozusagen für wen tatsächlich was für studenten sind andere inhalte als mich oder oder für dich aber genau darum geht es einfach zu sagen genau dieses must have was du du vorhin geschildert hast, zu sagen, okay, wenn ich aufstehe, dann will ich einmal wissen, was hier los ist in der Stadt und am Ende kommt vielleicht noch irgendwie ein Tipp, wo ich heute Abend irgendwie ins Konzert für jüngere Leute oder irgendwie, was weiß ich, in eine Bar für den anderen gehen kann oder also darum geht es tatsächlich, wirklich solche, genau solche Pakete zu packen und die Leute bei ihren Bedürfnissen irgendwie auch zu holen und mit Emotion und Leidenschaft für die Stadt und die Region. Das ist eben ganz wichtig. Auf jeden Fall. Und das ist ja auch für alle relevant. Das haben wir auch immer wieder gehört, dass ja dieses Interesse an der lokalen Region, das ist ja nicht nur bei 70-Jährigen oder beim E-Paper 50-Jährigen.

Das ist eigentlich das Schöne. Also das denke ich immer wieder, ist eigentlich fast so eine Luxussituation bei der regionalen Medienmarke, weil also diese Relevanz von regionalen... news oder oder informationen die bleibt eigentlich ja bist mit einer region irgendwie vernetzt verankert verbunden also hoffentlich positiv und das eigentlich immer dieses bedürfnis zu haben eigentlich ist ich gern was und im bereich sozusagen allgemeiner news da ist die auswahl riesengroß und am ende ist es dann längst okay da entscheidet sich für bild der andere für die faz der nächste nimmt die süddeutsche oder die nzz oder wie auch immer aber Wie sind die Spezialisten hier für Kiel? Und das ist eigentlich eine total schöne Situation, finde ich. Auf jeden Fall.

Ich glaube, nur die Awareness, dieses Bewusstsein, es gibt diese lokalen News eigentlich griffbereit. Habe ich selber auch bei mir gemerkt, tatsächlich, bevor wir mit dem Verlagswesen was zu tun hatten, habe ich auch... Shame on me, aber viele Nachrichten, weder auf Instagram, die Stories gucken noch gar nichts. Und jetzt seither ist es echt so, dass ich auch immer reingucke, was passiert, neues oder neues Restaurant. Aber die hätten wir eigentlich auch vorher erreichen müssen.

Das ist genau der Punkt. Also dass wir das irgendwie schaffen, Brand Awareness bei euch jungen Leuten irgendwie hinzubekommen, ohne dass ihr sozusagen erstmal mit einem Holzhammer auf die Marke KM, sondern dass wir irgendwie eine gute Chance haben, Markenbegegnungen zu schaffen, die euch an die Marke heranführen. Darum geht es eigentlich. Du hast es ja auch schon angesprochen, also gerade durch die ganzen KI-Themen und vielleicht auch Automatisierung kann man ja verschiedene Sachen auch schnell testen. Man ist viel schneller irgendwie und kann viele Themen testen.

Bei uns ist halt immer noch so ein bisschen dieser Punkt, dass wir uns immer an einem schmalen Grad bewegen, wo wollen wir eigentlich KI einsetzen und wo nicht. Also Bilder ist ja irgendwie so ein Thema, da denkt man so: "Ja, eigentlich, wie soll Wir wollen ja schon authentisch sein, das soll schon aus der Region sein und soll jetzt nicht irgendwie ein KI-Foto sein. Also das diskutieren wir intern eben auch ganz viele solche Themen, aber gerade was das Thema reine Automatisierung angeht, da ist in der Tat total viel möglich und wenn überlegt hat, wie man jetzt irgendwas macht und wer es dann macht und dass man sich das eigentlich gar nicht leisten kann, jemanden an einen Newsletter oder an irgendwas, einen Podcast zu setzen, ist das ja heute nicht mehr wirklich ein Argument. Man kann zumindest, auch wenn man später sagt, ich brauche jetzt wirklich noch mal viel mehr Expertise und Power drauf, man kann zumindest so eine Art MVP machen und sagen, okay, ich prüfe oder checke einfach mal ob ein Produkt läuft, ob es irgendwie eine Chance hat und so weiter. Ja, was habt ihr für, also habt ihr schon KI-Tools, die ihr wirklich auch aktiv im Einsatz habt?

Wir sind gerade dabei, tatsächlich in einem Bereich, also in der Redaktion haben wir ja tatsächlich ein Tool von euch, was wir einsetzen und das wird ja auch tatsächlich auch auf der Website auch, ist ja auch täglich zu sehen, das funktioniert glaube ich ganz gut und wir sind im Moment noch dabei zu gucken, ob wir bestimmte Kanäle wie LinkedIn oder sowas potenziell einfach auch mit, weil es ja nicht unser primärer Kanal ist, uns da mal ausprobieren zu sagen, wie geht das eigentlich, wenn wir das irgendwie automatisieren. So ein bisschen wie die Süddeutsche habe ich glaube ich schon mal gesehen, die machen das schon. Ja genau. So und dann gibt es halt in Hannover auch noch so ein paar Themen, wo es um Seitenproduktion geht und ja, also so was in der Diskussion ist, aber da gibt es eher dann so zentrale Themen für die gesamte Gruppe, die dann auch zentral sind. gedacht ja okay ja was ja auch ganz spannend finde ist das ja kiel wusste ich davor auch nicht hat sich bevor wir in die branche gerutscht sind sozusagen dass hier sehr viel auch verlagssoftware also ppi ist riesengroß ppi wo es kann sich natürlich mein leben lang und ich war total erstaunt als ich in irgendeinem seminar in bremen mal sagt auf dem event und da saß der geschäftsführer neben mir sagt ich komme auch aus kiel ich wusste ich gar nicht ganz lustig ganz spannend aber das ist doch schön weil man immer wieder leute hat mit dem man eben auch gute bespräche führen kann und die interesse einfach auch an verlags- und medienthemen wir haben total okay spannend aber ihr habt jetzt nicht so ich habe gesehen gerade die ganzen riesengroßen natürlich fangen jetzt an auch so kleine ki teams aufzubauen und head of a und direkt auf ihr einzustellen was werden wir in kiel sicherlich nicht tun wir sind also Bei Madsack denke ich, wird das passieren und von der Expertise profitieren wir dann auch und es wird sicherlich dann eben auch ein Thema geben, wie schaffen wir eigentlich für die, auch für die Kieler Nachrichten, keine Ahnung, KI-Readyness, will ich jetzt mal sagen.

Wir wollen ja eigentlich, dass sich unsere Kolleginnen und Kollegen damit beschäftigen und sich ausprobieren. Nun ist es natürlich in Deutschland immer wieder Datenschutz und Arbeitsrecht ist immer so ein Thema. Also das ist. ich ist ja alles gut und es auch als richtig wichtig dass wir das haben manchmal ist es aber so dass es uns natürlich irgendwie auch ein stück verlangsamen haben aber jetzt auch also zumindest für die reaktion regelungen getroffen und so dass tatsächlich wir uns in bestimmten themen ausprobieren also bei uns wird wenn ich das richtige ernährung habe in einigen monaten auch irgendwann anders reaktion zu ziehen in das redaktionssystem integriert wird man da im prinzip auch ein bisschen arbeitserleichterung hat und Ja, und wir haben parallel ein paar Themen identifiziert. Da geht es eher so um Recherchearbeiten, jetzt nicht im redaktionellen Bereich, sondern so um einfach Datenmengen zu bewegen und so weiter.

Wo man irgendwie auch, das muss heute eigentlich kein Mensch mehr machen. Das haben wir vorher vielleicht dann irgendwie einem Studenten gegeben. In Zweifel würden wir die Studenten heute lieber in die Redaktion setzen für irgendein Social-Media-Thema und das andere Thema tatsächlich über KI erleben lassen. Also da gibt es ein paar konkrete Projekte, über die wir gerade in den letzten Wochen gesprochen haben. haben und geht wirklich darum sich jetzt erstmal auszuprobieren und was hast du so für tipps für führungskräfte wie man also du bist ja so wie es wirkt auch generell einfach mit generalistin was auch gesagt was das für tipps für für führungskräfte oder vielleicht auch menschen jetzt gerade erst eine führungsposition rein rutschen oder eingestiegen sind dass man dem Wandel irgendwie so ein bisschen offen ist und auch versucht mitzukommen, obwohl ja alles sich so schnell bewegt?

Also ich habe neulich mal so ein Stichwort gehört vor einigen Tagen, was heißt neulich, eben vor einigen Tagen und das fand ich ganz treffend, das hieß irgendwie Brave Leadership, also mutige Führung. Das finde ich eigentlich ganz spannend, weil ich glaube, das ist genau die Anforderung, die an Führungskräfte in Transformationsbranchen, was ja mittlerweile fast alle sind, besteht. eine mutige, an Zielen ausgerichtete Führung. Ich glaube, das Falscheste ist irgendwie gar nicht zu entscheiden und dafür können wir uns auch leisten, mal Fehlentscheidungen zu treffen. Und im Medienbereich ist es, glaube ich, dieses Thema, dass man auch wirklich Freude daran haben, also wahrscheinlich überall, aber bei uns ganz besonders Freude daran haben sollte, mit Menschen umzugehen, weil da treffen natürlich wahnsinnig unterschiedliche Menschen.

Es gibt Salespeople, es gibt Redakteure, es gibt Grafiker, es gibt Kaufleute, Controller und Personaler und die sind alle super unterschiedlich und ich als Führungskraft da mal die Frage ist es einfach so, dass die manchmal eben auch unterschiedlich ticken und dass man Spaß und Freude daran haben sollte, mit diesen unterschiedlichen Menschen umzugehen. Das ist glaube ich so der Punkt. Und auch Freude an Kommunikation zu haben. Ja, so ein Mediator sein. Ja, genau.

Und die einzelnen... Genau, und eben so aus Eingangs haben wir darüber gesprochen. Ich glaube man muss tatsächlich, auch Mut heißt ja auch irgendwie, dass man sich eingesteht zu sagen, okay ich kann das nicht alles besser als die anderen. Sondern ich habe wirklich auch Freude daran, mir ein Team zusammenzustellen von Expertinnen und Experten, die ihren Job wirklich gut können und lass die auch machen, also Verantwortung eben loszulassen, abgeben und so weiter. Und Verlage sind, finde ich, ehrlicherweise immer schon und auch lange noch sehr hierarchisch, weil einfach diese Prozesse sozusagen wie damals eine Zeitung entstanden ist.

Die Leute haben was geschrieben, dann ging das über den Tisch vom Chefredakteur und dann hat nochmal einer die Abnahme gemacht, bevor das in die Druckerei gegangen ist. Also das war wirklich... sozusagen hat sich mal sehr zugespitzt am tagesende zu seinem entscheidungstrichter und das ist natürlich was was in die heutige zeit irgendwie gar nicht mehr passt das ist auch nicht mehr so aber ich glaube so in der dna können wir alle noch viel mehr loslassen und das setzt aber auch voraus dass man im team und darauf muss als führungskraft auch achten leute hat die Lust haben, Verantwortung zu übernehmen. Es gibt ja auch wirklich manchmal Leute, die sagen so, es ist mir eigentlich lieber, wenn mir einer was sagt, wie ich das irgendwie gerne machen soll. Und ich glaube, wenn man dann ein bisschen bei den Besetzungen, die man da vor sich hat, bei offenen Stellen darauf achtet, dass man sagt, okay, ich habe auch Leute, die bilden sich weiter, die haben Spaß dran und die übernehmen auch Verantwortung und dann glaube ich, kann es gut funktionieren.

funktionieren. Finde ich schön. Schön Insight. Letzte Frage tatsächlich. Wie siehst du jetzt so die nächsten fünf Jahre in der Medienbranche?

Was sind so die größten Themen? Was wird tatsächlich vielleicht auch gar nicht aufkommen? Und wo bewegt sich Oder wo bewegst du dich mit den Kieler Nachrichten hin? Ja, also ich habe das ja eingangs schon mal gesagt, also uns geht es natürlich wirklich darum, in diesen schwierigen Zeiten, wo wir sehen, dass unser Stammgeschäft nicht mehr so funktioniert, wie es hat, einen Weg in die Zukunft zu führen. die KN in eine sicherere, sicherlich viel digitalere Zukunft zu führen, ihre Ertragskraft zu sichern.

Und ein ganz wichtiger Aspekt dabei, und der ist bei Presse ja nochmal anders als bei vielen anderen Unternehmen, es geht auch wirklich um den Erhalt von Presse, weil Presse ist ein humus gut, ja, und das ist total wichtig und Bildung und Wissen und politische Bildung und das Wissen, was in diesem Land, in diesem Staat, in der Stadt passiert. Es ist wichtiger denn je und ich finde deshalb haben wir auch, also das klingt jetzt so staatstragend, aber ich finde wir haben auch so eine gesellschaftliche Verantwortung dafür und weil ich mag mir nicht ausmalen, was passieren würde, wenn es die freie Presse nicht mehr geben würde. Und deshalb, das treibt uns aber auch irgendwie auch alle an und das ist auch gut so. wie du sagst treibt euch alle das auch das was wirklich komplett durchgehend gehört von menschen aus dem verlagswesen aus der branche das einfach das ist so der viele sagen wir haben verschiedene nordsterne offensichtlich mit umsatz und wo man hin will aber faktisch ist das so die vision oder die vision und die mission die alle treibt wir müssen das erhalten wir müssen quasi dazu beitragen in einem anderen unternehmen geht es im zweifel immer um arbeitsplätze ja aber vielleicht um eine ahnung Gegenstand, den man herstellt, den es dann nicht mehr gibt. Schade, aber der Gegenstand bei uns ist was anderes.

Finde ich ein sehr, sehr schönes Schlusswort. Vielen Dank, Susan. Ganz herzlichen Dank an dich. Das hat viel Spaß gemacht. Ebenso.

Danke. Vielleicht dann in ein, zwei Jahren nochmal. Besten Dank dir. Vielen Dank. Dann werde ich mal berichten, wie es gelaufen ist.

Schönen Tag. Ciao. Sehr schön. Dieser Podcast wird produziert von der Explo GmbH. Wenn auch du neue Zielgruppen über digitale Produkte binden und deine Content-Produktions- Workflows automatisieren willst, dann kontaktiere mich auf LinkedIn oder vereinbare eine unverbindliche Demo direkt auf unserer Website explo-gmbh.de Wir sehen uns in der nächsten Folge.

Vielen Dank.

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